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Archiv der Kategorie: Low Fantasy

Mark Lawrence – King of Thorns

Habt ihr schon mal den Begriff Grimdark gehört und euch gefragt, was das nun wieder ist? Grimdark ist ein Subgenre der Fantasy: die Charaktere sind zwielichtiger, ihre Entscheidungen fragwürdiger, ihre Handlungen gewalttätiger. Alles ist etwas extremer, härter, blutiger, kompromissloser. So würde ich Grimdark erklären, denn bisher scheint es keine einheitliche Definition zu geben. Mein persönlicher Favorit ist die Beschreibung des Autors Adam Roberts, der Grimdark ganz simpel als „Anti-Tolkien“ bezeichnet – obwohl ich nicht glaube, dass dieses Subgenre zwangläufig eine Definition braucht. Ich halte es für eine intuitive Kategorie, die lediglich eine bestimmte Atmosphäre vermitteln und eine gewisse emotionale Resonanz erzeugen sollte.
„King of Thorns“, der zweite Band der Trilogie „The Broken Empire“ von Mark Lawrence, qualifiziert sich nach meinen Maßstäben spielend als Grimdark.

Als Jorg Ancrath schwor, er würde im Alter von 14 Jahren König sein, wurde er verspottet und belächelt. Er bewies, dass er niemals leere Reden schwingt, strafte seinen Onkel für den Verrat an seiner Mutter und seinem Bruder und entriss ihm sein Königreich. Heute ist Jorg 18 Jahre alt, herrscht seit vier Jahren über das Gebirgsland Renar und befindet sich in einer deprimierend aussichtslosen Lage. Vor den Toren seiner Burg versammelt sich eine gewaltige Streitmacht, die Jorgs Truppen zahlenmäßig weit überlegen ist. Der Prinz der Pfeile ist entschlossen, Renar zu erobern, denn er will zum Imperator ernannt werden, um den Krieg der Hundert ein für alle Mal zu beenden. Jorgs Chancen, ihm zu trotzen, sind gering. Jedenfalls in einem fairen Kampf. Vor vier Jahren entdeckte der junge König während einer Reise Artefakte der Erbauer von unsäglicher Macht. Niemand hat behauptet, Jorg würde fair kämpfen, richtig?

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Mark Lawrence – Prince of Thorns

2016-11-21-lawrence-prince-of-thorns

Auf die Frage hin, welche Autor_innen Mark Lawrence inspirierten, seinen Debütroman „Prince of Thorns“ zu schreiben, antwortete er „A Clockwork Orange“ von Anthony Burgess. Hätte ich das gewusst, hätte ich vielleicht eher zu diesem Roman gegriffen, denn ich liebe die Geschichte des zum Gutmenschen konditionierten Alex. Hätte ich es gewusst, wären meine Erwartungen allerdings enttäuscht worden, weil die beiden Bücher letztendlich kaum etwas gemeinsam haben. Lediglich ihre Protagonisten sind sich sehr ähnlich: sowohl Alex als auch Jorg sind ultragewaltbereite, intelligente, einnehmende Figuren. Demzufolge war es vermutlich von Vorteil, dass ich erst im Nachhinein erfuhr, dass „Prince of Thorns“ ursprünglich als Hommage an Burgess‘ großen Roman gedacht war. So konnte ich mich der Lektüre unbelastet widmen.

Der Tod seiner Mutter und seines Bruders veränderten Jorg. Das Attentat, das eigentlich auch ihn beseitigen sollte, machte aus einem unschuldigen Kind den skrupellosen Kopf einer Räuberbande, die plündernd und mordend durch die Lande zieht. Aus Gier und Opportunismus halten sie ihm, einem 14-jährigen Burschen, die Treue. Vier Jahre ist es her, dass Jorg davonlief. Nun ist es Zeit, heimzukehren, an den Hof des Königs von Ancrath. Denn unter den Schichten aus Grausamkeit, Dreck und bitteren Erinnerungen ist Jorg niemand geringes als der Kronprinz des Reiches. Er ist fest entschlossen, seinen Anspruch auf den Thron durchzusetzen und seinen Vater dafür bluten zu lassen, dass er das Leben seiner Frau und seines Sohnes verscherbelte. Ebenso, wie er ihren Mörder für seine Tat bezahlen lassen wird. Von Rachedurst getrieben führt Jorg seine Bruderschaft Ausgestoßener in das Herz der Macht. Ein tödliches Netz aus Magie und Intrigen erwartet ihn. Doch Jorg weiß, wie das Spiel gespielt wird. Er weiß, wie man gewinnt. Und er will verdammt sein, wenn er mit 15 nicht bereits König ist!

