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Montagsfrage: Längste Buchreihe?

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Hallo ihr Nachtschwärmer! 🙂

Der Super Bowl LI ist in vollem Gange, da sich die Atlanta Falcons aber offenbar recht deutlich gegen die New England Patriots durchsetzen können und es der Partie meinem Empfinden nach definitiv an Spannung mangelt, habe ich beschlossen, doch noch fix die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja zu beantworten. Es ist 03:15 Uhr morgens, die Äuglein werden langsam schwer, also quatsche ich nicht lange rum und komme heute mal direkt zum Punkt. 🙂

Welche ist deine längste Buchreihe im Regal und was gefällt dir so gut daran?

Es kann nur eine geben. Ich musste nicht zählen oder überlegen. Meine längste Buchreihe im Regal ist mit sagenhaften 20 Banden „Anita Blake“ von Laurell K. Hamilton. Dabei bin ich noch nicht mal aktuell. Erschienen sind bis heute 25 vollwertige Bände, Nummer 26 ist für Juni dieses Jahres angesetzt. Hamilton bekommt von ihrer Heldin einfach nicht genug und verfügt anscheinend über ein endloses Repertoire neuer Abenteuer. Mittlerweile traue ich ihr zu, bis zum Tag ihres Todes weiterzuschreiben.
Wie bereits mehrfach erwähnt, verbindet mich mit Anita eine lange, bewegte Geschichte. Sie war meine erste UF-Heldin. Nach dem Drama mit den deutschen Übersetzungen, das in der Einstellung der Reihe nach Band 12 seitens Bastei Lübbe gipfelte, habe ich 2015 entschieden, den Sprachenwechsel zu wagen und noch einmal komplett von vorn zu beginnen. Ich habe Anita immer geliebt und glaube an die Reihe, obwohl mir gewisse Entwicklungen nicht gefielen. Letztes Jahr habe ich bereits die ersten beiden Bände im Original erneut gelesen. Ich war zutiefst erleichtert, dass sie in mir noch immer die gleiche Begeisterung wecken wie damals, als ich Anita gerade erst kennenlernte. Umso gespannter bin ich darauf, herauszufinden, ob mich auch die Folgebände überzeugen und kann es kaum erwarten, endlich den Punkt zu erreichen, ab dem mir der Verlauf der Geschichte wieder unbekannt ist.
Die Protagonistin war für mich stets das ausschlaggebende Element der Reihe. Anita ist eine starke, unabhängige, witzige Frau, die sich mutig ihren Ängsten und all den übernatürlichen Kreaturen ihres Universums stellt. Ich bewundere sie. In jüngeren Jahren wollte ich sein wie sie (ohne die Waffen). Anita wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ich werde ihr die Treue halten, komme was da wolle, selbst, wenn die Reihe eines Tages 50 Bände oder mehr umfasst. 😉

Welche Reihe nimmt in eurem Regal am meisten Platz ein und warum liebt ihr sie?

Ich werde heute sicher erst spät zum Stöbern kommen, da das Footballspiel überraschend nun doch noch spannend geworden ist und ich es auf jeden Fall bis zum Ende verfolgen werde. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf eure Antworten und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Montag!
Alles Liebe,
Elli  ❤

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Richard K. Morgan – The Dark Defiles

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Mit geblähten Segeln verließ die Expedition den Hafen von Yhelteth. Ihre Reise führte sie zu den Hironischen Inseln, wo der Legende zufolge das Grab des Illwrack Wechselbalgs sowie die sagenumwobene schwimmende kiriathische Stadt An Kirilnar liegen sollen. Im Norden angekommen bleiben jedoch sowohl das Grab als auch An Kirilnar unauffindbar. Handelt es sich lediglich um einen Mythos? Die Expedition entpuppt sich als gefährliche Enttäuschung. Archeth beginnt, den Kampf gegen ihre zunehmende Verzweiflung zu verlieren. Gils Geduld ist am Ende. Egar ist frustriert und gelangweilt. Erst der überraschende Überfall einer Einheit Soldaten aus Trelayne durchbricht die zermürbende Monotonie. In Abwesenheit der drei Helden erklärte das Imperium dem Bund ein weiteres Mal den Krieg. Plötzlich befinden sich Archeth, Egar und Gil auf der falschen Seite eines erbitterten Konflikts, in dessen Schatten jahrtausendealte Mächte Intrigen und Pläne schmieden. Schon einmal ließ das Ringen von Kiriath und Aldrain um das Schicksal der Menschheit die Welt erzittern. Doch jetzt ist es anders. Jetzt bieten ihnen ein schwarzer Magier, ein Halbblut und ein Drachentöter die Stirn. Hier endet es. Ein für alle Mal.

