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Schlagwort-Archive: Blogg dein Buch

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wieder einmal ist Dienstag – Zeit für Gemeinsam Lesen! Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild! 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „The Desert Spear“ (Demon Cycle #2) von Peter V. Brett und befinde mich auf Seite 283.

the desert spear„The sun is setting on humanity. The night now belongs to voracious demons that prey upon a dwindling population forced to cower behind half-forgotten symbols of power. Legends tell of a Deliverer: a general who once bound all mankind into a single force that defeated the demons. But is the return of the Deliverer just another myth? Perhaps not. Out of the desert rides Ahmann Jardir, who has forged the desert tribes into a demon-killing army. He has proclaimed himself Shar’Dama Ka, the Deliverer, and he carries ancient weapons—a spear and a crown—that give credence to his claim. But the Northerners claim their own Deliverer: the Warded Man, a dark, forbidding figure. Once, the Shar’Dama Ka and the Warded Man were friends. Now they are fierce adversaries. Yet as old allegiances are tested and fresh alliances forged, all are unaware of the appearance of a new breed of demon, more intelligent—and deadly—than any that have come before.“

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„»I was apprenticed to an Herb Gatherer for six month as part of my Messenger training,« the Warded Man said.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mich hat „The Desert Spear“ von Anfang an sehr überrascht. Nach dem ersten Band, den ich noch auf Deutsch gelesen habe („Das Lied der Dunkelheit“), konnte ich mir nicht so genau vorstellen, wie Peter V. Brett die Handlung weiterführen möchte. Nun ja, also DAMIT hatte ich nicht gerechnet. 😀 Ich bin total begeistert, dass Brett sich entschieden hat, die Perspektive einer Figur auszuarbeiten, der ich im ersten Band bereits kurz begegnete: die Perspektive von Ahmann Jardir. In „Das Lied der Dunkelheit“ habe ich ihn als Verräter kennengelernt; durch „The Desert Spear“ musste ich diese Meinung noch einmal überdenken. Nichts auf der Welt ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Niemand verrät ohne Grund, aus Spaß am Verraten. Ich mag Jardir mittlerweile sehr und muss sagen, ich finde seinen Charakter äußerst attraktiv. Er hat eine besondere Anziehungskraft auf mich, weil er sehr charakterstark, bestimmt, zielstrebig und aufopferungsvoll ist. Seine Frau hingegen… oh oh oh. Die Dame hat Gift im Blut. Jardir hat unglaubliches Glück, dass sie auf seiner Seite steht und nicht gegen ihn. Noch nicht jedenfalls. Wer weiß. Ich traue ihr so einiges zu. 😉
Außerdem wird direkt am Anfang eine neue Dämonen-Gattung integriert, die ich extrem spannend finde. Mir gefiel ihre Vielfalt ja schon im ersten Band sehr, doch jetzt wird es richtig interessant. Der Klappentext verrät es ja schon, diese neue Gattung ist intelligent. Und wie intelligent die sind! Brrrr, gruselig. Intelligente Monster sind immer eine besondere Herausforderung und ich freue mich wie Bolle auf den Kampf mit diesem neuen Gegner! 😀
Ihr merkt es, ich habe extrem viel Spaß an dem Buch, aber nach dem ersten Band habe ich auch nichts anderes erwartet. Das liegt übrigens auch daran, wie detailliert Peter V. Brett schreibt. Mir ist das am Wochenende aufgefallen, weil der Lieblingsmensch aus irgendeinem Anlass heraus behauptete, die Figuren in meinem Buch hätten bestimmt keine natürlichen Bedürfnisse, oder zumindest gäbe es solche Szenen nicht. Wir sind einiges durchgegangen: Toilette, Essen, Trinken. All das beschreibt Peter V. Brett auf die eine oder andere (aber niemals zu deutliche) Weise. Ich liebe es, wenn AutorInnen sich so viel Mühe geben, ihre Figuren lebendig und realistisch erscheinen zu lassen. Nur Übernatürliche müssen weder essen, noch trinken, noch atmen oder die Toilette besuchen. Peter V. Bretts Charaktere sind Menschen, also unterliegen sie auch zutiefst menschlichen Beschränkungen. Ich habe eine viel engere Beziehung zu ihnen, weil Brett mich fast überall dabei sein lässt, ohne geschmacklos zu werden. Vermutlich ist dieser Detailreichtum wirklich nur in der High Fantasy möglich. Und deswegen: High Fantasy – ich liebe dich! 😀

4. Wie steht ihr zu Seiten in denen Blogger Rezensionsexemplare anfragen können? Seid ihr selber auf solchen Seiten angemeldet? (bloggdeinbuch, Das bloggerportal von Randomhouse etc.)?

