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Schlagwort-Archive: Band 1

Sarah Beth Durst – The Queen of Blood

Die Autorin Sarah Beth Durst kenne ich schon sehr lange. Es mag locker um die 15 Jahre her sein, dass ich ihren Jugendroman „Ivy: Steinerne Wächter“ gelesen habe. Diese Geschichte, die in der ehrwürdigen Princeton University spielt, die Durst selbst besuchte, bezauberte mich damals. Trotzdem habe ich mich nie veranlasst gesehen, zu überprüfen, was sie sonst noch geschrieben hat. Sie geriet in meinem Kopf in Vergessenheit. Erst im Juli 2017 rief sie mir der Zufall wieder in Erinnerung: Ich stolperte über ihren High Fantasy – Trilogieauftakt „The Queen of Blood“. Neugierig, ob sie meinem Lieblingsgenre gewachsen ist, beschloss ich, dem ersten Band der Trilogie „The Queens of Renthia“ eine Chance zu geben.

Seit ihrer Kindheit bewegt Daleina nur ein Wunsch: Sie möchte ihrem Volk helfen, es schützen und bewahren. Die Menschen ihrer Heimat Aratay respektieren die Gesetze des Waldes, der bis an die Grenzen des Reiches reicht. Doch überall – in den Baumkronen, am Boden, in der Luft – teilen sie ihr Leben mit boshaften, blutrünstigen Elementargeistern, die die Menschheit aus tiefstem Herzen hassen. Als junges Mädchen wurde Daleina Zeugin eines furchtbaren Massakers, das allein ihre Familie überlebte. Sie schwor, nicht zuzulassen, dass sich ihre Tragödie andernorts wiederholt. Obwohl ihre Fähigkeiten zur Kontrolle der Elementare vergleichsweise schwach sind, erkämpfte sie sich mit harter Arbeit einen Platz unter den Anwärterinnen auf den Thron. Aratays Königin ist das Schild ihres Volkes. Ihr Wille legt den Elementaren Ketten an. Ihre Macht ist absolut. Aber Macht hat ihren Preis. Daleina entdeckt, dass die amtierende Königin ein schreckliches Geheimnis hütet. Sie muss sich entscheiden: Ist sie bereit, Blut zu vergießen, um ihren Schwur einzuhalten?

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John Scalzi – Old Man’s War

Angeblich entschied ein Münzwurf, dass John Scalzi Science-Fiction-Autor wurde. Als er beschloss, eine Karriere als Schriftsteller zu verfolgen, wollte er Literatur verfassen, die er selbst las und liebte. Für ihn bedeutete das entweder Science-Fiction oder Mystery. Er warf eine Münze: Kopf für Science-Fiction, Zahl für Mystery. Die Münze zeigte Kopf. Ist diese Anekdote wahr, kann man seinen Münzwurf wohl zu Recht als schicksalhaft bezeichnen. Scalzi wurde einer der erfolgreichsten Sci-Fi-Schrifsteller_innen der Moderne, dessen Romane mit zahlreichen Nominierungen und Preisen ausgezeichnet wurden. Sein erstes traditionell veröffentlichtes Buch war „Old Man’s War“, das mich mit der Idee einer Armee im Rentenalter vom Kauf überzeugte.

