RSS

Schlagwort-Archive: Auswahl

Gutes kommt dreifach ODER Warum es wundervoll ist, eine Buchbloggerin zu sein

Hallo ihr Lieben! 🙂

Geht euch eigentlich auch manchmal durch den Kopf, wie großartig es ist, Buchblogger_in zu sein? An manchen Tagen kann ich einfach nicht fassen, wie viele Türen mir das Schreiben von Rezensionen öffnet. Ich habe Kontakt zu tollen Menschen, die meine größte Leidenschaft teilen. Ich bekomme Bücher geschenkt und muss dafür nichts weiter tun, als meine Meinung niederzuschreiben, was ich ja ohnehin tun würde. Wenn ich wollte, könnte ich die deutschen Buchmessen als Fachbesucherin besichtigen. Das alles ist einfach fabelhaft und deshalb kümmert es mich nicht, dass Buchblogger_innen immer wieder belächelt und kritisiert werden, wie kürzlich von Samuel Hamen in der ZEIT. Doch das vermutlich Beste an meinem Dasein als Buchbloggerin ist der Austausch mit den Autor_innen.

Gestern hatte ich einen phänomenalen Tag und diesen verdanke ich drei tollen Autoren, die mich sehr glücklich gemacht haben und mich erneut schätzen ließen, wie außergewöhnlich die spezielle Beziehung zwischen Schriftsteller_innen und Blogger_innen ist. Dieser Beitrag feiert das respektvolle Miteinander, das ich gestern erleben durfte und heute mit euch teilen möchte.

👉 Weiterlesen

Advertisements
 
6 Kommentare

Verfasst von - September 1, 2017 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Erfahrungsbericht zum Reread von Harry Potter und Der Orden des Phönix

Der Tod der Unschuld

Erinnert ihr euch daran, dass zwischen der Veröffentlichung des vierten Bandes der „Harry Potter“ – Reihe, „Harry Potter und Der Feuerkelch“ (zum Erfahrungsbericht geht es HIER lang), und des fünften Bandes „Harry Potter und Der Orden des Phönix“ 3 Jahre vergingen? Ich nicht. Ich habe das Gefühl, ich müsste diese lange Wartezeit irgendwo in meinem Gedächtnis abgespeichert haben, aber vermutlich interessierten mich in dieser Zeitspanne andere Dinge einfach mehr.
Als „Der Orden des Phönix“ am 08. November 2003 in Deutschland erschien, war ich 14 Jahre alt. Was für ein Alter. Meine ganze Welt war im Begriff, sich zu verändern, weil ich mich veränderte. Ich verabschiedete mich spontan von meinen langen schwarzen Haaren auf der linken Seite meines Kopfes und ließ mir – lange, bevor es modern wurde – von einem Kumpel einen Halfcut rasieren. Ich trug mein erstes Paar Springerstiefel. Ich versuchte mich an der Rebellion der Jugend; wollte frei, wild und unabhängig sein. Die Punker-Szene zog mich magisch an, ich wollte unbedingt dazu gehören. Kein Jahr mehr und ich würde mein Elternhaus verlassen, um bei meinem damaligen Freund zu wohnen.

Dass Harry in dieser chaotischen Phase meines Lebens überhaupt seinen Platz hatte, ist ein kleines Wunder. Lesen war in den Kreisen, in denen ich mich bewegte, nicht hoch angesehen. Ich konnte diese Leidenschaft mit niemandem teilen. Ich verschwieg meine Liebe zum geschriebenen Wort nicht, aber ich erwähnte sie meiner Erinnerung nach nur sehr, sehr selten. Für mich war (und ist) Lesen selbstverständlich, etwas, das ganz natürlich zu mir gehörte. Ich musste nicht darüber sprechen und vielleicht habe ich einfach angenommen, dass all meine verrückten Freunde zu Hause auch lesen würden. Rückblickend weiß ich, dass das nicht der Fall war. Als Bücherwurm war ich in der Punker-Szene eine Kuriosität. Ich denke, es ist gut, dass mir das damals nicht bewusst war. Andernfalls hätte ich dieses Hobby eventuell aufgegeben, weil ich geglaubt hätte, dass sich das für eine richtige Punkerin nicht schickt. Die Anerkennung meines Umfelds war mir in diesem Alter so wichtig, dass ich bereit gewesen wäre, mich zu verbiegen. Wer weiß, wann und ob ich diesen Bestandteil meiner Persönlichkeit und Identität wiederentdeckt hätte. Die typisch jugendliche Eigenschaft, von sich auf andere zu schließen, diese blinde Ignoranz anderer Lebensweisen, bewahrte mich davor, zu vergessen, wie viel mir das Lesen bedeutet. Sie bewahrte mich davor, Harry zu vergessen.

