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Schlagwort-Archive: Band 11

Terry Pratchett – Alles Sense!

TOD ist meine absolute Lieblingsfigur des „Scheibenwelt“-Universums. Seinetwegen begann ich überhaupt erst, die Reihe zu lesen, denn mein erster Roman von Terry Pratchett war „Gevatter Tod“. Der verstorbene britische Autor selbst pflegte ebenfalls eine spezielle Beziehung zu seinem Schnitter. 2008 wurde er von der Queen in den Adels- bzw. Ritterstand erhoben und durfte sich fortan Sir Terry Pratchett nennen. Zwei Jahre später wurde ihm sein eigenes Wappen verliehen. Dieses beinhaltet ein Ankh, eine Morpork-Eule und das Motto „Noli timere Messorem“ – lateinisch für „Fürchte nicht den Sensenmann“. Damit ist es sowohl eine Anspielung auf TOD als auch auf den Song „(Don’t Fear) The Reaper“ der Hardrock-Band Blue Öyster Cult. Das beste Wappen aller Zeiten!
„Alles Sense!“ ist der elfte „Scheibenwelt“-Roman, in dem TOD erneut eine Hauptrolle spielt.

Der Tod ist sicher, das Leben nicht. Nun – er war es. TOD, der Schnitter höchstpersönlich, wurde in den Ruhestand verbannt. Ausrangiert. Strafberentet. Seine Vorgesetzten bedankten sich für seine Dienste, drückten ihm eine Lebensuhr in die knochige Hand und warfen ihn aus seinem heimelig trostlosen Domizil im Nichts. Seitdem staut sich Lebensenergie auf der Scheibenwelt. Es wird nicht mehr ordentlich gestorben. Sehr zum Missfallen derjenigen, die ein friedliches Ende erwarteten. Der greise Zauberer Windle Poons hatte sein Dahinscheiden minutiös geplant. Es gab sogar eine Party! Man stelle sich die Schmach vor, als er kurz darauf erneut in seinem Körper erwacht: untot, aber quicklebendig. Natürlich möchte niemand das hässliche Z-Wort aussprechen, dennoch sind sich alle einig, dass Poons sture Wiederauferstehung vollkommen unangemessen ist. Doch schon bald wird Ankh-Morpork auf die Hilfe der Untoten angewiesen sein, denn während TODs Abwesenheit Chaos stiftet, merkt niemand, dass die Stadt Opfer einer heimlichen Invasion wird…

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Ein Kommentar

Verfasst von - 5. Dezember 2018 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Chloe Neill – Höllenbisse

Die Reihe „Chicagoland Vampires“ von Chloe Neill endet mit Band 13. Traurige Fans kann ich jedoch trösten – es wird eine Spin-Off-Reihe geben. Es ist zwar noch nicht bekannt, ob diese den deutschen Markt erreichen wird, doch zumindest erscheint der erste Band der „Heirs of Chicagoland“ voraussichtlich unter dem Titel „Wild Hunger“ im Juli 2018 in den USA. Nein, ich weiß nicht, um wen es gehen wird. Ich wäre schön dumm, würde ich nachsehen. Ich könnte mich heftig spoilern. Das möchte ich vermeiden, weil ich entschlossen bin, die letzten Bände der „Chicagoland Vampires“ wirklich zu genießen. „Höllenbisse“ ist Band 11, damit fehlen mir nur noch zwei, um die Reihe endlich abzuschließen.

Chicagos Vampire finden keine Ruhe. Nachdem Balthasar Ethan postalisch eröffnete, dass er noch immer am Leben ist, hält sich Ethans grausamer Erschaffer nun in Chicago auf, um einen teuflischen Plan zu verwirklichen. Überzeugt, dass Ethan ihn einst enttäuschte und verriet, beabsichtigt Balthasar, ihm alles zu nehmen, was ihm etwas bedeutet: seine Stadt, Haus Cadogan – und Merit, die gegen die Verzauberung des Meisters machtlos ist. Angreifbar und verletzlich wie nie zuvor muss sich Merit außerdem mit einer Bedrohung auseinandersetzen, die ihre Kompetenzen als Hüterin weit übersteigt. Es scheint, als habe sich eines der Vampirhäuser mit einer mafiösen Organisation eingelassen, die sich der Zirkel nennt und für ihre skrupellosen Machenschaften berüchtigt ist. Welches Interesse könnte das organisierte Verbrechen an Vampiren haben? Merit wird den Eindruck nicht los, dass die Aktivitäten des Zirkels und Balthasars Auftauchen zusammenhängen. Doch wie soll sie die Wahrheit aufdecken, ohne sich selbst, Ethan und ganz Chicago in Gefahr zu bringen?

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Ein Kommentar

Verfasst von - 13. Juli 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Kathy Reichs – Der Tod kommt wie gerufen

„Der Tod kommt wie gerufen“

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Reihe: Temperance Brennan #11

Originaltitel: Devil Bones

Autor: Kathy Reichs

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 366

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453434625

Genre: Krimi & Thriller

ausgelesen am: 11.03.2014

Bewertung:

In meinem letzten Beitrag zu „Knochen zu Asche“ von Kathy Reichs erteilte ich den Rat, zwischen zwei Bänden der Temperance – Brennan – Reihe einige Zeit verstreichen zu lassen, damit deren starres Gerüst nicht ins Gewicht fällt. Wie dieser Beitrag zeigt, habe ich mich ausnahmsweise nicht an meinen eigenen Rat gehalten und direkt begonnen, Band 11 zu lesen. Ich hatte einfach das Gefühl, mit Tempe noch nicht fertig zu sein und wollte einen weiteren ihrer spannenden Fälle kennenlernen. Es war eine impulsive Entscheidung, die ich zwar glücklicherweise nicht bereut habe, es zeigt sich aber deutlich, dass die zeitliche Nähe Auswirkungen auf meine Einschätzung des elften Bandes hat.