An seinem 75. Geburtstag erledigt John Perry zwei Dinge. Erst verabschiedet er sich an ihrem Grab von seiner Frau Kathy. Dann verabschiedet er sich von seinem Planeten. Bereits vor 10 Jahren entschieden John und Kathy, dass sie der CDF beitreten würden. Kathy starb, bevor sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen konnte, doch John will an ihrem Plan festhalten. Er wird Soldat. Die CDF ist eine private Militärfirma, die die Kolonien der Erde im Weltall verteidigt. Nach allem, was man hört, sind die Kämpfe brutal, blutig und zahlreich. Niemand weiß etwas Genaues. Bekannt ist, dass die CDF keine jungen Menschen rekrutiert. Sie verpflichten ausschließlich Menschen im Ruhestand, die Jahrzehnte an Lebenserfahrung und Wissen vorweisen können. Wer sich einschreibt, dient mindestens zwei Jahre. Dafür schenkt die CDF ihren Soldat_innen etwas Unbezahlbares: Sie macht sie wieder jung. Überlebt man die Dienstzeit, erhält man ein hübsches kleines Grundstück auf einer friedlichen Kolonie. Für John klingt das wie ein guter Deal. Ohne zu wissen, was ihn erwartet, beginnt er ein Abenteuer, das ihn weit von seiner Heimat fortführt – und von dem Menschen, der er glaubte zu sein.

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Verfasst von - 9. Februar 2021 in Rezension, Science-Fiction

 

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Anna Sheehan – A Long, Long Sleep

Rezensionsheader von "A Long, Long Sleep" von Anna Sheehan

Habt ihr euch je gefragt, was mit Dornröschen passierte, nachdem sie aus ihrem magischen Schlaf erwachte? Das traditionelle Märchen verrät uns nicht, wie die verfluchte Prinzessin ihr 100-jähriges Nickerchen verkraftete, sondern deutet lediglich an, dass sie glücklich wurde. Wie ihr das gelang, nachdem sie ein ganzes Jahrhundert verschlief, während sich die Welt außerhalb ihres Schlosses weiterdrehte, verschweigt es. Betrachtet man ihre Lage realistisch, müsste die Gute traumatisiert sein und unter einem gewaltigen Schock leiden. Wie schwer es für Dornröschen wäre, dieses Trauma zu überwinden, untersucht Anna Sheehan in ihrem Debütroman „A Long, Long Sleep“, der dort beginnt, wo das Märchen aufhört.

Rose schlief und als sie erwachte, war die Welt eine andere. Zweiundsechzig Jahre verbrachte die 16-Jährige in Stasis. Sie verschlief die Dunklen Zeiten, in denen eine Serie globaler Katastrophen die Menschheit beinahe auslöschte. Sie verschlief den Tod ihrer Eltern und ihrer großen Liebe Xavier. Sie hätte geweckt werden sollen, aber irgendetwas ging schief. Allein der Zufall riss sie aus ihrem künstlichen Schlummer: Der ebenfalls 16-jährige Brendan entdeckte ihre Stasis-Kapsel im Keller und öffnete sie. Nun muss sich Rose allein in einer fremden Realität zurechtfinden, während jeder ihrer Schritte mit Argusaugen beobachtet wird. Denn sie ist nicht nur das bizarre Dornröschen, über das die Öffentlichkeit tuschelt und tratscht, sie ist auch die Alleinerbin von UniCorp, des gigantischen, interplanetarischen Unternehmensimperiums ihrer Eltern. Verwirrt und einsam klammert sich Rose an Brendan, der ihr seltsam vertraut erscheint. Doch als sie Opfer mehrerer Anschläge wird, muss sie lernen, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen. Sie muss herausfinden, wer ihren Tod will und warum. Haben die Attentate mit UniCorp zu tun? Oder geht es um das Geheimnis ihrer Eltern – das Geheimnis, das sie Jahrzehnte ihres Lebens kostete?

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Laini Taylor – Strange the Dreamer

Laini Taylor wollte immer Schriftstellerin werden. Sie zog nie in Betracht, etwas anderes mit ihrem Leben anzustellen und hatte keinen Plan B. Trotzdem erschien ihr erster Roman erst, als sie bereits 35 Jahre alt war. Obwohl sie immer wusste, dass sie schreiben wollte, kostete es sie viel Zeit, herauszufinden, was sie schreiben wollte. In jungen Jahren verfasste sie hauptsächlich Fantasy, wich jedoch davon ab, nachdem sie das College abschloss. Sie sagt, dass sie versnobt war und versuchte, „literary fiction“ zu produzieren, sich dabei aber nie wohlfühlte. Erst Ende der 1990er fand sie durch „Harry Potter“ zu ihren Wurzeln zurück. Wir verdanken J.K. Rowling also eine der besten Autor_innen fantastischer Jugendfiktion, deren Roman „Strange the Dreamer“ nach dem Erfolg ihrer „Daughter of Smoke and Bone“-Trilogie mit Spannung erwartet wurde.

