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Montagsfrage: Bist du ein Borger?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir haben unsere erste Anschaffung als Ehepaar getätigt! Am letzten Freitag sind wir losgezogen und haben uns eine neue Couch gekauft. Das ist dringend nötig. In diesem Augenblick sitze ich auf einer gefalteten Decke, damit mich die Federn, die aus der alten Couch herausschauen, nicht in den Po pieksen. Ich glaube, ich saß am Freitag auf jedem einzelnen Sofa, das das Möbelgeschäft anzubieten hat. Nach zahllosen Sitzproben wollte ich schon aufgeben – und dann sah ich sie. Ich setzte mich und war sofort verliebt. Ein Traum. Wie sie dort stand, hätte die Couch nicht in unser Wohnzimmer gepasst, aber glücklicherweise konnten wir die Module nach Belieben kombinieren. Der Spaß wird deutlich teurer, als wir ursprünglich veranschlagt hatten und ich gebe zu, dass ich deswegen immer noch mit einem schlechten Gewissen kämpfe. Ich versuche, mir zu vergegenwärtigen, dass die Couch zu Hause unser absoluter Lebensmittelpunkt ist. Wir essen, arbeiten, schlafen und faulenzen darauf. Ich verbringe dort mehr Zeit als im Bett. Und was noch viel wichtiger ist: ich lese darauf! Ich will es bequem haben und ich möchte, dass mein Lebensmittelpunkt meiner Wunschvorstellung so weit wie möglich entspricht. Die neue Couch kommt dem sehr nahe und darum weiß ich rational, dass sie jeden Cent Wert sein wird. Emotional verliere ich meine Gewissensbisse vermutlich erst, wenn wir sie aufgebaut haben. 😉 Es gibt bisher keinen Liefertermin, weil sie vom Hersteller erst gebastelt werden muss. Möglicherweise kommt sie in der Woche vor Weihnachten bei uns an. Das wäre großartig, denn ein besseres Weihnachtsgeschenk kann ich mir nicht vorstellen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten und wenn es soweit ist, versorge ich euch bestimmt mit Fotos von meinem neuen Leseplatz. 😀
Bis Weihnachten ist es allerdings noch ein bisschen hin, daher widmen wir uns jetzt ganz traditionell dem Wochenstart und schauen mal, was Antonia von Lauter&Leise im Rahmen der Montagsfrage heute von uns wissen möchte.

Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja, warum – wenn nein, warum nicht?

Obwohl meine Heimatstadt Berlin ein Paradies ist, was Bibliotheken betrifft, nutze ich sie nicht. Ich besitze einen Bibliotheksausweis. Habe ich mal in einem Anflug guter Vorsätze erworben. Ich habe ihn noch nie verwendet. Ich weiß, dass Bibliotheken großartige Einrichtungen sind und für einen Vielleser wie mich deutliche Vorteile bieten. Zu leihen ist günstig, umweltbewusst, platzsparend und irgendwie sozial, weil man sich ein Buch teilt und aus dem Haus gehen muss, um es auszuborgen. Es ist toll. Wirklich. Ich weiß das. Leider interessiert das den Neandertaler in mir nicht. Jedes Mal, wenn ich daran denke, mal eine Bibliothek zu besuchen, steht er (aus irgendeinem Grund ist mein innerer Neandertaler maskulin) drohend an meiner Seite und schwingt grunzend die Keule. Er hat nur einen Lebensinhalt: Jagen und Sammeln. Seine Beute sind Bücher. Ein Buch nur zu borgen, statt es zu besitzen, ist für ihn unvorstellbar. Mir ist bewusst, wie dämlich das ist und ich winde mich unter dem Einfluss der vorwurfsvollen Stimme meines schlechten Gewissens, wenn ich überlege, wie nachhaltig und antikapitalistisch die Nutzung einer Bibliothek ist. Aber ich komme nicht gegen mein Bedürfnis, Bücher zu sammeln, an. Ich will sie haben. Nicht nur zeitweise, für immer. Ich will, dass sie mein sind. Ich liebe meine vollen Bücherregale. Sie versetzen mich in Entzücken und ich möchte nicht darauf verzichten. Das ist der Hauptgrund, warum mein letzter Bibliotheksbesuch vermutlich um die 20 Jahre her ist (außer diesem kleinen Ausflug, um mir einen Ausweis zu besorgen, den ich nicht nutze).

