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Montagsfrage: Deine Usprünge als Bücherwurm?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jetzt kann wohl niemand mehr leugnen, dass der Sommer bevorsteht. In Berlin haben wir gestern erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke geknackt. Ich bin ja nicht unbedingt ein Fan von diesen hohen Temperaturen und leide ziemlich darunter, dass sich unsere Wohnung so stark aufheizt. Wenn die Luft steht, bekomme ich schnell das Gefühl, zu ersticken. Deshalb hat mein Mann für 2019 vorgesorgt und bereits Anfang des Jahres ein Hitze-Survival-Kit zusammengestellt, das seit gestern zum Einsatz kommt. Wir sind stolze Besitzer von gleich zwei Ventilatoren, einer davon pustet mir gerade kühle Luft um die Ohren. Er wollte eigentlich eine Klimaanlage installieren lassen, aber ich habe mein Veto eingelegt, weil ich die Dinger absolut nicht mag. Sie sind teuer, umweltschädlich und trocknen die Luft aus, sodass ich regelmäßig Schwierigkeiten mit rissigen Schleimhäuten in der Nase bekomme. Deshalb die Ventilatoren. Unsere Geheimwaffe sind allerdings Rettungsdecken. Ihr wisst schon, diese große Folien, die auf einer Seite gold und auf der anderen silber sind, die man Unfallopfern umlegt, damit sie nicht auskühlen. Die hat mein Mann vor die Fenster geklebt, silberne Seite nach außen. Sie sollen das Sonnenlicht reflektieren und verhindern, dass sich die Wohnung aufheizt. Wir waren überrascht, wie stark die abdunkeln. Glücklicherweise leben wir in einem Altbau mit Doppelfenstern, weshalb wir die inneren Fenster, an denen die Decken festgeklebt sind, einfach öffnen können, um Licht reinzulassen, während die Hitze durch die äußeren Fenster ausgesperrt bleibt. Kommt die Sonne rum, können wir sie schließen und in einer angenehm kühlen Höhle sitzen. Soweit die Theorie. Ich hoffe sehr, dass das klappt. Nicht nur meinetwegen, sondern auch für Chilli, denn sie hat im letzten Sommer wirklich gelitten. Sie steckt die Hitze nicht mehr gut weg, seit sie alt ist und ich habe mir immer Sorgen gemacht, wenn sie allein war, weil sie dann nicht trinkt. Wenn wir die Innentemperatur niedrig halten können, ist das nicht mehr so problematisch. Also Sommer, fahr ruhig deine Waffen aus, wir sind bereit! 😀
Unberührt von der Hitze draußen mache ich mich jetzt von meiner Bat-Höhle aus an die Beantwortung der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Wie bist du zum Lesen gekommen?

Auf diese durchaus interessante Frage muss ich heute eine langweilige Antwort geben. Ich durchlief die klassische Biografie eines Bücherwurms. Bücher und Geschichten haben schon immer zu meinem Leben gehört. Meine Eltern haben mir immer viel erzählt und vorgelesen, letzteres vermutlich sogar länger, als üblich ist. Der Anblick ihrer privaten Bibliothek im Wohnzimmer prägte mich seit meiner Geburt und ich begriff eine vielfältige Auswahl an Literatur in einem Haushalt als das Normalste der Welt, denn bei meinen Großeltern mütterlicherseits sah es nicht anders aus. Bei unseren Besuchen dort war es Gang und Gebe, dass ich mich irgendwann mit einem Buch (anfangs Bilderbücher und Comics, später Romane) auf die Couch zurückzog, während die Erwachsenen langweilige Gespräche führten. Ich wollte schnell lesen lernen und habe mich angestrengt, um die kryptischen Buchstaben in meinen Kinderbüchern zu meistern. Meine Klassenlehrerin in der Grundschule erkannte glücklicherweise meine Affinität und förderte mich, wann immer es ihr möglich war. Lesen fiel mir leicht, sowohl stilles Lesen als auch Vorlesen. Von allen Seiten wurde ich ermutigt, meine Liebe zu Büchern zu pflegen. Mir wurden Bücher geschenkt, ich wurde mit in Buchläden genommen und durfte mir was aussuchen, meine Mutter verschaffte mir meinen ersten Bibliotheksausweis. Ich konnte immer nach Lektüreempfehlungen fragen und es gab nichts, was ich nicht lesen durfte, obwohl ich mich erinnere, dass Mama manchmal sagte, ich sollte lieber noch warten, bis ich älter wäre. Kurz: ich wurde zum Bücherwurm erzogen. Mit Erfolg.