Schon immer träumt Lazlo Strange von einer wunderschönen, fernen Stadt. Einer strahlenden, schillernden Stadt der Wunder, einer Oase mitten in der Wüste. Jahrhundertelang erzählten Handlungsreisende zauberhafte Geschichten über das exotische Juwel, das nur Ausgewählte betreten durften. Dann blieben die Karawanen plötzlich aus. Die Geschichten versiegten. Niemand wusste, was geschehen war. Aber für einen kleinen Waisenjungen blieb die Stadt ein Mysterium voller Abenteuer, durch die er das strenge Mönchskloster auf den Schwingen seiner Fantasie verlassen konnte. Bis der Stadt ihr Name gestohlen wurde. Plötzlich war alles, was aus Lazlos Mund kam, verzweifelter Kummer: Weep. Der kleine Junge spielte nie wieder und verschloss seine Träume tief in sich selbst. Viele Jahre später träumt Lazlo noch immer. Er träumt davon, Antworten zu finden und Weep mit eigenen Augen zu sehen. Als überraschend eine Gesandtschaft aus Weep eintrifft und um Hilfe bittet, ist Lazlos Chance gekommen. Mutig schließt er sich ihnen an, um die Geheimnisse der verlorenen Stadt zu lüften. Doch der Traum wählt den Träumer und Lazlos Traum hat gerade erst begonnen…  

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Verfasst von - 23. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Anne McCaffrey – Dragonflight

Anne McCaffrey war eine Vorreiterin weiblicher Fantasy und Science-Fiction. Als erste Frau überhaupt gewann sie 1968 den prestigeträchtigen Hugo Award für ihre Kurzgeschichte „Weyr Search“. Nur ein Jahr später konnte sie den ebenso populären Nebula Award für die Kurzgeschichte „Dragonrider“ daneben stellen. Die beiden Geschichten, die jeweils auf dem fernen Planeten Pern spielen, begründeten jedoch nicht nur ihr Ansehen innerhalb ihres Berufsstandes, sie waren auch der Ausgangspunkt ihres weltweiten Erfolgs. 1968 kombinierte McCaffrey „Weyr Search“, „Dragonrider“ und eine weitere Geschichte namens „Crack Dust, Black Dust“ zu dem Roman „Dragonflight“, dem ersten Band der Reihe „The Dragonriders of Pern“, die heute 25 vollwertige Romane und zwei Kurzgeschichtensammlungen umfasst (Stand: 2018). Sie war eine Pionierin des Genres – „Dragonflight“ in meine Bibliothek aufzunehmen, war für mich daher völlig selbstverständlich.

Einst waren die Drachenreiter_innen auf dem menschlich kolonisierten Planeten Pern hoch angesehen. Sie wurden verehrt und respektiert, denn sie sind die einzigen, die die Fäden abwehren können – tödliche, verheerende Sporen, die etwa alle 200 Jahre vom Nachbarplaneten auf Pern niedergehen. Doch der letzte Fadenfall liegt lange zurück und die Menschen vergaßen, dass sie den Schutz der Drachenreiter_innen brauchen. Jetzt sind die meisten Weyr-Festungen verlassen. Der nächste Fall naht und sie sind zu wenige, um ganz Pern zu verteidigen. All ihre Hoffnungen ruhen auf einer jungen Frau. Als der Drachenreiter F’lar das gewaltige Potential entdeckt, das in Lessa schlummert, begreift er, dass sie das Schicksal ihrer Heimat entscheiden könnte. Er überzeugt sie, am Ritual der Prägung teilzunehmen, in dem Drachen ihre Gefährt_innen auswählen. Sobald Lessa in die Facettenaugen der frisch geschlüpften goldenen Drachenkönigin Ramoth blickt, ist es um sie geschehen. Niemand wird sie jemals trennen können. Gemeinsam werden sie die Fesseln von Zeit und Raum hinter sich lassen und das Unmögliche versuchen: die Rettung Perns.

