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Oscar Wilde – De Profundis: Epistola in Carcere et Vinculis

Dies ist keine gewöhnliche Rezension. Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass ich dieses Mal auf eine Sternevergabe verzichtet habe. Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich glaube, dass „Epistola in Carcere et Vinculis“ oder auch kurz „De Profundis“ von Oscar Wilde es nicht verdient, mit einer plumpen Sternenanzahl beurteilt zu werden. Bei dem Text handelt es sich um einen Brief von etwa 50.000 Worten, den Wilde während seiner Zeit im Zuchthaus von 1895 bis 1897 an seinen ehemaligen Liebhaber Lord Alfred Bruce Douglas schrieb. Wie anmaßend wäre es, ein Schriftstück bewerten zu wollen, in dem ein verzweifelter Mann sein Innerstes nach außen kehrte und niederschrieb, was ihn bewegte?

Daher habe ich beschlossen, von der gewohnten Struktur meiner Rezensionen Abstand zu nehmen und diesen berührenden Brief vollkommen eigenständig zu besprechen. Es ist kein Roman. Es ist keine Geschichte, obwohl der Text durchaus eine Geschichte erzählt. Ich kann meine üblichen Maßstäbe hier nicht anlegen. Stattdessen möchte ich euch zuerst die historischen Fakten darlegen, bevor ich erkläre, wie „De Profundis“ auf mich wirkte und welche Schlussfolgerungen ich daraus ziehe. Es ist das tragische Zeugnis eines gebrochenen Mannes, das ihr ohne Kontext nicht verstehen werdet. Ich war entsetzt, was aus dem ehemals erfolgreichen Autor Oscar Wilde geworden war.

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Verfasst von - April 19, 2017 in Englisch, Klassiker, Rezension

 

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Montagsfrage: Werdegang als Buchbloggerin?

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Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Wieder einmal ein Frühschicht-Montag, daher sitze ich bereits vor 4 Uhr morgens am PC und widme mich der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Letzte Woche konnte sie die Frage ja leider erst nachmittags veröffentlichen, wodurch ich keine Chance hatte, sie zu beantworten (Spätschicht). Ich hätte zwar theoretisch eine ganze Woche Zeit für meine Antwort gehabt, aber da ich momentan ein bisschen mit den ausstehenden Rezensionen kämpfe, fand ich, dass ich mich lieber darauf konzentrieren sollte.
Heute geht es in der Montagsfrage genau um dieses Thema, denn Svenja möchte folgendes wissen:

Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?

Die Idee, den wortmagieblog auf den Weg zu bringen, verdanke ich meiner Schwester. Meine Schwester borgt sich seit Jahren Bücher von mir aus. Mittlerweile ist das recht selten, weil sie sich einen Kindle zugelegt hat und lieber eBooks als Print-Ausgaben liest, doch noch vor drei Jahren habe ich regelmäßig Bücher durch die Gegend geschleppt, da sie neue Lektüre brauchte. Sie hatte zu dieser Zeit keinen Überblick über mein Bücherregal und bat mich meistens, einfach etwas auszusuchen, das ihr gefallen könnte. Ich empfahl ihr fast wöchentlich Lesestoff, denn ihr fehlten Zeit und Muße, sich selbst mit dem aktuellen Buchmarkt auseinander zu setzen und nach interessanten Romanen zu suchen. Ich war ihre literarische Vorkosterin. Irgendwann kam mir der Gedanke, dass sie mit diesem Problem wahrscheinlich nicht allein ist. Ich vermutete, dass es viele Menschen gibt, die gern lesen würden, aber einfach nicht wissen, was, weil sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht dazu kommen, herauszufinden, was sie mögen und welche Bücher es überhaupt Wert sind, gelesen zu werden. Sie wissen nicht, was gut ist.
Ich hatte bereits hin und wieder Rezensionen auf Amazon verfasst – diese ersten tapsigen Versuche amüsieren mich heute maßlos, denn ich hatte damals keine Ahnung, wie man eine Rezension überhaupt aufbaut, wie lang sie sein sollte und wie man Spoiler vermeidet. Aber ich wusste, dass es mir Spaß machte und ich gern das für andere Menschen tun würde, was ich bereits für meine Schwester tat: Literatur bewerten und empfehlen, vorkosten. Ich wollte helfen.
Ende 2013 begann ich, mich zu informieren, welche Möglichkeiten ich hatte, um Rezensionen zu veröffentlichen. Ich wollte nicht von Plattformen wie Amazon oder Goodreads (Mitglied seit September 2013) abhängig sein. Ich wollte meine eigene Plattform. Ich wollte einen zentralen Ort, an dem ich all meine Gedanken zu Büchern in die Welt entlassen konnte, egal wie direkt oder indirekt diese waren. Am 19.12.2013 meldete ich den wortmagieblog bei WordPress an. Die erste Version sah… plump und roh aus. Erst einige Zeit später befasste ich mich ernsthaft mit Blogdesign und machte einen Online-HTML-Kurs, um mir die Basics selbst beizubringen und Einfluss auf das Aussehen des wortmagieblogs nehmen zu können. Tja und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. 😉