Ich nutze solche Möglichkeiten, aber nicht oft.
Ich bin seit einiger Zeit im Mail-Verteiler des Verlags Entangled Teen. Auf diese Weise trudeln regelmäßig Mails bei mir ein, in denen sie ihre neusten ARC-Versionen anbieten und anhand derer ich entscheiden kann, ob das eine oder andere eBook etwas für mich sein könnte. Ist etwas Vielversprechendes dabei, kann ich mich auf die entsprechenden Bücher bewerben. Bisher hat das für mich sehr gut geklappt; ich wurde jedes Mal ausgewählt (wenn das denn überhaupt so läuft, keine Ahnung). Ich bekomme dann von Entangled Teen eine weitere Mail, in der steht, bis wann ich das Buch gelesen und rezensiert haben soll (also das Erscheinungsdatum) und einen Netgalley-Link, über den ich es auf meinen Kindle laden kann. Netgalley selbst ist auch ein Blogger-/Rezensenten-Portal; dort bin ich natürlich zwangsläufig angemeldet, habe das Portal aber noch nicht wirklich genutzt. Könnte ich eigentlich mal tun… 😉
Blogg dein Buch habe ich hingegen schon mehrfach genutzt, für mich ist es aber nicht ganz das richtige Portal. Wenn man das Buch bekommt, soll man es ja innerhalb eines Monats gelesen und rezensiert haben. Man kann die Frist zwar verlängern, aber mich setzt das trotzdem unter Druck, weil ich die Ursprungsfrist einhalten möchte. Weder mein Kopf noch mein Bauch mögen zeitliche Vorgaben, es sei denn, sie sind ziemlich lang. Dann spielt es keine Rolle. Ein Monat ist dafür allerdings tatsächlich zu kurz und es ist für mich, als wäre das Buch ein Stachel in meinen Gedanken, der mir keine Ruhe lässt.Bird Box
Seit neustem bin ich auch im Bloggerportal von Randomhouse angemeldet. Auf die Idee kam ich dank der lieben Buchmacherin Melanie. Ich habe das Portal jetzt einmal auf gut Glück ausprobiert, indem ich ein älteres Buch und eine Neuerscheinung angefordert habe. Die Neuerscheinung war „Bird Box“ von Josh Malerman, auf das ich sowieso neugierig war und genau dieses lag dann letzte Woche am Freitagmorgen in meinem Briefkasten. Das fand ich ziemlich toll, weil ich nicht damit gerechnet habe. Randomhouse sagt einem ja nicht, ob man ein Rezensionsexemplar bekommt oder nicht, das heißt, es wird wohl jedes Mal eine Überraschung sein. 🙂