Nichtsdestotrotz erinnere ich mich leider überhaupt nicht daran, in welcher Situation mir „Der Orden des Phönix“ das erste Mal begegnete. Ich weiß nicht, ob ich den Veröffentlichungstermin herbeisehnte, ob ich den fünften Band kurz darauf bekam oder länger warten musste. All diese Eindrücke prägten sich nicht tief genug ein, weil mein Leben damals voller Neuheiten und (subjektiver) Abenteuer war. Ich war abgelenkt. Ich finde das heutzutage schade, aber ich kann mir verzeihen. Es macht nichts, dass ich nicht mehr weiß, unter welchen Umständen ich den fünften Band das erste Mal las, denn ich erinnere mich sehr wohl an die Gefühle meines 14-jährigen Ichs während der ersten Lektüre – ich mochte ihn nicht besonders. Im Ernst. Kein Spaß. Natürlich handelte es sich dabei um Jammern auf hohem Niveau, schließlich ist es ein Potter und somit automatisch ein gutes Buch, doch ich erinnere mich, dass ich mich mit der Düsternis in „Der Orden des Phönix“ nicht wohl fühlte. In meinem persönlichen Ranking der Reihe stand er immer ganz unten.

Seit dem Tag, an dem Marina aka DarkFairy und ich 2016 begannen, alle „Harry Potter“ – Bände noch einmal zu lesen, vermutete ich, dass ich „Der Orden des Phönix“ als Erwachsene anders bewerten würde. Ich war von Anfang an überzeugt, dass sich meine Meinung wandeln würde. Als wir uns zum fünften Band vorgelesen hatten, war ich deshalb besonders gespannt, wie dieser auf mich wirken würde. Ich war bereit, neue Erinnerungen zu schaffen.

Read the rest of this entry »

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Die Krux mit dem SuB?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Passend zur Halbzeit im Spiel Green Bay Packers vs. Dallas Cowboys ist bereits die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja online, sodass ich die Pause sinnvoll nutzen kann. Und ja, ich bin eher Käsekopf als Kuhmädel. 😀

Fühlst du dich hin und wieder von deinem SuB gestresst oder gefällt es dir immer viel Auswahl da zu haben?

Ich freue mich sehr über die heutige Montagsfrage, weil das Thema in den letzten Wochen und Monaten irgendwie ständig aufkam. Offenbar bin ich eine Rarität unter den Buchblogger_innen: mir ist die Höhe meines SuBs vollkommen wurscht und ich verstehe auch nicht, warum das eine Rolle spielen sollte. Wieso sollte ich keine neuen Bücher kaufen dürfen, nur, weil ich noch nicht jedes Buch auf meinem SuB gelesen habe? Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Mir ist bis heute kein plausibler Grund eingefallen. Schließlich werden Bücher nicht schlecht. Sie sind geduldig. Es ist meiner Meinung nach absolut unwichtig, ob sie nun einen Monat oder 20 Jahre in meinem Regal darauf warten, gelesen zu werden und wie viele es sind.

