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Patrick Ness – The Rest of Us Just Live Here

Wie ihr wisst, liebe ich die Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Obwohl das letzte große Abenteuer der Vampirjägerin vor mittlerweile fast 20 Jahren ausgestrahlt wurde, begeistert mich ihre Geschichte bis heute und ich zähle die sieben (ursprünglichen) Staffeln zu einem der wichtigsten popkulturellen Einflüsse in meinem Leben. Eines habe ich mich trotz aller Leidenschaft allerdings immer gefragt: Was ist „Buffy“ bitte für ein komischer Name? Ungewöhnliche Namen wie dieser sind typisch für das Young Adult – Genre. Oder kennt ihr Menschen, die Katniss heißen? Der Autor Patrick Ness findet diese Eigenheit ebenfalls amüsant. Er fragte sich, warum wir ständig mit den Geschichten der Buffys, Katnisses, Hazels und so weiter konfrontiert werden, aber selten mit der Geschichte eines Mike. Die Antwort ist einfach: Weil jemand, der Mike heißt, wahrscheinlich nicht Auserwählt ist. Dass dieser nicht-auserwählte Mike dennoch ein Held sein kann, zeigt Ness in seinem Roman „The Rest of Us Just Live Here“.

Mikey und seine Freund_innen werden niemals die Welt retten. Sie gehören nicht zu den Indie-Kids mit ihren hippen Namen und dramatischen Abenteuern. Sie kämpfen nicht gegen Unsterbliche und werden nie die Apokalypse verhindern. Es können eben nicht alle Auserwählt sein. Doch das bedeutet nicht, dass sie ihr Leben im Schatten der Indie-Kids und der bevorstehende Schulabschluss nicht vor Herausforderungen stellen würde. Normal zu sein, ist für Mikeys Clique Abenteuer genug. Manchmal ist ihr Alltag Heldentat genug. Manchmal reicht es, in ihrer eigenen kleinen Ecke des Universums ihr Bestes zu geben. Nicht für die Menschheit – füreinander.

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Sarah Beth Durst – The Queen of Blood

Die Autorin Sarah Beth Durst kenne ich schon sehr lange. Es mag locker um die 15 Jahre her sein, dass ich ihren Jugendroman „Ivy: Steinerne Wächter“ gelesen habe. Diese Geschichte, die in der ehrwürdigen Princeton University spielt, die Durst selbst besuchte, bezauberte mich damals. Trotzdem habe ich mich nie veranlasst gesehen, zu überprüfen, was sie sonst noch geschrieben hat. Sie geriet in meinem Kopf in Vergessenheit. Erst im Juli 2017 rief sie mir der Zufall wieder in Erinnerung: Ich stolperte über ihren High Fantasy – Trilogieauftakt „The Queen of Blood“. Neugierig, ob sie meinem Lieblingsgenre gewachsen ist, beschloss ich, dem ersten Band der Trilogie „The Queens of Renthia“ eine Chance zu geben.

Seit ihrer Kindheit bewegt Daleina nur ein Wunsch: Sie möchte ihrem Volk helfen, es schützen und bewahren. Die Menschen ihrer Heimat Aratay respektieren die Gesetze des Waldes, der bis an die Grenzen des Reiches reicht. Doch überall – in den Baumkronen, am Boden, in der Luft – teilen sie ihr Leben mit boshaften, blutrünstigen Elementargeistern, die die Menschheit aus tiefstem Herzen hassen. Als junges Mädchen wurde Daleina Zeugin eines furchtbaren Massakers, das allein ihre Familie überlebte. Sie schwor, nicht zuzulassen, dass sich ihre Tragödie andernorts wiederholt. Obwohl ihre Fähigkeiten zur Kontrolle der Elementare vergleichsweise schwach sind, erkämpfte sie sich mit harter Arbeit einen Platz unter den Anwärterinnen auf den Thron. Aratays Königin ist das Schild ihres Volkes. Ihr Wille legt den Elementaren Ketten an. Ihre Macht ist absolut. Aber Macht hat ihren Preis. Daleina entdeckt, dass die amtierende Königin ein schreckliches Geheimnis hütet. Sie muss sich entscheiden: Ist sie bereit, Blut zu vergießen, um ihren Schwur einzuhalten?