Mit meinen Büchern kann ich umgehen wie ich will. Ich neige dazu, außergewöhnlich tollpatschig zu werden, wenn ich besonders darauf achten will, Gegenstände sorgsam zu behandeln. Vor einiger Zeit habe ich mir „Der goldene Handschuh“ von einem Kollegen ausgeborgt. Ich musste ihm das Buch neu kaufen. Ich habe es geschafft, ein Brandloch hineinzubrennen und Avocadomatsche auf die Seiten zu schmieren. Und das, obwohl ich mir vorgenommen hatte, extra vorsichtig zu sein, weil er seine Bücher penibel pflegt. Aber hey, jetzt habe ich es hier und der Neandertaler ist glücklich.

Mein nächster Grund ist kaum sinnvoller: ich bin faul. Jap. Ich bin zu bequem, um loszufahren und eine Bibliothek zu besuchen. In meiner Stadt ist das Jammern auf hohem Niveau, weil ich lange nicht dieselben Entfernungen auf mich nehmen muss wie jemand, der/die auf dem Land lebt. Nichtsdestotrotz ist das die hässliche Wahrheit. Es ist so viel einfacher, mal eben in Schlumpelhosen mit Gummizug von der Couch aufzustehen und die fünf Schritte zu meinem eigenen Regal zurückzulegen, als mich innerhalb der Öffnungszeiten präsentabel anzuziehen, meinen Rucksack zu schnappen und mich in die öffentlichen Verkehrsmittel zu schwingen. Meine Bücher lasse ich mir mit wenigen Ausnahmen liefern. Ich habe kaum Aufwand mit der Erweiterung meiner Privatbibliothek. Die Nutzung einer öffentlichen Bibliothek würde von mir einen Aktivitätsgrad verlangen, den ich nicht bereit bin, aufzubringen. Tja. So ist das eben. Ich schäme mich, aber ich bin wenigstens ehrlich genug, um zu bekennen, dass meine Gründe beschämend sind.

Ein Punkt, den Antonia nennt, möchte ich hier abschließend ebenfalls noch anbringen. Sie schreibt, sie weiß oft nicht, wann sie ein Buch, das sie sich besorgt hat, lesen wird. Das ist bei mir genauso. Zwar lese ich konsequent und es vergeht kein Tag, an dem ich meine aktuelle Lektüre nicht zumindest aufschlage, aber ich verlasse mich in der Auswahl des nächsten Buches voll auf meinen Bauch. Er weiß, was gut und richtig ist. Unglücklicherweise ist er jedoch auch ziemlich unberechenbar. Ich kann nicht garantieren, dass ich ein ausgeliehenes Buch innerhalb der vorgeschriebenen Frist lese. Tatsächlich würde mich diese Frist unter Druck setzen, was wiederum meine Lust auf das jeweilige Buch massiv schmälern würde. Ein Teufelskreis. Hier würden sich schnell ungelesene Bücher türmen, deren Frist verstrichen ist. Um diese zurückzubringen, müsste ich wieder durch die Gegend fahren, was ich nicht will. Überziehungsgebühren, Mahnungen, Inkasso, Insolvenz, Obdachlosigkeit. Nein, das lassen wir lieber.

Nutzt ihr Bibliotheken?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabulösen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Montagsfrage: Chaotische Ordnung oder geordnetes Chaos?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diese Woche habe ich etwas Ungewöhnliches mit euch vor. Ich werde euch in den nächsten drei Tagen drei Rezensionen zu einem Thema präsentieren, durch die wir uns tief in eben jenes Thema einarbeiten. Ich nenne es mein Rezensionsexperiment. Wissen durch Rezension. Ich habe hart gearbeitet, um diese drei Besprechungen fertigzustellen und ich hoffe sehr, dass ihr Spaß daran habt und euch ein bisschen unterhalten fühlt. Ich sehr gespannt auf eure Reaktionen und fast ein bisschen aufgeregt. Morgen geht es los! 😀
Bis dahin widmen wir uns heute erst einmal dem Ritual zum Wochenstart, der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Ordnest du deinen Bücherschrank oder geht bei dir alles kreuz und quer?

