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Schlagwort-Archive: Band 2

Sarah Beth Durst – The Reluctant Queen

Als Sarah Beth Durst begann, „The Queens of Renthia“ zu schreiben, verfasste sie zuerst 90 Seiten einer Geschichte, in der eine Königin in Gefahr ist und auf die Hilfe einer mächtigen Waldfrau hofft, die sich allerdings weigert, ihre Kräfte einzusetzen. Solltet ihr euch wundern, dass dieser Plot nicht der Handlung des ersten Bandes „The Queen of Blood“ entspricht, habt ihr Recht. Es ist die Handlung des zweiten Bandes „The Reluctant Queen“. Durst schickte ihre 90 Seiten an ihre Agentin, die das Manuskript an ihren Herausgeber David Pomerico weiterleitete. Er schlug ihr vor, daraus den zweiten Band zu machen. Durst war von seinem Vorschlag begeistert. Deshalb ist „The Reluctant Queen“ die Fortsetzung, obwohl die Trilogie mit der Idee für diesen Band geboren wurde.

Der Preis, den Daleina für die Krone zahlte, war zu hoch. Die schreckliche Tragödie ihrer Krönung wird sie für immer verfolgen und belastet ihre Regentschaft von Aratay. Das Volk nennt sie hinter ihrem Rücken die Blutkönigin. Schwerer als Trauer und Schuld wiegt für Daleina jedoch das Wissen, dass ihr Reich den Elementaren schutzlos ausgeliefert ist, sollte ihr etwas zustoßen. Sie braucht eine Nachfolgerin. Dringender, als öffentlich bekannt ist. Denn Daleina hütet ein furchtbares Geheimnis: Sie stirbt. Schon bald. Verzweifelt entsendet sie ihren Champion und Mentor Ven in die entlegensten Gebiete ihres Reiches, um unentdeckte und übersehene Talente ausfindig zu machen. Dort, in einem kleinen Dorf tief im Wald, begegnet er Naelin. Naelins Kräfte übersteigen alles, was Ven je in einer Kandidatin erlebt hat. Die junge Mutter könnte Aratays Rettung sein. Dem steht nur eines im Wege: Naelin würde lieber sterben, als Königin zu werden.

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Verfasst von - 18. Mai 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Robert V. S. Redick – The Rats and the Ruling Sea

Angesichts dessen, dass Robert V. S. Redick der Autor des vierbändigen Seefahrtabenteuers „The Chathrand Voyage“ ist, könnte man vermuten, er sei in der Nähe des Meeres aufgewachsen. Tatsächlich wuchs er jedoch mitten Iowa auf, so weit entfernt vom Ozean wie nur möglich. Redick glaubt, seine Faszination mit der See ist genau darauf begründet: Durch die große Entfernung erhielt sie für ihn eine magische, mystische Ausstrahlung. Diese spezielle Beziehung ließ er offenbar in sein High Fantasy – Epos einfließen, das er im zweiten Band „The Rats and the Ruling Sea“ fortsetzt.

Ihr Hochzeitstag sollte für eine junge Frau der glücklichste ihres Lebens sein. Für Tasha Isiq ist dieser Tag ein Opfer. Ihre Ehe mit einem mzithrinischen Prinzen soll den lang erhofften Frieden zwischen ihrer Heimat Arqual und dem ehemals verfeindeten Mzithrin besiegeln. Leider ist die Hochzeit nicht mehr als eine Täuschung, ein perfides Manöver des arqualischen Königs, um den alten Gegner endgültig in die Knie zu zwingen. Als Tasha und ihre Verbündeten den kaltblütigen Plan des Königs an Bord der ehrwürdigen IMS Chathrand aufdeckten, waren sie entsetzt. Sie waren bereit, die Wahrheit zu offenbaren – jedoch nicht um jeden Preis. Tasha geriet in die Gewalt des finsteren Magiers Arunis, der droht, sie zu töten, sollten sie plaudern. Pazel, Neeps und Hercól befinden sich in einer aussichtslosen Lage. Reden sie, wird Arunis Tasha ermorden. Reden sie nicht, werden die Mzithrin Tasha hinrichten, sobald der Verrat des arqualischen Königs ans Licht kommt. Können sie die Hochzeit vereiteln, ohne Tashas Leben zu riskieren und die IMS Chathrand daran hindern, Kurs auf die unkartierten Gewässer der Ruling Sea zu nehmen und in einen Krieg zu segeln, der ganz Alifros erschüttern könnte?