Prinzipiell finde ich, bei diesen Bloggerportalen kommt es weniger darauf an, ob man sie nutzt, sondern eher, WIE man sie nutzt. Maß halten ist angesagt, wenn ihr mich fragt. Fordert man ab und zu mal ein Rezensionsexemplar an, weil man zum Beispiel ein bestimmtes Buch sowieso haben möchte oder weil man vielleicht auch total ungeduldig ist und nicht das Erscheinungsdatum abwarten möchte, finde ich das völlig in Ordnung. Dafür sind diese Portale ja da. Letztendlich bieten sie einen Deal, von dem beide Seiten etwas haben: der Bücherwurm bekommt ein kostenloses (Vorab-)Exemplar; Verlag und AutorIn bekommen kostenlose Werbung. Aber nie, nie, niemals sollte man mehr ordern, als man A) wirklich haben möchte und B) bewältigen kann. Was bringt es, wenn sich die Rezensionsexemplare auf dem SuB häufen und man nicht mehr hinterher kommt? Ich weiß, dass es offenbar BloggerInnen gibt, die ihre Blogs nur führen, um kostenlos Bücher abzustauben. Das ist höchst unethisch, gierig und einfach daneben. Als ich mich in den Portalen angemeldet habe, bin ich ja sozusagen einen Vertrag eingegangen; ich habe versprochen, ehrliche Rezensionen zu schreiben. Ehrensache, dass ich dann auch genau das tue. Für eine ehrliche Rezension braucht es Zeit (sieht man ja an den ausstehenden Rezensionen rechts *hust*). Je mehr Rezensionsexemplare ich hier liegen habe, desto mehr setzt mich das unter Druck und Stress. Ich bin zwar definitiv Bücherjägerin und -sammlerin, aber ich tue das weder mir noch dem Verlag oder den AutorInnen an. Würde ich massenweise Bücher ordern, käme ich ja auch gar nicht mehr dazu, ältere Bücher auf meinem SuB abzuarbeiten. Ich wäre nur noch damit beschäftigt, Neuerscheinungen nach Zeitplan zu lesen und zu besprechen. Schon die Vorstellung ist mir zuwider.
Es ist gut, dass es diese Portale gibt, weil so auch BloggerInnen, die nicht bereits Millionen Follower haben, unkompliziert an Rezensionsexemplare herankommen. Wir lesen viel, um unseren LeserInnen viele Bücher empfehlen oder eben von ihnen abraten zu können. Da finde ich es sehr entgegenkommend von den Verlagen, dass sie uns unter die Arme greifen und das eine oder andere Buch spendieren. Aber ich bin auch überzeugt, man sollte niemals vergessen, dass das nicht selbstverständlich ist und man dankbar sein muss für jedes Buch, das man nicht bezahlen muss. Das System funktioniert nur dann richtig, wenn es mehr Leute gibt, die es verantwortungsvoll nutzen, als Leute, die es bloß ausnutzen. Sag NEIN zur Gier.

Was lest ihr im Augenblick? Nutzt ihr Bloggerportale und wenn ja, wie nutzt ihr sie?

Ich freue mich bereits sehr auf eure Meinungen und Kommentare und bin schon sehr neugierig, wie ihr auf euren Blogs auf die vierte Frage geantwortet habt. Auf die Plätze… Fertig… LOS! Das Stöbern kann beginnen! 😀

Alles Liebe,
Elli

 
 

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04. 09. 2014 – Gewonnen: wortmagieblog auf YouTube

Erinnert ihr euch, dass ich vor ein paar Wochen an der Teardrop-Release-Kampagne via Blogg dein Buch teilgenommen habe? Wenn nicht, könnt ihr HIER noch einmal meinen Beitrag lesen. Die Idee war ja, zu erzählen, wann wir das letzte Mal geweint haben, um ein Exemplar von Lauren Kates Roman „Teardrop“ zu gewinnen. Dazu konnte man außerdem noch eine persönliche Auszeichnung von Lauren Kate für den eigenen Blog gewinnen oder eine Nennung im offiziellen YouTube-Trailer des Buches. Glaubt es oder nicht, aber…

Ich habe gewonnen!

Ich habe es ja nun schon öfter gesagt, ich bin eigentlich kein Glückskind, aber in letzter Zeit scheint sich das zu ändern! Mein Beitrag ist nun Teil des Trailers und darüber hinaus werde ich das Buch bekommen. 😀 Ich freue mich wirklich sehr und bedanke mich bei Random House, dass sie mir ihr Vertrauen schenken und mich „Teardrop“ lesen und rezensieren lassen.

Nun möchte ich euch den Trailer natürlich nicht vorenthalten, schließlich bin ich bzw. ist mein Blog noch nie in einem YouTube-Video aufgetaucht. 😉

Na, wie gefällt euch der Trailer? Ich finde ihn wirklich gelungen; es hat mir sehr gefallen, etwas über die letzten Tränen-Momente anderer BloggerInnen zu lesen.
Sobald „Teardrop“ hier eingetroffen ist, werde ich es euch wissen lassen, denn tatsächlich wird es mein erstes Rezensionsexemplar eines Verlages sein. Hach, ich bin wirklich ganz aus dem Häuschen! 😀

Ich freue mich wie immer auf eure Kommentare und Meinungen! 🙂

 
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Verfasst von - 4. September 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Turhan Boydak – Die Janus Protokolle

„Die Janus Protokolle“

die janus protokolle

Autor: Turhan Boydak

Format: eBook

Seitenzahl: 616

Verlag: dotbooks

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783955202804

Genre: Thriller & Realistische Fiktion > Politik & Soziales

ausgelesen am: 21.08.2014

Bewertung:

Über „Die Janus Protokolle“ von Turhan Boydak aus dem eBook-Verlag dotbooks habe ich mich sehr gefreut, weil ich es erstens bei Blogg dein Buch gewonnen habe und es zweitens mein erster Buch – Gewinn überhaupt war. Sonst bin ich nämlich nicht gerade vom Glück geküsst, was Gewinnspiele angeht. Dieser Gewinn ist übrigens auch der Grund, warum ich die Rezension vorziehe, ich habe nämlich eine Deadline, die ich einhalten soll und möchte (aber nicht muss, man kann sie verlängern lassen).
Das Buch selbst war mir schon bei Annika von kathrinsbooklove begegnet, ich wusste also bereits, worum es geht. Annika war ziemlich begeistert, daher bin ich optimistisch an die Lektüre herangegangen.

Der Journalist Jason Bradley ist nur noch ein Schatten seiner selbst: geschieden, abgebrannt, ein wenig verwahrlost. Wäre doch vor 10 Jahren nur nicht die Pulitzer Preis – verdächtige Story seines Lebens geplatzt, an der er mit seinem Kollegen und besten Freund Matthew Scott für die New York Times arbeitete und aufgrund derer sich die beiden unversöhnlich zerstritten. Antriebslos und im Selbstmitleid badend lässt sich Jason dahin treiben – bis zu dem Tag, an dem er erfährt, dass Matt einen tödlichen Autounfall erlitt. Angeblich verschuldete er den Unfall selbst, weil er sturzbetrunken war. Seltsam, denn eigentlich war Matt ein trockener Alkoholiker. Genauso seltsam ist es, dass Matt einen Hinweis für Jason hinterließ, obwohl sie seit Jahren nicht miteinander gesprochen hatten. Woran arbeitete er, bevor er starb? Beschäftige er sich etwa wieder mit ihrer alten Story, die aufdecken sollte, dass einige der größten Internet- und Softwareunternehmen der Welt mit den amerikanischen Geheimdiensten zusammenarbeiten? War Matts Tod vielleicht gar kein Unfall? Jason beginnt erneut zu recherchieren und macht Matts Informanten ausfindig, den Hacker Veritas. Gemeinsam versuchen sie, Beweise für die Vorgänge zu finden, die Matt möglicherweise das Leben kosteten, doch natürlich bleiben ihre Bemühungen nicht unbemerkt…

Ich glaube, hätte ich „Die Janus Protokolle“ vor ein paar Jahren gelesen, wäre ich von der Thematik begeistert gewesen. Doch heutzutage reißen mich Turhan Boydaks Ausführungen nicht mehr vom Hocker. Ich weiß, was der Sputnik-Schock war. Ich weiß, wie das Internet entstand, was Cookies sind und wie brüchig die Illusion von Sicherheit im Netz ist. Auch ist mir klar, dass Daten die Währung unserer modernen Zeit sind. Ich interessiere mich schon ein paar Jahre für all diese Themen und habe Autoren gelesen, die weit tiefer in die Materie eintauchen als Turhan Boydak. In seinem Bemühen, alle möglichen geschichtlichen Ereignisse in sein Werk zu quetschen, ist die Hauptlinie der Geschichte für mich viel zu oberflächlich geraten. Außerdem frage ich mich ernsthaft, wozu er eine Verschwörungstheorie entwickelte. Ist die Realität nicht erschreckend genug? Die Möglichkeit des gläsernen Menschen besteht auch ohne eine Verstrickung der amerikanischen Geheimdienste. Krampfhaft versuchte er, diese Theorie durch Fakten zu untermauern und nennt beispielsweise die Praktik des Quasi-Monopolismus im Internet als Argument. Seine Erklärung wirkt aber nur halbfertig, hat keine richtige Basis und war dementsprechend nicht überzeugend.
Von der Verschwörungstheorie einmal abgesehen, fand ich Boydak auch insgesamt als Thrillerautor nicht sehr beeindruckend. Zwar liest sich der Roman flüssig und der Autor versucht wiederholt, seine LeserInnen auf eine falsche Fährte zu führen und zu verwirren, bei mir hat das nur leider nicht geklappt. Ich wusste immer, wie sich die Handlung weiter entwickeln wird. Keine Überraschungen, fürchterlich vorhersehbar. Das geht soweit, dass es tatsächlich eine „Der Bösewicht verrät den Masterplan“ – Szene gibt, die ich schlicht übertrieben und pathetisch fand.
Ebenso vorhersehbar sind die Figuren. Es gab keinen einzigen Charakter, der mich wirklich packte; sie bleiben alle blass und uninteressant. Besagter Bösewicht ist dabei der Gipfel der Einfallslosigkeit und völlig eindimensional. In einem Thriller für Erwachsene sollte der Antagonist zumindest ein bisschen Tiefe aufweisen um real zu wirken.