>>> Weiterlesen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Montagsfrage: Jahreszeitliches Lesen?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe gerade mal nachgesehen, läuft alles wie geplant, erwarten uns 2016 einschließlich heute noch 4 Montagsfragen vom Buchfresserchen Svenja. Schluck. Das ist wenig. Das Jahr ist wirklich fast rum. Da wird es doch höchste Zeit, sich neue Challenges für 2017 zu suchen, findet ihr nicht? Deswegen möchte ich vor der Beantwortung der heutigen Montagsfrage ganz dreist Werbung für meine Challenge machen und euch einladen, teilzunehmen:

wortmagies-makabre-high-fantasy-challenge-2017

Durch einen Klick auf das Logo gelangt ihr auf meine Challenge-Seite, wo ihr alle Details erfahrt und euch anmelden könnt. Es erwarten euch 30 teils recht makabre und taffe Jahresaufgaben zum Thema High und Low Fantasy. Ich möchte mich gemeinsam mit euch durch ein wundervolles Genre lesen und seine vielen Facetten genießen! Lasst uns zusammen ausziehen, um Drachen zu bekämpfen, Köpfe rollen zu lassen und über Magie zu staunen! Macht mit!

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Das Buchfresserchen möchte heute wissen, ob wir unsere Lektüre der Jahreszeit anpassen.

Beeinflusst die Jahreszeit aktuell dein Leseverhalten?

Ich erinnere mich, dass diese Frage schon einmal aufkam, entweder bei der Montagsfrage oder bei Gemeinsam Lesen. Meine Antwort hat sich nicht verändert: Nein. Kein Stück. Nur, weil Weihnachten vor der Tür steht, habe ich nun nicht plötzlich Lust auf Familiengeschichten, Kinderbücher oder ähnliches. Und was die Magie angeht: ich lese das ganze Jahr über High Fantasy, in der Magie so gut wie immer ein Faktor ist. Für mich ändert sich also gar nichts.
Das könnte allerdings auch daran liegen, dass es mir generell schwerfällt, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Meine Probleme diesbezüglich sind in den letzten Jahres immer gravierender geworden, weil mich die schiere Reizüberflutung in dieser Zeit abstumpfen lässt. Zu viel, zu früh. Letztes Jahr gipfelte das darin, dass ich tatsächlich erst am Heiligabend das erste Mal besinnliche Gefühle hatte und ich befürchte, dass es dieses Jahr ähnlich sein könnte. Ohne Weihnachtsstimmung habe ich natürlich auch keine veränderten Bedürfnisse hinsichtlich meiner Lektüre. Ich muss jedoch zugeben, dass sich im Winter immer mal wieder der Gedanke an Dickens bei mir einschleicht. 🙂

Hat die Jahreszeit Auswirkungen auf die Auswahl eurer Lektüre?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Und nicht vergessen: Anmelden zur High Fantasy Challenge! 😉
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Jonathan L. Howard – Totenbeschwörer

2016-08-25-howard-totenbeschwoerer

Die „Johannes Cabal“ – Reihe begann ich 2013. Obwohl ich den Auftakt „Seelenfänger“ mochte und bereits zwei Folgebände besaß, hielt ich mich mit dem Weiterlesen zurück, weil ich warten wollte, bis sie weiter fortgeschritten ist. Der vierte Band erschien 2014 in Englisch, also wollte ich ausharren, bis dieser übersetzt wäre. Ich wartete und wartete. Im Juli 2016 war meine Geduld am Ende. Ich fragte die Twitter-Community um Rat, ob eine Übersetzung nach zwei Jahren noch wahrscheinlich sei. Meine liebe Blogger-Kollegin Elizzy wandte sich für mich an den Autor Jonathan L. Howard, der dann auch prompt antwortete, dass er leider keinen deutschen Vertrag über den vierten und fünften Band habe. Unerhört. Er riet mir, Mundpropaganda für die Reihe zu betreiben, denn stiegen die Verkaufszahlen, würde Goldmann seinen Vertrag eventuell ausweiten. Deal. Einen Monat später nahm ich mir den zweiten Band „Totenbeschwörer“ vor und erfülle nun hiermit meinen Part, euch von dem Buch zu erzählen.