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Verfasst von - Dezember 28, 2016 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Mark Lawrence – Prince of Thorns

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Auf die Frage hin, welche Autor_innen Mark Lawrence inspirierten, seinen Debütroman „Prince of Thorns“ zu schreiben, antwortete er „A Clockwork Orange“ von Anthony Burgess. Hätte ich das gewusst, hätte ich vielleicht eher zu diesem Roman gegriffen, denn ich liebe die Geschichte des zum Gutmenschen konditionierten Alex. Hätte ich es gewusst, wären meine Erwartungen allerdings enttäuscht worden, weil die beiden Bücher letztendlich kaum etwas gemeinsam haben. Lediglich ihre Protagonisten sind sich sehr ähnlich: sowohl Alex als auch Jorg sind ultragewaltbereite, intelligente, einnehmende Figuren. Demzufolge war es vermutlich von Vorteil, dass ich erst im Nachhinein erfuhr, dass „Prince of Thorns“ ursprünglich als Hommage an Burgess‘ großen Roman gedacht war. So konnte ich mich der Lektüre unbelastet widmen.

Der Tod seiner Mutter und seines Bruders veränderten Jorg. Das Attentat, das eigentlich auch ihn beseitigen sollte, machte aus einem unschuldigen Kind den skrupellosen Kopf einer Räuberbande, die plündernd und mordend durch die Lande zieht. Aus Gier und Opportunismus halten sie ihm, einem 14-jährigen Burschen, die Treue. Vier Jahre ist es her, dass Jorg davonlief. Nun ist es Zeit, heimzukehren, an den Hof des Königs von Ancrath. Denn unter den Schichten aus Grausamkeit, Dreck und bitteren Erinnerungen ist Jorg niemand geringes als der Kronprinz des Reiches. Er ist fest entschlossen, seinen Anspruch auf den Thron durchzusetzen und seinen Vater dafür bluten zu lassen, dass er das Leben seiner Frau und seines Sohnes verscherbelte. Ebenso, wie er ihren Mörder für seine Tat bezahlen lassen wird. Von Rachedurst getrieben führt Jorg seine Bruderschaft Ausgestoßener in das Herz der Macht. Ein tödliches Netz aus Magie und Intrigen erwartet ihn. Doch Jorg weiß, wie das Spiel gespielt wird. Er weiß, wie man gewinnt. Und er will verdammt sein, wenn er mit 15 nicht bereits König ist!

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Verfasst von - Dezember 1, 2016 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Eigenheiten eines Bücherwurms?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Wisst ihr was? Ich muss jetzt noch zwei Wochen arbeiten, dann habe ich Urlaub – für fabelhafte 3 Wochen! Da ich mich schon seit Wochen fühle, als würde ich auf dem Zahnfleisch kriechen, ist es dringend Zeit. Vielleicht komme ich dann auch endlich mal dazu, alles abzuarbeiten, was an Blog-Arbeit liegen geblieben ist. Wir werden sehen. Zwei Wochen noch, das heißt, noch zwei Montagsfragen vom Buchfresserchen Svenja. Die heutige finde ich mal wieder richtig toll:

Welche 5 Eigenheiten oder Verhaltensweisen zeichnen dich – vom Lesen abgesehen – als Bücherwurm aus?