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Kevin Hearne – Staked

Rezensionsheader von "Staked" von Kevin Hearne

Die Lesung von Kevin Hearne, die ich vor sechs Jahren besuchte, war Teil einer Tour, die ihn quer durch Europa führte. Neben Deutschland bereiste er damals Polen, Italien und die Tschechische Republik. Diese Tour war allerdings keine reine PR-Maßnahme, sie war auch als Recherchereise für „Staked“, den achten Band der „Iron Druid Chronicles“, gedacht. Hearne erzählte während der Lesung, dass ihn meine Heimatstadt Berlin besonders inspirierte und er wie verrückt schrieb. Sechs Jahre später freute ich mich sehr darauf, herauszufinden, wie er seinen Aufenthalt in meiner Stadt in „Staked“ verarbeitet hatte.

Atticus O‘Sullivan hat schon einmal erlebt, dass die Druiden beinahe vollständig ausgelöscht wurden. Er wird nicht zulassen, dass die Vampire vollenden, was sie vor 2.000 Jahren begonnen. Der Meistervampir Theophilus muss sterben, denn gerade jetzt kann Atticus keine Ablenkungen gebrauchen. Ragnarök rückt näher und unter den Göttern verhärten sich die Fronten. Lokis giftiger Einfluss ist überall spürbar, vor allem für Granuaile, die weiterhin sein Mal trägt. Sie muss das Brandzeichen unbedingt loswerden und am besten eine Möglichkeit finden, sich künftig vor allen neugierigen Blicken zu verbergen, um eine alte Rechnung zu begleichen. Währenddessen würde Owen gern weit entfernt von den Turbulenzen der Moderne ein friedliches Leben in der Natur führen. Doch leider kann er weder ignorieren, dass in Tír na nÓg alles drunter und drüber geht, noch kann er sich der Bedrohung durch die Vampire entziehen. Als die Situation eskaliert und ein Angriff der Vampire tödlich endet, bündeln Atticus, Granuaile und Owen ihre Kräfte, um das untote Problem ein für alle Mal zu beheben. Wie sagt man so schön? Alle Wege führen nach Rom.

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Verfasst von - 30. März 2021 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy

 

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Robert Menasse – Die Hauptstadt

Rezensionsheader zu "Die Hauptstadt" von Robert Menasse

Der österreichische Autor Robert Menasse ist ein glühender Verfechter der europäischen Idee. Er glaubt allerdings nicht an Europa als Nationalstaatenbund, sondern an das Konzept der Europäischen Republik. Seiner Meinung nach muss das langfristige Ziel der Europäischen Union sein, Nationen zu überwinden, Grenzen aufzulösen und gemeinsame demokratische Politik zu betreiben, weil nationaler Egoismus die EU in jeglicher Hinsicht beschneidet. Seine Kritik richtet sich demnach gegen den Europäischen Rat, während er Institutionen wie die Europäische Kommission, die tatsächlich europäische Interessen vertritt, als legitim und positiv betrachtet. Diese recht radikale Einstellung ist mehr als das Produkt halbgarer Stammtischdiskussionen. Menasse lebte einige Zeit in Brüssel und recherchierte vor Ort, wie die EU arbeitet und funktioniert, denn es wurmte ihn, dass er nicht verstand, wie Entscheidungen gefällt werden, die sein Leben direkt beeinflussen und lenken. Dort entwickelte er die Idee für „Die Hauptstadt“, der weltweit erste Roman über die Europäische Kommission, der von der Fachpresse gefeiert wurde und 2017 den Deutschen Buchpreis erhielt.