Nekromanten haben es schwer. Von der Welt gehasst und verfolgt, kann ein Nekromant nicht einmal ohne Komplikationen ein Buch ausleihen. Gut, Johannes Cabal wollte das Buch nachts ausleihen, als die Bibliothek verlassen war. Er hatte auch nicht vor, es jemals zurückzugeben oder Ausleihgebühren zu zahlen. Aber das ist noch lange kein Grund, ihn ins Gefängnis zu werfen und zu exekutieren, oder? Während Cabal in seiner Todeszelle über diese Ungerechtigkeit nachgrübelt, erhält er überraschenden Besuch. Ein hoher Staatsmann verspricht, ihn zu begnadigen, wäre er bereit, seine Fähigkeiten einzusetzen, um den unerwartet und gänzlich unpassend verstorbenen Kaiser des Reiches vorübergehend wiederzubeleben. Cabal erkennt die Gunst der Stunde und lässt sich auf die Vereinbarung ein. Doch damit fangen seine Probleme erst an…

>>> Weiterlesen

 
Ein Kommentar

Verfasst von - September 16, 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kazuaki Takano – Extinction

2016-01-22 - Takano Extinction

„Extinction“ von Kazuaki Takano ist mir zuerst auf Kathis Blog Lalapeja begegnet. Sie vergab für diesen Thriller damals satte 5 Sterne, bezeichnete ihn als spannend und mitreißend. Der Klappentext klang auch für mich interessant, weswegen das Buch auf meine Wunschliste wanderte. Ein paar Monate später entdeckte ich es auf dem Bloggerportal von Random House. Natürlich schickte ich sofort eine Anfrage ab, die glücklicherweise auch bewilligt wurde. So landete „Extinction“ bei mir, mein erster Versuch mit einem japanischen Autor. Takano wurde in Tokio geboren und arbeitete sowohl in Japan als auch in Hollywood als Drehbuchautor. „Extinction“ ist sein erster international erfolgreicher Roman und schaffte es in Deutschland sogar auf die Bestsellerliste des Spiegels.

Im Herzen des Kongo, in einer der gefährlichsten Gegenden der Erde, wächst ein Kind heran, das kein Mensch ist. Es ist mehr als ein Mensch. Abgeschottet von der Welt lebt es unentdeckt bei einem Pygmäenstamm, bis die amerikanische Regierung von seiner Existenz erfährt und die überragende Intelligenz des Kindes als Bedrohung einstuft. Der Präsident der USA genehmigt einen Einsatz, dessen Ziel die Liquidierung des gesamten Stammes ist. Ein Mitglied des Teams ist der Söldner Jonathan Yeager. Sein Beruf macht ihn nicht glücklich, aber er braucht das Geld, um seinen todkranken Sohn behandeln zu lassen. Als er herausfindet, worin sein neuster Auftrag besteht, gerät er in eine moralische Zwickmühle: kann er es verantworten, einen ganzen Stamm zu töten, um das Leben seines Sohnes zu erhalten?
Zur gleichen Zeit forscht in Japan der Student Kento Koga nach einem Heilmittel für die Krankheit, an der Yeagers Sohn leidet. Das Projekt war der letzte Wunsch seines verstorbenen Vaters. Kento weiß nichts von Yeager; Yeager weiß nichts von Kento. Zufall? Oder ist es der ausgeklügelte Plan einer überlegenen Lebensform, der sie verbindet?

>>> Weiterlesen

 
3 Kommentare

Verfasst von - Februar 12, 2016 in Politik, Thriller, Wissenschaft

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Naomi Novik – Uprooted

„Uprooted“

uprooted

Autor: Naomi Novik

Format: Kindle Edition

Seitenzahl: 400 (Print-Ausgabe)

Verlag: Pan Macmillan

Sprache: Englisch

ASIN: B00SN93700

Genre: Fantasy > Märchen

ausgelesen am: 16.05.2015

Bewertung:

Naomi Novik wurde mir von Kevin Hearne empfohlen. Bei seiner Lesung schwärmte er von dieser Autorin und erwähnte, dass ihr neustes Buch „Uprooted“ bald erscheinen würde. Ich notierte mir ihren Namen sowie den Titel des Romans und nahm mir vor, zu Hause danach zu suchen. „Uprooted“ begegnete mir dann viel schneller als gedacht und zufällig. Ich stieß darauf, während ich bei Netgalley stöberte. Ihr wisst ja, dass ich bei solchen Zufällen ein bisschen abergläubisch bin und sie gern als Zeichen werte. Also bewarb ich mich auf eine ARC-Version des Buches und wurde tatsächlich akzeptiert.

