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Archiv der Kategorie: Magischer Realismus

Ruth Emmie Lang – Beasts of Extraordinary Circumstance

Liest man häufig Interviews mit Autor_innen, stellt man fest, dass viele ähnliche Strategien nutzen, um Hürden in ihrem Schreibprozess zu überwinden. Die in Schottland geborene Schriftstellerin Ruth Emmie Lang berichtet hingegen von einer Technik, über die ich noch nie gestolpert bin. Hat sie Schwierigkeiten, die Stimme einer Figur zu finden, castet sie diese Figur in ihrer Fantasie. Sie stellt sich vor, welche Schauspieler_innen die Rolle übernehmen könnten und liest ihr Manuskript mit ihren Stimmen, visualisiert ihre Mimik und Gestik. Ihnen ein Gesicht zu geben, hilft ihr, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Je lebendiger diese mit Fortschreiten der Geschichte werden, desto seltener muss sie auf diese Krücke zurückgreifen. Dieses interessante Vorgehen unterstützte Lang dabei, ihren Debütroman „Beasts of Extraordinary Circumstance“ fertigzustellen, den ich als Rezensionsexemplar von Netgalley erhielt.

Als Weylyn und Mary einander das erste Mal begegneten, waren sie noch Kinder. Sie war das Mädchen, das ihm Kuchen brachte; er war der Junge, der im Wald unter Wölfen lebte. Gemeinsam erlebten sie ein Abenteuer, das in einer Tragödie endete. Mary wurde ihrem Vater zurückgebracht; Weylyn wurde den Behörden übergeben. Er traf viele Menschen, wurde Teil vieler Familien. Doch immer wieder ereigneten sich um ihn herum seltsame Naturphänomene, die nicht zu erklären waren. Tiere verhielten sich merkwürdig, Tornados und Flutwellen schienen seinem Willen zu gehorchen. So sehr er geliebt wurde, stets musste Weylyn weiterziehen und die Leben, die er berührte, hinter sich lassen. Erst, als er Mary wiedersieht, wünscht er sich, selbst berührt zu werden. Nur sind seine scheinbaren Kräfte unberechenbar und bisweilen gefährlich. Kann er riskieren, mit Mary zusammen zu sein – oder wird er ein einsamer Reisender bleiben?

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Cecelia Ahern – The Gift

2018 habe ich mir vorgenommen, in der Weihnachtszeit endlich mal Weihnachtsbücher zu lesen. Da es mir immer schwerer fällt, Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, hoffte ich, dass mir weihnachtliche Geschichten dabei helfen könnten. „The Gift“, ein Buch der Bestsellerautorin Cecelia Ahern, war eine naheliegende Wahl, denn es spielt nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern befindet sich auch auf der Liste der modernen Klassiker der Bücherkultur-Challenge. Wie praktisch. Cecelia Ahern gehört sonst nicht zu meinen bevorzugten Autor_innen, weil ich sie in die Chic-Lit-Ecke sortiere, aber angesichts dessen, dass ich ihren Erfolgsroman „P.S. Ich liebe dich“ unerwartet gut fand, wollte ich es trotzdem mit „The Gift“ probieren.

Lou Suffern ist ein Überflieger. Er wohnt in einem eindrucksvollen Haus, fährt einen schnittigen Sportwagen und ist äußerst erfolgreich in seinem Beruf. Mit seiner Ehefrau Ruth hat er zwei bildhübsche Kinder. Doch sein rasanter Aufstieg der Karriereleiter fordert Opfer. Täglich kämpft Lou gegen die Uhr, um immer der Erste, der Beste zu sein. Er führt ein Leben auf der Überholspur und vernachlässigt für seine ehrgeizigen Ambitionen seine Familie. Bis er eines Tages kurz vor Weihnachten einem Obdachlosen einen Kaffee spendiert. Der Mann stellt sich als Gabe vor. Seine bemerkenswerte Auffassungsgabe imponiert Lou. Er besorgt ihm einen Job in der Poststelle seiner Firma. Diese Entscheidung beginnt er schnell zu bereuen. Gabe drängt sich nachdrücklich in sein Leben; ständig schaut er Lou über die Schulter, nervt ihn mit kryptischen Ratschlägen und wie gelingt es ihm eigentlich, an zwei Orten gleichzeitig aufzutauchen? Lou fühlt sich von Gabe bedroht. Er missversteht seine Absichten. Aber er wird verstehen. Schon bald. Denn Gabe macht Lou das wichtigste Geschenk überhaupt: Zeit.

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