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Schlagwort-Archive: Anonymus

Montagsfrage: Wunsch-Verfilmung?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich schäme mich. Ich habe unseren großen Feiertag verpennt. Ich habe vergessen, dass heute der Welttag des Buches ist. Es ist mir heute Nacht siedend heiß eingefallen – natürlich habe ich jedoch zu nachtschlafender Zeit nichts mehr vorbereitet. In den letzten drei Jahren fand bei mir immer ein Gewinnspiel im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude statt. Darauf möchte ich ungern verzichten, obwohl es offenbar keine offizielle Anmeldung für 2018 gab. Ich werde also geich noch eine Kleinigkeit zusammenbasteln, um diesen schönen Tag gebührend zu feiern und Lesefreude zu verschenken. Eine Idee habe ich nämlich. 😉
Vorher, sagt das kleine bürokratische Männlein in meinem Kopf, muss ich allerdings die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten. Wöchentliche Tradition schlägt jährliche Tradition.

Gibt’s ein Buch, das du gerne verfilmt sehen möchtest?

Normalerweise existieren Verfilmungen in meinem Bücherkosmos nicht. Die gibt es erst ein Paralleluniversum weiter. Wird ein Buch verfilmt, das ich lesen möchte, nehme ich mir immer vor, erst die literarische Vorlage zu konsumieren und dann den Film zu sehen. Das Problem ist, habe ich den ersten Part erledigt, sehe ich keinen Grund mehr, den zweiten Part umzusetzen, weil ich erfahrungsgemäß nicht viel davon habe. Ich kenne die Geschichte. Ich habe die Bilder meiner Fantasie im Kopf. Die meisten Verfilmungen enttäuschen mich, denn sie können mit meiner Vorstellungskraft nicht mithalten. Deshalb interessieren sie mich in der Regel überhaupt nicht.
Allerdings hat jede Regel eine Ausnahme, die sie bestätigt. In meinem Fall ist das die „Bourbon Kid“-Reihe von Anonymus. Diesen trashigen, punkigen, makabren Mehrteiler, bestehend aus „Das Buch ohne Namen“, „Das Buch ohne Staben“, „Das Buch ohne Gnade“ und „Das Buch des Todes“, würde ich liebend gern verfilmt sehen, am besten von Quentin Tarantino. Die Geschichte passt einfach zu ihm und es würde mich brennend interessieren, wie er die Vorlage umsetzt. Es ist so abgefahren, dass ich neugierig wäre, die Vorstellungskraft und Fantasie einer anderen Person kennenzulernen.

Welches Buch würdet ihr gern auf der Kinoleinwand sehen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche, sowie einen fantastischen Welttag des Buches! Sobald ich mein Gewinnspiel fertiggestellt habe, verlinke ich es euch hier, damit ihr ganz entspannt teilnehmen könnt!

UPDATE: HIER geht es zum Gewinnspiel zum Welttag des Buches! Viel Spaß beim Rätseln!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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Montagsfrage: Buchige Kinkerlitzchen?

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Ich fühle mich amputiert. Wir haben zur Zeit kein W-LAN. Wir hätten wohl auch schon längst überhaupt kein (schnelles) Internet mehr, hätte mir die großzügige Dame unseres Anbieters für mein Telefon nicht 50 GB Volumen freigeschaltet. Mein Handy ist zur Zeit ein Hotspot. Angeblich ist unser Router der Übeltäter. Der Anbieter hat bereits einen neuen losgeschickt, der eigentlich Samstag ankommen sollte. Sicherheitshalber habe ich das Paket zur Packstation umleiten lassen, weil wir beide nicht zu Hause waren am Samstag. Nichts ist passiert. Jetzt sagt mir die DHL-App, voraussichtlicher Zustellungstermin sei heute. Ich könnte mich fürchterlich aufregen. Aber ich tue es nicht. Ich freue mich lieber darüber, dass ich die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja trotzdem beantworten kann und hoffe, dass der neue Router heute eintrifft, bereits vom Lieblingsmenschen installiert und einsatzbereit ist, wenn ich von der Arbeit heimkomme und es einfach gar keinen Grund für Ärger gibt. Zen.

Besitzt du Merchandise zu bestimmten Buchreihen, z.B. Lesezeichen, Tassen, Kunstdrucke, etc.?

