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Anna Sheehan – A Long, Long Sleep

Rezensionsheader von "A Long, Long Sleep" von Anna Sheehan

Habt ihr euch je gefragt, was mit Dornröschen passierte, nachdem sie aus ihrem magischen Schlaf erwachte? Das traditionelle Märchen verrät uns nicht, wie die verfluchte Prinzessin ihr 100-jähriges Nickerchen verkraftete, sondern deutet lediglich an, dass sie glücklich wurde. Wie ihr das gelang, nachdem sie ein ganzes Jahrhundert verschlief, während sich die Welt außerhalb ihres Schlosses weiterdrehte, verschweigt es. Betrachtet man ihre Lage realistisch, müsste die Gute traumatisiert sein und unter einem gewaltigen Schock leiden. Wie schwer es für Dornröschen wäre, dieses Trauma zu überwinden, untersucht Anna Sheehan in ihrem Debütroman „A Long, Long Sleep“, der dort beginnt, wo das Märchen aufhört.

Rose schlief und als sie erwachte, war die Welt eine andere. Zweiundsechzig Jahre verbrachte die 16-Jährige in Stasis. Sie verschlief die Dunklen Zeiten, in denen eine Serie globaler Katastrophen die Menschheit beinahe auslöschte. Sie verschlief den Tod ihrer Eltern und ihrer großen Liebe Xavier. Sie hätte geweckt werden sollen, aber irgendetwas ging schief. Allein der Zufall riss sie aus ihrem künstlichen Schlummer: Der ebenfalls 16-jährige Brendan entdeckte ihre Stasis-Kapsel im Keller und öffnete sie. Nun muss sich Rose allein in einer fremden Realität zurechtfinden, während jeder ihrer Schritte mit Argusaugen beobachtet wird. Denn sie ist nicht nur das bizarre Dornröschen, über das die Öffentlichkeit tuschelt und tratscht, sie ist auch die Alleinerbin von UniCorp, des gigantischen, interplanetarischen Unternehmensimperiums ihrer Eltern. Verwirrt und einsam klammert sich Rose an Brendan, der ihr seltsam vertraut erscheint. Doch als sie Opfer mehrerer Anschläge wird, muss sie lernen, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen. Sie muss herausfinden, wer ihren Tod will und warum. Haben die Attentate mit UniCorp zu tun? Oder geht es um das Geheimnis ihrer Eltern – das Geheimnis, das sie Jahrzehnte ihres Lebens kostete?

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Jahresrückblick 2020: Ein Buchjahr zwischen Pandemie, radikalen Veränderungen und Wertschätzung

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist ein weiteres Mal vollbracht, ein weiteres Mal habe ich das Kunststück bewerkstelligt: Mein Jahresrückblick 2020 ist innerhalb des ersten Monats des neuen Jahres online! Ich stelle fest, dass ich mittlerweile eine gewisse Routiniertheit entwickelt habe und mir die Zusammenstellung deutlich schneller und leichter gelingt. Obwohl ich für die Ausgabe 2020 ein paar Änderungen vorgenommen habe, weiß ich, worauf es ankommt und halte mich nicht mehr ewig an Kleinigkeiten auf. Dank dieser Vertrautheit mit dem Prozess können wir heute gemeinsam auf meine vergangenen 12 Monate literarisch zurückblicken – wie gewohnt umfangreich, detailliert und gespickt mit Zahlen.

Um mein Lesejahr 2020 angemessen zu resümieren, habe ich die zweigeteilte Struktur, die sich in den letzten Jahren bewährt hat, beibehalten. Der erste Part befasst sich mit den reinen Fakten meines Leseverhaltens. Alle Aspekte, die sich in Zahlen wiedergeben lassen, habe ich statistisch ausgewertet, in Diagramme verwandelt und daraus Infografiken erstellt. Dafür habe ich dieses Jahr zum ersten Mal wirklich mit Excel gearbeitet (statt mit handschriftlichen Notizen und einem Taschenrechner) und habe darüber hinaus nur sehr begrenzt auf Piktochart zurückgegriffen. Die Online-Software zur Kreation von Infografiken hat mir in den vergangenen Jahren gute Dienste geleistet, aber mittlerweile sind die grafischen Darstellungsoptionen für mich zu eingeschränkt. Stattdessen habe ich die meisten Grafiken frei Hand mithilfe eines Grafikprogramms und die Diagramme mithilfe von Word entworfen. Ich bin ziemlich stolz darauf, wie weit sich meine grafischen Fähigkeiten verbessert haben, sodass ich die hilfreiche Krücke, die Piktochart lange Zeit darstellte, nun nicht mehr brauche.