Ich besitze ja keinen Bücherschrank, sondern Regale, die sich über drei Wände ziehen. Sie enthalten zur Zeit schätzungsweise etwa 2.000 Bücher. Zur Erinnerung hier noch einmal zwei stolze Fotos meines Schmuckstücks:

Als ich Antonias Antwort las, die davon sprach, dass Bücherregale selbst Kunstwerke sein können, sie von einer nach Farben sortierten Bibliothek träumt und ursprünglich nach Genre ordnete, bekam die verklemmte, strenge Bibliothekarin in mir einen Anfall samt Schnappatmung. Vielleicht wurde etwas gekreischt. Jeder Bücherwurm soll seine/ihre Sammlung natürlich nach Lust und Laune oder eben auch gar nicht organisieren. Das geht mich nichts an und ist völlig okay. Aber für mich kommen solche Experimente nicht in Frage. Ich bin da traditionell eingestellt. Bei mir wird primär strikt alphabetisch nach Autor_innen-Nachname und sekundär chronologisch nach Erscheinungsdatum sortiert. Alles andere erscheint mir unlogisch. Ich habe mal versucht, primär nach Genre zu ordnen, doch das endete in einem komplett unausgeglichenen Gesamtbild, das mich beinahe zur Verzweiflung trieb. Die Kategorisierung ist bei vielen Büchern sehr schwierig, weil sie eigentlich dem Crossgenre angehören. Historische Fiktion und Krimi. Urban Fantasy und Humor. Thriller und Young Adult. Für mich war es fast unmöglich, mich zu entscheiden, weil ich alle Genres als gleich wichtig empfand. Außerdem besitze ich überdurchschnittlich viele Fantasy-Schmöker, wodurch diese Sektion immer deutlich mehr Raum einnahm als alle anderen. Ich fand das unpraktisch. Letztendlich bin ich deshalb zu dem Ordnungssystem zurückgekehrt, das ich seit meiner Kindheit von meinen Eltern kenne: alphabetisch nach Nachname. Ich bin damit sehr glücklich, denn dank der schicken Regalstopper mit Buchstaben, die ich mir 2014 gegönnt habe, finde ich mich hervorragend zurecht. Mein Regal ist ordentlich, übersichtlich und mehr erwarte ich nicht. Macht ihr alle, wie ihr wollt, ich bleibe eine Traditionalistin. 😉

Wie sortiert ihr euer Bücherregal?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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Sue Klebold – A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy

Am 20. April 1999 um 11:19 Uhr betraten Eric David Harris und Dylan Bennet Klebold die Columbine High-School in Colorado durch den Westeingang und eröffneten das Feuer. Sie trugen je zwei Schusswaffen, schwarze Trenchcoats, schwarze Hosen und eigens für den Anlass bedruckte T-Shirts. Erics Brust zierte der Schriftzug „Natural Selection“; auf Dylans Shirt prangte das Wort „Wrath“. Innerhalb einer knappen Stunde warfen sie selbstgebastelte Rohrbomben sowie Molotowcocktails und verschossen wahllos insgesamt 188 Kugeln. Sie töteten 12 Schüler_innen und einen Lehrer. 21 Menschen wurden zum Teil schwer verwundet. Kurz nach 12 Uhr begingen Eric und Dylan in der Bibliothek ihrer Schule Selbstmord. Ihr Amoklauf war als Bombenanschlag geplant. Die in der Cafeteria deponierten, selbstgebauten Sprengsätze explodierten aufgrund eines technischen Fehlers nicht.

125 Worte. Ich brauchte 125 Worte, um eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-amerikanischen Geschichte zusammenzufassen. Schockierend, wie wenig die Fakten dieser Tragödie verlangen.
Der Amoklauf an der Columbine High-School war nicht die erste Schulschießerei, die das Land erlebt hatte. Es war jedoch die erste Schulschießerei, die globales Aufsehen und Medieninteresse, sowie eine hitzige Debatte über Mobbing, Ego-Shooter, gewaltverherrlichende Musik und das Waffenrecht auslöste. Das Massaker hatte weitreichende Konsequenzen. Nicht zuletzt wird der nachfolgende Anstieg von Amokläufen an Schulen „Columbine Effekt“ genannt, weil viele Täter_innen angaben, von Eric Harris und Dylan Klebold inspiriert worden zu sein. Die Generation, die nach dem 20. April 1999 in den USA geboren wurde, wird als „Generation Columbine“ betitelt – Kids, die eine Welt ohne Schulschießereien gar nicht kennen. Columbine ist die Mutter aller Schulmassaker.