Dass ich ein Bücherwurm bis ins Erwachsenenaltern geblieben bin, rechne ich hingegen zu großen Teilen J.K. Rowling an. Ich wuchs mit HP auf, er begleitete mich durch meine schwierigen Teenagerjahre (der letzte Band erschien, als ich gerade 18 war) und ließ mich nie vergessen, wie wundervoll das Lesen und Bücher sind. Ich weiß nicht, wo ich heute stünde, wäre er nicht gewesen. Vielleicht hätte ich irgendwann einfach aufgehört, mich in Geschichten zu vergraben, trotz der Bemühungen meiner Familie. Ich verdanke ihm mindestens genauso viel wie meinen Eltern und diesen Dienst kann ich weder J.K. Rowling noch all den Menschen um mich herum, die darauf bestanden, dass ich weiterlese, jemals zurückzahlen.

Wie wurde aus dir ein Bücherwurm?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hoffentlich nicht allzu heißen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Lauren Oliver – Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

„Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ von Lauren Oliver begründete meine Liebe zu Young Adult – Literatur. Ich stolperte über diesen Roman, als ich gerade begann, meine Bibliothek zu organisieren, zu strukturieren und hemmungslos zu erweitern. Bücher spielten in meinem Leben immer eine Rolle, doch erst in dieser Phase fing ich an, mich wirklich für Literatur zu interessieren und mir eigenständig – ohne den Einfluss meiner Eltern – eine Sammlung aufzubauen. „Wenn du stirbst“ hatte erheblichen Anteil daran, dass ich Lesen als ernstzunehmendes Hobby begriff und war ein Meilenstein auf der niemals endenden Erforschung meines Literaturgeschmacks. Als ich im November 2018 für eine Challenge ein Buch lesen sollte, in der eine Figur denselben Tag wieder und wieder erlebt, beschloss ich daher, diese Aufgabe mit einem Reread dieses für mich sehr wichtigen Buches zu erfüllen.

Samantha Kingston starb am Abend des 12. Februars in einem Autounfall, der auch ihre drei besten Freundinnen Lindsay, Elody und Ally das Leben kostete. Deshalb ist Sam mehr als überrascht, als sie am nächsten Morgen einfach wieder in ihrem Bett aufwacht, als wäre nichts geschehen. War der Unfall ein Traum? Sam ist erleichtert und dankbar, am Leben zu sein, doch schon bald fallen ihr beunruhigend viele Parallelen auf. Es ist nicht morgen. Es ist exakt derselbe Tag, der 12. Februar. Wieder und wieder durchlebt Sam den Tag, an dem sie starb. Nichts ändert sich – nur sie selbst. Tief in ihrem Inneren weiß Sam, dass sie noch nicht bereit ist, zu gehen. Sie hat noch etwas zu erledigen. Ein Unrecht zu begleichen. Erst dann wird sie weiterziehen und Frieden finden können.

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Montagsfrage: Wiederholungstäter?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kann das Ende sehen! Ich arbeite zwar noch immer am Jahresrückblick 2018, doch den statistischen Part habe ich gestern abgeschlossen und wage mich nun an die emotionale Rückschau. Ich bin optimistisch, dieses Mammutprojekt noch im Januar fertigstellen zu können. Ein paar Tage habe ich ja noch. 😉 Diese Woche wird es deshalb jedoch keine neue Rezension geben, denn ich habe leider keine mehr vorbereitet in der Pipeline und keine Zeit, rechtzeitig eine fertigzustellen. Tut mir leid, aber ich muss Prioritäten setzen. Heute unterbreche ich meine Beschäftigung mit der jüngsten Vergangenheit trotzdem für einige Augenblicke und stelle mich der neuen Montgsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Bist du Einmal- oder Mehrmals-Leser?

Rereads gehören seit ich denken kann zu meinem Lesealltag dazu. Früher geschah das oft aus der Not heraus, weil ich nicht wusste, was ich als nächstes lesen sollte und meine private Bibliothek noch in den Kinderschuhen steckte. Ich besaß einfach nicht so viele Bücher. Ich habe bestimmte Werke aber auch deshalb mehrfach gelesen, weil ich süchtig nach dem Gefühl war, das sie mir vermittelten. Manchmal habe ich ein Buch sogar direkt noch einmal von vorn begonnen, nachdem ich es gerade ausgelesen hatte. Ich wollte dieses Gefühl nicht verlieren, diese uneingeschränkte Begeisterung, die Liebe zu den Figuren und den harmonischen Einklang mit der Geschichte. Statt neuen Abenteuern eine Chance einzuräumen, blieb ich lieber bei denjenigen, die mein Herz bereits berührt hatten.

