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Anne Helene Bubenzer – Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown

Hallo, ich heiße Elli, bin 29 Jahre alt und schlafe noch immer mit einem Teddybären im Arm. Wie? Ist das gar nicht die Gruppe für anonyme Geständnisse? Oh. Ähm. Nun ja. Da die Wahrheit jetzt schon mal raus ist…

Bereits als Kind waren Kuscheltiere für mich sehr wichtig. Ich sammelte sie. Ich liebte sie. Und natürlich kannte ich jeden einzelnen Namen auswendig. Aber es gab immer DAS eine Kuschel, das ich mehr als alle anderen liebte. Seit meinem achten Lebensjahr ist das eine Bärendame namens Dickie. Das Dickchen. Ich rettete sie vor einem würdelosen Ende auf dem Müll, als mein Grundschul-Klassenzimmer ausgemistet wurde. Ihr Fell ist eher kurz, trotzdem ganz weich und hat diese seltsame beige Farbe. Sie ist älter als ich. Ich weiß nicht, woher sie kam und was sie schon alles erlebte, doch seit diesem denkwürdigen Tag sind wir unzertrennlich. Wir reisten, spielten, weinten und lachten zusammen. Als ich älter wurde, begleitete sie mich klaglos ins Leben einer Erwachsenen. Bis heute schlafe ich besser, wenn sie bei mir ist. Mein Ehemann berichtet, dass ich im Schlaf sogar zufriedene Geräusche von mir gebe, wenn er sie mir in den Arm legt und wir manchmal in exakt derselben Position daliegen. Ziemlich verrückt?

Auch nicht verrückter, als einen ganzen Roman über die Weltgeschichte aus der Perspektive eines Teddybären zu schreiben, wie Anne Helene Bubenzer es mit „Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown“ getan hat.  Das N. steht für „Nearly“, weil Henry eben nur fast braun ist. Wie Dickie. Für diese Rezension ist es entscheidend, dass ihr versteht, wie abgöttisch ich das Buch ihretwegen liebe, deshalb erzähle ich euch von ihr. Die Lektüre fühlte sich an, als hätte Bubenzer direkt in mein Herz geschaut und die Geschichte aufgeschrieben, die ich mir so dringend für Dickie wünschte. Das bedeutet mir mehr, als ich ausdrücken kann. Einige Jahre nach Henrys Biografie erschien „Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown“, eine schmale, lockere Fortsetzung, die ich 2018 endlich passend zur Weihnachtszeit las.

In seinem 91-jährigen Teddybärenleben durfte Henry N. Brown bereits eine Menge Erfahrungen sammeln: er bereiste die Welt, erlebte Liebe und Verlust, sah Kriege entflammen und den Frieden siegen. Er kann zweifellos behaupten, mit allen Wassern gewaschen zu sein. Seinen Ruhestand als stiller Mitbewohner der Schriftstellerin Flora Sommer verdiente er sich redlich. Doch dieses Weihnachtsfest weckt erneut die Lebensgeister des alten Bären. Alle sorgfältigen Pläne, die Flora und Henry für einen ruhigen Heiligabend schmiedeten, werden vom Chaos unerwarteter Familienbesuche und uneingeladener Gäste über den Haufen geworfen. Die beiden haben alle Hände und Pfoten voll zu tun, um das Tohuwabohu unter Kontrolle zu halten, aber der Magie von Weihnachten kann niemand entfliehen. Trotz vieler Überraschungen wird es am Ende das schönste Fest, das sich Flora und Henry wünschen konnten.