Als Eric Harris und Dylan Klebold ein beispielloses Blutbad anrichteten, war ich 8 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Vorfälle in Colorado in irgendeiner Form in meinem Leben thematisiert wurden und auch meine Eltern konnten auf meine Nachfrage hin keine Situation rekonstruieren, in der wir darüber gesprochen hätten. Columbine rückte erst sehr viel später ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit: ich begann, mich mit Schul-Amokläufen im Allgemeinen auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was die Täter_innen bewegte und wie es möglich war, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung teilweise jahrelang unbemerkt blieben.
Als ich entdeckte, dass Dylans Mutter Sue Klebold 2016 ein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel „A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of the Columbine Tragedy“ trug, stand für mich sofort fest, dass ich es kaufen und lesen wollte. Meine Motivation war sehr simpel. Ich wollte es begreifen. Ich wollte begreifen, wie man so etwas überlebt.

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Verfasst von - 8. August 2018 in Biografie, Non-Fiction, Rezension

 

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Montagsfrage: Bunte Bildchen?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Diese Woche gibt es wieder Rezensionen! Ich habe mich dagegen entschieden, meinen Urlaub zu verlängern, deshalb bekommt ihr áb morgen wieder Buchbesprechungen zu lesen. Sonst komme ich ja nie zu Potte hier. 😀 Insgesamt konnte ich leider weniger Rezensionen vorbereiten, als ich mir gewünscht hätte, aber diejenigen, die ich fertig geschrieben habe, waren dafür harte, widerspenstige Nüsse. Unter Umständen muss ich vielleicht einen weiteren Rezensionsurlaub einlegen, bevor das Jahr zu Ende geht, doch das sehen wir dann.
Heute freue ich mich erst einmal auf die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die folgendes wissen möchte:

Von manchen Buch-Reihen gibt es eine Comic-Version. Ist das etwas, das dich interessiert oder findest du es überflüssig?

Ich finde, Graphic Novels bzw. Comics haben grundsätzlich eine Daseinsberechtigung. Es ist Kunst. Kunst muss sich niemals rechtfertigen. Daher denke ich nicht, dass diese Varianten von Buchreihen überflüssig sind. Ich kann allerdings auch nicht behaupten, dass ich mich großartig dafür interessieren würde. Das liegt einfach daran, dass ich nicht so recht verstehe, warum ich eine Geschichte doppelt im Regal stehen haben sollte, unabhängig davon, wie beeindruckend diese von einem grafischen Künstler oder einer grafischen Künstlerin umgesetzt wurde. Ich sammle ja auch keine Schmuckausgaben, aus exakt demselben Grund.
Außerdem bin ich offenbar nicht der Typ für visuell unterstützte Geschichten und bin visuellen Reizen gegenüber generell ziemlich unempfindlich. Ich mag es nicht, wenn meine Vorstellungskraft zu stark gesteuert wird. Ich möchte mir Szenen, Figuren und Ereignisse selbst ausmalen. Bilder und/oder Fotografien fesseln mich weit weniger als das geschriebene Wort, weshalb sich zum Beispiel keine Fotobände in meiner Bibliothek finden. Verfilmungen schaue ich mir ebenfalls nur noch sehr selten an. Ich bleibe eben lieber in meinem Kopf, hier ist es schön. 😀
Zusammengefasst kann ich also sagen, dass ich Graphic Novels und Comics als Kunstform durchaus schätze, persönlich jedoch keinen richtigen Bezug dazu habe. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass sie überflüssig wären.

Finden sich in euren Regalen Comic-Versionen von Buchreihen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen grandiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Bücherregal-Erweiterung 2018: Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe euch versprochen, dass ich euch zeige, was aus der seit Ewigkeiten geplanten Erweiterung meines Bücherregals und der daraus resultierenden Umgestaltung unseres Wohnzimmers geworden ist. Heute löse ich dieses Versprechen ein.
Viele von euch wissen mittlerweile, dass ich zu großen Kompromissen bereit bin, wenn es darum geht, meinen Büchern ein angemessenes Zuhause zu kreieren. In unserem Wohnzimmer hängen keine Bilder an den Wänden. Es gibt keine schmucken Wandtattoos, Fotocollagen oder ähnliches. Die einzige Deko, die ich brauche, akzeptiere und wirklich schön finde, sind Bücher. Ich halte es mit Cicero: „Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele“. Ich kann wunderbar damit leben, in anderen Räumen das eine oder andere Kinkerlitzchen an die Wand zu hängen, doch das Wohnzimmer gehört meinen Büchern. Es ist ihr Heim und ihre Gesellschaft beruhigt mich. Ich kann nicht zählen, wie oft ich einfach nur auf der Couch sitze und meine Augen über die Buchrücken wandern lasse.