Ein Schwein geht um in Brüssel. Ein lebendiges Schwein, das durch die Straßen läuft und Brüsseler_innen wie Medien in Aufruhr versetzt. In den Korridoren der EU geht hingegen eine Idee um. Der 50. Geburtstag der Europäischen Kommission steht bevor. Müsste man feiern. Sollte man auch, für ihr Image, meint Fenia Xenopoulou, Leiterin der Direktion C (Kommunikation) der Generaldirektion Kultur und Bildung. Auschwitz als Geburtsort des europäischen Einheitsgedankens in den Mittelpunkt stellen? Warum nicht. Überlebende müssen her, Überlebende, die sich noch erinnern und Zeugnis ablegen können. Überlebende wie David de Vriend, der in einem Altersheim auf den Tod wartet, dem er vor so langer Zeit in einem Zug nach Auschwitz von der Schippe sprang. Nur möchte er lieber vergessen als zu erinnern. Kommissar Émile Brunfaut wurde indes aufgetragen, zu vergessen. Ihm wurde ein mysteriöser Mordfall in einem Brüsseler Hotel entzogen. Anweisung von oben, politische Gründe. Welche, weiß Brunfaut nicht. Er ermittelt auf eigene Faust weiter und deckt höchst schockierende Verbindungen auf. Schockieren wird auch der emeritierte Volkswirtschaftler Alois Erhart. Er wird den Grünschnäbeln des Think Tanks der Europäischen Kommission zeigen, wie radikal Europa gedacht werden muss. Und das Schwein? Das braucht einen Namen.

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Verfasst von - 16. März 2021 in Politik, Realistische Fiktion, Rezension

 

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Isabel Allende – Ripper

Als ich „Ripper“ von Isabel Allende 2016 spontan in einem Buchladen kaufte, war mir nicht klar, dass ich die vermutlich bekannteste chilenische Autorin bei mir einziehen ließ. Neben Pablo Neruda gilt Allende als der literarische Exportschlager ihres Geburtslandes, obwohl sie seit 1988 in den USA lebt und seit 2003 offiziell US-amerikanische Staatsbürgerin ist. Ihr Debütroman „Das Geisterhaus“ sowie das später veröffentlichte „Paula“ findet man häufig in internationalen literarischen Bestenlisten. „Ripper“ scheint hingegen eher unbekannt zu sein, was wahrscheinlich daran liegt, dass niemand erwartete, dass die Bestsellerautorin, die sich mit magischem Realismus einen Namen machte, je einen Krimi schreiben würde.

Ihre Freund_innen sagen über Indiana, dass man ihr einfach alles verzeiht. Ihre Patient_innen sagen, dass ihre Hände magisch sind. Selbst diejenigen, die nicht an die holistische Heilkunst glauben, kommen immer wieder, um in ihrer Nähe zu sein. Indiana besitzt das seltene Talent, das Positive in den Menschen hervorzubringen. Sie ist eine lebenslustige Frau voller Energie und Herz, der karmisches Gleichgewicht mehr bedeutet als Geld. Ihre 16-jährige Tochter Amanda wirkt hingegen oft wie ihr personifiziertes Gegenteil. Während Indi nach dem Licht in der menschlichen Seele sucht, ist Amanda von ihren dunklen Abgründen fasziniert. Mit anderen Teenagern überall auf der Welt und ihrem Großvater spielt sie das Online-Rollenspiel Ripper. Bisher drehte sich das Spiel um die Aufklärung fiktiver Verbrechen, doch seit Amandas und Indis Heimat San Francisco Schauplatz einer brutalen Mordserie ist, ermittelt die Gruppe in diesen Fällen. Aus Spaß wird bitterer Ernst, als Indi plötzlich verschwindet. Amanda ist sicher, dass ihre Mutter dem gefürchteten Mörder zum Opfer fiel. Sie ist auch sicher, dass Indi noch lebt. Noch. Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit und nur, wenn Amanda die Polizei von ihren Schlussfolgerungen überzeugen kann, hat Indi eine Chance, zu überleben.

