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Schlagwort-Archive: Beweglichkeit

Kevin Hearne – Hunted

„Hunted“ ist in der Benennung der Reihe „The Iron Druid Chronicles“ von Kevin Hearne ein kleiner Hickser. Die Titel der ersten drei Bände enthalten alle den Anfangsbuchstaben „H“ („Hounded“, „Hexed“ und „Hammered“), Band vier und fünf das „T“ („Tricked“ und „Trapped“) und die letzten drei Bände das „S“ („Shattered“, Staked und „Scourged“). Der Symmetrie zuliebe hätte der sechste Band eigentlich ebenfalls einen Titel mit einem „T“ tragen müssen. Tatsächlich sollte er ursprünglich „Tracked“ heißen. Letztendlich entschieden Hearne und sein Verlag jedoch, dass „Hunted“ die inhaltlichen Entwicklungen besser widerspiegelte, da „to track“ eben nicht nur „jemanden verfolgen“ bedeutet, sondern auch „jemanden beobachten/überwachen“. Ein nachvollziehbarer Einwand, denn was in „Hunted“ passiert, ist definitiv keine Überwachung. Es ist eine Jagd.

Atticus, Granuaile und Oberon sind auf der Flucht. Atticus‘ Entscheidung, den Gott Bacchus aus dem Verkehr zu ziehen, kam im griechisch-römischen Pantheon nicht gut an. Jetzt sind ihnen gleich zwei Jagdgöttinnen auf den Fersen: Artemis und Diana. Atticus würde gerne einfach in Tír na nÓg Däumchen drehen, bis sie sich beruhigt haben, aber das ist nicht möglich. Die Portale zur irischen Ebene wurden blockiert. Stinkt nach einer Verschwörung. Ohne die Hilfe der Morrigan, die ihnen einen Vorsprung verschaffte, wären sie niemals entkommen. Sie riet ihm, sich quer über Europa bis zum englischen Windsor Forest durchzuschlagen, das Hoheitsgebiet von Herne dem Jäger. Es ist ihr letztes Geschenk an ihn. Atticus, Granuaile und Oberon nehmen die Beine in die Hand. Doch die wilde Jagd ist nicht ihr einziges Problem. Ragnarök rückt näher. Atticus muss all seine grauen Zellen anstrengen, will er die Griechen und Römer austricksen, bevor Loki das Universum in Brand steckt. Irgendwelche Vorschläge?

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2 Kommentare

Verfasst von - 6. März 2019 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Marissa Meyer – Cress

Eines der Hauptthemen in Marissa Meyers „Lunar Chronicles“ ist die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen. Ihre Beziehungen untereinander sind wesentlich wichtiger als ihre Romanzen. In diesem Punkt ließ sie sich von der Anime-Serie Sailor Moon inspirieren, in der weiblicher Zusammenhalt stets einen hohen Stellenwert einnahm. Die Parallelen zu Sailor Moon blieben den Fans der Science-Fiction-Reihe nicht verborgen. Kaiser Kai wird häufig mit Tuxedo Mask verglichen. Meyer selbst sieht sich als Sailor Merkur: eine ehrgeizige, neurotische Perfektionistin, die großen Wert auf Freundschaft legt und bemüht ist, das Richtige zu tun. Es überrascht mich daher nicht, dass sie sich am meisten mit der Hauptdarstellerin des dritten Bandes „Cress“ identifiziert: die scheue, hochintelligente Hackerin Cress, ihre Version von Rapunzel.

Als Cress Cinder warnte, beging sie Hochverrat. Sollte Herrin Sybil jemals herausfinden, was sie getan hat, erwartet sie der Tod. Trotz des immensen Risikos konnte sie einfach nicht länger tatenlos zusehen. Nach sieben einsamen Jahren der Gefangenschaft in einem Satelliten, nach zahllosen Stunden der Spionage, musste sie eingreifen, bevor Königin Levana ihre finsteren Pläne verwirklichen kann. Jetzt fürchtet sie die Besuche von Herrin Sybil mehr als je zuvor. Sie wird nicht ewig verbergen können, dass sie Cinder und ihren Freunden hilft. Glücklicherweise ist Cinders Schiff nur einen Katzensprung entfernt. Cress‘ Befreiung ist zum Greifen nah. Doch die Rettungsmission schlägt fehl. Der Satellit stürzt ab, während Cress und Carswell Thorne an Bord sind – mitten in die afrikanische Wüste, fern jeglicher Zivilisation. Cress und Thorne müssen Cinder und ihre Freunde so schnell wie möglich wiederfinden, wenn sie das Eastern Commonwealth rechtzeitig erreichen wollen, um die Hochzeit von Kaiser Kai und Königin Levana zu verhindern. Die Hochzeit, die sein Todesurteil wäre und das Schicksal der Erde besiegeln könnte…

