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[Lieber Literaturnobelpreis, wir müssen reden] Kapitel 5: Ein Plädoyer für die Abschaffung des Literaturnobelpreises

Ein Plädoyer für die Abschaffung des Literaturnobelpreises

Heute präsentiere ich euch den letzten Beitrag zur Thematik des Literaturnobelpreises. Halleluja, ein Ende ist in Sicht! Ich hoffe, ihr seid bereit für das große Finale, denn obwohl auch ich froh bin, wenn ich mich erneut dem normalen Blogalltag widmen und endlich wieder eine Rezension schreiben kann (Ich vermisse das wirklich!), ist dieser Post für mich ohne Zweifel der wichtigste der ganzen Serie. Heute resümiere ich all die Fakten, die wir in den letzten vier Tagen zusammengetragen haben und stelle euch anhand der Argumente, die sich aus den einzelnen Beiträgen für mich ergaben, mein Fazit vor. Ich werde euch erklären, warum ich glaube, dass der Literaturnobelpreis abgeschafft werden sollte. Schenkt mir ein letztes Mal eure Aufmerksamkeit, es wird Zeit für ein harsches Urteil.

Im ersten Kapitel «Erbschaft mit Folgen» haben wir uns mit dem Testament von Alfred Nobel beschäftigt, das der Auslöser für die Vergabe der Nobelpreise war. Wir haben die Struktur der von ihm verfügten und finanzierten Nobelstiftung aufgeschlüsselt, ihre Zusammenarbeit mit den einzelnen Einrichtungen, die die Preise verleihen, analysiert und die relevanten Statuten für den Vergabeprozess gesichtet. Kurz: Wir haben die rechtliche und organisatorische Basis für die Nobelpreisvergabe allgemein und für die Literaturnobelpreisverleihung im Speziellen identifiziert. Bereits diese nüchterne Faktensammlung offenbarte mir einige problematische Punkte, die das Prozedere meiner Ansicht nach ernsthaft belasten.

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Montagsfrage: Unerträgliche Autor_innen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist vollbracht! Das neue Bücherregal ist an der Wand! Wir haben am Samstag fleißig geschuftet und jetzt hängt es in voller Pracht. Ich bin sehr glücklich, warte nun allerdings noch auf den letzten Akt der ganzen Umgestaltungsaktion: morgen kommen die Kommode und das Low-Board. Wenn die neuen Möbel stehen, werde ich auf jeden Fall Fotos machen und einen Beitrag schreiben, damit auch ihr euch daran ergötzen könnt, wie es ab sofort hier aussieht. Ich sage nur: Bibliothek. 😀
Heute starten wir jedoch erst einmal in die neue Woche, die offenbar brütend heiß wird. Wie könnte das besser funktionieren, als mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja?

Gibt es Autor_innen bei denen ihr im Zwiespalt seid sie zu lesen, weil ihr mit ihren Ansichten/Handlungen oder gar Aspekten ihres Werks nicht übereinstimmt?

Ja, die gibt es. Ich glaube, wenn man so viel liest wie unsereins, kann man gar nicht vermeiden, über Autor_innen zu stolpern, die man persönlich oder professionell ablehnt. Mir sind spontan zwei Beispiele eingefallen, obwohl es sicher weitere Schriftsteller_innen gibt, an denen ich mich aus verschiedenen Gründen stoße.

Der erste ist James Frey. Die Geschichte dieses Autors hat mich so schockiert und angewidert, dass ich 2016 eine vierteilige Beitragsserie über ihn und seine Literaturschmiede Full Fathom Five geschrieben habe. Titel: „Die Chronik der Skrupellosigkeit“. Da ich bereits ausführlich berichtet habe, warum ich nie wieder ein Buch lesen möchte, bei dessen Entstehungsprozess Frey und/oder Full Fathom Five ihre Finger im Spiel hatten, möchte ich hier gar nicht allzu weitschweifend werden. Ich verlinke euch stattdessen die Beiträge und sage so viel: bei Literatur sollte Profitorientierung niemals an erster Stelle stehen. James Frey beschmutzt alles, was ich an dieser Kunstform schätze und liebe.

