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Schlagwort-Archive: Antiheld

Montagsfrage: Eine Frage des Charakters?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich stehe heute etwas unter Zeitdruck, weil ich bald zur Arbeit muss und noch nicht mal Kaffee getrunken habe. Deshalb mache ich es jetzt ganz kurz und beantworte ohne viel Trara die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise. Sonst schaffe ich das nämlich nicht mehr. 😉

Was ist für dich die Art von (Haupt-)Charakter, die es öfter in Büchern geben sollte?

Hui, was für eine komplizierte Frage. Meine Antwort ist hingegen ganz einfach: keine. Ich kann Antonias Plädoyer für Antiheld_innen sehr gut nachvollziehen und stimme ihr zu, dass es sich dabei um die interessanteren Figuren handelt. Doch ich finde nicht, dass es sie öfter geben sollte. Meiner Meinung nach tauchen in einem guten oder hervorragenden Buch genau die Figuren und Held_innen auf, die die Geschichte braucht, unabhängig vom Typ. Passt ein Antiheld oder eine Antiheldin nicht in die Geschichte, hat er oder sie dort auch nichts zu suchen. Das heißt, für mich kommt es auf das Gesamtpaket an und darauf, worauf ich gerade Lust habe. Wenn ich zum Beispiel entscheide, dass meine nächste Lektüre Grimdark sein soll, erwarte ich, dass mir ambivalente Charaktere begegnen. Soll es stattdessen eine YA-Dystopie sein, rechne ich mit einer strahlenden Heldin, die sich vielleicht entwickelt, deren Status aber niemals fragwürdig ist. Deshalb wünsche ich mir grundsätzlich keine bestimmte Figurenart. Ich wünsche mir Geschichten und ich gehe immer davon aus, dass die Figuren dieser dann entsprechen.

Habt ihr eine Vorliebe für einen bestimmten Figurentyp?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Charlie Huston – No Dominion

Charlie Huston, Autor der „Joe Pitt“-Romane, wusste früh, dass er seinen vampyrischen Detektiv nicht auf ewig begleiten würde. Obwohl er mit dem Gedanken spielte, die Reihe ohne festgelegten Abschluss zu konzipieren, langweilte ihn die Idee bereits, bevor er mit dem Schreiben begonnen hatte. Nach dem zweiten Band „No Dominion“ beschloss er, dass „Joe Pitt“ überschaubare fünf Bände umfassen sollte. Dadurch musste er harte Entscheidungen für seinen Protagonisten treffen, intensivierte aber auch seine Schreiberfahrung. Mich motiviert die Aussicht auf einen Abschluss, die Reihe konsequenter als bisher zu verfolgen.

Eigentlich möchte Joe Pitt nur in Ruhe gelassen werden. Leider ist er als unabhängiger Vampyr in Manhattan gezwungen, Aufträge der konkurrierenden Clans anzunehmen, um seinen Geldbeutel und Blutvorrat aufzustocken. Seit dieser schmutzigen Geschichte mit der Kleinen erlebt Joe allerdings eine Durststrecke. Ihm gehen die Ideen aus, also wendet er sich an seinen alten Freund Terry, Anführer der Society. Terry bietet ihm einen dubiosen Job an. Es kursiert eine neue Droge. Dass es überhaupt einen Stoff gibt, der nicht sofort vom Vyrus aus dem System gespült wird, ist überraschend genug, doch dieses Zeug hat es in sich. Falsch dosiert verwandelt es Vampyre in rasende Berserker. Joe soll herausfinden, wer die Droge herstellt. Bemüht, schnell Antworten zu finden, stößt er bald auf eine Spur. Diese führt tief in die Hood, in das Territorium von DJ Grave Digga. Sieht so aus, als wäre diese Sache deutlich größer, als er angenommen hatte. Aber Joe wäre nicht Joe, würde ihn das davon abhalten, einigen Leuten kräftig auf die Füße zu treten…

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Verfasst von - 22. August 2018 in Rezension, Science-Fiction

 

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Richard Schwartz – Die Macht der Alten

Havald zersplitterte. Der Nekromantenkaiser zerriss seine Seele. Nur mit Mühe gelang es ihm, sein Selbst wieder zusammenzusetzen. Nun teilt er seinen Körper mit all den Seelen, die ihm der Verschlinger und Seelenreißer überließen. Hunderte, Tausende aller Zeitalter leben in ihm weiter, während er von ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten profitiert. Die dunkle Gabe pulsiert in ihm. Mit seinem Schicksal hadernd zieht er sich zurück, versteckt sich im Hammerkopf, der Schenke, in der alles begann. Hier findet ihn Leandra. Einfühlsam überzeugt sie ihn, sich nicht abzuwenden. Illian und Askir brauchen ihn, denn noch immer bedroht Thalak die Königreiche, trotz des erfolgreichen Eingreifens von Xiang. Drachen wurden am Himmel gesichtet, primitive, furchtbare Wesen, die nicht mit der Majestät und Intelligenz Elsines vergleichbar sind und von einer Kriegsfürstin in weißer Lederrüstung kontrolliert werden: Farlin, Aselas Tochter. Havald kehrt nach Askir zurück und beginnt sofort, die Feldzüge vorzubereiten, die den Krieg ein für alle Mal beenden sollen. Seine unkonventionellen Ideen inspirieren nicht nur Zustimmung, doch seine engsten Freunde vertrauen seiner Führung. Leandra, Serafine, Zokora und Varosch begleiten ihn ins Blutige Land, um endlich das Geheimnis des Tarns zu lüften. Welche Macht haben die Alten ihren Nachfahren hinterlassen? Welche Opfer werden nötig sein, um den Krieg der Götter zu entscheiden?

