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Jim Butcher – Fool Moon

Jim Butcher sieht für seine „Dresden Files“ etwa 20 Bände vor. Derzeit sind 15 vollwertige Bände und einige Kurzgeschichten um den Magier Harry Dresden erschienen. Zwei weitere Bände sind in Planung. 2015 war Butcher noch nicht sicher, wie viele Fälle sein Protagonist tatsächlich lösen wird, ob es 20 oder 21 werden, aber er plante, die Reihe mit einer bombastischen Trilogie abzuschließen. Ich konnte leider nicht herausfinden, ob dieser Plan heute noch aktuell ist. Ich hoffe es. Ich finde die Idee toll, weil mir ein dreibändiges Finale als würdiger Abschied von einer Figur erscheint, die viele Leser_innen jahrelang begleiteten. Ich selbst befinde mich in den „Dresden Files“ noch ganz am Anfang. Ende Mai 2018 habe ich den zweiten Band „Fool Moon“ ausgelesen.

Am Tatort finden sich Pfotenspuren. Die völlig zerfleischte Leiche weist grausige Biss- und Kratzwunden auf. Es ist Vollmond. Eindeutigere Hinweise kann es kaum geben. Harry Dresden, einziger übernatürlicher Privatdetektiv Chicagos, muss lediglich eins und eins zusammenzählen, um dahinterzukommen, was den armen Mann tötete: es war ein Werwolf. Harry muss jetzt nicht nur herausfinden, wer der Werwolf ist, er muss auch ermitteln, um welchen Typ es sich handelt. Seine Nachforschungen deuten darauf hin, dass er es mit einem Loup-Garou zu tun hat – natürlich die wildeste und gefährlichste Art. Einfach fantastisch. Aber irgendetwas stimmt nicht. Die Fakten passen nicht zusammen. Ein Loup-Garou tötet willkürlich. Es scheint allerdings, als seien einige Opfer bewusst ausgeschaltet worden. Es sind Johnny Marcones Männer. Nutzt jemand die Bestie, um Marcone zu bedrohen? Harry würde Chicagos mächtigem Untergrundboss keine Träne nachweinen, doch ein Loup-Garou kann nicht kontrolliert werden. Will er die Bevölkerung Chicagos schützen, muss er vielleicht Marcones Leben retten…

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3 Kommentare

Verfasst von - 5. September 2018 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Jadah McCoy – Artificial

„Artificial“ von Jadah McCoy fand seinen Weg über den Newsletter des Verlages Curiosity Quills Press zu mir. Ich erhalte schon seit letztem Jahr regelmäßig Informationen über zur Verfügung stehende Rezensionsexemplare – seit mich „Don’t Eat the Glowing Bananas“ von David D. Hammons begeisterte. Meinem Gefühl nach konzentriert sich der Verlag auf ungewöhnliche, fantasievolle Geschichten, die immer ein bisschen abseits des sogenannten Mainstreams liegen. Ich hoffte, dass „Artificial“ ähnlich unkonventionell sein würde.

Der Planet Kepler ist eine Einöde, das beschämende Zeugnis des verheerenden Konflikts zwischen Menschen und Maschinen. Die Menschheit ist beinahe ausgerottet; zur Beute degradiert von den Cull – riesige, an Insekten erinnernde Prädatoren, das Ergebnis der genetischen Kriegsführung der Androiden, bevor diese spurlos verschwanden. Die Cull jagen Menschen. Sie fressen Menschen. In dieser feindseligen Welt kämpft die junge Syl ums Überleben. Als sie auf einem Streifzug entführt wird, bringt man sie an einen Ort, den es eigentlich gar nicht geben dürfte: ein Labor in einer Stadt voller Androide. Dort erfährt sie am eigenen Leib, dass die Roboter skrupellos mit Menschen experimentieren. Sie muss fliehen, aber wie sie soll sie aus einer Stadt entkommen, in der sie auffällt wie ein bunter Hund? Ihre einzige Hoffnung ist der Android Bastion, der zu einer Untergrundbewegung gehört, die Menschen über die Stadtgrenze schmuggelt. Ohne zu wissen, ob sie Bastion trauen kann, lässt sie sich auf ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel ein, während sie eine Frage quält: ist sie nach den Experimenten überhaupt noch ein Mensch?