Zum Glück überwand ich mein Misstrauen neuen Geschichten gegenüber irgendwann. Die Neugier siegte und mittlerweile käme mir nicht mehr in den Sinn, dasselbe Buch direkt zweimal nacheinander zu lesen. Dennoch versuche ich, jedes Jahr mindestens ein Buch in meine Lektüreliste aufzunehmen, das ich schon mal gelesen habe, denn gerade die Begleiter meiner Kindheit und Jugend verdienen es, dass ich hin und wieder zu ihnen zurückkehre und mich daran erinnere, warum sie mir so viel bedeuten. Ich empfinde das als ein Besinnen auf meine Wurzeln. Durch mehrfaches Lesen bekunde ich meinen Respekt und erkenne an, welchen Weg ich als Bücherwurm zurückgelegt habe.

In einigen Fällen haben Rereads allerdings auch pragmatische Gründe, die ich nicht verschweigen möchte. Stichwort Reihen. Normalerweise kaufe ich von einer neuen Reihe erst einmal nur den ersten Band, um herauszufinden, ob sie meinem Geschmack entspricht. Gefällt mir der Auftakt, kümmere ich mich um die Beschaffung der Folgebände. Heutzutage achte ich darauf, nicht allzu viel Zeit vergehen zu lassen, aber vor einigen Jahren ließ meine finanzielle Situation es oft nicht zu, Bände zu hamstern. Hole ich das jetzt nach, muss ich den ersten Band noch einmal lesen, weil die Geschichte einfach nicht mehr frisch in meinem Gedächtnis verankert ist. Ist dann meist aber auch ganz nett. 🙂

Lest ihr Bücher mehrfach?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen großartigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Gute Lesevorsätze 2019?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Die Statistikenschmiede qualmt. Ich stecke voll in den Vorbereitungen des Jahresrückblicks 2018 und erstelle akuell die schnieken Infografiken, die euch jedes Jahr so gut gefallen. Obwohl das immer recht zeitaufwendig ist, kommt der harte Part allerdings erst noch: der emotionale Jahresrückblick, in dem ich 30 Fragen zu meinem vergangenen Buchjahr beantworte. Man sollte es nicht meinen, doch das fordert meist mehr Aufwand als die Zusammenstellung der Statistiken, weil ich jede Antwort nachvollziehbar begründen muss. Das ist oft schwierig, da ich auf die Fragen normalerweise impulsiv reagiere und erst danach ergründe, wie die Wahl eines bestimmtes Buches zustande kam. Wenn alles fertig ist, bin ich immer völlig k.o. – Hirnschmalz zu verbrauchen, ist eben anstrengend. 😉 Bis dahin läuft hier auf dem Blog ein Sparprogramm mit einer mageren Rezension pro Woche, statt den üblichen zwei. Morgen geht eine Weihnachtsbuch-Rezension online, die ich gern zeitnah nach der festlichen Jahreszeit rausjagen möchte, weil es einfach blöd ist, ein Weihnachtsbuch, das ich zur Weihnachtszeit gelesen habe, im Frühling zu besprechen. Doch selbst im Sparbetrieb darf die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise natürlich nicht fehlen.

Was sind deine Lesevorsätze für 2019?

Ich halte normalerweise nicht viel von guten Neujahrsvorsätzen, weil ich finde, man braucht keinen Anlass wie Neujahr, um sich zu ändern und bestenfalls ein besserer Mensch zu werden. Bei Lesevorsätzen sieht das bei mir als Bücherwurm allerdings etwas anders aus. Es gefällt mir, mich selbst herauszufordern, meiner Leidenschaft ein Ziel zu geben und ihr eine Richtung zu verleihen. Ein bisschen Ehrgeiz kann ja nicht schaden. 😉

Für 2019 habe ich mir vorgenommen, 85 Bücher zu lesen, was meinem Standard entspricht. Irgendwo in dieser Gegend bewegt sich mein Bücherkonsum pro Jahr immer. Es ist eine Zahl, die mich nicht unter Druck setzt, mich aber durchaus dazu anhält, das Zeitmanagement ein wenig im Auge zu behalten. Ich finde Antonias 100 Bücher sehr ambitioniert und obwohl ich diese Summe auch gern mal erreichen würde, weiß ich, dass es mir außer Stress nichts bringt, dieses Ziel bereits zu Beginn des Jahres anzuvisieren. Lieber stapele ich etwas tiefer und freue mich, falls ich die magischen 100 eines schönen Tages doch mal aus Versehen abhaken kann. Realistisch bleiben und Druck vermeiden, das ist die Devise.