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Dan Vyleta – Smoke

Dan Vyleta ist ein Kind des Potts. Ja, ihr habt richtig gelesen! Sein Weg führte ihn zwar über England in die USA und bis nach Kanada, aber er wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer im Ruhrgebiet geboren. Ich frage mich, wie viel Pott noch in ihm steckt. Seinen aktuellen Roman „Smoke“ verfasste er jedenfalls nicht in Deutsch, sondern in Englisch. Unseren Markt erreichte das Buch durch die Random House Gruppe, die es mir als Rezensionsexemplar anbot. Ich nahm das Angebot an, da der Klappentext wirklich interessant klang. Meine Neugier war geweckt.

Thomas und Charlie sind privilegiert. Als Schüler eines elitären Internats werden sie auf ihr späteres Leben an der Spitze der Gesellschaft vorbereitet. Sie sind normale Jungen – doch ihre Gedanken sind unrein. Jeder weiß es, denn der Rauch zerrt all ihre Verfehlungen ans Tageslicht. Der Rauch brandmarkt die Menschen als Sünder, er dringt aus Poren und Körperöffnungen und hinterlässt schmierigen Ruß, der an der Haut klebt, Kleidung befleckt und Gebäude in einen schwarzen Schleier hüllt. Jede Lüge, jede Gehässigkeit, jede Missetat wird unweigerlich offengelegt. Der Rauch ist der sichtbare Graben zwischen Oberschicht und Pöbel. Niemals wäre es Thomas und Charlie eingefallen, seine Gesetze zu hinterfragen, bis ein verstörender Schulausflug nach London die Freunde ratlos zurücklässt. Wieso würde jemand den Ruß von Mördern sammeln? Wie ist es möglich, dass ein Mensch kein einziges Fädchen Rauch absondert? Aufgewühlt begeben sich Thomas und Charlie auf die Suche nach den Ursprüngen des Rauchs und stoßen auf eine Verschwörung nationalen Ausmaßes, die sie vor eine haarsträubende Entscheidung stellt: ist ihre Welt es wert, gerettet zu werden?

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Montagsfrage: Peinliche Schandflecke?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Puh, ich habs geschafft. Ich bin durch mit „Die Gärten des Mondes“ von Steven Erikson. Dafür ging zwar etwas kostbare Schlafenszeit drauf, aber jetzt bin ich fertig. Es war ein tolles Leseerlebnis, obwohl ich die Geschichte ja eigentlich schon kannte. Ich habe wirklich eine Menge vergessen. Die Rezension jagt mir allerdings eine Heidenangst ein. Die Inhaltsangabe wird ein richtig harter Brocken. Ich werde wohl wieder mal ein hübsches Schaubild anfertigen müssen. Luxusproblemchen aus dem Leben einer Bloggerin. 😀
Die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja ist da eine weitaus leichtere Aufgabe, denn heute möchte sie folgendes wissen:

Besitzt du Bücher, die ganz hinten oder gar nicht im Regal stehen, weil du dich insgeheim dafür schämst?