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Montagsfrage: Kindheitsschätze?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir machen den heutigen Feiertag zum Wasch- und Badetag! Mal davon abgesehen, dass ich demnächst selbst unter die Dusche springe und später eine Waschmaschine mit heller Wäsche anschmeiße, ist die Prinzessin heute fällig. Chilli wird heute gebadet. Ich schiebe das immer ziemlich lange vor uns her und zögere es so weit wie möglich hinaus, weil es für alle Beteiligten eine recht unerfreuliche Angelegenheit ist. Chilli hasst es, nass zu werden. Sie findet Wasser nur zum Trinken okay. Nun ist sie mittlerweile ja kein junger Hüpfer mehr und erträgt ihr halbjähriges Bad mit so viel stoischer Würde, wie sie aufbringen kann, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie aktiv teilnehmen würde. Nein, ich könnte genauso gut ein Brett abschrubben. Sie lässt es über sich ergehen, doch egal, ob ich ihr mit Engelszungen gut zurede oder ihr einen Besuch im Tierheim androhe, sie hilft nicht mit. Am Ende sind wir dann meistens beide nass. Aber was macht das schon, wenn das Wetter so schön ist? 🙂
Vor dem großen Planschen möchte ich jetzt allerdings erst mal die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten:

Erinnerst du dich an ein Buch, das du als Kind/Teenager sehr oft gelesen hast?

Neben „Harry Potter“? 😀 Ich habe als Kind und auch als Teenager Bücher oft mehrfach gelesen, weil mein Interesse am Lesen noch nicht zielgerichtet war. So etwas wie einen SuB hatte ich damals nicht und mir ist erst spät aufgegangen, dass ich mich selbstverständlich an der Bibliothek meiner Eltern frei bedienen konnte. Also habe ich die Bücher, die ich mochte, einfach wieder und wieder gelesen. Ich glaube, das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe, ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Dieses Kinderbuch ist schon immer ein Teil meines Lebens. So lange ich mich zurückerinnern kann, war Timm für mich da. Erst las meine Mutter mir daraus vor, später konnte ich ihn selbst besuchen, wann immer mir danach war. Das war oft der Fall, da die Geschichte des unglücklichen kleinen Jungen, der sein Lachen an den Teufel verkauft, um fortan jede Wette zu gewinnen, seit meiner frühsten Kindheit eine meiner Herzensgeschichten ist. Timm besetzt einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen, den ihm niemand streitig machen kann. Bis heute bin ich überzeugt, dass dieses Buch entscheidend dazu beitrug, dass ich zu einem besseren Menschen heranwuchs, weil es mich sehr früh lehrte, dass es Dinge auf der Welt gibt, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind, an denen kein Preisschild hängt und die trotz dessen unbezahlbar sind. Auch heute führt mich mein Weg immer wieder zu Timm zurück und ich kann meiner Mutter gar nicht genug dafür danken, dass sie ihn mir vorstellte, als ich noch zu klein war, um selbst zu lesen.

Welches Buch habt ihr in eurer Kindheit und Jugend wieder und wieder gelesen?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbar sonnigen Start in die neue Woche und natürlich einen entspannten freien Tag!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Top 5 auf der Leseliste?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Habt ihr mitbekommen, dass dieses Jahr kein Literaturnobelpreis vergeben wird? Das ist das erste Mal seit 75 Jahren der Fall! Anscheinend ist das Komitee in eine weitreichende Belästigungs- und Korruptionsaffäre verwickelt, sodass seine Neutralität nicht länger gegeben ist. 2019 soll der Preis dafür dann doppelt vergeben werden. Ich habe die Meldung bisher nur im Radio gehört, daher fällt es mir noch etwas schwer, mir vorzustellen, was da hinter den Kulissen der Schwedischen Akademie abgelaufen ist. Wer hat da wen belästigt/bestochen/genötigt und wofür? Geht es da wirklich um die Auszeichnung herausragender Literaten oder hat der Eklat gar nichts mit der Vergabe an sich zu tun? Ich muss mich unbedint näher mit den Details beschäftigen, denn ich finde, als gut informierter Bücherwurm ist es meine Pflicht, darüber Bescheid zu wissen. Falls jemand von euch da besser im Bilde sein sollte – klärt mich gern auf.
Ebenfalls Bescheid wissen sollte ich über die aktuelle Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja, die heute folgendes wissen möchte:

Welche Bücher sind aktuell die Top 5 auf eurer Leseliste?