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Kai Meyer – Die Fließende Königin

Der „Merle-Zyklus“ zählt zu Kai Meyers populärsten Werken. Die Reihe, die als Trilogie seit 2002 als abgeschlossen galt, 2019 aber eine späte Fortsetzung erhielt, wurde innerhalb kürzester Zeit in ca. 25 Sprachen übersetzt und sogar bis nach Japan exportiert. Meyer und sein Verlag Loewe waren selbst überrascht, wie gut sich die Bücher international verkauften und das, obwohl der 2001 erschienene erste Band „Die Fließende Königin“ eine Art Gegenentwurf zur „Harry Potter“-Reihe darstellte, die damals ihren legendären Hype erfuhr. Loewe hatte Meyer gebeten, eine Fantasy-Jugendtrilogie zu verfassen; der Autor erklärte sich dazu bereit, wollte aber ausdrücklich weder einen „Harry Potter“-Verschnitt noch Tolkien-Fantasy schreiben. Loewe war einverstanden – das Konzept ging auf und der „Merle-Zyklus“ entwickelte sich zu einem deutschen Welterfolg.

Einst war Venedig eine funkelnde Metropole voller Magie. Meerjungfrauen planschten in den Kanälen, Zauberei flirrte durch die verschlungenen Gassen und steinerne geflügelte Löwen flogen über die Dächer. Nach 30 Jahren der Belagerung ist vom Glanz der Vergangenheit allerdings nicht viel geblieben. Allein die Macht der Fließenden Königin hindert die Ägypter daran, die Stadt einzunehmen. Sie ist das Flüstern der Wellen, die Kraft der Strömung – und manchmal bewahrt sie kleine Mädchen vor dem Ertrinken. Merle war noch ein Baby, als sie in einem Weidenkorb auf dem großen Kanal ausgesetzt wurde. Im Waisenhaus lernte sie früh, dass die Welt für Kinder wie sie wenig Güte bereithält. Sie ist dankbar, mit 14 Jahren eine Lehrstelle bei dem berühmten Spiegelmacher Arcimboldo zu erhalten. Niemals hätte sie sich träumen lassen, dass das Schicksal Venedigs auf ihren Schultern lasten könnte. Kurz nach Beginn ihrer Lehre erfährt sie zufällig von einer Verschwörung gegen die Fließende Königin und plötzlich ist Merle die Einzige, die zwischen ihrer Heimat und den Ägyptern steht. Kann ein Waisenmädchen eine ganze Stadt retten?

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Kat Zhang – What’s Left Of Me

Die texanische Autorin Kat Zhang war gerade mal 19 Jahre alt, als sie ihren Debütroman „What’s Left Of Me“ an HarperCollins verkaufte. Mit dem Schreiben des Trilogieauftakts der „Hybrid Chronicles“ begann sie im Winter ihres Abschlussjahrs an der High-School, stellte ihren ersten Entwurf im Frühling als Studienanfängerin fertig und überarbeitete das Manuskript bis in den Sommer hinein. Kurz darauf fand sie eine Agentin und nur etwa einen Monat später unterschrieb sie ihren Vertrag. Es geschieht selten, dass einer jungen Schriftstellerin so unkompliziert Zutritt zum Buchmarkt gewährt wird. Offenbar waren alle Beteiligten von ihrer Idee einer Welt, in der alle Menschen mit zwei Seelen geboren werden, überzeugt.