Ich bin furchtbar enttäuscht, dass mein erster Buch – Gewinn mir ein so negatives Urteil abzwingt. „Die Janus Protokolle“ ist in vielen Punkten einfach zu gewollt, zu konstruiert und unnatürlich. Ich habe aus diesem Buch nichts mitgenommen, was bei so einem aktuellen Thema schon erstaunlich ist. Auch hat es mich nicht wirklich gefesselt, obwohl haufenweise Personen sterben.
Vielleicht kam Turhan Boydaks Thriller für mich einfach zu spät, vielleicht hätte ich ihn lange vor den „Little Brother“ – Romanen von Cory Doctorow und „The Circle“ von Dave Eggers lesen müssen. Vielleicht hätte er mir gefallen, wenn ich nie auch nur angefangen hätte, mich mit Programmierung und Netzsicherheit zu befassen. Möglicherweise bin ich einfach schon zu tief im Thema drin, um diese Verschwörungstheorie spannend zu finden.
Hätte, würde, könnte. Es ist wie es ist, ich mochte „Die Janus Protokolle“ nicht und kann das Buch auch nicht weiter empfehlen.

 
 

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15. 08. 2014 – Wann hast du das letzte Mal geweint? [Teardrop-Release-Kampagne]

Der Verlag cbt und Blogg dein Buch haben eine Aktion zum Release des Buches „Teardrop“ von Lauren Kate ins Leben gerufen, in der es um tiefe Gefühle geht. Gefühle, die einen zum Weinen bringen.
Da ich einerseits weiß, dass die meisten LeserInnen gern etwas aus dem Leben ihrer BloggerInnen erfahren und mich andererseits das Buch interessiert, habe ich beschlossen, teilzunehmen.
Eigentlich geht es nur darum, eine einfache Frage zu beantworten:

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Für mich ist das aber eine sehr persönliche Frage, da ich selten weine und noch seltener vor anderen. Ich war schon immer jemand, die ihre Gefühle für sich behalten hat, weil ich immer der Ansicht war und bin, dass sie niemanden außer mir etwas angehen. Dass ich also jetzt mein letztes Erlebnis, das mit Tränen verbunden war, mit euch teile, dürft ihr durchaus als großes Ding interpretieren. Vielleicht bin ich dazu bereit, weil es eine Situation war, in der es um Liebe ging. Die Liebe einer Tochter zu ihrem Vater.