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Verfasst von - Dezember 1, 2016 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Richard K. Morgan – The Cold Commands

2016-10-09-morgan-the-cold-commands

Monate sind vergangen, seit Ringil Eskiath, Egar Dragonbane und Archeth den Angriff der Aldrain zurückschlugen. Sie glaubten, die Gefahr wäre gebannt. Doch als ein mechanischer kiriathischer Steuermann vom Himmel fällt und vor einer Legende warnt, die allzu bald Wirklichkeit werden könnte, müssen sie erneut ihre Kräfte vereinen, um ihre Welt zu schützen. Der Steuermann berichtet vom Ilwrack Wechselbalg, einem menschlichen Kind, das von den Aldrain in den Grauen Landen als einer der ihren großgezogen und zu einem furchteinflößenden Kriegsherrn ausgebildet wurde. Während des Krieges der Menschen und Kiriath gegen die Aldrain wurde er gefangen genommen, in einen magischen Schlaf versetzt und auf einer mysteriösen Insel verborgen, die sich halb in der Realität und halb in den Grauen Landen befindet. Seit Generationen schläft der Wechselbalg, nun beginnt er jedoch, sich zu regen. Dem Mythos nach wird er die Aldrain unter sich vereinen, sollte er erwachen. Obwohl niemand an den Wahrheitsgehalt der Legende glauben möchte, ist das Risiko zu groß, um sie zu ignorieren. Der Imperator befiehlt eine Expedition, organisiert von Archeth und angeführt von Gil, die die nebulöse Geisterinsel des Wechselbalgs finden soll. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, verfolgt Egar eigene Ziele. Ein Rätsel flüstert durch die Straßen von Yhelteth, ein Geheimnis, in dessen Zentrum die Zitadelle steht. Egar begibt sich auf die Suche nach Antworten und muss schon bald feststellen, dass die Bedrohung der Aldrain sich bereits mitten unter ihnen versteckt…

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Verfasst von - November 1, 2016 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Bernhard Trecksel – Nebelmacher

2015-11-27 - Trecksel Nebelmacher

Bernhard Trecksel ist ein neues Gesicht in der deutschen Fantasy. Laut den Angaben von Random House entdeckte er sein Talent zum Geschichtenerzählen durch all die Zeit, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Schade nur, dass seine Biografie diesbezüglich nicht genauer ist, denn ich wette, es würde so einige Leser_innen interessieren, über welche Art Rollenspiel wir hier sprechen. Ich tippe auf die Spielleitung bei Pen-&-Paper-Rollenspielen, schließlich sagt Trecksel über sich selbst, er sei ein absoluter Geek.
„Nebelmacher“ ist sein erster Roman, den ich über das Bloggerportal von Random House als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Als kleiner Junge stellte Clach sein Leben in den Dienst der dunklen Göttin. Heute ist er ihr ergebenster Diener und tötet, wen immer man ihm aufträgt zu töten. Er ist der Totenkaiser, der Nebelmacher, der erfolgreichste Assassine aller Zeiten, der nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen seiner Opfer auslöscht. In letzter Zeit glaubt Clach jedoch, ein Muster hinter seinen Aufträgen zu erkennen. Seine Ziele werden strategisch und systematisch ausgewählt, verbinden sich zu einem größeren Gesamtbild. Clach beginnt zu hinterfragen und stößt auf eine ungeheuerliche Verschwörung, der er unwissend in die Hände spielte. Es kümmert ihn nicht, dass er auf seiner Suche nach Antworten selbst zum Gejagten wird, verfolgt von einem alten Bekannten und einem neuen Feind.
Im Nebel läuft man leicht Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Wird Clach einen Weg aus dem Morast voller Geheimnissen und Intrigen finden, ohne sich in ihm zu verirren?