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Verfasst von - 16. Februar 2021 in Krimi, Rezension

 

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Anna Sheehan – A Long, Long Sleep

Rezensionsheader von "A Long, Long Sleep" von Anna Sheehan

Habt ihr euch je gefragt, was mit Dornröschen passierte, nachdem sie aus ihrem magischen Schlaf erwachte? Das traditionelle Märchen verrät uns nicht, wie die verfluchte Prinzessin ihr 100-jähriges Nickerchen verkraftete, sondern deutet lediglich an, dass sie glücklich wurde. Wie ihr das gelang, nachdem sie ein ganzes Jahrhundert verschlief, während sich die Welt außerhalb ihres Schlosses weiterdrehte, verschweigt es. Betrachtet man ihre Lage realistisch, müsste die Gute traumatisiert sein und unter einem gewaltigen Schock leiden. Wie schwer es für Dornröschen wäre, dieses Trauma zu überwinden, untersucht Anna Sheehan in ihrem Debütroman „A Long, Long Sleep“, der dort beginnt, wo das Märchen aufhört.

Rose schlief und als sie erwachte, war die Welt eine andere. Zweiundsechzig Jahre verbrachte die 16-Jährige in Stasis. Sie verschlief die Dunklen Zeiten, in denen eine Serie globaler Katastrophen die Menschheit beinahe auslöschte. Sie verschlief den Tod ihrer Eltern und ihrer großen Liebe Xavier. Sie hätte geweckt werden sollen, aber irgendetwas ging schief. Allein der Zufall riss sie aus ihrem künstlichen Schlummer: Der ebenfalls 16-jährige Brendan entdeckte ihre Stasis-Kapsel im Keller und öffnete sie. Nun muss sich Rose allein in einer fremden Realität zurechtfinden, während jeder ihrer Schritte mit Argusaugen beobachtet wird. Denn sie ist nicht nur das bizarre Dornröschen, über das die Öffentlichkeit tuschelt und tratscht, sie ist auch die Alleinerbin von UniCorp, des gigantischen, interplanetarischen Unternehmensimperiums ihrer Eltern. Verwirrt und einsam klammert sich Rose an Brendan, der ihr seltsam vertraut erscheint. Doch als sie Opfer mehrerer Anschläge wird, muss sie lernen, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen. Sie muss herausfinden, wer ihren Tod will und warum. Haben die Attentate mit UniCorp zu tun? Oder geht es um das Geheimnis ihrer Eltern – das Geheimnis, das sie Jahrzehnte ihres Lebens kostete?

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Terry Pratchett – Schweinsgalopp

In Terry Pratchetts „Scheibenwelt“ gibt es kein Weihnachten. Das Weihnachtsfest wie wir es kennen kann dort nicht stattfinden, weil die damit verbundene christliche Mythologie auf der Scheibenwelt gänzlich unbekannt ist. Allerdings sind viele der Bräuche, die wir bis heute anlässlich von Weihnachten und Silvester praktizieren, deutlich älter als das Christentum. Deshalb hatte Pratchett keinerlei Hemmungen, mithilfe dieser Traditionen für den 20. Band „Schweinsgalopp“ eine Scheibenwelt-Variante von Weihnachten zu entwickeln, die natürlich etwas anders ausfällt. Weihnachten feiert man nicht dort nicht vom 24. bis 26. Dezember, man feiert es an Silvester und Kinder werden nicht vom Weihnachtsmann besucht, sondern vom Schneevater. Bisher jedenfalls…