Als ich meinem Vater sagte

Ich denke, ich muss meine Antwort noch ein bisschen näher erläutern.
Jedes Kind hält seine Eltern für Helden. Bei manchen hält das länger an, bei manchen nicht. Das ist normal. Doch wie ihr sehen könnt, habe ich die Formulierung „trotz allem“ in meine Antwort eingeschlossen. Das hat einen Grund. Mein Vater kann körperlich nicht immer so, wie er gern würde. Als ich noch klein war, konnte er nicht im Schneidersitz auf dem Boden sitzen und mit meinen Puppen, Autos, Kuscheltieren, Ü-Ei-Figuren oder was auch immer mit mir spielen. Er konnte mich nicht immer so hoch heben, wie er es vielleicht gern gewollt hätte.
Als wir letztes Weihnachten in Dänemark waren, hatten wir ein unglaublich intensives Gespräch. Ich will hier jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber der Endeffekt dieses Gesprächs war, dass ich ihm sagte, dass er immer mein Held war. Er hat das erst nicht verstanden. Er hat all die Situationen aufgezählt, in denen er nicht so mit mir umgehen konnte, wie es vielleicht „normal“ gewesen wäre. Aber was ist schon normal? Ich habe ihm unter Tränen erklärt, dass er vielleicht nicht so mit mir gespielt hat, wie die Väter meiner FreundInnen es mit ihren Söhnen und Töchtern getan haben, aber dass das für mich nie eine Rolle gespielt hat. Ich habe nie hinterfragt, wie er mit mir umgegangen ist, weil ich glücklich war. Weil er stattdessen mit mir gerauft hat, wenn es zum Abendessen Kraftfleisch gab. Weil er sich mit mir „Die Sendung mit der Maus“ angesehen hat. Weil er mir abends „Käpt’n Blaubär“ vorgelesen hat. Weil er mit mir Kartoffeln in unserem Garten ausgebuddelt hat. Weil er mir selbst einen Sandkasten gebaut hat. Weil niemand so grillen kann wie er. Weil er immer eine Antwort für mich hatte und bis heute hat. Mein Vater ist mein Held, weil ich mir keine einzige Welt vorstellen kann, in der er es nicht ist. Seine körperlichen Grenzen waren mir immer egal, mehr noch, ich habe sie gar nicht wahrgenommen, schon gar nicht, als ich noch klein war. Das ist das größte Geschenk, das er mir machen konnte. Er hat mich einfach nicht spüren lassen, was er nicht konnte, weil er mich dafür hat sehen, fühlen und erleben lassen, was er konnte.
Ich habe so sehr geweint bei diesem Gespräch, weil mir überhaupt nicht klar war, dass er nicht wusste, wie ich empfinde. Er wusste nicht, dass ich ihn vor meinem geistigen Auge immer mit wehendem Cape und Strumpfhosen sehe, während im Hintergrund eine heroische Melodie läuft.
Ich bin sehr froh, dass ich die Gelegenheit hatte, ihm zu sagen, wie viel er mir bedeutet und wie sehr ich ihn liebe. Manche Menschen sprechen ihren Eltern gegenüber nie aus, wie dankbar sie ihnen sind und bereuen es später, wenn sie nicht mehr da sind. Ich schon. Das war die Tränen wert.

Möchtet ihr auch teilnehmen und ein paar persönliche, emotionale Erinnerungen mit uns teilen? Dann schaut doch mal bei cbt oder Blogg dein Buch vorbei!

Was gibt es zu gewinnen?

Teardrop - Lauren Kate„Teardrop“ von Lauren Kate

»Vergieße nie eine einzige Träne!« Dieses Versprechen musste Eureka ihrer Mutter geben und siebzehn Jahre lang hat sie sich daran gehalten. Selbst als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Doch dann trifft sie Ander, einen attraktiven und äußerst mysteriösen Jungen. Er bringt sie so durcheinander, dass sie eine Träne vergießt – und Ander fängt sie mit seiner Fingerspitze auf. Auch er scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf. Doch was ist ihr großes Geheimnis? Warum wissen alle anderen davon, nur sie nicht? Und warum verhält sich ihr bester Freund, Brooks, plötzlich so aggressiv ihr gegenüber? Waren sie nicht kurz davor, ein Paar zu werden? Wem kann Eureka noch vertrauen?
(Quelle: Blogg dein Buch)

 

Ihr dürft natürlich gern wie immer Kommentare und Gedanken hinterlassen. Ich freue mich darauf. 🙂

 
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Verfasst von - 15. August 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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31. 07. 2014 – Erinnerung an die John Green Lesewoche & der Blogfahrplan der nächsten Zeit

JohnGreenLesewocheIch möchte euch heute noch einmal an die John-Green-Lesewoche erinnern. Morgen geht’s los! 😀 Das Ganze wird von Allthesespecialwords veranstaltet und wenn ihr spontan noch teilnehmen möchtet, dann kramt eure John Green Bücher raus und meldet euch fix an. Je mehr, desto besser. Die nächste Woche werde ich also fleißig jeden Tag Kims Fragen beantworten, alle normalen Posts fallen aus.

