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Schlagwort-Archive: Band 10

Kim Harrison – Blutsbande

Rezensionsheader Blutsbande

„Blutsbande“ ist für mich der letzte „Rachel Morgan“-Band. Ich breche die Reihe ab. Ich habe wirklich versucht, mit der Protagonistin Rachel auszukommen, aber es funktioniert nicht. Wir passen nicht zusammen. Ein geeigneter Moment, um zurückzuschauen und euch zu erzählen, wie die Reihe entstand. Der erste Band „Blutspur“ begann als Kurzgeschichte, die Kim Harrison schrieb, als sie unter ihrem echten Namen Dawn Cook veröffentlicht werden wollte. Anfang der 2000er war der Kurzgeschichtenmarkt äußerst bizarr. Harrison wusste, dass sie dieses Level niemals erreichen würde, also schrieb sie die merkwürdigste Szene, die ihr einfallen wollte, steckte eine Hexe, einen Pixie und eine Vampirin in eine Bar und wartete ab, was passierte. Ihre Kurzgeschichte trug den Titel „Life is a Bowl of Cereal“ und wurde später das erste Kapitel von „Blutspur“. Obwohl ich es sympathisch finde, dass „Rachel Morgan“ ihren Anfang mit einer Trotzreaktion nahm, hindert es mich dennoch nicht daran, Rachel nun Lebewohl zu sagen.

Endlich ist Rachel Morgan die haltlosen Vorwürfe des Hexenzirkels los. Dummerweise bringt ein offizieller Status als Dämon allerdings haufenweise bürokratische Unannehmlichkeiten mit sich. Rachel darf nicht mal Autofahren. Deshalb überlegt sie nicht lange, als ihr die Inderland Security einen Deal anbietet: hilft sie ihnen dabei, eine grausige Mordserie aufzuklären, bekommt sie ihren Führerschein zurück. Die ritualisierten Morde weisen auf dämonische Aktivitäten hin, Rachel erkennt jedoch schnell, dass die Tatorte inszeniert sind. Nicht von Dämonen, nicht von Inderlandern, sondern von Menschen. Eine radikale Hassgruppe entführt Hexen und experimentiert mit ihnen, um einen Weg zu finden, alle Übernatürlichen vom Antlitz der Erde zu tilgen. Bisher ohne Erfolg. Bisher. Denn jetzt, da Rachel die Ermittlungen übernommen hat, befindet sich die eine Zutat, die dazu beitragen könnte, alle Inderlander auszulöschen, in greifbarer Nähe: Rachels Blut …

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Chloe Neill – Auf den letzten Biss

2016-12-28-neill-auf-den-letzten-biss

Es ist offiziell. „Chicagoland Vampires“ endet mit Band 13, der am 25. August 2017 unter dem Titel „Ein Biss von dir“ erscheinen wird. Angesichts dieser Neuigkeiten möchte auch ich etwas verkünden: ich werde die Reihe bis zum bitteren Ende durchziehen. Ich habe lange mit mir gehadert und bin skeptisch, ob sich diese Entscheidung auszahlen wird, aber ein Teil von mir ist überzeugt, ich bin es Merit einfach schuldig, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet, nachdem ich sie jahrelang begleitet habe. So kurz vor Schluss möchte ich nicht mehr abbrechen. Ich will wissen, wie es ausgeht. Nach „Auf den letzten Biss“ liegen noch drei Bände vor mir. Ein Leseziel für 2017 ist damit gesetzt.

Chicago ist zur Ruhe gekommen. Nach wochenlangen Ausschreitungen hat sich die Lage endlich entspannt. Doch die Beziehungen zwischen Menschen und Übernatürlichen sind noch immer schwierig, der Frieden empfindlich. Als Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird, befürchtet sie das Schlimmste. Das Opfer wurde mit Katanas durchbohrt. Alles deutet auf einen Vampirangriff hin. Erst eine genauere Untersuchung zeigt, dass die Hinrichtung lediglich aussehen soll, als wären Vampire dafür verantwortlich. Versucht jemand, die Vampirgemeinschaft in Verruf zu bringen und so das sensible Gleichgewicht der Stadt erneut zu stören? Merit möchte den Ermittler_innen helfen, kann jedoch kaum mehr tun, als ihnen beratend zur Seite zu stehen, denn die Belange Cadogans verlangen ihre Aufmerksamkeit. Seit Ethan den Vorsitzenden des Greenwich Presidium herausforderte und sich selbst auf den Posten bewarb, wird er bedroht und erpresst. Es ist Merits Aufgabe, ihren Meister und Geliebten zu schützen, nur wird sie das Gefühl nicht los, dass er ihr etwas Bedeutsames verschweigt. Ist ihre Liebe stärker als die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit?