Überall auf der Scheibenwelt feiert man Silvester. Zum Jahreswechsel wird dekorativ geschmückt, Familien kommen zusammen und alle Kinder warten ungeduldig auf den Schneevater. Eingehüllt in einen roten Mantel fliegt der Schneevater in seinem von vier mächtigen Ebern gezogenen Schlitten durch die Silvesternacht, besucht jedes Haus und belohnt brave Kinder mit Geschenken. Doch dieses Jahr ist das Fest bedroht. Der Schneevater ist verschwunden. Der Glaube an ihn erlischt. Das resultierende Glaubensvakuum erweckt zahllose Mini-Gottheiten zum Leben, die niemand braucht und die jede Menge Ärger verursachen. Ein Ersatz muss her. Da niemand sonst den Job übernehmen kann, springt Tod ein. Sein Kostüm sitzt zwar nicht richtig und mit dem fröhlichen Lachen hat er so seine Probleme, aber Geschenke zu verteilen gelingt ihm erstaunlich gut. Währenddessen versucht seine überaus vernünftige Enkelin Susanne herauszufinden, was mit dem echten Schneevater passiert ist. Wo ist er? Wurde er entführt? Und was hat eigentlich die Zahnfee mit seinem Verschwinden zu tun?

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Verfasst von - 31. Dezember 2020 in Fantasy, High Fantasy, Humor, Rezension

 

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Stephen King – Die Arena

Ich glaube, jede Lektüre hat ihre Zeit. Offenbar gilt das auch für das Schreiben. Stephen King brauchte über 30 Jahre, um „Die Arena“ zu vollenden. Im Nachwort meiner Ausgabe erklärt er, dass ihn die Idee einer von der Gesellschaft abgeschnittenen Gemeinschaft bereits seit 1976 beschäftigte. Damals begann er ein Manuskript mit dem Titel „Under the Dome“, das er zwei Wochen später nach ca. 75 Seiten abbrach. Die technischen Details seiner Geschichte und der immense Rechercheaufwand überforderten ihn – er hatte Angst, es zu vergeigen. Er ließ die Idee ruhen. 1982 versuchte er einen anderen Ansatz und schrieb ca. 450 Seiten von „The Cannibals“, ließ aber auch diesen Entwurf unvollendet. Erst 2007 engagierte er Russ Dorr gezielt als Hauptrechercheur, um „Under the Dome“ noch einmal in Angriff zu nehmen. Diese Zusammenarbeit entpuppte sich als fruchtbar und resultierte 2009 in „Die Arena“. Die Annahme, der „Simpsons“-Film hätte King zu diesem Mammutroman inspiriert, ist also nachweislich falsch. 😉

Ihr Erscheinen verursachte kein Geräusch. Sie ist transparent, aus einem unbekannten Material. Sie ist durchlässig für Wind und minimale Wassermengen, aber unzerstörbar. Sie reicht hoch in den Himmel und tief in die Erde. Sie trennt Familien, Ehepaare, Freunde. Die Kuppel umschließt das gesamte Stadtgebiet von Chester’s Mill und verwandelt die ganz normale Kleinstadt in Maine in den Schauplatz eines nie dagewesenen, unerklärlichen Phänomens. Niemand weiß, woher die Kuppel kommt, welchen Zweck sie erfüllen soll oder wie man den Menschen im Inneren helfen kann. Die Bevölkerung von Chester’s Mill ist auf sich selbst gestellt. Eingesperrt und abgeschnitten vom Rest der Welt entbrennt unter der Kuppel ein erbitterter Kampf ums Überleben, in dem es nicht ausschließlich um Vorräte geht. Denn einige sehen die Kuppel nicht als Gefängnis, sondern als Gelegenheit, ihre persönlichen Ziele durchzusetzen – ohne Rücksicht auf Verluste…

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Verfasst von - 9. Dezember 2020 in Rezension, Science-Fiction

 

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Mark Lawrence – The Liar’s Key

Mark Lawrence plante nicht, Schriftsteller zu werden. Nach Abschlüssen in Physik und Mathematik war er über 25 Jahre Forschungswissenschaftler in Großbritannien und den USA. Seinen ersten Roman „Prince of Thorns“ schrieb er aus einer Laune heraus und war äußerst überrascht, als seine halbherzigen Anfragen bei Agenturen 2011 zu einem Buchvertrag führten. Dennoch behielt er seinen regulären Beruf, bis das Forschungszentrum, bei dem er angestellt war, 2015 geschlossen wurde. Da er sich seit ihrer Geburt parallel um seine behinderte Tochter kümmert, gestaltete sich die Jobsuche schwierig. Im April 2015 entschied er daher, sich künftig ganz der Schriftstellerei zu widmen. Zwei Monate später erschien „The Liar’s Key“, der zweite Band seiner „Red Queen’s War“-Trilogie und ist somit das erste Buch, das er als Vollzeitautor veröffentlichte.

Prinz Jalan Kendeth hat die Nase gestrichen voll vom hohen Norden. Sicher, verschanzt in einer gemütlichen Schenke mit weiblicher Gesellschaft und hochprozentigen Getränken kann man es einige Monate aushalten, aber irgendwann wird das Ganze doch etwas eintönig. Jalan sehnt sich nach der Wärme seiner Heimat und den Annehmlichkeiten, die ein Platz in der Thronfolge mit sich bringt. Leider heißt seine einzige Möglichkeit, nach Süden zu reisen, Snorri ver Snagason und der ist komplett verrückt geworden. Nachdem er erfuhr, dass seine Familie ermordet wurde, ist er besessen von dem Gedanken, sie aus der Hölle zurückzubringen. Mit Lokis Schlüssel könnte es ihm tatsächlich gelingen, die Tür zum Jenseits zu öffnen – falls er sie findet. Widerwillig schließt sich Jalan Snorris Suche an und schwört, sich bei der ersten Gelegenheit abzusetzen. Doch der Tote König plant noch immer, das Zersplitterte Reich mithilfe des Schlüssels zu unterwerfen und Jalan muss einsehen, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als Verantwortung zu übernehmen – vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben.

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Paula Hawkins – The Girl on the Train

Paula Hawkins suchte lange, bis sie ihre literarische Stimme fand. Sie arbeitete 15 Jahre als Wirtschaftsjournalistin, bevor sie begann, ihre schriftstellerische Karriere zu verfolgen und startete dann keineswegs sofort als Thriller-Autorin durch. Nein, ihre ersten vier Romane unter dem Pseudonym Amy Silver zählen zur Chic-Lit. „The Girl on the Train“ war ihr Versuch, zum ersten Mal als sie selbst zu schreiben, als Paula Hawkins. Es ist das Buch, das sie weltberühmt machte und dessen immenser internationaler Erfolg – übersetzt in 35 Sprachen, über 20 Wochen auf dem ersten Platz der britischen Bestsellerliste und 2016 von DreamsWorks verfilmt – die Bezeichnung „Phänomen“ definitiv rechtfertigt.

Rachel Watson ist ein Wrack. Wochentags pendelt sie mit dem Zug um 08:04 Uhr nach London und 17:56 Uhr wieder zurück, obwohl sie längst arbeitslos ist. Auf dem Heimweg trinkt sie normalerweise. Jedes Mal fährt sie an dem hübschen, gepflegten Vorort vorbei, in dem sie selbst vor nicht allzu langer Zeit lebte, an dem Haus, in dem ihr Ex-Mann Tom mit seiner neuen Frau Anna und ihrem Baby wohnt. Aus dem Zugfenster heraus schaut sie Nachbar_innen zu, die eigentlich ihre sein sollten und malt sich ihre Leben aus. Ein junges, vitales Paar hat es ihr besonders angetan. Sie kennt ihre Namen nicht. Sie nennt sie Jess und Jason. Doch eines Tages beobachtet Rachel etwas, das ihr Bild der beiden zutiefst erschüttert. Wenig später wird Megan Hipwell – Jess – als vermisst gemeldet und Rachel wird das Gefühl nicht los, dass ihr Verschwinden mit diesem winzigen, schockierenden Moment zusammenhängt. Impulsiv beschließt sie, nicht länger nur eine Beobachterin zu sein – aber wird man ihr glauben? Ihr, der Frau aus dem Zug?

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Verfasst von - 10. November 2020 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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