Für mich ist diese Lesewoche vom Timing her perfekt. Erstens bin ich fast fertig mit „Perfected“ von Kate Jarvik Birch, mir fehlen noch etwa 10 Seiten. Ich gebe zu, ich bin ein bisschen stolz, dass ich den Lektüre-Übergang so nahtlos hinbekomme. 😀
Zweitens gibt mir diese Aktion die Chance, alle möglichen Posts aufzuarbeiten und den Blog wieder auf den neusten Stand zu bringen. Die letzten zwei Wochen waren arbeitstechnisch ziemlich verrückt; ich hatte kaum Zeit, etwas anderes zu tun als zu schuften, zu schlafen und mich um meine Kleine zu kümmern. Ab morgen sollte alles wieder in normalen Bahnen laufen. Ich muss zwar trotzdem noch viel arbeiten, aber die anstrengenden Doppelschichten sind vorbei.
Das Bloggen hat mir wirklich gefehlt. Es reicht mir einfach nicht, alle paar Tage schnell einen Beitrag dazwischen zu schieben, wenn ich mal 10 Minuten Zeit habe. Während ihr also in der nächsten Woche täglich über meine Erfahrungen mit John Green lesen könnt, werde ich hinter den Kulissen in Ruhe die Beiträge vorbereiten, die längst fällig waren oder sich in den letzten Tagen ergeben haben.Auf folgendes könnt ihr euch freuen:

  • Rezension zu „Pride and Prejudice“ von Jane Austen
  • Rezension zu „Die Worte der Weißen Königin“ von Antonia Michaelis
  • Rezension zu „Mind Games“ von Carolyn Crane
  • Rezension zu „Perfected“ von Kate Jarvik Birch
  • Let’s talk about… die Bestenliste der BBC
  • Let’s talk about… die Bestenliste des ZDF
  • Inside Jane Austen #3 (wenn ich noch genug Trivia-Wissen zusammen tragen kann)

Außerdem stehe ich im Augenblick in Kontakt mit dem Autor Christoph Zachariae, der eine Reihe namens „Ödland“ schreibt. Er hat mir angeboten, das erste Buch „Der Keller“ zu lesen und eventuell zu rezensieren. Ich habe sein Angebot angenommen, weiß aber noch nicht, ob es zu dieser öffentlichen Rezension auch kommt. Ich veröffentliche Auftragsrezensionen prinzipiell nur unter Absprache mit dem Autor oder der Autorin, da ich mich auf der einen Seite schützen möchte und besonders junge AutorInnen auf der anderen Seite vor Schaden in Form von sehr negativer Kritik bewahren möchte. Ich bin aber optimistisch, dass die Rezension von „Der Keller“ zustande kommt und ihr sie bald hier lesen könnt. 🙂
Dann habe ich noch – wer hätte es gedacht – ein Rezensionsexemplar bei BloggdeinBuch.de gewonnen. Normalerweise bin ich nicht gerade vom Glück geküsst was Gewinnspiele jeglicher Art angeht. Daher war ich reichlich überrascht, als gestern die E-Mail kam, dass ich „Die Janus Protokolle“ von Turhan Boydak lesen und rezensieren darf. 🙂
Sowohl „Der Keller“ als auch „Die Janus Protokolle“ sind e-Books. Ganz ehrlich, wenn das so weiter geht, überlege ich mir vielleicht doch noch, mir einen e-Book-Reader zuzulegen. Ich kann die Bücher zwar auch am PC lesen, aber mal ehrlich, das ist nicht sonderlich bequem. Auch dazu werde ich vermutlich noch einen ausführlichen Beitrag verfassen, in dem ich meine Überlegungen zusammen fasse.

Soooo und last but not least tausche ich mich momentan rege mit Jule von Zroyas Papiergeflüster aus. Wir haben da eine Idee zu einer Blog-Aktion im Ärmel, die wir unglaublich gern umsetzen möchten. Bisher stecken wir noch völlig in der Planung der Formalitäten, aber da wir beide nun mehr Zeit zur Verfügung haben, wird es in dieser Sache hoffentlich bald ordentlich vorangehen. Ich möchte hier noch nicht zu viel verraten, doch ich freue mich wahnsinnig auf die intensive Zusammenarbeit mit Jule und versichere euch, die Aktion ist den ganzen Aufwand wert! 😀

Das war es erst einmal von mir für heute. Ich hoffe, ich konnte euch Lust auf die nächsten Wochen machen und danke euch, dass ihr mir in den letzten Wochen, die so sehr stressig waren, die Treue gehalten habt. 😉

Wie immer dürft ihr gern euren Senf dazu geben, ich freue mich auf alle Gedanken und Kommentare! 😀

 
 

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