Das ist wirklich eine gute Frage. Was machen Bücherwürmer anders als der durchschnittliche Leser? Ich denke, ein Bücherwurm empfindet für Bücher und das Lesen einfach einen Funken mehr Leidenschaft. Wir sind kompromissloser, beschäftigen uns intensiver mit Literatur, räumen Büchern mehr Raum in unseren Leben ein. Das Wie ist dabei natürlich absolut individuell. In meinem Fall äußert sich meine Leidenschaft folgendermaßen:

1. Ich verlasse das Haus nie ohne ein Buch in meiner Tasche.

2. Ich habe immer eine aktuelle Lektüre. Habe ich ein Buch beendet, beginne ich sofort das nächste. Ich mache keine Pausen vom Lesen.

3. Betrete ich eine Buchhandlung, will ich nie „einfach nur mal gucken“. Ich behaupte zwar das Gegenteil, auch mir selbst gegenüber, aber in Wahrheit habe ich eine ganze Kartei in meinem Kopf, in der fein säuberlich abgespeichert ist, welche Bücher ich bereits gelesen habe, welche ich besitze und welche ich mir noch zulegen möchte. Ich bin niemals planlos und selbst beim Stöbern suche ich hauptsächlich nach Lektüre, die auf meiner Wunschliste vermerkt ist. Natürlich bin ich trotzdem offen für Neuentdeckungen, doch ich lege es nicht darauf an. Muss ich ja auch nicht, denn ich weiß ja bereits, was ich haben möchte.
Ich schlendere mit dem Smartphone bewaffnet durch die Gänge. Es ist mir egal, wie das aussieht. Falls mich meine Kopf-Kartei im Stich lässt, gibt mir das die Möglichkeit, herauszufinden, in welchem Zusammenhang mir ein bestimmtes Buch schon einmal begegnet ist. Ich vermeide so, unwissentlich einen Folgeband zu kaufen. Außerdem habe ich mir angewöhnt, vor jedem Kauf einen schnellen Preischeck zu machen. Wenn man Bücher wie ich massenweise kauft, spielen selbst 1-2€ Ersparnis eine Rolle.
Manchmal murmele ich auch vor mich hin in einer Buchhandlung: „Hab ich“, „Kenn ich“, „Will ich“.

4. Ich hänge keine Bilder, Fotos oder Poster an die Wände meines Wohnzimmers. Meiner Ansicht nach ist das Platzverschwendung. Ich brauche jedes freie Fleckchen für weitere Bücherregale. Wenn alle Wände eines Tages voll sind, muss ich wohl umziehen.

5. Meine Liebe zum Lesen und zu Büchern ist so groß, dass ich mir vor ein paar Jahren ein Bücherregal auf die Innenseite meines rechten Oberarms tätowieren ließ. Hebe ich den Arm und trage ein kurzärmeliges Shirt, kann jede_r sehen, wo meine Prioritäten liegen.

Welche 5 Verhaltensweisen brandmarken euch als Bücherwurm?

Mir wären noch mehr Eigenheiten eingefallen, die mich als Bücherwurm auszeichnen, aber Svenja fragte nach fünf. Jetzt bin ich äußerst gespannt, welche Punkte ihr aufgezählt habt und in welchen ich mich selbst wiedererkenne. Ich freue mich schon auf das Stöbern in euren Antworten und wünsche euch allen einen großartigen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
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Verfasst von - Oktober 24, 2016 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Richard Schwartz – Das blutige Land

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Havald, Engel des Soltar, der Wanderer, ist endlich wieder er selbst. Nach seiner Wiedererweckung sind seine Erinnerungen nun vollständig zurückgekehrt – und mit ihnen Havalds unkonventionelle Art und Weise, Probleme zu lösen. Während die Truppen des Nekromantenkaisers Illian weiterhin bedrohen und Askirs Militär nicht schnell genug aufgerüstet und ausgebildet werden kann, um gegen sie im Feld zu bestehen, reist Havald als einfacher Rekrut unerkannt in die Ostmark. Seit Jahrhunderten ist die Ostmark Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen mit den Barbaren, die immer wieder gegen die Bollwerke des Reiches anrennen. Warum, weiß niemand. Die Kämpfe bündeln Truppen und Ressourcen, die gerade jetzt dringend benötigt werden. Havald glaubt, dass der Schlüssel zur Befriedung der Ostmark im Verständnis der Motivation der Barbaren liegt. Die Stämme müssen geeint werden, um den Einfluss des Nekromantenkaisers auszuhebeln, der seinen schwarzen Schatten bereits auf das ungastliche Land wirft und mit süßen Versprechungen lockt. Hoffnung prophezeit die Legende eines uralten Artefakts: eine Krone, geschmiedet von Elfen, die ihrem Träger die Herrschaft über die Stämme verleihen soll. Doch die Krone wurde zerbrochen, die Bruchstücke in alle Winde zerstreut. Wird Havald die Stücke ausfindig machen und wieder zusammensetzen können, um der Ostmark den Frieden zu bringen, den sie seit Jahrhunderten verdient?