Alle 10 Jahre wählt der Drache ein Mädchen aus und nimmt sie mit in seinen Turm. Für die BewohnerInnen des Tals, in dem auch Agnieszka lebt, ist diese Tradition schmerzhaft, aber notwendig. Denn im Austausch für den Tribut schützt der Drache das Tal vor dem Wald – ein böser, verwunschener Ort, der Jahr für Jahr danach trachtet, sich auszubreiten und das Tal mit samt den Menschen darin zu verschlingen. Nun steht die Auswahl erneut kurz bevor und obwohl Agnieszka genau im richtigen Alter ist, wissen alle, dass der Drache Kasia mit sich nehmen wird. Agnieszka ist todunglücklich, denn Kasia ist ihre beste Freundin und es gibt keine Möglichkeit, sie vor ihrem Schicksal zu bewahren. Doch als der Drache vor den Mädchen steht, ist es nicht Kasia, die ihm auffällt…

„Uprooted“ ist ein Märchen in alter Grimm-Manier: düster, unheimlich und recht grausam. Ich liebe Märchen, aber dieses konnte mich nicht begeistern. Ich bin mir nicht sicher, woran das liegt. Eigentlich ist alles da, was ich an Märchen schätze und tatsächlich erinnerte es mich zu Beginn stark an „Blaubart“. Vielleicht war diese Assoziation ein schlechtes Omen, denn als Kind habe ich mich fürchterlich vor dieser Geschichte gegruselt. Doch nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass ich so gar keinen Zugang zu diesem Roman finde. Schon gar nicht, da ich direkt am Anfang positiv überrascht wurde, indem mir Agnieszka als Ich-Erzählerin bereits auf der ersten Seite offenbarte, dass der Drache gar kein richtiger Drache ist, sondern ein mächtiger Zauberer. Ich musste über meine eigene Naivität schmunzeln und freute mich darauf, ihn kennenzulernen. Was war das für eine herbe Enttäuschung als es soweit war. Sarkan (das bedeutet Drache) ist ein Ekel. Cholerisch, gemein und durch und durch unsympathisch. Nach der Auswahl nimmt er Agnieszka mit sich und behandelt sie ansatz- und grundlos wie einen Fußabtreter. Er sagt ihr nicht einmal, wieso er sie ausgewählt hat. Ich ahnte es aber bereits. 😉 Über die Zeit entwickelt Agnieszka trotzdem durchaus positive Gefühle für Sarkan, die ich bis heute nicht verstanden habe. Wie kann sie ihn nur mögen, obwohl er so fies zu ihr ist? Ich schätze, diese bizarre Freundschaft ist einzig und allein der weiteren Handlung geschuldet, die andernfalls nicht funktioniert hätte. Das ungleiche Duo muss sich einem Feind stellen, der absolut furchteinflößend und nahezu unberechenbar ist: dem Wald. Der Wald ist keine bloße Ansammlung von Bäumen, er ist ein lebendiges, denkendes, fühlendes Wesen. Er hat ein Bewusstsein. In seinem Herzen leben Kreaturen, die ohne weiteres einem Albtraum entsprungen sein könnten. Über seine Grenzen hinaus beeinflusst er die Menschen; wie Schachfiguren bewegt er sie ganz nach seinem Belieben und macht sich politische Fehden zu Nutze. Mir ist leider nicht klar, wie er das so weit von seinem eigentlichen Einzugsgebiet entfernt anstellt, denn darauf geht Naomi Novik nicht genauer ein. Auch versäumte sie es meiner Meinung nach, die beharrliche Geduld dieses uralten, unsterblichen Wesens herauszuarbeiten. Es kam nicht richtig rüber, dass ein Teil der Ereignisse in „Uprooted“ vermutlich das Ergebnis jahrhundertelanger, zielstrebiger Planung seitens des Waldes sind. Ich bin mir allerdings sicher, dass er Agnieszkas rasante Entwicklung nicht erwartet hatte. Mir war diese Entwicklung zu heftig, zu übertrieben und ich empfand sie daher als unglaubwürdig. Außerdem ist Agnieszka die einzige Figur des Buches, die sich entwickelt. Ich weiß, dass Naomi Novik absolut in der Lage gewesen wäre, all ihre Charaktere wachsen zu lassen – sie hat es nur einfach nicht getan, weil Agnieszka die Sonne ihres Universums ist. Sie überstrahlt alle Nebencharaktere. Schade ist das vor allem in Bezug auf Agnieszkas beste Freundin Kasia, die meiner Ansicht nach großes Potential hat und die ich sympathischer als Agnieszka selbst fand.
Nach all den Schwierigkeiten, die ich mit diesem Roman hatte, hätte ich nicht damit gerechnet, dass mich das Ende überzeugen würde, doch genauso war es. Es war rund und ließ mich erstaunlich befriedigt zurück. Ich wünschte, die ganze Geschichte hätte auf mich so elegant gewirkt wie die letzten Seiten.