James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #1: Münchhausens Erbe
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #2: Literatur vom Fließband
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #3: Full Fathom Five – Ein Ausbeuterbetrieb?
James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit – Teil #4: Die Raches eines Bad Boys

Der zweite Autor, zu dem ich ein sehr schwieriges Verhältnis habe, ist Günter Grass. Ich habe bisher kein einziges Buch von ihm gelesen. Ich habe daher kein Recht, mich über sein Schaffen zu äußern und ich möchte nicht in Frage stellen, dass er möglicherweise ein hervorragender Schriftsteller ist. Ich habe allerdings keinerlei Interesse daran, herauszufinden, ob das der Wahrheit entspricht, weil ich nicht über seine Vergangenheit bei der Waffen-SS im Alter von 17 Jahren hinwegkomme. Ich bin dermaßen voreingenommen ihm gegenüber, dass die Lektüre seiner Werke für mich vollkommen sinnlos ist. Ich könnte nicht vergessen, dass er Mitglied einer Bande der schlimmsten Kriegsverbrecher war, die die Welt je gesehen hat. Ich kann ihm nicht vergeben. „Jung und dumm“ kann ich hier einfach nicht gelten lassen. Dass er eingezogen wurde, kann ich nicht gelten lassen. Dass er angeblich an keinerlei Kriegsverbrechen beteiligt war, kann ich nicht gelten lassen. Ich schaffe es nicht. Ich weiß, dass das unfair ist. Aber ich kann nicht aus meiner Haut. Ich bezweifle, dass ich es jemals hinbekomme, seine Person und sein Werk getrennt voneinander zu betrachten. Man soll niemals nie sagen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ich irgendwann einmal zu einem seiner Bücher greife.

Welche Autor_innen lehnt ihr ab und warum?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

 

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Joanne K. Rowling, Jack Thorne & John Tiffany – Harry Potter und Das verwunschene Kind

Die Rezension zu „Harry Potter und Das verwunschene Kind“ ist vermutlich die seltsamste, die ich jemals geschrieben habe. Die ganze Situation ist maßlos seltsam. Bereits die Aussicht, nach all den Jahren ins Potter-Universum zurückzukehren, erst durch den Reread (gemeinsam mit meiner Schwester im Geiste Marina aka DarkFairy) und jetzt durch eine neue Geschichte, löste in mir eine wahre Flut verschiedener, teils gegensätzlicher Emotionen aus.

Als ich erfuhr, dass sich Joanne K. Rowling mit dem Drehbuchautor Jack Thorne und dem Theater-Regisseur John Tiffany zusammengetan hatte, um die „Harry Potter“ – Reihe mit einem Theaterstück weiterzuführen und dieses als Buch erscheinen sollte, war ich erst nicht sicher, ob ich es überhaupt lesen wollte. Vielleicht erging es einigen von euch ähnlich. Die Romane dieser Reihe sind mir heilig; sie sind ein bedeutender Teil meiner Kindheit, Jugend und meines erwachsenen Lebens. Der ursprünglich letzte Band „Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes“ erschien 2007 – 2016, neun Jahre später, sollte es nun also eine Fortsetzung für die Bühne geben? Das erschien mir wie ein Sakrileg. Blasphemie. Hatten Jack Thorne und John Tiffany überhaupt eine Ahnung von „Harry Potter“? Wussten die beiden Männer, welches enorme Erbe sie antreten wollten und wie viel Verantwortung sie damit auf ihre Schultern luden? Potterheads sind empfindliche, verletzliche Wesen, deren Zorn furchtbar sein kann, beschmutzt man das Andenken an „ihre“ Bücher. Ich bin da keine Ausnahme. Die Geschichte des Zauberlehrlings ist für uns eben nicht nur eine Geschichte. Sie ist literarische Magie. Wir lachten, weinten, bangten mit Harry und wurden an seiner Seite erwachsen. Dieses ominöse Stück, „Harry Potter und Das verwunschene Kind“, musste schon verdammt gut sein, um der Erinnerung an Jahre der Liebe und Verbundenheit gerecht zu werden.