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Steven Erikson – Die Eisige Zeit & Der Tag des Sehers

2016-08-05 - Erikson Die Eisige Zeit & Der Tag des Sehers (Das Spiel der Götter #3)

Im Südosten von Genabackis regt sich eine neue Bedrohung: die Pannionische Domäne, angeführt vom Pannionischen Seher. Begleitet von einer hungrigen, blutrünstigen Bauernarmee verschlingt er gierig eine Stadt nach der anderen. Um ihn aufzuhalten, braucht es ein eigenwilliges Bündnis. Nach Jahren des Krieges stehen sich Dujek Einarm, Elster, Caladan Bruth und Anomander Rake erstmals als Alliierte gegenüber. Abtrünnige malazanische Soldaten, Tiste Andii, Söldner und Rhivi werden Seite an Seite kämpfen, um den Grauen des Pannionischen Sehers Einhalt zu gebieten. Doch das Bündnis steht auf tönernen Füßen. Ein eiskalter Hauch aus einer lang vergrabenen Vergangenheit stellt die Loyalitäten aller Beteiligten in Frage. Verrat hebt sein hässliches Haupt. Legenden offenbaren sich als Realität. Chaos vergiftet die Welt, in dessen Wirren sich der wahre Feind der vereinten Armee verbirgt und nach uralter Rache dürstet. In der Stadt Capustan wird sich entscheiden, ob die Allianz stark genug ist, dem Griff des Sehers und seines Meisters nach Genabackis ein Ende zu setzen.

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Harper Lee – To Kill a Mockingbird

2016-06-05 - Lee To Kill a Mockingbird

„To Kill a Mockingbird“ von Harper Lee ist vermutlich eines der Bücher, die am häufigsten in anderen Büchern erwähnt und zitiert werden. Besonders in der Young Adult – Literatur stolperte ich immer wieder über diesen Titel. Es kam, wie es kommen musste: ich wurde neugierig. Ich wusste, dass es sich dabei um einen modernen amerikanischen Klassiker handelt, der oft in Schulen besprochen wird. Ich wusste jedoch nicht, worum es darin überhaupt geht. Ich kaufte das Buch blind. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete und das gefiel mir. Ich fand es spannend, mich kopfüber in einen Klassiker zu stürzen, ohne durch äußere Einflüsse vorbelastet zu sein. Ich wagte das Abenteuer und nahm einfach an, dass ein Buch, das 1961 den Pulitzer-Preis gewann und niemals aus dem Druck verschwand, nicht allzu enttäuschend sein konnte.

Fragte man Scout Finch heute, wie es dazu kam, dass sich ihr vier Jahre älterer Bruder Jem kurz vor seinem 13. Geburtstag den Arm brach, würde sie ohne zu zögern antworten, dass die Ewells dafür verantwortlich waren. Jem hingegen ist überzeugt, dass es viel eher begann. Es begann mit ihrem Freund Dill und der fixen Idee, ihren zurückgezogen lebenden Nachbarn Boo Radley aus seinem Haus zu locken. Es begann mit den Stunden bei der sterbenden Mrs. Dubose, den Schlägereien auf dem Schulhof und dem tollwütigen Hund. Es begann mit den an ihren Vater Atticus gerichteten Beleidigungen, weil er Tom Robinson vor Gericht vertrat. Es begann, als die Einwohner_innen der Südstaatenkleinstadt Maycomb die Unschuld der Geschwister auf dem Altar der Tradition opferten. Es begann harmlos – und doch zwangen die Ereignisse Scout und Jem, erwachsen zu werden. Manchmal treffen auch gute Menschen schlechte Entscheidungen.