Es ist mir sehr schwer gefallen, „Uprooted“ zu bewerten, weil ich noch immer das Gefühl habe, nicht zum Kern meines Problems mit diesem Roman vorgedrungen zu sein. Natürlich haben mich all die Kritikpunkte, die ich aufgezählt habe, irgendwie gestört, aber ich denke, ich hätte jeden einzelnen verzeihen können, wenn mich das Buch im Ganzen begeistert hätte. Ich weiß nicht, wieso das nicht der Fall war. Vielleicht hing es doch stark an Naomi Noviks Schreibstil, der sich für mich nicht flüssig genug las. Vielleicht war es auch die Tatsache, dass mir das Buch unheimlich lang erschien. Ich werde es wohl nie erfahren. Ich bin ziemlich erleichtert, dass ich mir nun nicht weiter den Kopf darüber zerbrechen muss und es einfach gut sein lassen kann.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - Mai 21, 2015 in Fantasy, Märchen, Rezension

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese Aktion wird abwechselnd von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher betreut; die Fragen dieser Woche findet ihr bei Schlunzen-Bücher durch einen Klick aufs Bild!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Die Zeitwanderer“ (Die Schimmernden Reiche #1) von Stephen R. Lawhead und befinde mich auf Seite 93.

die zeitwanderer

 

Ley-Linien. Uralte Pfade, die sich schnurgerade von einem mystischen Ort zum anderen ziehen. Nur eine verrückte Theorie? Oder sind es tatsächlich Tore zu anderen Zeiten und Welten?
Als der junge Kit Livingstone eines Tages seinem vermeintlich toten Urgroßvater begegnet, schenkt er dessen Erklärungen keinen Glauben. Doch dann verschlägt es Kits Freundin Wilhelmina auf einem dieser Pfade ins Unbekannte, und Kit macht sich auf eine abenteuerliche Suche durch Raum und Zeit.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Der Fremde schien zu glauben, dass sie ihn nicht verstanden hatte, denn er wiederholte lächelnd seinen Gruß.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Hach, das ist Urban Fantasy nach meinem Geschmack. Die Ley-Linien sind Wege in andere Zeiten, andere Orte, andere Welten, andere Dimensionen. Man geht in eine Gasse und puff! – ein bisschen Regen und Wind später hat man die bekannte Realität hinter sich gelassen. Und sie liegen direkt vor unserer Nase. Theoretisch könnte ich schon längst über eine hinweg geschritten sein, ohne es zu wissen und ohne zu begreifen, wie man sie verwendet. Ich liebe solche Ideen, weil sie mich zum Träumen einladen. Wo hätte ich mit den Ley-Linien schon überall hinreisen können? Was hätte ich alles sehen können? Was hätte ich erleben können? Unbemerkte Magie im Alltag, mitten unter uns. Wenn ich ehrlich bin, mag ich diese Art der Urban Fantasy lieber als jede Reihe mit einer Kick-Ass-Heldin oder einem coolen Anti-Held. Es berührt mich einfach tiefer und trainiert meinen Lieblingsmuskel: meine Fantasie.