Endlich mal wieder eine Montagsfrage, die ich mit „Ja“ beantworten kann! 😀 Allerdings muss ich dieses „Ja“ relativieren. Ja, ich besitze Buch-Merchandise, aber ich bin längst nicht so sammelwütig wie viele andere Buchblogger_innen. In meinem Haushalt gibt es keine buchigen Funko-Pop-Figuren (Staubfänger), Tassen (der Schrank quillt sowieso schon über), Poster (der Platz an den Wänden wird für Bücherregale benötigt) oder andere aus meiner Sicht überflüssige Kinkerlitzchen. Das hat mehrere Gründe. Erstens ist Buch-Merchandise in der Regel unverschämt teuer. Allein all das „Harry Potter“-Merch kostet ein kleines Vermögen. Das ist es mir nicht wert. Zweitens brauche ich das meiste davon nicht. Ich bin nicht der Typ für Deko und neige nicht dazu, meine Besitztümer zu schonen. Für mich müssen Gegenstände einen praktischen Nutzen haben. Dinge, die ich wie ein rohes Ei behandeln muss, damit sie ansehnlich bleiben, überleben bei mir nicht lange. Ich bin kein behutsamer Mensch. Und drittens ärgert es mich, dass das meiste Buch-Merch gar kein Buch-Merch ist, sondern Film- bzw. Serien-Merch. Fanartikel werden oft erst mit einer Verfilmung produziert und auf den Markt geworfen. Sie haben weniger mit der literarischen Vorlage zu tun als mit der filmischen Umsetzung. Für mich fühlt sich das falsch an, weil ich dadurch den Eindruck gewinne, nicht meine Liebe zu einem Buch oder einer Buchreihe zu verkünden, indem ich Merch kaufe, sondern nur die Verfilmung zu propagieren.
Deshalb suche ich Buch-Merch sehr bewusst und differenziert aus und bin grundsätzlich eher zurückhaltend, was das betrifft. Bisher kam es genau einmal vor, dass ich mir ein Stück gegönnt habe. Dabei handelte es sich um ein T-Shirt der „Bourbon Kid“-Reihe von Anonymus. Ich erinnere mich, dass ich es euch sogar schon einmal gezeigt habe, aber hier gern noch mal das Foto:

Ich habe das T-Shirt 2014 bei der französischen Filmproduktionsfirma SoJa gekauft. Soweit ich es damals verstanden hatte, versuchten SoJa Films, durch den Verkauf von Merchandise genug Geld zusammen zu bekommen, um die „Bourbon Kid“-Reihe verfilmen zu können. Das heißt, bei meinem T-Shirt handelt es sich um Prä-Film-Merch, wenn man so will. Ob SoJa das Projekt je umsetzen konnte, war aktuell nicht zu erkennen.
Darüber hinaus besitze ich noch ein Lesezeichen von „Harry Potter“, das es vor einem gefühlten Jahrhundert beim Kauf eines der Bände umsonst dazu gab. Leider ist das gute Stück verschollen. Während meines Rereads mit Marina hatte ich es noch, aber jetzt ist es weg.

Aktuell war es das mit Buch-Merchandise in meinem Haushalt. Ziemlich mager, ich weiß. Aber ich gebe mein Geld nun mal lieber für Bücher selbst aus, statt Krimskrams zu einem Buch zu kaufen. Prioritäten. 😉

Sammelt ihr Buch-Merchandise?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fabelhaften Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

 
27 Kommentare

Verfasst von - 20. November 2017 in Montagsfrage

 

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Jahresrückblick 2016: Statistiken zu Schönheitsköniginnen, tanzenden Zombies und High Fantasy

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist Zeit, einen detaillierten Blick auf mein Leseverhalten des letzten Jahres zu werfen. Der Jahresrückblick 2016 steht an!
Wie bereits die letzten beiden Jahre ist dieser zweigeteilt. Zuerst schauen wir uns die harten Fakten meines Lesejahrs an. Dafür habe ich wieder eine Infografik erstellt, die in ein paar Statistiken zusammenfasst, wie 2016 für mich gelaufen ist. Zu jeder Folie werde ich ein paar Worte sagen und den Vergleich mit 2015 anstellen. Was war besser, was schlechter, was hat sich verändert?