Ich muss euch enttäuschen. Ich kann die heutige Frage nicht beantworten. Ich führe keine Leselisten. Ich weiß, dass viele von euch diese Organisation des eigenen Leseverhaltens als nützlich und hilfreich erachten, aber für mich ist es keine Option. Ich entscheide immer aus dem Bauch heraus, welches Buch ich als nächstes lesen möchte. Ich lege mich nur sehr, sehr, sehr selten vorher fest. Tatsächlich befinde ich mich just in diesem Moment in der Situation, dass ich meine nächste Lektüre auswählen muss. Ich durchforste dafür meine digitale Bibliothek und lausche auf die Signale, die mein Bauch mir sendet. Ich versuche, meinen Kopf völlig auszuschalten, denn der ist diesbezüglich eine ahnungslose, bedauernswerte Blindschleiche. Er hat keinen blassen Schimmer, welche literarischen Bedürfnisse in mir schlummern. Er fährt nur mit vollkommen nutzlosen rationalen Ratschlägen auf. Zum Beispiel möchte er mich darauf hinweisen, wie viele englische Bücher ich im Vergleich zu deutschen Büchern gelesen habe und drängt mich, die Ausgewogenheit im Auge zu behalten. Er möchte nicht, dass ich als nächstes einen Einzelband von Robert Jackson Bennett lese, weil meine letzte Reise mit diesem Autor ja noch nicht so lange her ist und ich schließlich auf Abwechslung achten sollte. Niedlich, oder? Wie ein Hund, der versucht, mit einem Stock im Maul durch eine Tür zu gehen.
Im Endeffekt kann ich mich nur auf meinen Bauch verlassen, was die Lektüreauswahl betrifft. Er ist meine Wunderwaffe, der Superheld, der immer Die Antwort (Großschreibung beabsichtigt) kennt. Bald komponiert ihm jemand eine Erkennungsmelodie und schneidert ein schickes Kostüm. Eine Leseliste widerspricht seinem Vorgehen, weil das bedeuten würde, meine akuten Vorlieben im Voraus zu kennen, was einfach nicht möglich ist. Niemand weiß, was ich als nächstes lesen möchte, bis es soweit ist. Spontanität ist das A und O, weil meine Leseentscheidungen pure Momentaufnahmen sind. Ich lasse mich von meiner Intuition leiten, höre zu, was mein tiefstes Inneres mir mitzuteilen hat. Im Yoga sagt man, man versucht, eine Verbindung zu sich selbst herzustellen. Genau das strebe ich auch bei der Lektüreauswahl an. Mit einer Liste klappt das nicht, weil sie… steril ist. Vorgefertigt. Sie spricht nicht zu mir, so doof das klingt. Sie verursacht mir nur ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich nicht an die im Voraus getroffenen Entscheidungen halten möchte, während sich der Bauch im Hintergrund scheckig lacht und in unregelmäßigen Abständen „Ich hab’s dir gleich gesagt“ hervorprustet. Leselisten beinhalten für mich nur unnötigen Druck und Frust. Also verzichte ich auf diese Form der Organisation. Seltsam. Das ist vielleicht der einzige Aspekt in meinem Leben, in dem ich mich wirklich völlig spontan verhalte.

Welche 5 Bücher führen eure Leseliste an, falls ihr eine pflegt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen grandiosen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Ursula Poznanski – Die Verschworenen

Betrachtet man die Liste der Werke von Ursula Poznanski, fällt die dystopische „Die Verratenen“-Trilogie als ungewöhnlich auf. Normalerweise tummelt sich die österreichische Autorin nämlich nicht in der Science-Fiction. Überwiegend schreibt Poznanski Thriller und allgemein Spannungsliteratur für Erwachsene und Jugendliche. Ihren Ausflug in ein anderes Genre begründete sie gegenüber der FAZ damit, dass sie, um die Geschichte erzählen zu können, die ihr vorschwebte, ein spezielles Gesellschaftskonstrukt benötigte, das extreme Gegensätze zuließ. Dies bedeutete entweder Fantasy oder Dystopie. Sie entschied sich für die Dystopie. Meiner Ansicht nach war ihre Wahl goldrichtig, da der Realitätsbezug ihres Dreiteilers in einer düsteren Zukunftsvision definitiv glaubwürdiger ist.

