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Schlagwort-Archive: Band 7

Laurell K. Hamilton – Burnt Offerings

Kürzlich habe ich ein Interview mit Laurell K. Hamilton gelesen, indem sie erklärte, sie habe Richard in Anitas Leben gebracht, um es zu vereinfachen und sie vor Jean-Claude zu retten. Das hat ja wunderbar funktioniert. Spätere Versuche, Anita vom Chaos in ihrem Leben zu erlösen, scheiterten ebenfalls. Hamilton bemerkte selbstironisch, sie sollte aufhören, die Umstände für Anita verbessern zu wollen, weil sie dabei alles nur noch schlimmer macht. Ihr ist bewusst, dass sie mit dem Liebesdreieck zwischen Anita, Richard und Jean-Claude viele ihrer Leser_innen verärgert, empfindet die Dreiecksromanze aber als Folge ihrer Entwicklung. Alle drei treffen ihre eigenen Entscheidungen, ob ihr diese nun gefallen oder nicht. Ich war gespannt auf die Entscheidungen, die mich im siebten Band der „Anita Blake“-Reihe, „Burnt Offerings“, erwarteten.

Anita Blake ist bereit, die Folgen ihres Handelns zu tragen. Sie kann Richards verletzten Zorn aushalten und ihre Pflichten als Lupa seines Werwolfsrudels dennoch erfüllen. Irgendwann müssen sie ihre Verbindung durch das Triumvirat erforschen, aber vorerst ist Anita mit etwas Abstand zufrieden. Schließlich muss sie den Babysitter für eine Gruppe Werleoparden spielen, die seit Gabriels Tod wehrlos sind. Die Katzen sind jedoch nicht die einzigen, die ihren Schutz benötigen. Der Vampirrat ist in der Stadt. Monster, die sogar Monster fürchten. Sie erwarten von Jean-Claude eine Rechtfertigung für den Mord an Mr. Oliver. Natürlich ist der Prozess nur die zivilisierte Fassade uralter Intrigen und kreativer Grausamkeiten, ersonnen von gelangweilten, übernatürlichen Sadisten. Schnell geraten alle, die Anita und Jean-Claude wichtig sind, in Gefahr. Hat der Rat vielleicht sogar mit den Brandanschlägen zu tun, die Vampiretablissements in ganz St. Louis treffen? Anita muss sie so schnell wie möglich loswerden. Verantwortung zu übernehmen, kann manchmal ziemlich nerven.

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Steven Erikson – Der Goldene Herrscher & Im Sturm des Verderbens

Die Tiste Edur zwangen die Letherii auf die Knie. Mit goldenen Münzen übersät, furchtbar und unsterblich regiert Rhulad Sengar über das einstmals mächtige Reich Lether. Von seiner Knechtschaft durch den Verkrüppelten Gott in den Wahnsinn getrieben ist er blind für die subtilen Manipulationen der Letherii, die seinen instabilen geistigen Zustand skrupellos ausnutzen. Sie wiegen ihn in Sicherheit, schüren das paranoide Misstrauen seinem eigenen Volk gegenüber und verfolgen perfide Intrigen, die Rhulad und die Edur langsam entmachten sollen. Die Eroberung ist nicht mehr als schöner Schein; die Kinder des Schattens begreifen nicht, dass Lether in Wahrheit niemals von einer Person regiert wurde, sondern von den abstrakten Gesetzen des Profits. Unbeeindruckt von ihren neuen Herren führen die Letherii weiterhin eine verlogene, grausame Kampagne gegen die indigenen Stämme des Landes, um deren Gebiete an sich zu reißen. Doch die Verzweiflung der Stämme wendet das Blatt. Von der Ausrottung bedroht sammeln sie sich hinter dem legendären Krieger Rotmaske und stellen sich der letherischen Armee entgegen. Erstmals vereint schlagen sie zurück. Blutige Scharmützel fordern auf beiden Seiten zahllose Leben. Lether versinkt im Chaos, sodass die Ankunft einer neuen Bedrohung beinahe unbemerkt bleibt. An der Küste wurden fremde Segel gesichtet. Malazanische Segel…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 30. Januar 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes

Abschiedsschmerz, Wehmut und tiefe Liebe

Am 27. Oktober 2007 endete eine Ära. Der letzte Band der „Harry Potter“ – Reihe erschien auf dem deutschen Markt. Ich war damals 18 Jahre alt. Ich werde euch nicht anlügen. Ich werde nicht behaupten, ich hätte Erinnerung daran, wie ich diese erste Lektüre des Finales empfand. Natürlich gibt es diverse kurze Gefühlsfetzen, die ich mit „Harry Potter und Die Heiligtümer des Todes“ verbinde, aber ich kann keine allgemeine Einschätzung meiner damaligen Leseerfahrung anbieten. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Ich glaube jedoch, dass sich meine Emotionen nicht allzu stark davon unterschieden, was ich heute vor dem Reread des siebten Bandes empfand. Wehmut. Abschiedsschmerz. Neugier. Aufregung.

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Kim Harrison – Blutkind

„Blutkind“

blutkind

Reihe: Rachel Morgan / The Hollows #7

Originaltitel: White Witch, Black Curse

Autor: Kim Harrison

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 784 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453533526

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 11.04.2014

Bewertung:

Nachdem ich mit „Vampirmelodie“ das Finale der Sookie – Stackhouse – Reihe von Charlaine Harris gelesen hatte, beschlich mich das Gefühl, unbedingt einen Band aus einer anderen Reihe lesen zu müssen, um Charakteren zu begegnen, die ich schon kannte und die mich den Abschiedsschmerz vergessen lassen. Die Rachel – Morgan – bzw. The – Hollows – Serie von Kim Harrison kam mir da nur recht. Als ich 2012 mit dem ersten Band „Blutspur“ begann, hatte ich noch ein paar Probleme mit Rachel, weil sie eine vergleichsweise anstrengende Protagonistin ist, doch ich las weiter und das zahlte sich aus. Trotzdem konnte ich die Reihe nicht am Stück lesen, da ich nach sechs Bänden erst einmal genug von Rachel und ihrem Universum hatte. Nun stieg ich also nach einer kurzen Rekapitulation der vergangenen Handlungsstränge bei Band 7 „Blutkind“ wieder ein.

In diesem schlittert Rachel wie üblich an der Seite ihrer Mitbewohner Ivy und Jenks von einer Katastrophe zur nächsten. Glenn, der Sohn des FIB – Captains, wurde Opfer eines brutalen Angriffs; nach der Untersuchung des Tatorts deutet alles darauf hin, dass eine Banshee in die Tat verwickelt ist; eine Inderlander – Spezies, die sogar der abgebrühten Hexe Rachel eine gehörige Portion Angst einjagt. Trotz dessen macht sie sich auf die Suche nach ihr, denn eine außer Kontrolle geratene Banshee bedeutet eine Gefahr für Cincinnatis gesamte Bevölkerung. Darüber hinaus kämpft Rachel noch immer mit dem Tod ihres Freundes Kisten, dessen Mörder auch nach sechs Monaten unauffindbar bleibt. So muss die taffe Hexe wieder einmal mit vielen Bällen gleichzeitig jonglieren und riskiert damit ein ums andere Mal ihr Leben.

Eins möchte ich direkt klarstellen: ich mag die Rachel – Morgan – Serie. Wirklich. Obwohl Rachel ein schwieriger Charakter ist; ungeduldig, aufbrausend und unheimlich leicht reizbar. Sie verliert extrem schnell die Fassung und kann selten über etwas hinwegsehen, ihr fehlt Gelassenheit. Aber genau diese Eigenschaften sind es auch, die ich an ihr mag. Urban Fantasy Heldinnen neigen oft dazu, sich auch in Extremsituationen gut unter Kontrolle zu haben, doch auf Rachel trifft das nicht zu. Wenn sie wütend wird, wird sie regelrecht fuchsteufelswild und verhält sich dann auch mal unüberlegt und emotionsgeladen. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und ich finde, dadurch wirkt sie real und echt.
Doch leider ist mir in „Blutkind“ ein gravierendes Problem aufgefallen: meines Erachtens nach sind Kim Harrisons wunderbare Ideen mittlerweile größer als ihr Können. Ihre Fantasie übersteigt ihre Fähigkeiten. Ich konnte erkennen, was Harrison erreichen wollte, doch aufgrund der mangelhaften sprachlichen Umsetzung wirkte ihre Handlungslinie teilweise ungelenk und wirr, obwohl diese in der Basis spannend und actiongeladen ist. Es war, als würde ich einer Freundin zuhören, die mir eine komplizierte Geschichte von Menschen erzählt, die ich nicht kenne; ich versuchte zu folgen, hatte aber Schwierigkeiten, da Harrison ab und zu Gedankensprünge macht und mir das Gefühl vermittelte, nicht zu wissen, worauf sie sich bezieht. Sie versuchte, elegant Erklärungen einfließen zu lassen, doch das gelingt ihr einfach nicht problemlos. Ich musste für „Blutkind“ Geduld aufbringen und mir bestimmte Zusammenhänge selbst zusammenreimen. Ich möchte nicht ausschließen, dass dies auch der deutschen Übersetzung geschuldet ist, aber ich bezweifle, dass das der einzige Grund ist.
Interessant fand ich hingegen, dass Kim Harrison nicht auf die traditionelle Beschreibung einer Banshee zurückgegriffen hat. Sie gab der Spezies eine ganz eigene Interpretation; in ihrer Vorstellung sind Banshees keine Todesomen, sondern eine Art Gefühlsvampire. Es gibt aus Harrisons Feder eine Kurzgeschichte namens „Schmutzige Magie“ (in meiner Ausgabe von „Blutkind“ als Bonusmaterial enthalten), die einen intensivieren Einblick in das Leben einer Banshee bietet und die ich interessierten LeserInnen wirklich an Herz legen möchte, da sie die etwas einseitige Betrachtung der Antagonistin aus „Blutkind“ relativiert.

Der siebte Band der Rachel – Morgan – Reihe wird mich trotz meiner Kritik bezüglich der Erzählweise nicht davon abhalten, weiterhin Abenteuer mit Rachel zu erleben. Dafür finde ich sie einfach zu erfrischend. Allerdings werde ich meine Erwartungen hinsichtlich sprachlicher Eleganz definitiv herunter schrauben. Ich kann meinen LeserInnen nur raten, es mir gleich zu tun, denn die Romane rund um die Hexe sind wirklich aufregend und stellen solide Unterhaltungsliteratur dar, die (zumindest bei mir) durchaus eine emotionale Resonanz erzeugen. Es wäre einfach zu schade, auf die Welt der Hollows zu verzichten und Kim Harrisons Ideen keine weitere Chance zu geben.

(Nächster Band: Rachel Morgan / The Hollows #8 – „Bluteid“ – Kim Harrison – ISBN: 345352750X)

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 14. April 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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