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Verfasst von - 13. April 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Claudia Gray – Ten Thousand Skies Above You

Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin war Claudia Gray Anwältin. Sie investierte Jahre in ihre Ausbildung, verließ diesen Berufsweg jedoch, um erst für Magazine zu schreiben und sich später der Literatur zu widmen. Sie sagt, sie wird oft gefragt, wieso sie die Rechtsvertretung aufgab, um Bücher zu schreiben – aber niemals von Anwält_innen. Mit ihrem Jobwechsel konnte sie sich gleich zwei Kindheitsträume erfüllen: Die Schriftstellerei und den Wunsch, sich selbst einen Namen zu geben. Claudia Gray ist ein Pseudonym, durch das sie ihr Privatleben emotional wie professionell besser abgrenzen kann. Mit zunehmendem Erfolg, der spätestens 2015 einsetzte, als auch der zweite Band der „Firebird“-Trilogie, „Ten Thousand Skies Above You“, erschien, sicher keine schlechte Idee.

Pauls Seele wurde in Stücke gerissen. Er reiste mit dem Firebird in das Triadverse, um dort nach einem Heilmittel für Theo zu suchen, der durch die Droge Nightthief in Lebensgefahr schwebt. Als er nach den vereinbarten 24 Stunden nicht zurückkehrte, weiß Marguerite, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Sie folgt Pauls Koordinaten und findet ihn, aber als sie die Erinnerungsfunktion des Firebirds auslöst, wacht er nicht auf. Stattdessen trifft sie auf Wyatt Conley. Genüsslich erklärt er ihr, dass er Pauls Seele absichtlich zersplitterte, um sie zu erpressen. Er verspricht ihr, ihr die Koordinaten von Pauls Splittern und das Heilmittel für Theo zu geben – wenn sie in einigen Dimensionen die Forschung ihrer Eltern am Firebird sabotiert. Marguerite hat kaum eine andere Wahl, als sein Angebot anzunehmen. Will sie Paul und Theo retten, muss sie Conley irgendwie überlisten. Doch in den anderen Dimensionen begegnet sie neuen Versionen von sich selbst und Paul, die nicht sind, was sie erwartete und schon bald zweifelt sie: Ist ihre Liebe tatsächlich Schicksal?

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Verfasst von - 23. Februar 2021 in Rezension, Science-Fiction, Young Adult

 

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Mark Lawrence – The Liar’s Key

Mark Lawrence plante nicht, Schriftsteller zu werden. Nach Abschlüssen in Physik und Mathematik war er über 25 Jahre Forschungswissenschaftler in Großbritannien und den USA. Seinen ersten Roman „Prince of Thorns“ schrieb er aus einer Laune heraus und war äußerst überrascht, als seine halbherzigen Anfragen bei Agenturen 2011 zu einem Buchvertrag führten. Dennoch behielt er seinen regulären Beruf, bis das Forschungszentrum, bei dem er angestellt war, 2015 geschlossen wurde. Da er sich seit ihrer Geburt parallel um seine behinderte Tochter kümmert, gestaltete sich die Jobsuche schwierig. Im April 2015 entschied er daher, sich künftig ganz der Schriftstellerei zu widmen. Zwei Monate später erschien „The Liar’s Key“, der zweite Band seiner „Red Queen’s War“-Trilogie und ist somit das erste Buch, das er als Vollzeitautor veröffentlichte.

Prinz Jalan Kendeth hat die Nase gestrichen voll vom hohen Norden. Sicher, verschanzt in einer gemütlichen Schenke mit weiblicher Gesellschaft und hochprozentigen Getränken kann man es einige Monate aushalten, aber irgendwann wird das Ganze doch etwas eintönig. Jalan sehnt sich nach der Wärme seiner Heimat und den Annehmlichkeiten, die ein Platz in der Thronfolge mit sich bringt. Leider heißt seine einzige Möglichkeit, nach Süden zu reisen, Snorri ver Snagason und der ist komplett verrückt geworden. Nachdem er erfuhr, dass seine Familie ermordet wurde, ist er besessen von dem Gedanken, sie aus der Hölle zurückzubringen. Mit Lokis Schlüssel könnte es ihm tatsächlich gelingen, die Tür zum Jenseits zu öffnen – falls er sie findet. Widerwillig schließt sich Jalan Snorris Suche an und schwört, sich bei der ersten Gelegenheit abzusetzen. Doch der Tote König plant noch immer, das Zersplitterte Reich mithilfe des Schlüssels zu unterwerfen und Jalan muss einsehen, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als Verantwortung zu übernehmen – vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben.

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Markus Heitz – Der Krieg der Zwerge

Der überwältigende Erfolg der Buchreihe „Die Zwerge“ von Markus Heitz führte dazu, dass die Geschichte des Zwerges Tungdil in andere Medien übertragen wurde. Darunter finden sich ein Brettspiel, eine Comic-Reihe und ein Videospiel, das von der Bremer Firma King Art 2016 realisiert und zum Teil über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wurde. Das Rollenspiel folgt der Handlung des ersten Bandes „Die Zwerge“. Heitz war intensiv in die Entwicklung involviert und berichtet, dass die Zusammenarbeit mit King Art erschreckend reibungslos ablief. Er schrieb sogar extra für das Spiel eine neue Begleitfigur, die im Buch nicht auftaucht. Dennoch blieb es bei diesem einen Spiel. Der zweite Band „Der Krieg der Zwerge“ wurde bisher nicht umgesetzt – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Das Geborgene Land feiert. Der böse Magier Nôd’onn ist besiegt und erstmals herrscht Einigkeit unter Menschen, Zwergen und Elben. Tungdil hofft, endlich ein richtiger Zwerg zu werden. Leider fällt es ihm schwer, sich den strengen Gesetzen der traditionsbewussten Stämme unterzuordnen. Er fürchtet schon, sich niemals unter seinesgleichen einzufügen, doch dann erfährt er von den Freien. Die Gemeinschaft verstoßener Zwerge folgt eigenen Regeln und begrüßt ihn mit offenen Armen. Er schließt sich ihnen an und verlässt seine Freunde, um ein neues Leben zu beginnen. Aber Tungdil wäre nicht Tungdil, stünde er nicht sofort bereit, wird er gebraucht. Denn der Frieden im Geborgenen Land hält nicht an. Orks, Albae und der Zwergenstamm der Dritten säen Angst, Misstrauen und Zwist. Abgelenkt von Scharmützeln und Intrigen entgeht Tungdil und seinen Verbündeten beinahe eine mysteriöse Gefahr, die sich unaufhaltsam von Westen nähert und das gesamte Geborgene Land zerstören könnte. Wollen sie ihre Heimat schützen, bleibt ihnen nur eine Wahl: sie müssen alte Feindschaften überwinden und sich mit denjenigen verbrüdern, gegen die sie seit Generationen kämpfen.

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Verfasst von - 24. November 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Leigh Bardugo – Siege and Storm

Leigh Bardugo ist die erste und einzige Autorin, die ich kenne, die offen zugibt, dass sie beinahe an ihrer Vorstellung der Schriftstellerei gescheitert wäre. Bevor sie über Nacht berühmt wurde, glaubte sie, nur Vollzeitschriftsteller_innen seien „richtige“ Schriftsteller_innen. Weil sie Rechnungen bezahlen musste und sich diesen Luxus nicht leisten konnte, fraßen sie ihre Selbstzweifel und -vorwürfe schier auf. Erst, als sie erkannte, dass sie auch neben ihrem damaligen Beruf als Maskenbildnerin schreiben konnte, fand sie eine gesunde Routine. Sie berichtet, dass sich die Selbstzweifel noch heute hin und wieder melden, sie aber Bestätigung aus dem überwältigenden Erfolg ihrer Romane schöpft. „Siege and Storm“ ist der zweite Band ihrer „Grisha Trilogy“, mit der sie die New York Times Bestsellerliste stürmte.

Nach den schrecklichen Ereignissen im Schatten-Spalt flohen Alina und Mal aus Ravka. Sie segelten über die Wahre See nach Novyi Zem, um im Westen ein neues Leben zu beginnen und zu vergessen, was sie hinter sich ließen. Doch der Dunkle überlebte – verändert, grausamer und ehrgeiziger denn je. Solange er Ravka mithilfe von Alinas Magie zu unterwerfen plant, kann sich ihr Traum einer friedlichen Zukunft niemals erfüllen. Aus der Ferne wird es Alina nicht gelingen, ihn aufzuhalten. Sie muss nach Ravka zurückkehren. Unerwartet bietet sich der berüchtigte Freibeuter Sturmhond als Verbündeter an und bringt Alina und Mal nach Hause. Sie finden Ravka tief gespalten vor. Will Alina ihr Land auf einen erneuten Angriff des Dunklen vorbereiten, muss sie sich auf ein riskantes Spiel um Macht und Einfluss einlassen, während ihr die Kontrolle ihrer verstärkten Kräfte zunehmend schwerer fällt. Gerade jetzt braucht sie Mals Unterstützung, aber er scheint ihr von Tag zu Tag mehr zu entgleiten. Wird sie sich zwischen ihrer Heimat und ihrer Liebe entscheiden müssen?

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Verfasst von - 17. November 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension, Young Adult

 

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Becky Chambers – A Closed and Common Orbit

Traditionell ist Science-Fiction stark männerdominiert. Glücklicherweise erlebt diese Tradition mittlerweile eine Wende und immer mehr Frauen drängen in das Genre. Eine von ihnen ist Becky Chambers, die als Tochter eines Luftfahrttechnikers und einer Astrobiologin beste Voraussetzungen hat, um Space Operas zu schreiben. Spektakuläre Weltraumschlachten und intergalaktische Kriege finden in ihren „Wayfarer“-Romanen allerdings nur am Rande statt; sie konzentriert sich zielgerichtet auf die Schicksale ganz normaler Personen, die mit den alltäglichen Schwierigkeiten der Zukunft konfrontiert sind. Im zweiten Band „A Closed and Common Orbit“ beschäftigt sie sich mit der Suche nach Identität, die alle bewussten Lebensformen durchleben – ob künstlich oder biologisch.

Lange Zeit war Lovelace die uneingeschränkte Herrscherin über die Wayfarer. Sie sah und hörte alles, sie wusste alles, sie kontrollierte alles. Über Jahre entwickelte sie eine Persönlichkeit und Gefühle, die sie eng an die Crew banden. Doch irgendwann reichte ihr das nicht mehr. Sie wollte nicht länger das künstliche Intelligenzsystem eines Schiffes sein, sie wollte so menschlich wie möglich werden. Sie entschied, ihr Bewusstsein in einen illegalen synthetischen Körper hochzuladen. Sie ahnte nicht, dass sie sich nicht mehr daran erinnern würde, wer sie war. Denn durch den Angriff auf die Wayfarer musste Lovey ihr System resetten. Als sie die Augen ihres neuen Body Kits aufschlägt, ist sie nicht mehr dieselbe. Sie muss nun mit den Konsequenzen einer Entscheidung leben, die sie in einem anderen Leben traf. Aber sie ist nicht allein. An ihrer Seite steht Pepper, die einst als Jane 23 in einer Sklavenkolonie das Licht der Welt erblickte. Pepper weiß genau, was es heißt, sich neu zu erfinden und sie wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Lovelace dabei zu helfen, ihren Platz im Universum zu finden.

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Verfasst von - 3. September 2020 in Rezension, Science-Fiction

 

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Anthony Ryan – Tower Lord

Anthony Ryan begann seine Autorenkarriere als Selfpublisher. Nach dem Erfolg seines Debüts „Blood Song“ nahm er ein Angebot des Verlagsriesen Penguin an, denn er wünschte sich, seine Trilogie „Raven’s Shadow“ so vielen Leser_innen wie möglich zugänglich zu machen, was durch die Kontakte des Verlages zum internationalen Markt und traditionellen Buchhandel leichter ist. Den zweiten Band „Tower Lord“ schrieb er bereits unter der Schirmherrschaft von Penguin. Es war eine neue Erfahrung für ihn, mit einer Deadline zu arbeiten. Er konnte es sich nicht länger leisten, inkonsequent zu sein und produzierte trotz seines Vollzeitjobs 2.000 Worte täglich, sodass „Tower Lord“ nur ein Jahr nach „Blood Song“ erschien.

Ihr Leben lang wurde Reva darauf vorbereitet, zu Ehren des Weltvaters Großes zu vollbringen. Endlich, nach Jahren der erbarmungslosen Ausbildung, wurde ihr ihre Mission offenbart. Sie soll den Mörder der Wahrklinge stellen und sein heiliges Schwert zurück in die Hände der Gläubigen bringen. Der Priester warnte sie, dass die Dunkelklinge wahrscheinlich der schrecklichste Gegner ist, der ihr je begegnen wird. Sie war jedoch nicht darauf gefasst, dass er nicht das Monster ist, das ihr beschrieben wurde. Er erzählt ihr eine völlig andere Geschichte vom Tod der Wahrklinge und hinterfragt alles, woran sie je glaubte. Könnte der Priester sie getäuscht haben? Ist jedes Wort über ihren Auftrag eine Lüge, um zu verschleiern, dass er nicht dem Weltvater, sondern einer finsteren Macht dient? Reva schwört, die Wahrheit aufzudecken und gerät zwischen die Fronten im Eroberungsfeldzug des Volarianischen Kaiserreichs, das danach trachtet, die Vereinigten Königslande zu unterwerfen. Plötzlich lastet das Schicksal ihrer Heimat auf ihren Schultern und der einzige, dem sie trauen kann, ist der Mann, den sie töten sollte: Vaelin Al Sorna.