Danach beantworte ich erneut die 30 Fragen von Martina, die das Formular netterweise auf ihrem Blog Bookaholics zur Verfügung stellt. Auf diese Weise kann ich das Jahr 2016 auch noch einmal emotional Revue passieren lassen und mich gemeinsam mit euch an all die tollen Geschichten erinnern, die meinen Weg gekreuzt haben.

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Anonymus – Das Buch des Todes

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Anfang 2016 habe ich mir vorgenommen, in diesem Jahr die „Bourbon Kid“-Reihe von Anonymus zu beenden. Im Mai startete ich voller Elan mit dem dritten Band in dieses Vorhaben. Leider enttäuschte mich „Das Buch ohne Gnade“, weil es weder die Geschichte weiterführte, noch qualitativ an die beiden Vorgänger heranreichte. Ich war irritiert. Was sollte ich mit dieser losgelösten Episode anfangen? Und was sagte sie über das Finale der Reihe aus, „Das Buch des Todes“? Aufgrund meiner Zweifel hatte ich Hemmungen, weiterzulesen und verschob die Lektüre des letzten Bandes wieder und wieder. Im Dezember beschloss ich, dem Elend ein Ende zu setzen. Ich wappnete mich mit geringen Erwartungen und nahm mir endlich „Das Buch des Todes“ vor.

Santa Mondegas Straßen schwimmen in Blut. Nur wenige Stunden sind vergangen, seit der Bourbon Kid in einer Orgie der Gewalt Menschen und Vampire gleichermaßen massakrierte. Aber er erwischte nicht alle. Ausgerechnet die ehemalige Mumie Gaius Rameses ist noch immer quicklebendig. Na ja, oder so lebendig, wie ein Untoter eben sein kann. Nun plant der König der Vampire, mithilfe des Auge des Mondes die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Kid ist der einzige, der ihn aufhalten könnte, sieht sich im Moment allerdings mit einem lästigen Problem konfrontiert: das Auge des Mondes gab ihm seine Seele zurück. Mit diesem unnützen Ballast kann er sich nicht in den gnadenlosen Killer verwandeln, der er sein muss, um eine von Vampiren regierte Zukunft zu verhindern. Er muss sie loswerden. Mit qualmenden Reifen macht er sich auf den Weg zum Devil’s Graveyard, denn glücklicherweise kennt er da jemanden, der für das Ding eher Verwendung hat als er…

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Verfasst von - 29. Dezember 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Anonymus – Das Buch ohne Gnade

2016-03-26 - Anonymus Das Buch ohne Gnade

Seit ich im Juni 2014 „Das Buch ohne Namen“ und „Das Buch ohne Staben“ gelesen habe, bin ich ein Fan des Bourbon Kid. Ich kann nicht genau erklären, warum ich diesen durchgeknallten Serienmörder sympathisch finde und vielleicht sollte mir das zu denken geben, aber ich weiß zumindest, warum ich die ersten beiden Bände der gleichnamigen Reihe liebe. Sie sind Trash. Sie sind Punk. Sie sind hart, dreckig und auf absurde Weise komisch. Die unbarmherzige Einstellung des Autors gegenüber seinen Figuren imponiert mir. Trotzdem mussten knapp zwei Jahre vergehen, bis ich mir endlich den dritten Band „Das Buch ohne Gnade“ vornahm. Wieso ich die Fortsetzung so lange verschleppt habe, kann ich ebenfalls nicht erklären. Vielleicht sind zwei Abenteuer mit dem Bourbon Kid genug für zwei Jahre?

Einmal im Jahr erfreut sich das Hotel Pasadena eines großen Auflaufs von Gästen. Jedes Jahr an Halloween veranstaltet der Inhaber des Hotels, Nigel Powell, ein Festival unter dem Motto „Back from the Dead“. Mitten in der Wüste, auf Devil’s Graveyard, treffen halbwegs talentierte Möchtegernmusiker, Kneipensternchen und abgebrannte Verzweifelte aufeinander, um sich in einem Gesangswettbewerb zu messen. Sie alle begehren das Preisgeld: einen Vertrag über 1 Million Dollar mit Nigel Powell. Kaum jemand weiß, dass Devil’s Graveyard ein gewaltiges Untotenproblem hat. Dieses Jahr sind die auferstandenen Toten jedoch die geringste Sorge der Teilnehmer. Dieses Jahr hat sich der Bourbon Kid selbst zur Party eingeladen und all die Lokalberühmtheiten müssen sich fragen, welches das schlimmere Übel ist: die Zombies oder der schlecht gelaunte Serienkiller aus Santa Mondega?