Die ersten 50 Seiten von „Die Zeitwanderer“ waren für mich ein bisschen holprig, weil Stephen R. Lawhead seine LeserInnen ohne Vorwarnung, ohne Geplänkel ins kalte Wasser schubst. Ich hatte das Gefühl, nicht so richtig zu verstehen, was die Ley-Linien bedeuten. Man folgt dem Protagonisten Kit (eigentlich Cosimo Christopher Livingstone) durch das moderne London und als nächstes steht plötzlich sein Uropa vor ihm, der ihn mit einem Wimpernschlag in ein malerisches kleines Fischerdorf bringt.
Mit Kit muss ich erst warm werden. Ich hatte angenommen, er sei jünger, dabei ist er bereits 27 und ein typischer Durchschnittsmensch, dessen Leben man getrost als grau und ereignislos bezeichnen kann. Er scheint allerdings ein Naturtalent in Bezug auf die Ley-Linien zu sein. Schwierig ist für mich, dass er mir zu wenige Fragen stellt und wenn doch, sind es meiner Meinung nach die falschen Fragen. Er ist ziemlich passiv bisher. Das ändert sich hoffentlich noch, denn ihm steht ja ein echtes Abenteuer bevor. 😉

 4. Stimmt ihr euch aktuell buchig schon auf die kommende Sommer- und Urlaubssaison ein?

Nein. Ja, die Antwort ist tatsächlich so einfach. 😀 Ich lese nicht saisonal. Das liegt daran, dass das tückische Bauchgefühl keine Jahreszeiten kennt und sich kein Bisschen dafür interessiert, ob es draußen stürmt und schneit oder die Sonne scheint.
Wenn überhaupt, neige ich ein wenig dazu, im Hochsommer Bücher zu lesen, die in Eis und Schnee spielen, weil es mir hilft, besser mit der Hitze zurecht zu kommen. Wenn es in der Realität schon heiß ist, muss ich ja nicht auch noch in meiner Fantasie an einem Ort sein, an dem man schwitzt.
Ich weiß eigentlich auch gar nicht so genau, was Sommerlektüre ist. Mit Urlaubslektüre verbinde ich leichte Literatur, die nicht zu stark fordert. Aber Sommerlektüre… muss die Geschichte im Sommer spielen? Soll das Cover sommerlich sein? Ist Fantasy dann sowieso schon raus? Wenn ich an Sommerliteratur denke, denke ich automatisch an Chic-Lit. Die ich im Großen und Ganzen nicht mag (Ausnahmen gibt es natürlich immer). Es kann schon mal vorkommen, dass ich ein Buch im Sommer lese, das auch im Sommer spielt, doch das ist dann eher Zufall. Wie letztes Jahr, als ich Tad Williams Saga „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ las, während wir hier in Berlin unter einer Hitzewelle litten, genau wie Simon in Osten Ard. Das war irgendwie witzig.
Allgemein kann ich aber nicht sagen, dass die Jahreszeiten meine Lektüreauswahl beeinflussen würden. Ich habe auch im Sommer Lust auf Fantasy, Young Adult, Dystopien und Thriller. 🙂

Was lest ihr im Moment? Beeinflusst die Sommer- und Urlaubssaison eure Lektüreauswahl?

Ich freue mich schon auf eure Antworten und Kommentare und da ich heute frei habe, werde ich mich wohl fleißig durch eure Beiträge wühlen! 😀
Alles Liebe,
Elli

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: