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Frank Schätzing – Breaking News

Rezensionsheader Breaking News

Man kann über den deutschen Autor Frank Schätzing sicher vieles schreiben. Über seine Karriere in der Werbebranche, seinen explosiven Erfolg mit seinem Wissenschaftsthriller „Der Schwarm“, den ich während des Erdkundeunterrichts heimlich unter dem Tisch las, über seine Ausflüge in die Schauspielerei und über sein Werken als Musiker. Alles interessant, aber längst nicht so spannend wie sein Einsatz als Unterwäschemodel für die Marke Mey im Jahre 2009. Als ich über diese Info stolperte, ist mir wirklich die Kinnlade runtergefallen. Die Fotos, geschossen von der Fotografin Gabo, sind ästhetisch und Schätzing, damals 52, ist durchaus attraktiv, doch es wundert mich. Schriftsteller_innen neigen ja eher selten zur Selbstinszenierung. Seiner Glaubwürdigkeit schadete dieses Projekt trotzdem nicht, denn auch sein 2014 erschienener politischer Thriller „Breaking News“ eroberte Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

Vor drei Jahren war Tom Hagen der gefeierte Star des Kriegs- und Krisenjournalismus. Kein Konflikt war ihm zu gefährlich, kein Schützengraben zu tief, kein Risiko zu gewagt. Überall auf der Welt fand man ihn an vorderster Front. Doch 2008 ging er zu weit. In Afghanistan verlor er alles. 2011 ist Hagen ein Schatten seines früheren Ichs und sucht verzweifelt nach der einen bedeutenden Story, die seine Karriere wieder in Schwung bringt. Verbittert und von Selbstvorwürfen zerfressen strandet er in Israel. Kurz nach seiner Ankunft in Tel Aviv bietet sich ihm eine einmalige Gelegenheit: Im Untergrund sind geheime Dokumente des Inlandgeheimdienstes Schin Bet aufgetaucht. Hagen erkennt sofort, dass der brisante Stoff den nächsten großen Knüller verspricht. Aber was sein fulminantes Comeback werden sollte, entwickelt sich schnell zu einem mörderischen Katz-und-Maus-Spiel. Hagen stößt auf eine Verschwörung, die die Grundfesten des Staates in Frage stellt – und auf die tragische Geschichte einer Familie, in der das Herz Israels schlägt.

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Montagsfrage: Kritzeleien im Buch?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe meinen Laptop zurück! Natürlich hat es etwas länger gedauert, als erwartet, aber jetzt steht er hier vor mir samt einer niegelnagelneuen Tastatur. Als der liebe PC-Doktor ihn am Samstag wiederbrachte, hätte ich Luftsprünge machen können und habe direkt den ganzen Abend dem Seriensuchten gewidmet. Es ist wirklich so viel schöner, auf dem eigenen Gerät zu arbeiten, wo Passwörter gespeichert, die richtigen Programme installiert und eben alle meine Bedürfnisse erfüllt sind. Deshalb macht mir die Beantwortung der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise heute besonders viel Spaß!

Buch mit Notiz?

Ich selbst schreibe so gut wie nie Notizen in meine Bücher. Das hat allerdings weniger damit zu tun, dass ich das als Blasphemie empfinden würde, wie Antonia andeutet. Es hängt mit der Arbeitsweise zusammen, die ich mir für meine Rezensionen zurechtgebastelt habe. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass es für mich wesentlich ergiebiger, produktiver und konstruktiver ist, meine Gedanken erst nach der Lektüre eines Buches zu notieren. Ich lasse meine Eindrücke einer Geschichte gern eine Weile in mir rumoren und sacken, bevor ich sie aufschreibe, denn mein Unterbewusstsein führt mich oft auf ganz erstaunliche mentale Wege, wenn ich ihm die Zeit dazu gebe. Ich habe beobachtet, dass Notizen, die ich während einer Lektüre schreibe, eher oberflächlich sind und mir am Ende nicht so viel bringen. In die Tiefe gelange ich erst, nachdem ich das gesamte Buch kenne und es als Einheit auf mich wirken lasse. Außerdem sind Gedanken, die ich auf einer Seite hege, mit der nächsten vielleicht bereits obsolet, weil sich Sachverhalte und Entwicklungen schnell relativieren können. Deshalb ergibt es für mich keinen Sinn, im Buch herumzukritzeln. Mit einem externen Notizbuch fahre ich deutlich besser.

Ästhetische Überlegungen spielen hierbei eine geringe Rolle. Könnte ich mit Notizen, die während einer Lektüre entstehen, besser arbeiten, hätte ich wenig Hemmungen, diese in dem entsprechenden Buch festzuhalten und ich kann verstehen, dass es einige Leser_innen gibt, die genau das tun. Ich kann mir vorstellen, dass sie mich bei potenziellen späteren Rereads stören und die Wirkung der Geschichte verfremden könnten, doch ich glaube nicht, dass mich das aufhalten würde, wenn ich dadurch bessere Rezensionen schreiben könnte. Ich betrachte Bücher nicht als Heiligtümer, sie sind Gebrauchsgegenstände. Wundervolle, magische Gebrauchsgegenstände, aber immer noch Gebrauchsgegenstände. Ich finde es albern, sie mit übertriebener Ehrfurcht zu behandeln. Ihr Zweck besteht darin, Freude zu entfachen. Wer Freude dabei empfindet, an den Rand des Textes zu schreiben – bitte, nur zu, von mir werdet ihr kein kritisches Wort hören.

Notiert ihr eure Gedanken direkt in Büchern?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Robert Jackson Bennett – The Troupe

Hände hoch: wer hat schon einmal „Dinner for One“ gesehen? Ich stelle mir ein Meer erhobener Hände vor. Aber wusstet ihr, dass der Silvestersketch aus der US-amerikanischen Bühnenunterhaltungsform Vaudeville hervorging? Das Vaudeville war eine Vorstufe des Varietés im 19. Jahrhundert. Die Vorführungen bestanden aus mehreren in sich abgeschlossenen Nummern, die von Schauspiel, Gesang, Tierdressur, Bauchrednern bis zu Akrobatik und Tanz reichten. Die Theater, die eher an Schaubuden erinnerten, gehörten weitgehend zu großen Ketten, weshalb die Künstler_innen häufig durch das ganze Land tourten. Viele spätere Berühmtheiten wie zum Beispiel die Drei Stooges begannen ihre Karriere im Vaudeville. In seinem Roman „The Troupe“ entführt der Autor Robert Jackson Bennett seine Leser_innen in diese bunte, exotische Welt.

Der 16-jährige George Carole ist ein musikalisches Wunderkind. Sein Pianospiel ist beinahe magisch. Niemand versteht, warum er sich ausgerechnet im Vaudeville eine Anstellung suchte. Sein Talent könnte ihm die Türen der großen Konzerthäuser öffnen und seine Taschen füllen. Aber George interessiert sich nicht für Reichtum und Ruhm. Er hat nur einen Wunsch: er möchte seinen Vater kennenlernen. Dieser ist niemand geringeres als der berühmt-berüchtigte Heironomo Silenus. Die Shows seiner Truppe sind in Vaudeville-Kreisen legendär; sie gelten als einzigartig, mystisch, lebensverändernd. Als es George tatsächlich gelingt, Silenus auf sich aufmerksam zu machen und Teil seines Ensembles zu werden, steht ihm jedoch eine entsetzliche Offenbarung bevor. Die skurrile Künstlergruppe führt ein Leben auf der Flucht, im ewigen Krieg gegen die Dunkelheit, die droht, die Welt zu verschlingen. Sie sind die einzigen, die das göttliche Geheimnis kennen und sich dem abgrundtief Bösen entgegenstellen. George wird in einen uralten Kampf hineingezogen, der ihm mehr abverlangt, als er vielleicht zu geben bereit ist…