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Verfasst von - Juli 5, 2016 in Amerikanisch, Klassiker, Rezension

 

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Montagsfrage: Fiktion vs. Non-Fiktion?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich freue mich, dass meine neue Kategorie „Literarisches Kochen“ gut bei euch ankam! Das Sturmwelten Curry erhielt einige Likes, woraus ich mal schließe, dass es euch nicht stört, wenn auf einem Buchblog auch mal gekocht wird. 😉 Voraussichtlich werde ich am kommenden Samstag das nächste Rezept ausprobieren. Ich möchte dem Lieblingsmenschen eine Freude machen. Ich habe mich noch nicht für ein Gericht entschieden, also lasst euch überraschen, was es wird. 😉
Bis zum Wochenende ist es allerdings noch ein bisschen hin, heute ist ja gerade mal Montag und somit Zeit für die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja:

Wie ist bei dir das Verhältnis zwischen Fiktion und Non-Fiktion, wenn du dein Leseverhalten betrachtest?

Ich würde behaupten, das Verhältnis pendelt sich etwa bei 85:15 ein. Die Fiktion überwiegt bei weitem. Die Non-Fiktion schleicht sich eher still und heimlich in mein Leseleben. Ich lese sehr, sehr selten Sachbücher, Biografien oder ähnliches. Ginge es ausschließlich nach diesen Genres, läge das Verhältnis vermutlich bei 95:5. Fiktive Geschichten machen mir einfach mehr Spaß. Aber – und das ist ein dickes, fettes Aber – das beinhaltet eben auch Fiktion, die mit non-fiktiven, reellen Fakten untermauert ist. In politischen Thrillern trifft man diese Mischung oft. Erst gestern habe ich mich mit meinen Eltern darüber unterhalten, dass ich gern Bücher lese, die mir durch eine fiktive Erzählung etwas über Geschichte, Wirtschaft und Politik beibringen. Es fällt mir leichter, auf diese Weise zu lernen, als einen Wikipedia-Artikel nach dem anderen zu wälzen. Spannend verpacktes Wissen bleibt in meinem Kopf besser hängen. Ich versuche, so all die Punkte abzudecken, die meine Schulbildung ausklammerte, die mich interessieren und die meiner Ansicht nach bedeutsam für ein umfassendes Verständnis der aktuellen Weltlage sind. Es ist mir wichtig, zu begreifen, was auf der Welt passiert und dank toller politischer Autor_innen wie zum Beispiel Tom Rob Smith, Arne Dahl oder Frank Schätzing muss ich dafür keine trockenen Abhandlungen lesen, sondern kann die Vorzüge der Fiktion genießen. Ich lerne beiläufig, nebenbei, was es sehr viel einfacher macht, komplizierte Zusammenhänge zu verinnerlichen. Oftmals spreche ich parallel zur oder nach der Lektüre mit meinen Eltern über das Gelesene, um den Bezug zur Gegenwart und Realität zu verhärten und zu intensivieren. Ich frage so lange nach, bis ich glaube, mir ein Gesamtbild machen zu können. Das heißt, obwohl ich selten zu Literatur greife, die keine fiktive Geschichte erzählt, ist die Non-Fiktion trotzdem präsent und ich bin dankbar dafür, dass ich mein Wissen auf diese Weise erweitern kann.

Wie präsent ist die Non-Fiktion in eurem Leseleben?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 

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Jonathan Maberry – Dust & Decay

2016-04-22 - Maberry Dust & Decay

Jonathan Maberry kann Jiu-Jitsu. Ist das nicht abgefahren? In seinem englischen Wikipedia-Artikel steht, dass er den schwarzen Gürtel achten Grades hält. Ich kenne mich mit Kampfsportarten nicht aus, schätze aber, dass das eine ziemlich hohe Stufe ist. Maberry begann sein Training im Alter von 6, weil er zu dieser Zeit in einer unsicheren Nachbarschaft lebte. Ich hätte sowas niemals erwartet, weil es einfach nicht zu meinem Bild von Autor_innen passt. Es erklärt allerdings, warum Tom Imura, eine der Figuren seiner Zombie-Postapokalypse „Rot & Ruin“, die ich vor zwei Jahren begann, ebenfalls ein Meister der Kampfkunst ist und sogar mit einem Katana umgehen kann.

Es ist Monate her, seit Benny Imura und Nix Riley während ihrer Abenteuer in der Zombie-bevölkerten Einöde des Rot and Ruin einen Jet über den Himmel fliegen sahen. Seitdem nutzten sie jede freie Minute, um mit Bennys großem Bruder Tom, seines Zeichens Zombiejäger, zu trainieren. Sie planen, ihre Heimat Mountainside zu verlassen – vermutlich für immer. Das Auftauchen des Jets bedeutet, dass es irgendwo auf der Welt noch Menschen gibt, die das Wissen der Vergangenheit bewahrten. Begleitet von Tom, Lilah und Chong werden Benny und Nix das Rot and Ruin durchqueren, um sie zu finden.
Doch bereits der Beginn ihrer Reise gestaltet sich als schwierig. In den letzten Monaten hat sich das Rot and Ruin verändert. Wilde Tiere streifen durch die Landschaft und die Zahl der Zombies ist explodiert. Gerüchten zufolge wurde Gameland neu errichtet. Der Jet verspricht eine bessere Zukunft, aber wie können Benny, Nix und ihre Freunde ihre Heimat guten Gewissens hinter sich lassen, wenn so viel im Argen liegt?

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Montagsfrage: Unverhofft reich?

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich mach es heute kurz. Ich habe an diesem Feiertag noch ein bisschen was vor, also folgt jetzt die Antwort auf die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja und dann widme ich mich dem Tagesgeschäft. 😉

Unverhofft reich – welches Buch ist euch nur durch Zufall in die Hand gefallen und entpuppte sich als großartig?

Da fällt mir „Little Brother“ von Cory Doctorow ein. Diesen Jugendroman habe ich auf dem Mängelexemplar-Grabbeltisch einer Buchhhandlung entdeckt und mitgenommen. Lange, bevor ich begann, eine Wunschliste zu schreiben und nur noch danach zu kaufen. Mensch, das muss schon mehr als 5 Jahre her sein. Jedenfalls fand ich das Buch fantastisch. Es ist intelligent und sensibilisiert deutlich für Themen wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Überwachung und Sicherheit innerhalb sowie außerhalb des Internets. Doctorow erklärt bestimmte Mechanismen der Programmierung so, dass sie auch jeder Laie verstehen kann. Die Handlung ist spannend, absolut vorstellbar und heute aktueller denn je. Ich kann es wirklich von ganzem Herzen empfehlen, weshalb ich euch Cover und Klappentext herausgesucht habe.

Little BrotherMarcus, alias «w1n5t0n», ist 17, smart und ein begeisterter Gamer. Als Terroristen die Oakland Bay Bridge in San Francisco in die Luft sprengen, befinden er und seine Freunde sich zur falschen Zeit am falschen Ort. Agenten der Sicherheitsbehörde halten sie für verdächtig und verschleppen sie auf eine geheime Insel, wo sie tagelang verhört, schikaniert und gedemütigt werden. Als Marcus freikommt, hat sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt. Jeder Bürger – ein potentieller Terrorist; Menschenrechte – zweitrangig; Freiheit – ein «Sicherheitsrisiko».
Marcus und seine Freunde können nicht akzeptieren, was geschehen ist – und beschließen, sich zu wehren. Mit Hilfe subversiver neuer Medien organisieren sie sich zu einer «Gamer-Guerilla». Ihr Plan: Sabotage der staatlichen Überwachung. Ihre Waffen: die Zukunftstechnologien. Ihr Ziel: der Sturz der Regierung.

Welches Buch entpuppte sich für euch als unverhoffter Schatz?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten; vielleicht entdecke ich beim Stöbern ja noch die eine oder andere brauchbare Empfehlung! 😉
Ich freue mich außerdem wie immer auf eure Kommentare und wünsche euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli

 
 

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