Niemals hätte Ria geglaubt, dass Tageslicht das kostbarste Gut in ihrem Leben werden würde. Seit sie und ihre Freunde in Quirins unterirdisches Labyrinth flohen, sehnt sie jede Sekunde unter der Sonne herbei. Doch diese wertvollen Momente sind selten. Nur wenige der Schwarzdornen wissen, dass ihre Abreise inszeniert war – zum Schutz des Clans und zu ihrem eigenen Schutz, denn die Sphären suchen noch immer nach ihnen. Die Frage, warum ihre eigenen Leute sie umbringen wollen, quält Ria in den langen, dunklen Stunden unter der Erde. Trotz dessen hält sie Aureljos Plan, sich heimlich in eine Sphäre zu schmuggeln, für zu gefährlich. Quirin hingegen unterstützt ihn tatkräftig bei seinen Vorbereitungen. Fast, als wollte er sie loswerden… Während Aureljo beschäftigt ist, sortiert Ria die Bücher der Bibliothek. Inmitten von dicken Wälzern voller längst vergessenem Wissen entdeckt sie handgeschriebene Briefe. Aufgeregt beginnt sie, zu lesen und begreift schnell, dass sie die Antwort auf all ihre Fragen in den Händen hält. Sie kann nicht länger bei den Schwarzdornen bleiben. Sie muss Aureljo in die Sphären begleiten. Denn jetzt geht es nicht mehr nur um ihr Leben.

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Montagsfrage: Alte Schinken?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Ich habe Pläne. Die habe ich nun schon eine Weile, aber Ende der Woche werden sie endlich umgesetzt. Am Samstag startet das Projekt „Wir gestalten das Wohnzimmer um, um Platz für ein neues Bücherregal zu schaffen“! Im Moment belegt mein Regal ca. anderthalb Wohnzimmer-Wände, wobei die voll belegte Wand die kurze Seite des Raumes ist. Mein Plan sieht vor, zusätzlich eine lange Wand einzubauen. Dafür muss allerdings unsere Wohnwand weg. Also ersetzen wir diese mit einer Kommode und einem Low Board und voilà, genug Platz für den nächsten Bücherregal-Anbau! 😀 Ich freue mich riesig darauf und kann es kaum erwarten, meine Bücher endlich wieder ordentlich einsortieren zu können. Das geht jetzt nämlich nicht mehr, weil bereits alles voll ist. 😉
Um meine Vorfreude im Zaum zu halten, kümmere ich mich heute zum Wochenstart um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Wie ich den Rest der Woche rumbringen soll, weiß ich noch nicht. 😀

Hast du ältere Buchausgaben im Regal? Wenn ja, welche/s sind/ist die/das mit dem ältesten Erscheinungsjahr?

Ja, ich besitze einige ältere Ausgaben, weil ein Teil meiner Bibliothek aus Erbstücken von meinem Großvater besteht. Das betrifft vor allem Klassiker, wie Goethe, Sartre, Hemingway oder Frisch. Außerdem kaufe ich die überwiegende Menge meiner Bücher gebraucht, da ist es durchaus möglich, dass ich mal einen literarischen Opa erwische. Ich weiß, dass einige meiner Ausgaben deutlich älter als ich selbst sind, aber genaue Angaben kann ich da nicht machen. Ziehe ich ein Buch aus meinem Regal, weil ich es lesen möchte, kann es schon mal sein, dass ich einen Blick auf das Erscheinungsjahr werfe und mich kurz darüber freue, wie alt das gute Stück ist. Ich stelle mir gern vor, was sie schon alles gesehen und erlebt haben. Doch danach vergesse ich diese Information sofort wieder, weil es für mich nicht wichtig ist. Es soll da draußen ja Menschen geben, die nicht einfach Bücher sammeln, sondern seltene Ausgaben aus einem bestimmten Jahr oder gar richtig teure Erstausgaben. Mir ist das wurscht. Mich interessiert es nur minimal, wie alt eine Ausgabe ist, da ich das Buch selbst eher als Verpackung einer Geschichte begreife. Der Inhalt zählt, das Äußere ist lediglich sekundär. Deshalb habe ich keine Ahnung, welches Buch das älteste in meinem Regal ist. Trotzdem möchte ich meinen guten Willen zeigen und habe eine kurze Suchanfrage auf Goodreads gestartet. Leider brachte das nicht das gewünschte Ergebnis, was ich mir schon gedacht hatte, da nicht bei allen Büchern ein Erscheinungsdatum verzeichnet ist. Tja. Müssen wir wohl dumm sterben. 😀