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Montagsfrage: Cover-Köder?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wir bekommen am nächsten Freitag ungewöhnlichen Besuch. Um 11 Uhr vormittags werden drei Blutegel diese Wohnung betreten. Natürlich nicht von selbst, sie werden sich wohl in irgendeinem Behältnis in der Tasche von Chillis Physiotherapeutin (gesegnet sei sie) befinden. Die Prinzessin erhält eine Behandlung, weil sie üble Schmerzen im rechten Vorderbein hat, die offenbar aus der Schulter kommen. Deshalb lahmt sie schon viel zu lange; wir dachten aber, es sei einfach die Arthrose in ihrem Vorderfußgelenk. Monatelang habe ich ihr jeden Abend Heilerde auf den Fuß geschmiert (fand man bescheiden) und konnte so eine Blockade im Gelenk lösen, doch das Lahmen blieb. Eine Akupunkturnadel brachte dann Gewissheit: der Schmerz kommt aus der Schulter. Für eine reine Akupunkturbehandlung ist es schon zu schlimm, daher werden jetzt die schweren Geschütze aufgefahren. Ich bin ziemlich aufgeregt, denn es heißt, dass Blutegel erstens Wunder wirken und den Hund zweitens in einen seeligen Rausch schicken. Chilli wird high sein. Ich bin gespannt, wie sie reagiert, wie sie mitmacht, wie sie sich verhält und hoffe von Herzen, dass ihr die Behandlung tatsächlich hilft. Gerade jetzt, da wir einen verfrühten Frühlingseinbruch erleben, verdient sie es, sich ohne Schmerzen bewegen und das Wetter genießen zu können. Das Beste ist, dass wir dann vielleicht sogar ihr Schmerzmittel absetzen können. Ich werde berichten, wie es lief, denn ich verfolge die private Mission, andere Tierhalter über die Vorteile alternativer Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Es muss nicht immer Chemie sein, die bekanntermaßen die Organe schädigt. Die Natur bietet uns viel häufiger Auswege, als wir denken.
Vor dem Blutegel-Besuch liegen allerdings noch 4 volle Tage, bis Ende der Woche ist es noch ein bisschen hin. Heute soll uns erst einmal der Wochenstart beschäftigen und somit natürlich auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise:

Wie sehr wirst du vom Coverdesign eines Buches zum Kauf beeinflusst?

Ich kann stolz behaupten, dass ich noch nie einen reinen Coverkauf getätigt habe. Jubelt mir zu! Lobgesänge bitte! Zu behaupten, ich wäre völlig immun gegenüber den Reizen eines hübschen Covers, wäre allerdings gelogen. Ich vergleiche die Situation des Buchkaufs gern mit der Partnerwahl: man ist eher geneigt, einen Menschen in das eigene Leben einzuladen, wenn dieser ansehnlich ist. Wer will schon mit einer Person liiert sein, der man am liebsten jeden Tag eine Tüte über den Kopf ziehen möchte? Mit Büchern ist es ähnlich. Cover sind Köder. Gefällt mir die Gestaltung des Buchdeckels, bin ich viel eher geneigt, den Klappentext zu lesen und herauszufinden, welche Geschichte denn da so geschmackvoll angepriesen wird. Die endgültige Entscheidung fällt dann tatsächlich durch den beschriebenen Inhalt, aber der erste Eindruck, die erste Welle der Neugier, entsteht durch das Cover. Cover wecken mein Interesse und überzeugen mich, genau dieses Buch aus der Flut herauszupicken.

Außerdem bin ich meist bereit, ein paar Euro mehr zu bezahlen, um eine Ausgabe zu ergattern, die mir gefällt. Im englischsprachigen Buchmarkt ist es Gang und Gäbe, dass ein und dasselbe Buch bei verschiedenen Verlagen erscheint und diese dann auch unterschiedliche Covergestaltungen aufweisen. Wenn ich schon die Wahl habe, möchte ich auch eine Ausgabe besitzen, die ich ästhetisch finde. Wenn diese ein bisschen mehr kostet – was soll’s? Dafür bin ich glücklicher. Beweisstück A: meine ledergebundenen Barnes & Nobles Ausgaben einiger Klassiker. Sehe ich die im Regal stehen, platze ich fast vor Stolz.

Trotz dessen möchte ich noch mal betonen, dass ich ein schickes Cover als Bonus betrachte. Besonders bei Empfehlungen trifft das zu. Gibt es nur Ausgaben, die mir nicht zusagen, hält mich das nicht vom Kauf ab. Hier kommt wieder die Partnerwahl-Analogie ins Spiel: findet man eine Person nicht sofort attraktiv, heißt das nicht, dass sich das durch das Kennenlernen nicht noch ändern kann. Dann überzeugt der Charakter. Diese Macht besitzen Bücher ebenfalls.

Demzufolge sind schöne Cover für mich ein Anreiz und beeinflussen mich durchaus, aber sie sind ein Faktor, der bei der Entscheidung für einen Kauf nicht allzu viel Gewicht hat. Don’t judge a book by its cover.

Lasst ihr euch von einem hübschen Cover zum Buchkauf überzeugen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen eine wunderbare Woche voller Frühlingsgefühle!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jahresrückblick 2018: Vom Spaß mit Statistiken, dem Kampf gegen die Durchschnittlichkeit und plüschigen Helden

Hallo ihr Lieben!

Tatatataaaa! Es ist geschafft! Der Jahresrückblick 2018 ist endlich fertig! Die Zusammenfassung meines vergangenen Lesejahres war wie immer eine Mammutaufgabe, die mich wieder einmal viel länger in Anspruch nahm, als ich eigentlich plante. Jedes Jahr unterschätze ich, wie viel Zeitaufwand dieser Rückblick erfordert. Aber: es ist mir noch im Januar gelungen, ihn fertigzustellen und ich freue mich sehr, ihn euch heute präsentieren zu können! Eigentlich wäre heute ja die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise dran, doch da diese aus privaten Gründen ausfällt, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um meinen Jahresrückblick einen Tag vorzuziehen. 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2019 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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N.K. Jemisin – The Kingdom of Gods

Eines der ersten Bilder, das N.K. Jemisin veranlasste, die „Inheritance Trilogy“ zu schreiben, war das eines Kindes, das mit Planeten spielt. Angesichts dieser frühen Inspiration ist es wohl nicht verwunderlich, dass sich Sieh zu einem ihrer Lieblingscharaktere entwickelte. In einem Interview erklärte sie, sie liebe es, dass er tausende von Jahren alt und trotzdem entschlossen sei, das Leben aus der Perspektive eines Kindes anzugehen. Mit „The Kingdom of Gods“ schenkte sie Sieh ein ganzes Buch. Sie beschreibt das Finale der Trilogie als einen „verdrehten Bildungsroman“, der das Heranwachsen eines uralten Jungen thematisiert, der stirbt, wenn er erwachsen wird. Klingt verrückt und paradox? Dank Sieh in der Hauptrolle keine Überraschung. 😉

Seit Itempas‘ Ketten gesprengt wurden, ist Sieh langweilig. Ihn erfüllt eine Ziellosigkeit, die ihn verunsichert. Wieder und wieder kehrt er zurück in die Himmelsfestung Sky. Er ertappt sich dabei, die Arameri zu beobachten. Er empfindet eine unerklärliche Faszination für die königliche Familie, die ihn jahrhundertelang quälte und misshandelte. Seine Aufmerksamkeit gebührt den Kindern, jenen unvollendeten Seelen, die der seinen so ähnlich sind. Tief in den Eingeweiden der Festung begegnet er dem 6-jährigen Geschwisterpaar Shahar und Deka. Nach einigen Jahren der Besuche äußern sie den unschuldigen Wunsch, gemeinsam einen Eid auf ihre Freundschaft zu schwören. Ihre verbundenen Hände lösen eine gewaltige Energiewelle aus, die Sieh ins Nichts schleudert. Als er erwacht, sind acht Jahre vergangen. Etwas… hat sich verändert. Seine Magie schwindet. Er altert. Sieh muss herausfinden, was damals geschehen ist und wie er es aufhalten kann. Ihm läuft die Zeit davon. Denn für den Gott der Kindheit bedeutet erwachsen zu werden den Tod.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 1. August 2018 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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N.K. Jemisin – The Broken Kingdoms

N.K. Jemisin verdankt ihre Karriere als erfolgreiche Schriftstellerin zum Teil ihrem Vater. Als sie 30 wurde, durchlebte sie eine Art Midlife-Crisis. Sie entschied, dass sie bestimmte Dinge in ihrem Leben erreichen wollte. Sie wollte herausfinden, ob das Schreiben, bisher ein Hobby, für sie eine Zukunft bereithielt. Unsicher, wie sie beginnen sollte, recherchierte sie und stieß auf den angesehenen jährlichen Schreibworkshop Viable Paradise. Ihr Vater borgte ihr das Geld für Viable Paradise. Glücklicherweise ist Noah Jemisin ein leidenschaftlicher Fan von Science-Fiction und hatte als Künstler durchaus Verständnis für die kreativen Pläne seiner Tochter. Der zweite Band ihrer „Inheritance Trilogy“, „The Broken Kingdoms“, kann als wundervolles Huldigung für ihn interpretiert werden.

Oree Shoth ist eine ungewöhnliche Künstlerin. Im Schatten des Weltenbaumes bietet sie ihre Skulpturen auf dem Markt von Shadow feil, in der Stadt, die 10 Jahre zuvor Sky hieß. Ihre Kunstwerke versetzen die Menschen in Staunen. Niemand traut ihr zu, Schönheit zu erschaffen. Oree ist blind. Ihr Augenlicht ist verloren, doch sie hütet ein delikates Geheimnis: ihr Geist nimmt Magie wahr. Die Magie der Götter und der Gotteskinder. Die Magie ihrer Gemälde. Das strahlende, wunderschöne Leuchten überzeugte sie, ein bedauernswertes Geschöpf aufzunehmen, das sie eines Morgens in der Gosse fand. Den Namen ihres schweigsamen Hausgastes kennt sie nicht, aber sie weiß, er muss ein Gotteskind sein. Oder etwas anderes. Sie nennt ihn Shiny. Gerade jetzt ist sie froh, ihm ein Heim bieten zu können, denn ein Mörder lehrt Shadow das Fürchten. Die Opfer sind Gotteskinder. Wer könnte über die Macht verfügen, ihnen die Herzen aus dem Leib zu reißen? Oree sorgt sich um ihre Freunde. Sie verschwendet keinen Gedanken daran, dass auch sie selbst in Gefahr sein könnte…

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Susie Orbach – Bodies: Schlachtfelder der Schönheit

Susie Orbach ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Psychoanalyse und der Psychotherapie. Als Expertin für Essstörungen und das enge Verhältnis von Körper und Selbstwertgefühl führt sie seit Jahrzehnten eine Praxis in London, gründete 1976 das „Women’s Therapy Centre“, veröffentlichte mehrere Bücher (darunter der Bestseller „Anti-Diät-Buch“) und behandelte Prinzessin Diana wegen ihrer Bulimie. Sie ist eine engagierte Feministin, die unermüdlich die Prozesse unserer Gesellschaft demaskiert, die unser Körpergefühl zielgerichtet unterminieren, Unsicherheiten bewusst provozieren, aus selbigen profitieren und uns in einen Krieg gegen den eigenen Körper treiben. Sie trug entscheidend zur feministischen Debatte bei, in der das Empfinden von Körperlichkeit heute mehr denn je als essenzieller Faktor für die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit angesehen wird.

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