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Verfasst von - 25. Dezember 2018 in Märchen, Rezension

 

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Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Hallo ihr Lieben! 🙂

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Jahr habe ich – aus verschiedenen privaten Gründen – wesentlich länger für den Jahresrückblick gebraucht als sonst, aber nun ist es vollbracht! Ich bin bereit, gemeinsam mit euch einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr 2017 zu werfen und munter zu analysieren, was ich wann wie gelesen habe.
Die alten Hasen unter euch kennen den Aufbau meines jährlichen Rückblicks bereits: zuerst spielen wir mit Statistiken herum, jonglieren mit Zahlen und beurteilen anhand einiger Infografiken, die ich in präziser Fummelarbeit bei Piktochart.com erstellt habe, inwiefern sich mein Leseverhalten 2017 im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Wir befassen uns mit jeder Kategorie einzeln; ich werde ein paar Worte dazu sagen und die Diagramme für euch interpretieren.

Danach folgt der spaßige Part. Wir bewerten 2017 auf der emotionalen Ebene. In den letzten beiden Jahren habe ich hierfür das Formular von Martina Bookaholics ausgefüllt, die mit detaillierten 30 Fragen nach unseren Leseerlebnissen des vergangenen Jahres forschte. Leider hat Martina für 2017 offenbar kein neues Formular erstellt (ich habe jedenfalls nichts gefunden), was vermutlich daran liegt, dass ihre Familie Nachwuchs bekommen hat. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite! Allerdings haben sich die Fragen von 2015 zu 2016 nicht verändert, also nehme ich einfach mal an, dass das für 2017 auch nicht der Fall gewesen wäre und beantworte noch einmal die Fragen des letzten Jahres. Das einzige, worauf wir verzichten müssen, ist Martinas schicker Header. Aber keine Sorge, ich habe dafür selbst einen gebastelt. 😉

Bringt eure Sitze in eine aufrechte Position, klappt die Tische hoch und schnallt euch an – los geht die rasante Reise durch das vergangene Jahr 2017!

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Verfasst von - 23. Januar 2018 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Montagsfrage: Spontanbloggerin oder Kontrollfreak?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Eine anstrengende Woche liegt hinter mir, die zweite folgt auf dem Fuße. Im Moment habe ich irgendwie keine ruhige Minute und muss mir selbst die Zeitfenster zum Lesen abknapsen. Kein guter Start in das neue Lesejahr. Aber okay, 2017 ist noch lang und der Silberstreif am Horizont wird kommen. Erstaunlicherweise passt die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja diese Woche wieder einmal sehr gut zu diesem (Luxus-)Problem.

Bloggst du eher spontan oder planst du lieber was du wann veröffentlichst?

Früher habe ich gern alles durchgeplant, was den Blog betraf. Ich habe mir sogar aufgeschrieben, welcher Beitrag wann online gehen sollte und habe teilweise wochenlang am Stück gebloggt. Mittlerweile sehe ich das viel entspannter. Ich habe einfach festgestellt, dass ich meine eigenen Pläne oft nicht einhalten kann, wodurch unnötiger Frust entsteht und ich mich selbst unter Druck setze. Das ist Quatsch. Bloggen soll Spaß machen und keinen Stress verursachen. Wenn das Leben in Form von Arbeit und Freizeit dazwischen kommt, muss der Blog eben mal zurückstehen.
Ich versuche, mindestens zweimal die Woche etwas zu posten; idealerweise meine Antwort auf die Montagsfrage (was meist gut funktioniert) und eine Rezension (was nicht immer gut funktioniert). Weniger ist blöd, jeder weitere Post ist ein Bonus. Es ist mir wichtig, nicht allzu sehr mit meinen Rezensionen in Verzug zu geraten, weil es mir selbstverständlich schwerer fällt, über ein Buch zu schreiben, das ich vor 6 Wochen gelesen habe, als über ein Buch, das ich vor 2 Wochen gelesen habe.
Nichtsdestotrotz weiß ich inzwischen, dass ich Rezensionen nicht erzwingen kann. Mir ist klar, dass viele Blogger_innen sehr viel schneller rezensieren als ich. Ich bin langsam und benötige ungewöhnlich viel Zeit für eine Besprechung. Ich bilde mir allerdings ein, dass sich der zeitliche Aufwand in der Qualität niederschlägt. Ich will damit nicht sagen, dass die schnell geschriebenen Rezensionen anderer Blogger_innen schlecht sind; ich meine, dass ich persönlich in kurzer Zeit selten eine gute Rezension zustande bringe. Da ich Qualität Quantität stets vorziehe, nehme ich mir einfach die Zeit für jede Rezension. Es dauert so lange, wie es eben dauert. Selbst wenn das bedeutet, dass ich für einen Text mehrere Tage brauche. Wenn sie fertig ist, ist sie fertig und wird veröffentlicht, Punkt.
Manchmal hätte ich gern mehr Zeit zum Bloggen, um häufiger zusätzlich und spontan über die Dinge zu schreiben, die mir durch den Kopf gehen oder mich beschäftigen. Leider kann ich das selten realisieren. Ich gebe mir Mühe, mir deswegen keine grauen Haare wachsen zu lassen. Ich könnte das vermutlich ändern, aber zu welchem Preis? Nein, das ist es mir nicht wert, denn was bringt ein Buchblog, wenn ich aufgrund des Bloggens keine Zeit zum Lesen mehr finde? 😉