Natürlich möchte ich auch meine Challenges erfolgreich absolvieren. 2019 sind das Carolines Lesebingo, Weltenwanderers Motto Challenge, Wortmagie’s makabre High Fantasy Challenge (Für die ihr euch HIER übrigens immer noch anmelden könnt!) und die zeitlich unbegrenzte Bücherkultur Challenge.
Darüber hinaus verfolge ich noch immer meine private Mission, weibliche High Fantasy auszugraben und zu lesen. Letztes Jahr konnte ich meine Sammlung der von Frauen geschriebenen High Fantasy von „im Grunde nicht vorhanden“ auf „respektabel“ erweitern, was mich wirklich freut. Es gibt deutlich mehr HF-Romane aus weiblicher Feder, als ich dachte. Das bestätigt nur, dass diese Damen dringend zusätzliche PR brauchen. Frauen sind in der HF unterrepräsentiert, aber scheinbar liegt das nicht daran, dass sie keine epische Fantasy schreiben würden, sondern daran, dass sie meist einfach nicht so bekannt sind wie ihre männlichen Kollegen. Ich möchte dazu beitragen, dass sich das ändert, also wird mein Lesemenü 2019 erneut bewusst mit schreibenden Schildmaiden aufgepeppt.

Weitere Vorsätze kann ich nicht vorweisen, aber meiner Ansicht nach reichen die genannten völlig aus. Lesen ist meine Leidenschaft und soll dementsprechend Spaß machen; ich fände es kontraproduktiv, dieser Leidenschaft zu viele Bedingungen aufzuerlegen und somit den Spaß auszubremsen. Darum stelle ich nur geringe Anforderungen an mich selbst und lasse mir viel Raum für Flexibilität und Spontanität in meinem Leseverhalten. Ich möchte mir die Möglichkeit offenlassen, mich von einer Laune mitreißen und in Bezug auf meine Lektüreauswahl auch mal wie ein Blatt im Wind treiben zu lassen. Impulsive Entscheidungen müssen drin sein. Daher beschränke ich mich lieber auf ein realistisches Leseziel, eine überschaubare Challenge-Anzahl und meine lose persönliche Quest, denn mit diesen bescheidenen Zielen kann ich immer noch ich selbst bleiben, ohne mich völlig planlos in meine Bibliothek zu stürzen. 🙂

Welche Lesevorsätze verfolgt ihr in 2019?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Bist du ein Borger?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir haben unsere erste Anschaffung als Ehepaar getätigt! Am letzten Freitag sind wir losgezogen und haben uns eine neue Couch gekauft. Das ist dringend nötig. In diesem Augenblick sitze ich auf einer gefalteten Decke, damit mich die Federn, die aus der alten Couch herausschauen, nicht in den Po pieksen. Ich glaube, ich saß am Freitag auf jedem einzelnen Sofa, das das Möbelgeschäft anzubieten hat. Nach zahllosen Sitzproben wollte ich schon aufgeben – und dann sah ich sie. Ich setzte mich und war sofort verliebt. Ein Traum. Wie sie dort stand, hätte die Couch nicht in unser Wohnzimmer gepasst, aber glücklicherweise konnten wir die Module nach Belieben kombinieren. Der Spaß wird deutlich teurer, als wir ursprünglich veranschlagt hatten und ich gebe zu, dass ich deswegen immer noch mit einem schlechten Gewissen kämpfe. Ich versuche, mir zu vergegenwärtigen, dass die Couch zu Hause unser absoluter Lebensmittelpunkt ist. Wir essen, arbeiten, schlafen und faulenzen darauf. Ich verbringe dort mehr Zeit als im Bett. Und was noch viel wichtiger ist: ich lese darauf! Ich will es bequem haben und ich möchte, dass mein Lebensmittelpunkt meiner Wunschvorstellung so weit wie möglich entspricht. Die neue Couch kommt dem sehr nahe und darum weiß ich rational, dass sie jeden Cent Wert sein wird. Emotional verliere ich meine Gewissensbisse vermutlich erst, wenn wir sie aufgebaut haben. 😉 Es gibt bisher keinen Liefertermin, weil sie vom Hersteller erst gebastelt werden muss. Möglicherweise kommt sie in der Woche vor Weihnachten bei uns an. Das wäre großartig, denn ein besseres Weihnachtsgeschenk kann ich mir nicht vorstellen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten und wenn es soweit ist, versorge ich euch bestimmt mit Fotos von meinem neuen Leseplatz. 😀
Bis Weihnachten ist es allerdings noch ein bisschen hin, daher widmen wir uns jetzt ganz traditionell dem Wochenstart und schauen mal, was Antonia von Lauter&Leise im Rahmen der Montagsfrage heute von uns wissen möchte.

Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja, warum – wenn nein, warum nicht?

Obwohl meine Heimatstadt Berlin ein Paradies ist, was Bibliotheken betrifft, nutze ich sie nicht. Ich besitze einen Bibliotheksausweis. Habe ich mal in einem Anflug guter Vorsätze erworben. Ich habe ihn noch nie verwendet. Ich weiß, dass Bibliotheken großartige Einrichtungen sind und für einen Vielleser wie mich deutliche Vorteile bieten. Zu leihen ist günstig, umweltbewusst, platzsparend und irgendwie sozial, weil man sich ein Buch teilt und aus dem Haus gehen muss, um es auszuborgen. Es ist toll. Wirklich. Ich weiß das. Leider interessiert das den Neandertaler in mir nicht. Jedes Mal, wenn ich daran denke, mal eine Bibliothek zu besuchen, steht er (aus irgendeinem Grund ist mein innerer Neandertaler maskulin) drohend an meiner Seite und schwingt grunzend die Keule. Er hat nur einen Lebensinhalt: Jagen und Sammeln. Seine Beute sind Bücher. Ein Buch nur zu borgen, statt es zu besitzen, ist für ihn unvorstellbar. Mir ist bewusst, wie dämlich das ist und ich winde mich unter dem Einfluss der vorwurfsvollen Stimme meines schlechten Gewissens, wenn ich überlege, wie nachhaltig und antikapitalistisch die Nutzung einer Bibliothek ist. Aber ich komme nicht gegen mein Bedürfnis, Bücher zu sammeln, an. Ich will sie haben. Nicht nur zeitweise, für immer. Ich will, dass sie mein sind. Ich liebe meine vollen Bücherregale. Sie versetzen mich in Entzücken und ich möchte nicht darauf verzichten. Das ist der Hauptgrund, warum mein letzter Bibliotheksbesuch vermutlich um die 20 Jahre her ist (außer diesem kleinen Ausflug, um mir einen Ausweis zu besorgen, den ich nicht nutze).

Mit meinen Büchern kann ich umgehen wie ich will. Ich neige dazu, außergewöhnlich tollpatschig zu werden, wenn ich besonders darauf achten will, Gegenstände sorgsam zu behandeln. Vor einiger Zeit habe ich mir „Der goldene Handschuh“ von einem Kollegen ausgeborgt. Ich musste ihm das Buch neu kaufen. Ich habe es geschafft, ein Brandloch hineinzubrennen und Avocadomatsche auf die Seiten zu schmieren. Und das, obwohl ich mir vorgenommen hatte, extra vorsichtig zu sein, weil er seine Bücher penibel pflegt. Aber hey, jetzt habe ich es hier und der Neandertaler ist glücklich.

Mein nächster Grund ist kaum sinnvoller: ich bin faul. Jap. Ich bin zu bequem, um loszufahren und eine Bibliothek zu besuchen. In meiner Stadt ist das Jammern auf hohem Niveau, weil ich lange nicht dieselben Entfernungen auf mich nehmen muss wie jemand, der/die auf dem Land lebt. Nichtsdestotrotz ist das die hässliche Wahrheit. Es ist so viel einfacher, mal eben in Schlumpelhosen mit Gummizug von der Couch aufzustehen und die fünf Schritte zu meinem eigenen Regal zurückzulegen, als mich innerhalb der Öffnungszeiten präsentabel anzuziehen, meinen Rucksack zu schnappen und mich in die öffentlichen Verkehrsmittel zu schwingen. Meine Bücher lasse ich mir mit wenigen Ausnahmen liefern. Ich habe kaum Aufwand mit der Erweiterung meiner Privatbibliothek. Die Nutzung einer öffentlichen Bibliothek würde von mir einen Aktivitätsgrad verlangen, den ich nicht bereit bin, aufzubringen. Tja. So ist das eben. Ich schäme mich, aber ich bin wenigstens ehrlich genug, um zu bekennen, dass meine Gründe beschämend sind.

Ein Punkt, den Antonia nennt, möchte ich hier abschließend ebenfalls noch anbringen. Sie schreibt, sie weiß oft nicht, wann sie ein Buch, das sie sich besorgt hat, lesen wird. Das ist bei mir genauso. Zwar lese ich konsequent und es vergeht kein Tag, an dem ich meine aktuelle Lektüre nicht zumindest aufschlage, aber ich verlasse mich in der Auswahl des nächsten Buches voll auf meinen Bauch. Er weiß, was gut und richtig ist. Unglücklicherweise ist er jedoch auch ziemlich unberechenbar. Ich kann nicht garantieren, dass ich ein ausgeliehenes Buch innerhalb der vorgeschriebenen Frist lese. Tatsächlich würde mich diese Frist unter Druck setzen, was wiederum meine Lust auf das jeweilige Buch massiv schmälern würde. Ein Teufelskreis. Hier würden sich schnell ungelesene Bücher türmen, deren Frist verstrichen ist. Um diese zurückzubringen, müsste ich wieder durch die Gegend fahren, was ich nicht will. Überziehungsgebühren, Mahnungen, Inkasso, Insolvenz, Obdachlosigkeit. Nein, das lassen wir lieber.