Drei Jahre ist es her, dass Eva zuletzt ihren Namen hörte. Immerzu ist es Addies Name, mit dem sie angesprochen werden, denn niemand ahnt, dass Eva noch existiert. Alle glauben, dass sie verschwand, als Addie die Kontrolle über ihren Körper übernahm. Die dominante Seele setzt sich durch, die rezessive Seele verblasst, das ist der Lauf der Natur. Aber Eva konnte nicht loslassen. Sie wollte leben. Heute ist sie eine Gefangene in ihrem Körper, unfähig, zu sprechen oder zu handeln. Addie und Eva wissen, dass niemals herauskommen darf, dass sie sich weiterhin einen Körper teilen. Hybride wie sie werden von der Regierung erbarmungslos gejagt. Deshalb sind sie zutiefst verängstigt, als ihre Freundin Hally/Lissa und ihr älterer Bruder Ryan/Devon ihr Geheimnis entdecken. Doch statt sie zu verraten, bieten die hybriden Geschwister Eva an, ihr wieder beizubringen, ihren Körper zu steuern. Die Verlockung ist unwiderstehlich. Evas Traum von Freiheit platzt, als sie auffliegen und in eine Regierungseinrichtung gebracht werden. Dort erfahren sie, was wirklich mit Hybriden geschieht. Können sie fliehen, bevor sie dasselbe Schicksal ereilt?

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Snorri Kristjánsson – Swords of Good Men

Ich habe eine etwas schwierige Vorgeschichte mit Wikinger-Romanen. Als ich 2015 begann, mich in diesem Subgenre herumzutreiben, hoffte ich, endlich meine Tür zur historischen Fiktion zu finden. Leider waren diese Experimente nicht von Erfolg gekrönt. Deshalb beschloss ich, mich für einen letzten Versuch in die Hände eines echten Nordmannes zu begeben: Snorri Kristjánsson, ein in Island geborener Schriftsteller, der einige Jahre in Norwegen lebte, bevor er mit seiner Frau nach Schottland zog. Sein Debütroman „Swords of Good Men“ sollte es besiegeln – entweder, er würde mich für die Wikinger gewinnen oder verlieren.

Nach zwei Jahren auf Reisen mit seinem Cousin Geiri Alfgeirsson zieht es Ulfar Thormodsson zurück nach Schweden. Noch eine letzte Station müssen sie absolvieren, bevor sie heimkehren: die westnorwegische Hafenstadt Stenvik, deren Fürst Sigurd Aegisson dem norwegischen König Olav Tryggvason die Treue schwor. König Olav ist ein fanatischer Anhänger des Weißen Christengottes und entschlossen, sein Reich bis zum letzten Mann zu missionieren, notfalls mit dem Schwert. Seine Armee nähert sich Stenvik von Osten; er plant, den Hafen einzunehmen, um seinen Feldzug fortzuführen. Von ihrem Lehnsherrn haben die Männer und Frauen nichts zu befürchten – wohl aber von dem Bund legendärer Krieger, der schwor, die alten Götter und Gebräuche zu bewahren. Angeführt von einer mysteriösen Frau mit rätselhaften Kräften segeln sie mit über 60 Schiffen nach Stenvik, um die Stadt zu erobern und Olavs Armee aufzulauern. Plötzlich finden sich Ulfar, Geiri und ganz Stenvik in einer brutalen Belagerung wieder und müssen ausharren, bis König Olavs Truppen eintreffen. Doch Zwietracht und Verrat schwächen die Reihen der Verteidiger, bis nicht mehr eindeutig ist, ob der Feind vor den Mauern steht – oder dahinter.