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Ann Redisch Stampler – Afterparty

2016-02-21 - Stampler Afterparty

Los Angeles, die Stadt der Engel. Für Emma ist sie das Symbol eines Neuanfangs, denn sie hat die Nase voll davon, ein Engel zu sein. Sie war stets eine gute, pflichtbewusste Tochter, die ihren überfürsorglichen Vater niemals enttäuschte. Damit soll jetzt Schluss sein. Emma möchte leben, Fehler machen, Dummheiten begehen. Als Emma Siobhan kennenlernt, scheint ihre Verwandlung in greifbarer Nähe, denn sie ist alles, was Emma sich bisher nicht traute zu sein. Lügen, Alkohol, Partys, Drogen – Siobhan kennt keine Grenzen. Emma ist von ihrer neuen besten Freundin fasziniert und merkt nicht, dass sie am Abgrund entlang tänzelt. Ein ums andere Mal lässt sie sich auf Sibs Spielchen ein und riskiert mehr als nur ihre Tugendhaftigkeit. Erst als Dylan in ihr Leben tritt und Emma beginnt, eigene Entscheidungen zu treffen, erkennt sie, dass ihre Freundschaft toxisch ist. Sie versucht, sich zurückzuziehen, doch vielleicht ist es dafür bereits zu spät. Denn in einem unbedachten Moment schloss Emma einen Pakt mit Siobhan. Einen Selbstmordpakt.

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Montagsfrage: Ausgefallener Schauplatz?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Hach, ich habe ein tolles, entspannendes Wochenende hinter mir. Endlich mal nirgendwohin, endlich mal frei. Ich habe auch wirklich nur das getan, worauf ich Lust hatte. Das war schön und ich habe es gebraucht. Jetzt kann ich wieder voller Elan in die neue Woche starten und wie ginge das besser als mit der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja?

Erinnerst du dich an ein Buch mit ausgefallenem, realen Schauplatz?

Ja. Mir sind zwei sehr ungewöhnliche Orte eingefallen, an die man literarisch eher selten entführt wird.
In „Blood & Ice“ von Robert Masello ging es für mich an den Südpol. Die Antarktis ist ein wirklich ungastlicher Landstrich, aber sie ist auch unheimlich faszinierend. Die Geschichte des Romans fand ich persönlich gar nicht so spektakulär, aber die Landschaft und ihre Geheimnisse, sowie die Forschung, die dort betrieben wird… Extrem spannend.
Der zweite Ort war 1933 Schauplatz einer grausamen Tragödie: Nasino, eine Insel im sibirischen Fluss Ob. In diesem Jahr deportierte die sowjetische Regierung 6.100 Gefangene auf diese Insel. Sie wurden dort ohne Verpflegung, Unterbringung oder Werkzeuge ausgesetzt. Innerhalb von 13 Wochen reduzierte sich die Zahl der Gefangenen durch Hunger, Entbehrungen, Krankheiten und Fluchtversuche auf 2.200. Die Insel ging als „Kannibalen-Insel“ in die Geschichte ein.
Welches Buch spielt auf Nasino? „Zorn“ (Opcop #2) von Arne Dahl. Dahl verarbeitete dieses extrem dunkle Kapitel der sowjetischen Geschichte in seinem brillanten Polit-Thriller. Ich kann euch nicht erzählen, wie er das gemacht hat und inwiefern Nasino in seinem Buch eine Rolle spielt, weil ich nicht spoilern möchte, aber ich kann euch versichern, dass er meiner Meinung nach keine Grenzen überschritten hat. Man erlebt den Kannibalismus auf Nasino nicht hautnah. Wohl aber erfährt man die Verzweiflung und die unsagbare Angst, die die Gefangenen empfunden haben müssen. Ich finde es richtig und auch wichtig, dass Dahl die Ereignisse auf Nasino thematisiert, denn diese Grausamkeit darf nicht vergessen werden. Man übersieht so leicht, dass Hitler in dieser Zeit nicht der einzige grausame Diktator auf der Welt war.
Ich denke, Nasino wird lange Zeit der außergewöhnlichste literarische Schauplatz sein, den ich besuchen werde. Auch wenn es makaber klingt: die Kannibalen-Insel toppt man nicht so leicht.

An welchen ungewöhnlichen literarischen Schauplatz erinnert ihr euch?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart! 🙂
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - 28. September 2015 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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