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Verfasst von - 7. April 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Christina Henry – Red Queen

„Red Queen“, die Fortsetzung der „Chronicles of Alice“ von Christina Henry, ist keine weitere Adaption von „Alice im Wunderland“. Zwar enthält der zweite Band einige Reminiszenzen an Carrolls Kinderbuchklassiker, aber für die Handlung bezog Henry ihre Inspiration hauptsächlich aus dem norwegischen Märchen „Östlich von der Sonne und westlich vom Mond“, das an „Die Schöne und das Biest“ erinnert und mir gänzlich unbekannt war. Darin geht es um einen verfluchten Prinzen, der sich tagsüber in einen weißen Bären verwandelt und von seiner Auserwählten davor bewahrt wird, eine abscheuliche Trollin heiraten zu müssen. Henry mochte die Umkehr des Rettungsmotivs und entwickelte für „Red Queen“ eine Variante, in der ihre Alice erneut zur Heldin wird.

Nach den furchtbaren Ereignissen in der Altstadt hegt Alice nur einen Wunsch: sie träumt von einem idyllischen Leben, das die grausamen Wunden ihrer Vergangenheit heilt. Hatcher wird jedoch erst Frieden finden wird, wenn er mit seiner Tochter vereint ist, die ihm vor langer Zeit gestohlen wurde. Auf der Suche nach ihr bereisen Alice und Hatcher eine verdorrte, tote Welt, stets geleitet von seinen zerbrochenen, unvollständigen Erinnerungen, die die beiden zum Reich der verrückten Weißen Königin führen. Seit Generationen kontrolliert sie das Land mit ihren niederträchtigen Zaubern in einem nicht endenden Krieg mit dem Schwarzen König. Will sie ihr gegenübertreten, muss Alice lernen, ihre eigenen Kräfte zu akzeptieren und zu nutzen. Doch allein wird es ihr nicht gelingen. Sie braucht Hilfe. Die Hilfe der mächtigen Roten Königin…

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Verfasst von - 18. Februar 2020 in Fantasy, Märchen, Rezension

 

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Jean-François Parot – Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

Jean-François Parot war ein weitgereister Mann. 1946 in Paris geboren, schloss er sein Studium als anerkannter Experte des 18. Jahrhunderts ab, absolvierte seinen Militärdienst und wurde dann Diplomat. Die Liste der Stationen seiner Karriere ist lang; als er 1999 begann, die historische Krimi-Reihe „Nicolas Le Floch“ zu schreiben, arbeitete er im bulgarischen Sofia. An den Wochenenden hatte er viel Freizeit, also setzte er sich eines Tages hin, zückte seinen neuen Stift, ein Weihnachtsgeschenk seiner Mutter und seines Sohnes, und dachte sich das erste Abenteuer seines Ermittlers aus. Seitdem sind über 20 Jahre vergangen und 13 Bände erschienen, die Blessing ins Deutsche übersetzt. Den zweiten Band „Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten“ erhielt ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar.

Am Abend des 27. Oktober 1761 wird der Sohn des Grafen de Ruissec tot im Stadtpalais der Familie aufgefunden. Das Bild, das sich Commissaire Nicolas Le Floch am Tatort bietet, wirkt eindeutig: das Zimmer des jungen Vicomtes war von innen verschlossen, unweit seiner Leiche liegt eine Kavalleriepistole und auf dem Schreibtisch entdeckt Nicolas einen Abschiedsbrief. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch einige Details wecken Nicolas‘ Misstrauen. Als sich die Gräfin de Ruissec heimlich an ihn wendet und um ein geheimes Treffen bittet, ahnt der Commissaire, dass sie mehr über die Umstände des Todes ihres Sohnes wissen könnte. Unglücklicherweise erleidet sie einen schrecklichen Unfall, bevor das Treffen stattfinden kann. Nicolas ist alarmiert. Er glaubt nicht an einen Zufall und fürchtet, dass die Gräfin zum Schweigen gebracht werden sollte. Unerschrocken nimmt er die Ermittlungen auf, die ihn bis an den Hof von Versailles führen…

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