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12 Kommentare

Verfasst von - 13. Januar 2017 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Kathy Reichs – Knochen zu Asche

„Knochen zu Asche“

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Reihe: Temperance Brennan #10

Originaltitel: Bones to Ashes

Autor: Kathy Reichs

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

Verlag: Blanvalet

Sprache: Deutsch

ISBN: 3442372836

Genre: Krimi & Thriller

ausgelesen am: 08.03.2014

Bewertung:

 

Kathy Reichs‘ Temperance – Brennan – Reihe verfolge ich schon seit einigen Jahren. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ungläubig und begeistert ich war, als ich meinen ersten Roman aus dieser Serie las. Noch nie war mir eine Autorin untergekommen, die sich erstens nicht ausschließlich auf die Ermittlungsarbeit der Polizei konzentrierte und zweitens so viel Wissen in eine spannende Geschichte verpackte. Sie war die erste, die mir erklärte, wie die Forensik funktioniert und hat mich dementsprechend ehrlich bereichert.

In Band 10 „Knochen zu Asche“ bearbeitet Tempe als forensische Anthropologin einen Fall, der sehr persönliche Ausmaße annimmt: in ihrer frühen Jugend verlor sie unvermittelt den Kontakt zu ihrer Freundin Évangéline; nun liegt eine Leiche auf ihrem Untersuchungstisch, die diese Erinnerung äußerst bildhaft zurückbringt. Ist es möglich, dass es Évangéline ist, die vor 40 Jahren verschwand? In welcher Weise steht die Leiche des jungen Mädchens mit den anderen verschwundenen Mädchen in Montreal in Verbindung? Tempe beginnt zu ermitteln und begibt sich damit in höchste Gefahr…

Alle Temperance – Brennan – Romane sind auf gewisse Weise schematisch. In der Regel engagiert sich Tempe in jedem Buch ein bisschen zu sehr und gerät dadurch in Gefahr. „Knochen zu Asche“ ist da keine Ausnahme; wieder einmal muss die Forensikerin um ihr Leben fürchten. Obwohl der Rahmen der Bände starr ist, lese ich sie unglaublich gern, weil die Fälle so ungewöhnlich sind und ich Tempe einfach mag. In „Knochen zu Asche“ bezieht sich der Fall auf die Geschichte Akadiens, ein Gebiet in Kanada, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte, trotz meines ausbildungsbedingten Wissens über die nordamerikanische Kolonialgeschichte. So konnte ich wieder einmal etwas lernen während des Lesens, zusätzlich zu den verschieden anthropologischen Untersuchungen, die Reichs in jedem Roman detailliert beschreibt. Diesen wissenschaftlichen Aspekt muss man natürlich mögen, um die Geschichten rund um Tempe uneingeschränkt genießen zu können; genauso, wie man Tempes Charakter entweder mag oder eben nicht. Sie ist eine intelligente, ehrgeizige, sarkastische (fast schon zynische) Frau, die zu impulsiven Reaktionen neigt und sich schnell in ihren Fällen emotional verstrickt. Ihre Arbeit nimmt einen so wichtigen Stellenwert in ihrem Leben ein, dass ihr Privatleben des Öfteren zu kurz kommt. Für Quereinsteiger ist das sehr positiv; da ihre persönlichen Belange eher am Rande stattfinden, findet man sehr schnell einen Zugang zu „Knochen zu Asche“ und all den anderen Bänden. Trotz dessen lernt der Leser sie durch die Ich-Erzählperspektive gut kennen; man wird auf Augenhöhe in ihre Gedanken einbezogen. Ein Highlight ist dabei für mich jedes Mal Tempes Humor, ich liebe ihren trockenen Witz. In „Knochen zu Asche“ ist die Identifikation mit ihr in meinen Augen auch besonders leicht, da die Frage nach Évangélines Schicksal für Tempe eine Herzensangelegenheit ist.

Abschließend kann ich sagen, dass mir Kathy Reichs erneut ein paar schöne Lesestunden beschert hat. Natürlich verhält sich Tempe zum Teil irrational und überstürzt; eine Kritik, die ich nun schon oft von anderen Lesern der Romane gelesen habe. Für mich war das jedoch nie hinderlich, auch in „Knochen zu Asche“ nicht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir in der Regel zwischen zwei Kathy – Reichs – Romanen viel Zeit lasse, daher fällt es mir leicht, über bestimmte Kritikpunkte einfach hinweg zu sehen. Diese Vorgehensweise möchte ich als Rat an Interessierte weitergeben. Das starre Schema der Temperance – Brennan – Reihe fällt kaum ins Gewicht, wenn man sie nicht direkt nacheinander liest. Dann bleibt genau das übrig, was mich dazu bewegt, Tempe immer wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten: ein spannender und ungewöhnlicher Kriminalfall, ein hoher Lerneffekt und eine intelligente Protagonistin, die mit viel Witz und Charme überzeugt.

(Nächster Band: Temperance Brennan #11 – „Der Tod kommt wie gerufen“ – Kathy Reichs – ISBN: 3453434625)

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 12. März 2014 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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