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Verfasst von - 10. April 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Mark Lawrence – Emperor of Thorns

Mark Lawrence ist nicht nur Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane aus der Grimdark-Ecke, er betätigt sich darüber hinaus als Dichter. Unerwartet, oder? Ich hätte ihm eine Ader für Gedichte nicht zugetraut. Während ich seine Werke auf seiner Website las, legte sich meine Überraschung. Diese Art der Lyrik passt wie die Faust aufs Auge. Melancholische Formulierungen, die in mir Assoziationen von Trauer und Depression wecken, ein düsterer Grundtenor, Naturthemen – Lawrence bleibt seinem grundlegenden Stil treu, obwohl seine Gedichte selbstverständlich keinerlei Gewaltdarstellungen enthalten, im Gegensatz zu seinen Romanen. „Emperor of Thorns“ ist das Finale der „The Broken Empire“ – Trilogie und schließt die Geschichte rund um den ehrgeizigen, fragwürdigen Protagonisten Jorg von Ancrath ab.

Man könnte behaupten, der Thron des Zersplitterten Reiches sei verwaist. Jorg von Ancrath bevorzugt es, ihn als „frei“ zu betrachten – der Thron wartet nur darauf, von ihm in Besitz genommen zu werden. Leider kann die Würde des Imperators nicht erobert werden. Es handelt sich um ein gewähltes Amt. Wie unwillkommen. Um Imperator zu werden, muss Jorg genügend Stimmen für sich unter den Königen und Königinnen während des Kongresses in Vyene sammeln. Bereits Jahre zuvor schloss er unwahrscheinliche Allianzen, die seinen Sieg garantieren sollen. Als König von sieben Nationen stehen seine Chancen überraschend gut. Vorausgesetzt, er erreicht Vyene gesund und munter. Die lebenden Toten bedrängen die Ländereien des Reiches. Nekromantie breitet ihre giftigen Klauen aus. Der Einfluss des Toten Königs erstarkt. Niemand kennt seine Identität oder Ziele. Doch eines ist deutlich: sein rätselhaftes persönliches Interesse an Jorg…

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Verfasst von - 28. November 2017 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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17. 11. 2014 – Montagsfrage: Wer ist euer liebster Antiheld/Bösewicht?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Nachdem die Montagsfrage letzte Woche ausgefallen ist, hat sich Nina aka Libromanie diese Woche eine meiner Meinung nach besonders schöne Frage ausgedacht, die mir dazu noch sehr entgegen kommt:

Wer ist euer liebster Antiheld/Bösewicht?

Ich liebe Antihelden. Sie sind meist so vielschichtig, facettenreich und wesentlich realistischer als „normale“ Helden. Ich brauche keine perfekten ProtagonistInnen, die sich immer richtig verhalten. Das ist zur Abwechslung mal ganz nett, aber im Großen und Ganzen stehe ich einfach auf ambivalente Charaktere, die gute und schlechte Eigenschaften in sich vereinen.
Ganz oben auf meiner Liste steht Sand dan Glokta aus der „The First Law“ – Trilogie von Joe Abercrombie. Diese Figur hat mich nachhaltig stark beeindruckt, weil er als Inquisitor natürlich nicht gerade der perfekte Schwiegersohn ist und sein Charakter viele verwerfliche Eigenschaften aufweist. Abercrombie hat herrlich herausgearbeitet, dass all seine Verhaltensweisen jedoch Gründe haben, die mehr oder weniger gut nachvollziehbar sind. Er ist intelligent, intrigant und skrupellos. Aber tief in seinem Innern hat er noch immer ein Herz und auch ein Gewissen, obwohl diese selten zum Vorschein kommen.
Aus der gleichen Trilogie stammt noch eine Figur, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe: der Blutige Neuner. Ein des Kämpfens müder Barbar, der nicht viele Fragen stellt. Ja, er ist streng genommen ein Mörder. Aber er hat auch viel gesehen, viel erlebt und ist keinesfalls herzlos.
Dann sind da all die Urban Fantasy Antihelden, die mich immer wieder aufs Neue begeistern. Joe Pitt. Bourbon Kid. James Stark alias Sandman Slim. Sie rauchen, sie trinken, sie lügen, sie morden. Doch irgendwie kann ich ihnen all das verzeihen, weil es mir immer plausibel erscheint, wie sie sich verhalten. Ich meine, ein Blutbad in Santa Mondega, das verseuchteste, sündhafteste Rattenloch, das man sich vorstellen kann – wer kann Bourbon Kid das schon richtig übel nehmen? So wie ich Anonymus verstanden habe, kann man in Santa Mondega die Augen schließen und einfach in die Menge schießen, es trifft trotzdem immer den/die Richtige/n.
Stark tötet niemals grundlos und niemals Unschuldige, sondern Menschen und/oder Sub Rosas, die sich mit Dämonen oder ähnlich finsteren Mächten eingelassen haben. Ja, okay, er arbeitet für Luzifer. Na und? Deswegen ist er noch lange nicht böse.
Und Joe Pitt? Joe ist ein Auftragskiller, der innerhalb vampirischer Ränkespiele nur versucht, das Richtige zu tun und zu überleben.
In all diesen Büchern fließt literweise Blut, was mir tausendmal lieber ist als irgendwelche unrealistischen, romantisierenden Beschreibungen oder Friede-Freude-Eierkuchen-Sonnenschein-Darstellungen.

Wie ist es bei euch? Liebt ihr Antihelden genauso wie ich? Wer ist euer liebster Antiheld?

Ich freue mich wie üblich auf eure Meinungen und Kommentare! 🙂

 
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Verfasst von - 17. November 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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