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Verfasst von - 5. Mai 2016 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Gemeinsam Lesen

Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! 🙂

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

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Anonymus – Das Buch Ohne Staben

„Das Buch Ohne Staben“

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Originaltitel: “The Eye Of The Moon”

Reihe: Bourbon Kid #2

Autor: Anonymus

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 448 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Sprache: Deutsch

ISBN:  3404206401

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 05.06.2014

Bewertung:

Nachdem die Rezension zu „Das Buch Ohne Namen“ eher eine Beschreibung meiner Beziehung zu diesem Buch war, habt ihr nun wieder eine reguläre Rezension vor Augen. „Das Buch Ohne Staben“ ist der zweite Teil der „Bourbon Kid“ – Reihe; ich möchte daher darauf hinweisen, dass dieser Beitrag ein paar inhaltliche Details enthalten wird. LeserInnen, die wie schon beim ersten Band komplett unvoreingenommen an das Buch herangehen möchten, sollten auf das Lesen verzichten.

Ein Jahr ist es her, dass der Bourbon Kid das letzte Mal in Santa Mondega gewütet hat. Ein Jahr, seitdem alle Mönche der Insel Hubal brutal abgeschlachtet wurden, einschließlich Vater Taos. Alle, bis auf einen. Der Mönch Peto überlebte das Massaker durch einen erstaunlichen Zufall und konnte darüber hinaus auch das Auge des Mondes retten. Nun hält er sich auf der Suche nach Bourbon Kid erneut in Santa Mondega auf.
Auch Dante und Kacy sind in die Stadt zurückgekehrt, allerdings nicht freiwillig. Von der Regierung erpresst, muss Dante sich unter die Vampirclans mischen, um Peto und mit ihm das Auge des Mondes zu finden.
Der Barmann des Tapioca, Sanchez, hütet noch immer ein gefährliches Geheimnis. In einem Raum über seiner Bar pflegt er heimlich die wunderschöne Jessica, die nach der Schießerei vor einem Jahr abermals im Koma liegt. Er ahnt nicht, dass Jessica mehr ist als nur eine hübsche Frau.
Der Vampirclans der Filthy Pigs verfolgt einen perfiden Plan, um wahre Unsterblichkeit zu erreichen. Dafür benötigen sie nicht nur Jessicas Blut, sondern auch das des Bourbon Kid.
Damit noch nicht genug, wandelt eine Jahrtausende alte, wieder auferstandene Mumie durch die Straßen der Stadt.
Erneut macht Santa Mondega ihrem Ruf als gefährlichste Stadt der Welt alle Ehre und im Mittelpunkt aller Ereignisse steht Bourbon Kid. Es wird Blut fließen. Literweise.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung: die „Bourbon Kid“ – Reihe ist Punk. Sie ist Trash. „Das Buch Ohne Staben“ ist eines der härtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Brutal, blutig und gewalttätig. Die Sterberate der Charaktere, ob nun Haupt- oder Nebenfiguren, ist astronomisch hoch. Der Autor (ich gehe weiterhin davon aus, dass es ein Mann ist) sagte angeblich:

„Ich schreibe so lange weiter, bis alle tot sind.“

Ich glaube ihm aufs Wort. Als LeserIn ist es sinnvoll, sich emotional nicht zu sehr an die Charaktere zu binden, denn man weiß nie, wen es als nächstes erwischt. Immer wieder wurde ich überrascht und nicht nur einmal zog ich einen enttäuschten Flunsch, weil eine meiner liebsten Figuren das Zeitliche segnete. In dem Höllenloch Santa Mondega sterben die Menschen/Vampire/Werwölfe wie die Fliegen. Trotzdem glaube ich, dass Anonymus noch einiges vor sich hat, weil er so viele Figuren in seine Geschichte einbaut. Diese erstaunte mich erneut durch ihre Komplexität; zahlreiche Parteien, zahlreiche Ziele, zahlreiche Pläne. Alles ist irgendwie miteinander verbunden, lose Fäden gibt es nicht. Wie schon im ersten Band entstehen dabei absurde, wahnwitzige Situationen, über die ich nur immer wieder ungläubig den Kopf schütteln konnte. Anonymus versteht es exzellent, die verschiedenen Erzählstränge unter einen Hut zu bringen und vermittelt dabei eine gehörige Portion makabren Galgenhumors.
Die BewohnerInnen von Santa Mondega sind die Bank weg durch korrupt, hinterhältig und insgesamt eher unangenehme ZeitgenossInnen. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich für die meisten Sympathie empfand. Selbst der Massenmörder Bourbon Kid, dessen Vergangenheit in „Das Buch Ohne Staben“ nach all den Andeutungen im ersten Band nun endlich offengelegt wird, verdiente sich erneut meine Zuneigung. Das gipfelte darin, dass ich fast zu Tränen gerührt war, als sein Leben am Ende des Buches eine deutlich positive Wendung nimmt.
Außerdem liebe ich es, dass Vampire und Werwölfe als das dargestellt sind was sie sind, ohne einen Hauch romantischer Verklärung: triebhafte Bestien.

Santa Mondega ist der vermutlich verruchteste, moralisch verwerflichste Ort, den ich je in meiner Fantasie besuchte. Und doch kann ich es kaum abwarten, dorthin zurückzukehren. Ich bin begierig auf das Weiterlesen und weiß schon jetzt, dass ein paar Details aus „Das Buch Ohne Staben“ zu Komplikationen im nächsten Band „Das Buch Ohne Gnade“ führen werden. Ich freue mich darauf.
Die gesamte „Bourbon Kid“ – Reihe ist nichts für schwache Nerven. Man muss diese spezielle Mischung aus Gewalt, Blut und Absurdität zu schätzen wissen. Es gibt sicher so einige LeserInnen, die von Anonymus‘ brutaler Geschichte abgestoßen sind. Doch wer es rasant, makaber und blutrünstig mag, liegt mit „Das Buch Ohne Namen“ und „Das Buch Ohne Staben“ goldrichtig.

 
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Verfasst von - 8. Juni 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Anonymus – Das Buch Ohne Namen

„Das Buch Ohne Namen“

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Originaltitel: „The Book With No Name“

Reihe: Bourbon Kid #1

Autor: Anonymus

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 447 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Sprache: Deutsch

ISBN: 3404165160

Genre: Fantasy > Urban Fantasy

ausgelesen am: 01.06.2014

Bewertung:

Wie rezensiert man ein Buch, das weder Titel noch AutorIn hat? Diese Frage beschäftigte mich ein Weilchen, nachdem ich „Das Buch Ohne Namen“ ausgelesen hatte. Würde denn nicht alles, was ich über das Buch zu sagen hätte, viel zu viel vorweg nehmen? Man mag es kaum glauben, aber ich gebe mir in meinen Rezensionen wirklich Mühe, nicht zu viel vom Inhalt zu verraten. Der Fall von „Das Buch Ohne Namen“ ist jedoch sehr speziell. Als ich das Buch kaufte, wusste ich nichts darüber. Als ich begann, es zu lesen, hatte ich keine einzige Rezension, ja, nicht mal den Klappentext gelesen. Ich wollte es so, denn ein Buch, das willentlich keinen Titel hat, verdient meines Erachtens nach vollständige, allumfassende Unvoreingenommenheit. Ich wollte nicht wissen, was mich erwartet; ich wollte mich einfach blindlings in dieses Buch hinein stürzen. Gut, mir war bewusst, dass es eine Figur geben muss, die Bourbon Kid heißt, da die Reihe seinen Namen trägt, aber ich bilde mir ein, dass mich diese winzige Information nicht beeinflusst hat.
Es war wunderbar. Unwissend zu lesen kann ein Segen sein. Mein Geist war weit offen für alle Eindrücke, die der namenlose Autor für mich bereithielt. Ich konnte wirklich jeden Satz, jede Szene genießen, ohne auf etwas zu warten.
Meine lieben LeserInnen, ich möchte euch ein ähnliches Erlebnis wie das meinige nicht verwehren. Daher ist dies keine herkömmliche Rezension. Ich möchte hier lediglich ein paar Gedanken niederschreiben, die euch meine Leseerfahrung mit „Das Buch Ohne Namen“ näher bringen und euch eventuell verstehen lassen, warum es von mir vier Sterne erhielt.