Nutzt ihr Bibliotheken?

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Montagsfrage: Chaotische Ordnung oder geordnetes Chaos?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diese Woche habe ich etwas Ungewöhnliches mit euch vor. Ich werde euch in den nächsten drei Tagen drei Rezensionen zu einem Thema präsentieren, durch die wir uns tief in eben jenes Thema einarbeiten. Ich nenne es mein Rezensionsexperiment. Wissen durch Rezension. Ich habe hart gearbeitet, um diese drei Besprechungen fertigzustellen und ich hoffe sehr, dass ihr Spaß daran habt und euch ein bisschen unterhalten fühlt. Ich sehr gespannt auf eure Reaktionen und fast ein bisschen aufgeregt. Morgen geht es los! 😀
Bis dahin widmen wir uns heute erst einmal dem Ritual zum Wochenstart, der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Ordnest du deinen Bücherschrank oder geht bei dir alles kreuz und quer?

Ich besitze ja keinen Bücherschrank, sondern Regale, die sich über drei Wände ziehen. Sie enthalten zur Zeit schätzungsweise etwa 2.000 Bücher. Zur Erinnerung hier noch einmal zwei stolze Fotos meines Schmuckstücks:

Als ich Antonias Antwort las, die davon sprach, dass Bücherregale selbst Kunstwerke sein können, sie von einer nach Farben sortierten Bibliothek träumt und ursprünglich nach Genre ordnete, bekam die verklemmte, strenge Bibliothekarin in mir einen Anfall samt Schnappatmung. Vielleicht wurde etwas gekreischt. Jeder Bücherwurm soll seine/ihre Sammlung natürlich nach Lust und Laune oder eben auch gar nicht organisieren. Das geht mich nichts an und ist völlig okay. Aber für mich kommen solche Experimente nicht in Frage. Ich bin da traditionell eingestellt. Bei mir wird primär strikt alphabetisch nach Autor_innen-Nachname und sekundär chronologisch nach Erscheinungsdatum sortiert. Alles andere erscheint mir unlogisch. Ich habe mal versucht, primär nach Genre zu ordnen, doch das endete in einem komplett unausgeglichenen Gesamtbild, das mich beinahe zur Verzweiflung trieb. Die Kategorisierung ist bei vielen Büchern sehr schwierig, weil sie eigentlich dem Crossgenre angehören. Historische Fiktion und Krimi. Urban Fantasy und Humor. Thriller und Young Adult. Für mich war es fast unmöglich, mich zu entscheiden, weil ich alle Genres als gleich wichtig empfand. Außerdem besitze ich überdurchschnittlich viele Fantasy-Schmöker, wodurch diese Sektion immer deutlich mehr Raum einnahm als alle anderen. Ich fand das unpraktisch. Letztendlich bin ich deshalb zu dem Ordnungssystem zurückgekehrt, das ich seit meiner Kindheit von meinen Eltern kenne: alphabetisch nach Nachname. Ich bin damit sehr glücklich, denn dank der schicken Regalstopper mit Buchstaben, die ich mir 2014 gegönnt habe, finde ich mich hervorragend zurecht. Mein Regal ist ordentlich, übersichtlich und mehr erwarte ich nicht. Macht ihr alle, wie ihr wollt, ich bleibe eine Traditionalistin. 😉

Wie sortiert ihr euer Bücherregal?

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Sue Klebold – A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy

Am 20. April 1999 um 11:19 Uhr betraten Eric David Harris und Dylan Bennet Klebold die Columbine High-School in Colorado durch den Westeingang und eröffneten das Feuer. Sie trugen je zwei Schusswaffen, schwarze Trenchcoats, schwarze Hosen und eigens für den Anlass bedruckte T-Shirts. Erics Brust zierte der Schriftzug „Natural Selection“; auf Dylans Shirt prangte das Wort „Wrath“. Innerhalb einer knappen Stunde warfen sie selbstgebastelte Rohrbomben sowie Molotowcocktails und verschossen wahllos insgesamt 188 Kugeln. Sie töteten 12 Schüler_innen und einen Lehrer. 21 Menschen wurden zum Teil schwer verwundet. Kurz nach 12 Uhr begingen Eric und Dylan in der Bibliothek ihrer Schule Selbstmord. Ihr Amoklauf war als Bombenanschlag geplant. Die in der Cafeteria deponierten, selbstgebauten Sprengsätze explodierten aufgrund eines technischen Fehlers nicht.