Nein. Ich besitze zwar Bücher, die nicht im Regal stehen, aber das liegt an meinem dynamischen Ordnungsprinzip – nicht daran, dass ich mich für diese Werke schämen würde.
Bücher, die mir nicht gehören und nur ausgeborgt sind, stehen extra in einer freien, unteren Ebene meines Regals. Ordentlich, aber mehr oder weniger weit entfernt von meinen eigenen Büchern. Sie sind ja nur zu Gast und verlassen mich irgendwann wieder. Ich fände es unverschämt, würde ich sie in mein Regal einräumen, denn meiner Ansicht nach ist das gleichbedeutend damit, einen Besitzanspruch zu stellen. Hunde pinkeln an Bäume, ich stelle Bücher ins Regal. So markiere ich mein Eigentum. Es würde mir nie einfallen, den Besitz anderer so zu behandeln. Außerdem kann ich sie auf diese Weise gut sehen und erinnere mich schneller daran, dass ich diese Bücher auch irgendwann einmal lesen und wieder zurückgeben muss. Ein weiterer, positiver Nebeneffekt ist der, dass es mir weniger Mühe macht, sie nach dem Lesen einzusammeln und nach Hause zu bringen.
Bücher, die ich gelesen, aber noch nicht rezensiert habe, stehen in auf der anderen Seite des Raumes, in meiner Mini-Blog-Ecke. Das ist im Grunde nur ein kleines Standregal mit Schubladen, aber dort sammele ich alles mögliche, das mit meinem Blog zu tun hat. Diese Bücher stehen absichtlich extra, damit ich sie einerseits gut im Blick habe und sie andererseits erreichen kann, ohne zwangsläufig von der Couch aufstehen zu müssen. Oft genug muss ich beim Schreiben einer Rezension das Eine oder Andere nachschlagen; es wäre kontraproduktiv, käme ich schlecht an diese Bücher heran, denn ich weiß, dass mich aus purer Faulheit gerne mal von solchen Hindernissen aufhalten lasse. Habe ich ein Buch fertig rezensiert, wandert es von meiner Blog-Ecke zurück zur anderen Seite des Wohnzimmers, auf den nächsten separaten Stapel.
Dieser Stapel enthält Bücher, die ich gelesen und rezensiert habe und daher zurück ins Regal sortieren muss. Ich warte damit meistens, bis es sich lohnt, es sei denn, ich kann die Stammplätze der Bücher erreichen, ohne die Leiter rauszuholen. Für ein einziges Buch klettere ich ungern an meinem Regal herum; es müssen schon mehrere sein, damit ich diese Strapazen auf mich nehme. Denn ja, bestimmte Stellen kann ich nur mit Leiter und geschickter Beweglichkeit erreichen (Buchstabe B, ganz oben links in der Ecke). Diese Bücher liegen alphabetisch sortiert neben den ordentlich aufgereihten geborgten Büchern.
Zu guter Letzt habe ich noch Bücher, die nicht regulär einsortiert sind, weil das aus verschiedenen Gründen nicht ohne Weiteres möglich ist. Bücher, die beispielsweise keinen Autor haben wie „Die Edda“ oder „Märchen aus 1001 Nacht“. Wo sollte ich diese Bücher in einem alphabetisch nach Autor_in geordneten Regal bitte hinstellen? Kinderbücher und Bildbände passen oft nicht ins Regal, weil sie zu groß sind. Die Formate sind so unhandlich, dass sie gelegt werden müssen. Außerdem habe ich meine alten Kinderbücher gern extra, da ich hier auch einen thematischen Unterschied mache. Diese Bücher haben ebenfalls ein freies, unteres Regalbrett bekommen.
All diese Bücher sind nicht regulär einsortiert, aber das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich mich für sie schämen oder sie gar verstecken wollen würde. Es hat praktische Gründe. Alles andere landet im System meiner kleinen Privatbibliothek, völlig egal, um was für ein Buch es sich handelt. Ich verstehe nicht, warum ich mich für ein Buch schämen sollte. Es geht doch niemanden was an, was mir gefällt und niemand hat das Recht, sich darüber lustig zu machen oder sich zu beschweren. Das ist ganz allein meine Sache. Wieso sollte es mich kümmern, was jemand anderes darüber denkt?
Ich habe noch nie viel auf die Meinung anderer gegeben. Andernfalls wäre es mir wohl nicht möglich gewesen, jahrelang mit einem quietschbunten Irokesen-Schnitt auf dem Kopf durchs Leben zu gehen. Jetzt werde ich bestimmt nicht damit anfangen.

Besitzt ihr Bücher, für die ihr euch insgeheim schämt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen eine wundervolle neue Woche! Übrigens starten wir heute theoretisch auch in die erste kalendarische Frühlingswoche. Bei uns in Berlin sieht es zwar nicht danach aus, aber vielleicht habt ihr ja mehr Glück und könnt ein paar Sonnenstrahlen genießen. 😉
Alles Liebe,
Elli

 
 

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