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Eleanor Herman – Legacy of Kings

Eleanor Herman ist eine ausgebildete Historikerin, deren populärwissenschaftliches Werk „Sex with Kings: 500 Years of Adultery, Power, Rivalry and Revenge“ die Bestsellerliste der New York Times stürmte. Etwa 10 Jahre später wagte sie mit „Legacy of Kings“ ihren ersten Ausflug in die historische Jugendfiktion. Dabei handelt es sich um den Auftakt der vierteiligen Reihe „Blood of Gods and Royals“, die den Aufstieg Alexander des Großen thematisiert. Obwohl Alexanders Leben gut dokumentiert ist, ist beinahe nichts über seine Jugend bekannt, bevor er mit 20 Jahren den Thron Makedoniens bestieg. Herman nutzte sich diese Lücke aus und ersann eine Variante dieses geheimnisvollen Kapitels seiner Biografie, in der Magie und historische Fakten Hand in Hand gehen.

Unter König Philipp II. entwickelte sich Pella zum Juwel Makedoniens. 340 v. Chr. ist die Hauptstadt das pulsierende Zentrum einer starken Nation und Austragungsort des Blutturniers, in dem sich die besten Kämpfer der Provinzen messen. Der Sieger wird in die Elitegarde des Königs aufgenommen. Der 17-jährige Jacob wurde auserwählt, Erissa in den Spielen zu vertreten. Er begrüßt diese Ehre und die Chance, sein Leben selbst in die Hände zu nehmen. Seine beste Freundin Katerina hingegen sorgt sich, dass er in Pella nur den Tod finden wird. Trotzdem folgt sie ihm auf seiner Reise, denn sie hat eine Aufgabe zu erfüllen, die sie ebenso fürchtet wie herbeisehnt: sie muss die Königin töten. Doch in Pella angekommen erkennen Jacob und Kat, dass die Stadt ein Schlangennest voller Intrigen, Verrat und dunkler Magie ist. Als ihnen der junge Prinz Alexander und sein Gefährte Hephaistion begegnen, hält das Schicksal den Atem an. Eines Tages wird Alexander der Große in die Geschichte eingehen. Gemeinsam werden sie den Lauf der Welt verändern.

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V.E. Schwab – A Darker Shade of Magic

„A Darker Shade of Magic“, der erste Band der Trilogie Shades of Magic”, von Victoria „V.E.“ Schwab erzählt eine multidimensionale Geschichte, die in drei verschiedenen, durch Magie verbundene Versionen von London spielt. Schwab wird oft gefragt, warum sie ausgerechnet die britische Hauptstadt als Setting auswählte. Sie erklärt ihre Entscheidung damit, dass London eine Stadt ist, in der Historie lebendig ist und „die Zeitalter, wie die Schichten einer Torte, übereinander liegen“. Außerdem versteht sie die gesamte Trilogie als einen Liebesbrief an „Harry Potter“ und wir alle wissen, wie wichtig London im Potterversum ist. Magie und die Idee einer Realität in Schichten – besser kann man „A Darker Shade of Magic“ eigentlich nicht zusammenfassen.

Im Universum gibt es drei bekannte Dimensionen. Jede ist einzigartig, aber eines haben sie alle gemeinsam: in jeder Dimension existiert eine Stadt namens London. Magische Ankerpunkte verbinden die Städte und erlauben Antari wie Kell, zwischen ihnen zu reisen. Um sie auseinanderhalten zu können, ordnete Kell ihnen Farben zu. Im grauen London ist Magie so gut wie ausgetrocknet. Im roten London, Kells Heimat, schwingt sie harmonisch mit dem Leben, wird geehrt und geachtet. Im weißen London dient Magie als unwillige Sklavin der Menschen, unterworfen und gefesselt. Einst gab es ein viertes London. Das schwarze London. Doch es ist lange her, dass alle Portale dorthin zerstört und strenge Regeln erlassen wurden, um zu verhindern, dass die anderen Dimensionen dasselbe Schicksal ereilt. Als eines dieser Gesetze gebrochen wird, ist Kell der einzige, der eine Katastrophe verhindern kann. Mithilfe der jungen Abenteurerin Lila aus dem grauen London stellt er sich der Bedrohung. Können sie verhindern, dass die Dimensionen verschlungen werden?

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Verfasst von - 21. April 2020 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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