In „Der Tod kommt wie gerufen“ ist Tempe gezwungen, sich mit mehreren Morden in Charlotte, North Carolina, auseinander zu setzen, die allem Anschein nach Ritual – Charakter haben. Zuerst wird in einem Keller ein Altar entdeckt, zu dessen Bestandteilen menschliche sowie tierische Knochen gehören. Kurz darauf taucht an einem Strandabschnitt eine Leiche auf, in deren Haut satanische Symbole geritzt sind. Unglücklicherweise ist es weder Tempe noch den ermittelnden Polizisten möglich, die Funde vor der Presse geheim zu halten; so werden diese zu einem gefundenen Fressen für einen lokalen Politiker, der die Öffentlichkeit kurzerhand zu einer Hetzjagd auf die Täter aufruft. In der aufgeheizten Stimmung muss Tempe nun versuchen, den Opfern einen Namen zu geben und herauszufinden, wer die schrecklichen Taten begangen hat.

Ich werde mich hier nicht erneut zu den Charakteren äußern, da der Leser es mit denselben Protagonisten wie bereits zuvor zu tun bekommt und sich diese nicht verändert haben. Der Handlungsverlauf entspricht natürlich grob dem bereits genannten Rahmen, Tempe begibt sich durch die Ermittlungen erneut in Gefahr. Die Details der Handlung unterscheiden sich jedoch stark von „Knochen zu Asche“. Kathy Reichs streift in Band 11 der Temperance – Brennan – Serie mehrere alternative Religionen wie den Wicca – Kult, Santería und Palo Mayombe, was ich zwar als sehr interessant empfand, aber bei mir auch den Eindruck hinterließ, dass „Der Tod kommt wie gerufen“ weniger tief und detailliert ausgearbeitet ist als dessen Vorgänger. Reichs streift diese Religionen eben nur, statt intensiver auf sie einzugehen. Dem Hintergrundwissen gestattet sie zu wenig Raum; die Ermittlung ist wesentlich dominanter. Ich fand das schade, da sie an dieser Stelle einiges Potential verschenkt, das den Roman lehrreich hätte auflockern können. So empfand ich die Aufklärung der Fälle als etwas zu verbissen; eine Tendenz, zu der Tempe als Protagonistin ohnehin neigt. Diese Verbissenheit gipfelt in einer persönlichen Konfrontation zwischen ihr und dem Täter (damit verrate ich sicher nicht zu viel), die ich als völlig unnötig und überflüssig einschätzte. Ich wusste bereits vorher, dass es auf diese Situation hinauslaufen wird, einfach, weil Reichs ihre Romane immer auf diese Weise enden lässt, aber dieses Mal störte es mich. Der direkte Angriff auf Tempe war mir einfach zu weit hergeholt, genau wie ihre permanente Involvierung in die Ermittlungen. Wie stark die freundschaftlichen, kollegialen Bande zwischen ihr und den betreffenden Polizisten auch sein mögen, es erscheint mir nicht realistisch, dass eine forensische Anthropologin zu jeder Hausdurchsuchung und Befragung eingeladen wird. Sie ist eine Spezialistin ohne jegliche polizeiliche Ausbildung, ergo letztendlich auch nur eine Zivilistin, wie wahrscheinlich ist es dann, dass jeder Detective sie diskussionslos in Kontakt mit Verdächtigen kommen lässt? Ansonsten ist die Handlung natürlich spannend wie eh und je, auch das hatte ich nicht anders erwartet. Tempe bekommt von Reichs einige Male die Gelegenheit, ihre weniger angenehmen Charaktereigenschaften zu zeigen; Situationen, die ich persönlich sehr zu schätzen weiß, da sie die Protagonistin menschlich und real werden lassen. Ich bin stets begeistert, wenn Romanfiguren nicht perfekt sind, sondern auch Fehler haben.

Bis zum nächsten Band der Temperance – Brennan – Reihe werde ich definitiv wieder mehr Zeit verstreichen lassen. Die Ähnlichkeit der Entwicklungen zwischen den einzelnen Romanen ist meines Erachtens nach zu frappierend, als dass ich diese nach einer zeitnahen Lektüre einfach ignorieren könnte. Mein Urteil über „Der Tod kommt wie gerufen“ hat dementsprechend ein wenig darunter gelitten, dass ich direkt davor bereits „Knochen zu Asche“ gelesen habe. Es ist ein guter, solider Thriller, dessen Thematik ich an sich sehr genossen habe und den ich ohne Bedenken weiterempfehlen kann. Man darf von Kathy Reichs anscheinend jedoch nicht erwarten, dass sie von der (offenbar funktionierenden) Struktur ihrer Romane abweicht.

(Nächster Band: Temperance Brennan #12 – „Das Grab ist erst der Anfang“ – Kathy Reichs – ISBN: 3453435508 – ACHTUNG: bereits gelesen!)

 
 

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