Organisiert ihr eure Blogbeiträge nach Plan oder bloggt ihr nach Lust, Laune und Zeit?

Ich bin gespannt auf die Geschichten zu euren Erfahrungen mit der Organisation eines Blogs. Vielleicht kann ich von der/dem einen oder anderen ja noch etwas lernen. Ich bin für jeden Tipp dankbar und freue mich auf die Stöberrunde morgen früh! Kommt gut in die neue Woche! 🙂
Alles Liebe,
Elli  ❤

 

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Montagsfrage: Schreibst du dir während des Lesens Zitate auf?

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Mein Papa hatte gestern seinen 55. Geburtstag. Zu diesem Anlass habe ich ihm zwei Bücher geschenkt: „Hass“ von Arne Dahl und „Das Mondmalheur“ von Anette Kannenberg. Ich bin sehr gespannt, wie sie ihm gefallen werden. Das ist doch das Beste daran, wenn man Bücher verschenkt – der Moment, wenn der/die Beschenkte das Buch ausgelesen hat und anfängt zu schwärmen. Darauf freue ich mich schon richtig. 🙂
Heute ist Montag, also beginnen wir die Woche traditionell mit der Montagsfrage von Svenja aka Buchfresserchen:

Schreibst du dir während des Lesens Zitate auf?

Nein, ich schreibe mir keine Zitate auf. Meistens geht es mir ähnlich wie Svenja, ich schaffe es einfach nicht, mich lange genug von einem Buch zu lösen, um schnell Stift und Papier zu holen. Allerdings gibt es wie so oft ein paar Ausnahmen. Manchmal merke ich, dass ein Buch so voller Aussprüche oder Formulierungen ist, die ich toll finde, dass ich mir einen Bleistift und kleine Post-its in Reichweite lege, mit denen ich mir diese Stellen markiere. Es würde mir nicht so viel bringen, sie herauszuschreiben, weil ich Zitate ungern aus ihrem Kontext reiße. Ich schaue lieber direkt im Buch nach, wenn ich zitieren möchte. Eine Zitatesammlung erscheint mir irgendwie… steril. Losgelöst von der Geschichte. Wenn ich ein Zitat direkt im Buch nachschlage, habe ich immer die Möglichkeit, mir noch einmal die Situation ins Gedächtnis zu rufen, in der es entstanden ist. Und vielleicht auch gleich noch ein weiteres Zitat wiederzufinden, das passend ist. Ein paar meiner Bücher sind deswegen regelrecht gespickt mit bunten Post-its, zum Beispiel „The Grapes of Wrath“ von John Steinbeck und „Blonde“ von Joyce Carol Oates (Rezension: HIER).

Schreibt ihr euch Zitate auf oder markiert ihr sie wie ich?

Ich bin gespannt, wie ihr das Thema Zitate handhabt und freue mich schon sehr auf eure Kommentare! Habt einen wundervollen Wochenstart!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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