Was mich letztendlich überzeugte, das Bühnenstück doch zu lesen, war – neben purer Neugierde – Joanne K. Rowlings Mitarbeit. Ich dachte, wenn Harrys schriftstellerische Mutter das Projekt überwachte, für gut befand und darauf achtete, dass es sich homogen in die Reihe einfügte, konnte mein Risiko nicht allzu groß sein. Ich gestand ihr einen Vertrauensvorschuss zu und wollte daran glauben, dass sie niemals zulassen würde, dass Harry in diesem neuen Buch lächerlich gemacht würde. Sie kennt die Fans. Sie weiß, was Harry uns bedeutet. Ich bin überzeugt, dass er ihr mindestens genauso viel bedeutet. Also ließ ich mich auf das Experiment ein und kaufte „Harry Potter und Das verwunschene Kind“, womit es übrigens der erste Potter überhaupt ist, den ich selbst bezahlte.

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Steven Erikson – Die Eisige Zeit & Der Tag des Sehers

2016-08-05 - Erikson Die Eisige Zeit & Der Tag des Sehers (Das Spiel der Götter #3)

Im Südosten von Genabackis regt sich eine neue Bedrohung: die Pannionische Domäne, angeführt vom Pannionischen Seher. Begleitet von einer hungrigen, blutrünstigen Bauernarmee verschlingt er gierig eine Stadt nach der anderen. Um ihn aufzuhalten, braucht es ein eigenwilliges Bündnis. Nach Jahren des Krieges stehen sich Dujek Einarm, Elster, Caladan Bruth und Anomander Rake erstmals als Alliierte gegenüber. Abtrünnige malazanische Soldaten, Tiste Andii, Söldner und Rhivi werden Seite an Seite kämpfen, um den Grauen des Pannionischen Sehers Einhalt zu gebieten. Doch das Bündnis steht auf tönernen Füßen. Ein eiskalter Hauch aus einer lang vergrabenen Vergangenheit stellt die Loyalitäten aller Beteiligten in Frage. Verrat hebt sein hässliches Haupt. Legenden offenbaren sich als Realität. Chaos vergiftet die Welt, in dessen Wirren sich der wahre Feind der vereinten Armee verbirgt und nach uralter Rache dürstet. In der Stadt Capustan wird sich entscheiden, ob die Allianz stark genug ist, dem Griff des Sehers und seines Meisters nach Genabackis ein Ende zu setzen.

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James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit

Teil #3: Full Fathom Five – Ein Ausbeuterbetrieb?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Herzlich Willkommen zum dritten Teil der Geschichte von James Frey und Full Fathom Five, durch die euch verständlich machen möchte, warum ich die Reihe „Lorien Legacies“ abbrechen werde.
Den ersten Teil der Geschichte findet ihr HIER, den zweiten Teil der Geschichte HIER.
Gestern habe ich euch erzählt, dass der erste Band der „Lorien Legacies“, „I am Number Four“, ein Gemeinschaftsprojekt von James Frey und Jobie Hughes war, das ihnen einen Deal mit HarperCollins einbrachte, nachdem sie die Filmrechte an Steven Spielberg und Michael Bay verkauft hatten. Es war das erste Buch, das von Freys neu gegründeter Firma Full Fathom Five produziert wurde. Er hoffte nun, junge Autor_innen für FFF rekrutieren zu können, die für die Firma nach dem Vorbild einer Künstlerwerkstatt hochkommerzielle Young Adult – Romane schreiben würden. Unter den Bewerber_innen war Suzanne Mozes, die nach einem Meeting mit James Frey und seiner Assistentin Jessica Almon auf ihren Vertrag wartete…

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4 Kommentare

Verfasst von - 19. August 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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