Sammelt ihr alte Schinken?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Montagsfrage: Vorlieben-Kette?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Ich komme gerade von einer kleinen Super Bowl Party nach Hause geschneit und brauche noch ein bisschen Zeit, um das großartige Spielergebnis zu verdauen. Herzlichen Glückwünsch an die Philadelphia Eagles, Underdogs no more! Sie haben sich den Sieg wirklich verdient; es war ein extrem spannendes Spiel mit vielen Punkten. Jedenfalls muss ich jetzt noch etwas runterkommen bevor ich schlafen gehe und dachte mir, dann kann ich mich auch gleich der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja widmen:

Habt ihr Angewohnheiten oder Vorlieben, die evtl. mit eurer Leidenschaft für Bücher zusammenhängen? Zum Beispiel Papeterie, Lesetagebücher führen, Schreiben etc.?

Ehrlich gesagt finde ich die Frage doof. Schwierig zu beantworten. Keine Ahnung, inwiefern meine Leidenschaft fürs Lesen meine Begeisterung für das gesamte Sortiment eines Schreibwarenladens beeinflusst. Ich weiß wirklich nicht, ob das zusammenhängt, doch ich kann berichten, dass für mich das Betreten eines Schreibwarengeschäfts ähnlich ist wie für andere Frauen der Besuch in einem Schuhgeschäft. Meine Augen beginnen zu glänzen und ich würde am liebsten allen überflüssigen Krimskrams einkaufen, der dort feilgeboten wird. Füller, Notizbücher, Kalender, Bleistifte, Fineliner, Kugelschreiber, Blöcke, Postkarten (als Lesezeichen). Bastelkram. Obwohl ich gar nicht basteln mag. Besonders Stifte üben einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus. Ich verfalle in euphorischen Jubel, wenn ich einen Stabilo-Fineliner entdecke, dessen Farbe sich noch nicht in meiner Sammlung befindet. Tatsächlich meide ich diese Besuche deshalb, weil ich genau weiß, ich kann nur schwer wieder gehen, ohne irgendein Kinkerlitzchen mitzunehmen.

Ansonsten führe ich selbstverständlich gewissenhaft via Goodreads eine Datenbank über meine Bücher. Gelesen, ungelesen, auf dem SuB, bei meinen Eltern, Wunschliste – alles wird minutiös dokumentiert, damit ich den Überblick behalte. Sonst würde ich in der Flut meiner Bibliothek ertrinken oder ständig nur die neusten Bücher von meinem SuB lesen. Es geht quasi gar nicht anders, wenn man so viele Bücher besitzt wie ich. Ich könnte dann zum Beispiel auch keinen Jahresrückblick erstellen, womit wir gleich beim nächsten Punkt sind: alles, was mit dem Bloggen zu tun hat, hängt natürlich direkt mit meiner Begeisterung für das Lesen zusammen. Andernfalls gäbe es diesen Blog ja gar nicht.

Tja, und weiter? Ich weiß es nicht. Natürlich betrachte ich den Teil meiner Persönlichkeit, der Bücher verschlingt, als gäbe es kein Morgen, nicht als isoliert. Mir ist schon klar, dass diese Leidenschaft in viele Richtungen ausstrahlt. Aber es ist oft schwierig, diesen Einfluss zu definieren. Ich schaue viele Filme nicht, weil es sich um Verfilmungen handelt. Ich suche gezielt nach Buch-Merchandise, weil ich allen zeigen möchte, welche Geschichten mich berühren. Es gibt sicher viele dieser kleinen Beispiele, über die ich im Alltag gar nicht nachdenke und die mir deshalb auch nicht einfallen.

Daher überlasse ich jetzt euch das Feld und werde nach einer Mütze Schlaf schauen, wie ihr die heutige Frage beantwortet habt. Vielleicht wart ihr ein bisschen kreativer oder reflektierter als ich. Vielleicht fallen mir anhand eurer Beispiele doch noch einige Zusammenhänge auf. Ih zähle auf euch. 😉

Inwiefern beeinflusst eure Lese-Leidenschaft eure Angewohnheiten und Vorlieben?

Ich freue mich auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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