Wieso habt ihr mit dem Bloggen angefangen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤

 
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Verfasst von - Oktober 10, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Lese-Highlights?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Fast hätte ich es geschafft, die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja bereits heute Nacht zu beantworten. Als die neue Frage online ging, war ich nämlich noch wach, dank der erneut gestarteten Football-Saison. Jeden verdammten Sonntag heißt es nun wieder Kollisionsschach mit Kühlschränken. So sehr ich mich darüber freue, war ich am Ende des Spiels zwischen den New York Giants und den Dallas Cowboys (20:19) allerdings so müde, dass an eine Beantwortung der Montagsfrage nicht mehr zu denken war. Na was soll’s, dann eben jetzt zum Kaffee. 😉

Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

Das ist wirklich eine schwierige Frage, auf die ich keine konkrete Antwort anbieten kann. Lese-Highlights werden bei mir mit fünf Sternen ausgezeichnet. Das Problem ist, dass ich oftmals nicht definieren kann, warum ein Buch fünf Sterne bekommt und nicht vier oder andersherum. Meine Bewertungen sind immer Bauchentscheidungen – die Entscheidung, fünf Sterne zu vergeben, besonders. Mein Gefühl sagt mir, ob ein Buch fünf Sterne verdient oder nicht, begründet das aber leider sehr selten. Ich könnte jetzt behaupten, um die volle Sterne-Anzahl zu rechtfertigen, muss bei einem Buch einfach alles stimmen, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Selbst wenn Schreibstil, Handlungsverlauf, Charakterkonstruktion, Atmosphäre usw. fantastisch sind, kann es passieren, dass ich nur vier Sterne vergebe. Ein gutes Beispiel ist „The Autumn Republic“ (Powder Mage #3) von Brian McClellan. Ich fand diesen Trilogieabschluss hervorragend, doch für fünf Sterne hat es eben trotzdem nicht gereicht. Ich denke, um bei mir als Lese-Highlight zu gelten, muss ein Buch neben all den rational positiven Aspekten auch meine emotionale Ebene auf eine bestimmte Art und Weise ansprechen. Es muss mir das Gefühl geben, dass die Geschichte mein Leben nachhaltig bereichert hat. Von einem 5-Sterne-Buch erwarte ich, dass es ein gewisses Maß an Begeisterung auslöst. Vielleicht könnte man sagen, um fünf Sterne zu erhalten, muss ich mich Hals über Kopf in ein Buch und dessen Geschichte verlieben. Besser kann ich die Frage leider nicht beantworten.

Was zeichnet eurer Meinung nach ein Lese-Highlight aus?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und bin wirklich gespannt, wie ihr die Frage beantwortet habt. Ich wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - September 12, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Dietmar Dath – Die Abschaffung der Arten

2016-06-26 - Dath Die Abschaffung der Arten

Nach der Lektüre der Trilogie „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer hatte ich das Gefühl, unbedingt ein Buch für Erwachsene lesen zu müssen. Ich wollte ein Leseerlebnis, das mich fordert. Die Wahl, die mein Bauch für uns traf, überraschte mich allerdings: „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath. Ich zögerte. Ich wusste, dass dieses Werk eines der anspruchsvollsten ist, die mein Regal zu bieten hat, auch, weil ich irrtümlich annahm, es handele sich dabei um ein Sachbuch. Als ich es in der Hand hielt, klärte sich diese Fehleinschätzung natürlich auf, doch meine Skrupel blieben. Ich stritt mit mir selbst, entschied dann aber, mich darauf einzulassen. Normalerweise weiß mein Bauch sehr genau, wann ich für eine bestimmte Lektüre bereit bin – ich vertraute ihm und stürzte mich in „Die Abschaffung der Arten“.

Die Zeit der Menschen auf Erden ist abgelaufen. Nun regieren Tiere eine Welt, die nur noch bedingt an die Errungenschaften der Menschheit erinnert. Unter der Führung des Löwen Cyrus Golden erreichte die Gesellschaft der Gente Frieden, Wohlstand und Intellektualität. Die Evolution auf dem Zenit ihrer Macht. Doch die Evolution ist eine wankelmütige Göttin ohne Gewissen. In den Wäldern Südamerikas entsteht eine neue Lebensform, die alles bedroht, was der Löwe einst als wahrgewordene Utopie erschuf. Der Gefahr ins Auge blickend entsendet er den Wolf und Diplomaten Dmitri, um einen alten Verbündeten aufzusuchen. Auf seiner Reise sammelt Dmitri Eindrücke und Erkenntnisse und beginnt zu verstehen, warum den Menschen die Ewigkeit verwehrt wurde. Die neuen Besitzer der Erde müssen wählen: haben sie wahrhaft aus den Fehlern ihrer Vorgänger gelernt und sind bereit, sich der Evolution demütig zu beugen oder wird ihnen Hybris zum Verhängnis?

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Ein Kommentar

Verfasst von - Juli 16, 2016 in Science Fiction

 

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