125 Worte. Ich brauchte 125 Worte, um eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-amerikanischen Geschichte zusammenzufassen. Schockierend, wie wenig die Fakten dieser Tragödie verlangen.
Der Amoklauf an der Columbine High-School war nicht die erste Schulschießerei, die das Land erlebt hatte. Es war jedoch die erste Schulschießerei, die globales Aufsehen und Medieninteresse, sowie eine hitzige Debatte über Mobbing, Ego-Shooter, gewaltverherrlichende Musik und das Waffenrecht auslöste. Das Massaker hatte weitreichende Konsequenzen. Nicht zuletzt wird der nachfolgende Anstieg von Amokläufen an Schulen „Columbine Effekt“ genannt, weil viele Täter_innen angaben, von Eric Harris und Dylan Klebold inspiriert worden zu sein. Die Generation, die nach dem 20. April 1999 in den USA geboren wurde, wird als „Generation Columbine“ betitelt – Kids, die eine Welt ohne Schulschießereien gar nicht kennen. Columbine ist die Mutter aller Schulmassaker.

Als Eric Harris und Dylan Klebold ein beispielloses Blutbad anrichteten, war ich 8 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Vorfälle in Colorado in irgendeiner Form in meinem Leben thematisiert wurden und auch meine Eltern konnten auf meine Nachfrage hin keine Situation rekonstruieren, in der wir darüber gesprochen hätten. Columbine rückte erst sehr viel später ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit: ich begann, mich mit Schul-Amokläufen im Allgemeinen auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was die Täter_innen bewegte und wie es möglich war, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung teilweise jahrelang unbemerkt blieben.
Als ich entdeckte, dass Dylans Mutter Sue Klebold 2016 ein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ trug, stand für mich sofort fest, dass ich es kaufen und lesen wollte. Meine Motivation war sehr simpel. Ich wollte es begreifen. Ich wollte begreifen, wie man so etwas überlebt.

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Verfasst von - 8. August 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Montagsfrage: Bunte Bildchen?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Diese Woche gibt es wieder Rezensionen! Ich habe mich dagegen entschieden, meinen Urlaub zu verlängern, deshalb bekommt ihr áb morgen wieder Buchbesprechungen zu lesen. Sonst komme ich ja nie zu Potte hier. 😀 Insgesamt konnte ich leider weniger Rezensionen vorbereiten, als ich mir gewünscht hätte, aber diejenigen, die ich fertig geschrieben habe, waren dafür harte, widerspenstige Nüsse. Unter Umständen muss ich vielleicht einen weiteren Rezensionsurlaub einlegen, bevor das Jahr zu Ende geht, doch das sehen wir dann.
Heute freue ich mich erst einmal auf die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die folgendes wissen möchte:

Von manchen Buch-Reihen gibt es eine Comic-Version. Ist das etwas, das dich interessiert oder findest du es überflüssig?

Ich finde, Graphic Novels bzw. Comics haben grundsätzlich eine Daseinsberechtigung. Es ist Kunst. Kunst muss sich niemals rechtfertigen. Daher denke ich nicht, dass diese Varianten von Buchreihen überflüssig sind. Ich kann allerdings auch nicht behaupten, dass ich mich großartig dafür interessieren würde. Das liegt einfach daran, dass ich nicht so recht verstehe, warum ich eine Geschichte doppelt im Regal stehen haben sollte, unabhängig davon, wie beeindruckend diese von einem grafischen Künstler oder einer grafischen Künstlerin umgesetzt wurde. Ich sammle ja auch keine Schmuckausgaben, aus exakt demselben Grund.
Außerdem bin ich offenbar nicht der Typ für visuell unterstützte Geschichten und bin visuellen Reizen gegenüber generell ziemlich unempfindlich. Ich mag es nicht, wenn meine Vorstellungskraft zu stark gesteuert wird. Ich möchte mir Szenen, Figuren und Ereignisse selbst ausmalen. Bilder und/oder Fotografien fesseln mich weit weniger als das geschriebene Wort, weshalb sich zum Beispiel keine Fotobände in meiner Bibliothek finden. Verfilmungen schaue ich mir ebenfalls nur noch sehr selten an. Ich bleibe eben lieber in meinem Kopf, hier ist es schön. 😀
Zusammengefasst kann ich also sagen, dass ich Graphic Novels und Comics als Kunstform durchaus schätze, persönlich jedoch keinen richtigen Bezug dazu habe. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass sie überflüssig wären.