Ich habe mich dazu entschieden, euch einen winzigen Brocken harter Fakten über „Das Buch Ohne Namen“ zu geben: das Genre. Obwohl mir dieses vor dem Lesen auch nicht bekannt war, halte ich es doch für wichtig, dass ihr die Lektüre einigermaßen einordnen könnt. Denn wer keine Urban Fantasy mag, ist möglicherweise gelangweilt oder enttäuscht. Die Akzeptanz der Existenz übernatürlicher Lebensformen ist meines Erachtens nach eine Voraussetzung, um dieses Buch genießen zu können.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Anonymus ein männlicher Autor ist. Der Stil, die Ausdrucksweise, all das ließ mich an einen männlichen Vertreter der schreibenden Zunft denken. Diese Einschätzung wird im Übrigen von meiner Mutter geteilt. Ich fand es sehr interessant, was sie ansonsten zu dem Buch zu sagen hatte: das gesamte Werk erinnere sie an die Groschenromane, die sie in früheren Jahren gelesen und geliebt hat. Alles sei gradlinig, unkompliziert und liefe auf ein fulminantes Finale hinaus. Ich selbst habe noch nie einen Groschenroman gelesen, ich kann mit dieser Einschätzung also nur wenig anfangen.
Ich denke allerdings, dass meine eigene Auffassung des Buches ihrer recht nahe kommt. Würde man mich bitten, zu definieren, um was für ein Buch es sich bei „Das Buch Ohne Namen“ handelt, ich würde sagen, dass es einfach Trash ist. Abgefahren, verrückt, überraschend, ein wenig unrealistisch. Irgendwie Punk. Nichts für schwache Nerven oder Mägen. Damit traf es meinen Geschmack zu einhundert Prozent. Die ganze Story gab mir das Gefühl, als hätte Anonymus Richard Kadreys Sandman Slim, Charlie Hustons Joe Pitt und Jim Butchers Harry Dresden in einen großen Topf geworfen, kräftig umgerührt, vielleicht ein bisschen geschüttelt und heraus kam „Das Buch Ohne Namen“.
Das Entstehen vieler Szenen wirkt absurd zufällig, was auf einen feinsinnigen, ironischen Humor des Autors schließen lässt. Die zahlreichen Figuren bewegen sich in einem Geflecht, dass sie nur minimal beeinflussen können; sie sind Marionetten und bedingen sich doch gegenseitig. Obwohl ich so vielen verschiedenen Charakteren begegnete, hatte ich niemals Probleme, sie auseinander zu halten oder ihren Erzählsträngen zu folgen. Alle sind eigenständige Persönlichkeiten mit einer eigenen Vergangenheit und Zukunft, mit individuellen Wünschen und Zielen.

Ich habe hin und her überlegt, was ich noch über dieses Buch sagen könnte, ohne zu viel zu verraten. Mir ist nichts eingefallen, das nicht zu sehr in die Tiefe ginge. Also belasse ich es nun bei diesem kurzen Eindruck, den ich euch beschrieben habe.
Ich bin zu einem Fan der Bourbon Kid – Serie geworden und habe bereits mit dem zweiten Band, „Das Buch ohne Staben“, begonnen. Zu diesem wird es dann wieder eine geregelte Rezension geben, denn ich gehe davon aus, dass diese hauptsächlich von LeserInnen gelesen wird, die bereits „Das Buch Ohne Namen“ verschlungen haben. Natürlich werde ich trotzdem darauf achten, nicht übermäßig viel Inhaltliches preiszugeben.
Ich hoffe, dieses kleine Experiment hat euch gefallen, obwohl es vermutlich weniger Informationen liefert, als ihr es von mir gewohnt seid. 🙂

P.S.: Solltet ihr ebenso unvoreingenommen wie ich an dieses Buch heran gehen wollen, rate ich euch, auf das Klicken der Links zu verzichten.

 
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Verfasst von - 3. Juni 2014 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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