Dieses Jahr habe ich Infografiken zu acht verschiedenen Kategorien erstellt, nach denen ich mein Leseverhalten analysiert habe. Ich werde euch jede Folie einzeln präsentieren und anschließend eine Einordnung vornehmen, um herauszufinden, wie sich diese Zahlen in meine bisherige Lesekarriere einreihen. Ich werde kommentieren, interpretieren und bewerten, damit ihr genau versteht, was diese Statistiken für mich konkret bedeuten. Falls ihr Schwierigkeiten habt, die Schrift zu lesen, könnt ihr jede Folie anklicken, dann öffnet sie sich größer in einem neuen Tab. Wie bereits angedeutet, gibt es dieses Jahr jedoch ein paar Veränderungen, die die Kategorien betreffen und mir notwendig erschienen.

Ich habe auf die Auswertung meiner Rezensionsquote verzichtet, weil ich denke, dass dieser Prozentsatz 2020 nicht realistisch widerspiegelt. Ich weiß, dass ich vom vergangenen Jahr noch einen riesigen Stapel ausstehender Rezensionen abzuarbeiten habe, weil ich das Frühjahr fast ausschließlich mit meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ verbrachte. In der Rezensionsquote wären diese Beiträge und die viele Arbeit, die ich dafür aufgewendet habe, nicht abgebildet, deshalb empfinde ich sie für 2020 als nicht aussagekräftig. Vielleicht wird es diese Auswertung für 2021 wieder geben, das weiß ich noch nicht, aber in diesem Jahr schenken wir uns diese Zahl, die ohnehin recht deprimierend ausfallen würde.

Die Kategorie „Sprachenverteilung“, die in der Vergangenheit analysierte, wie viele Bücher ich in englischer und deutscher Sprache gelesen habe, habe ich komplett gestrichen. Ich halte sie für überflüssig, da ich seit einigen Jahren grundsätzlich alle Bücher, die im Original in Englisch erscheinen, auch im Original lese. Es erscheint mir nicht mehr wichtig, wie hoch der Anteil englischer und deutscher Werke nun ist, denn das sagt nichts mehr über mich aus. Mein Englisch hat sich so weit entwickelt, dass ich nicht mehr darüber nachdenke, ob ich ein Buch lieber übersetzt in meiner Muttersprache lesen sollte. Ebenso habe ich die merkwürdige Annahme, es gäbe eine Konkurrenz zwischen deutschen und englischen Büchern, endlich vollständig abgelegt. Ich behandle sie gleichwertig und habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich häufiger zu englischen Büchern greife. Ich lebe vollkommene literarische Zweisprachigkeit und bin damit sehr zufrieden – es besteht kein Grund mehr, diese Harmonie zu untersuchen.

Außerdem habe ich wie angekündigt die Kategorie „Autor_innen“ neu aufgezogen. Bisher habe ich hierfür stets das Verhältnis von Autoren zu Autorinnen in meiner Lektüreauswahl analysiert, aber diese binäre Einteilung ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß. Erstens zeichnet sich bei mir seit Jahren der Trend ab, dass ich überwiegend zu Büchern greife, auf deren Covern ein männlicher Name prangt. Zweitens finde ich, dass die traditionelle Geschlechtereinteilung nach Männern und Frauen heutzutage gefährlich exkludierend ist. Das Risiko, jemanden zu verletzen, weil ich dieser Person beiläufig eine Binarität aufzwinge, der sie sich selbst vielleicht nicht zugehörig fühlt, ist mir einfach zu groß. Offenheit und Toleranz, immer und überall, im Großen wie im Kleinen.

Nach diesem Ausflug in das aufregende, exotische Land statistischer Zahlen gehen wir zum gemütlichen Teil über. Im zweiten Part des Jahresrückblicks lasse ich 2020 emotional an mir vorüberziehen und beantworte 30 Fragen, die Martina Bookaholics bis 2016 als Formular auf ihrem Blog anbot. Sie selbst verzichtet seit einigen Jahren auf diese kleine Tradition, aber da ich finde, dass die Fragen eine ideale Möglichkeit sind, mein Buchjahr unter emotionalen Aspekten zu resümieren, erhalte ich sie hier am Leben und werde mich ihnen auch für 2020 erneut stellen!

Seid ihr bereit, noch einmal in das seltsame Jahr 2020 abzutauchen? Dann macht es euch bequem, folgt mir in die gar nicht so lang zurückliegende Vergangenheit und lasst euch erzählen, wie 2020 für mich literarisch war!

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7 Kommentare

Verfasst von - 19. Januar 2021 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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