Finden sich in euren Regalen Comic-Versionen von Buchreihen?

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Bücherregal-Erweiterung 2018: Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe euch versprochen, dass ich euch zeige, was aus der seit Ewigkeiten geplanten Erweiterung meines Bücherregals und der daraus resultierenden Umgestaltung unseres Wohnzimmers geworden ist. Heute löse ich dieses Versprechen ein.
Viele von euch wissen mittlerweile, dass ich zu großen Kompromissen bereit bin, wenn es darum geht, meinen Büchern ein angemessenes Zuhause zu kreieren. In unserem Wohnzimmer hängen keine Bilder an den Wänden. Es gibt keine schmucken Wandtattoos, Fotocollagen oder ähnliches. Die einzige Deko, die ich brauche, akzeptiere und wirklich schön finde, sind Bücher. Ich halte es mit Cicero: „Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele“. Ich kann wunderbar damit leben, in anderen Räumen das eine oder andere Kinkerlitzchen an die Wand zu hängen, doch das Wohnzimmer gehört meinen Büchern. Es ist ihr Heim und ihre Gesellschaft beruhigt mich. Ich kann nicht zählen, wie oft ich einfach nur auf der Couch sitze und meine Augen über die Buchrücken wandern lasse.

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Montagsfrage: Kindheitsschätze?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir machen den heutigen Feiertag zum Wasch- und Badetag! Mal davon abgesehen, dass ich demnächst selbst unter die Dusche springe und später eine Waschmaschine mit heller Wäsche anschmeiße, ist die Prinzessin heute fällig. Chilli wird heute gebadet. Ich schiebe das immer ziemlich lange vor uns her und zögere es so weit wie möglich hinaus, weil es für alle Beteiligten eine recht unerfreuliche Angelegenheit ist. Chilli hasst es, nass zu werden. Sie findet Wasser nur zum Trinken okay. Nun ist sie mittlerweile ja kein junger Hüpfer mehr und erträgt ihr halbjähriges Bad mit so viel stoischer Würde, wie sie aufbringen kann, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie aktiv teilnehmen würde. Nein, ich könnte genauso gut ein Brett abschrubben. Sie lässt es über sich ergehen, doch egal, ob ich ihr mit Engelszungen gut zurede oder ihr einen Besuch im Tierheim androhe, sie hilft nicht mit. Am Ende sind wir dann meistens beide nass. Aber was macht das schon, wenn das Wetter so schön ist? 🙂
Vor dem großen Planschen möchte ich jetzt allerdings erst mal die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten:

Erinnerst du dich an ein Buch, das du als Kind/Teenager sehr oft gelesen hast?

Neben „Harry Potter“? 😀 Ich habe als Kind und auch als Teenager Bücher oft mehrfach gelesen, weil mein Interesse am Lesen noch nicht zielgerichtet war. So etwas wie einen SuB hatte ich damals nicht und mir ist erst spät aufgegangen, dass ich mich selbstverständlich an der Bibliothek meiner Eltern frei bedienen konnte. Also habe ich die Bücher, die ich mochte, einfach wieder und wieder gelesen. Ich glaube, das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe, ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Dieses Kinderbuch ist schon immer ein Teil meines Lebens. So lange ich mich zurückerinnern kann, war Timm für mich da. Erst las meine Mutter mir daraus vor, später konnte ich ihn selbst besuchen, wann immer mir danach war. Das war oft der Fall, da die Geschichte des unglücklichen kleinen Jungen, der sein Lachen an den Teufel verkauft, um fortan jede Wette zu gewinnen, seit meiner frühsten Kindheit eine meiner Herzensgeschichten ist. Timm besetzt einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen, den ihm niemand streitig machen kann. Bis heute bin ich überzeugt, dass dieses Buch entscheidend dazu beitrug, dass ich zu einem besseren Menschen heranwuchs, weil es mich sehr früh lehrte, dass es Dinge auf der Welt gibt, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind, an denen kein Preisschild hängt und die trotz dessen unbezahlbar sind. Auch heute führt mich mein Weg immer wieder zu Timm zurück und ich kann meiner Mutter gar nicht genug dafür danken, dass sie ihn mir vorstellte, als ich noch zu klein war, um selbst zu lesen.

Welches Buch habt ihr in eurer Kindheit und Jugend wieder und wieder gelesen?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbar sonnigen Start in die neue Woche und natürlich einen entspannten freien Tag!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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