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Verfasst von - Dezember 11, 2015 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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K.J. Parker – Sharps

2015-07-17 - Parker - Sharps

K.J. Parker ist ein Pseudonym. 17 Jahre schrieb der britische Autor Tom Holt unerkannt unter diesem Namen. Im April dieses Jahres wurde das Geheimnis gelüftet. Der Autor historischer Romane Tom Holt erfand K.J. Parker, um vorurteilsfrei schreiben zu können. Er wollte ernst genommen werden, weil seine Karriere mit humoristischer Fantasy begann. Dieser Schritt war sehr erfolgreich, denn er gewann mit seinen Fantasy-Romanen zwei Awards und wurde für zahlreiche weitere nominiert. „Sharps“ war mein erster Berührungspunkt mit der Arbeit K.J. Parkers, den ich gern als vollwertige, wenn auch fiktive Persönlichkeit akzeptiere.

40 lange, blutige Jahre lagen die Nationen Scheria und Permia im Krieg. Nun wird nicht mehr gekämpft, von Einigkeit sind die beiden Länder jedoch weit entfernt. Um den Frieden zwischen ihnen zu stabilisieren, wird ein Fechtteam aus Scheria nach Permia geschickt. Vier FechterInnen, ihr Teambetreuer und ein politischer Offizieller sollen dem ehemaligen Feind die Hand reichen und durch den populären Sport zur Völkerverständigung beitragen. Die Tour bietet dem Team allerdings weder Spaß noch die Möglichkeit, wirklich mit dem Volk Permias in Kontakt zu kommen. Es häufen sich Ungereimtheiten und unliebsame Zwischenfälle, Blut wird vergossen. Die FechterInnen werden zu Spielbällen der Politik beider Länder, deren Mächte die Friedensmission zu korrumpieren gedenken. Können sie ihre Mission trotz dessen zum Erfolg führen und so einen erneuten Krieg verhindern?

Wow, was für ein anspruchsvolles, intelligentes Buch. „Sharps“ muss sich hinter all den komplexen Fantasy – Reihen definitiv nicht verstecken – obwohl es ein Einzelband ist. Die Brillanz dieser Geschichte liegt eindeutig in der detailreichen Darstellung politischer und wirtschaftlicher Umstände, Konsequenzen und Intrigen. Die tatsächliche Handlung spielt sich im Hintergrund und oft im Geheimen ab; was K.J. Parker schwarz auf weiß niederschrieb, sind die Folgen dieser versteckten Handlung. Auf diese Weise ergibt sich ein äußerst spannungsgeladenes Gesamtbild, das ich in seiner Struktur ungewöhnlich und beeindruckend finde. Ich glaube nicht, dass ich schon einmal einen ähnlich weitsichtigen, erwachsenen Low Fantasy – Roman gelesen habe. „Sharps“ war eine Herausforderung; nicht nur hinsichtlich der englischen Sprache, sondern auch bezüglich der beschriebenen politischen Situation. Der noch immer schwelende Konflikt zwischen Scheria und Permia ist kompliziert, da es in beiden Ländern verschiedene Strömungen gibt, die völlig entgegen gesetzte Interessen verfolgen. Die Wirtschaft wünscht sich Frieden, weil Krieg ein teures Unterfangen ist, das den Zugriff auf wichtige Rohstoffvorkommen verhindert. Die alte Militäraristokratie hingegen möchte die Macht der Wirtschaft beschneiden und selbst erneut die Führung übernehmen, die sie im Laufe des Krieges an Banken und Minenbesitzer verlor. Beide Länder sind so gut wie bankrott und durchleben eine Phase der Schwäche und Unsicherheit, solange der Frieden nicht bindend festgeschrieben ist. Aus dieser Ausgangslage heraus wird das Fechtteam aus Scheria ins ehemals feindliche Permia geschickt, als Zeichen des guten Willens. Das Team selbst ist ein zusammengewürfelter Haufen von Menschen, deren patriotische Gefühle keinesfalls ausreichend sind, um für den Traum der Einheit Scherias und Permias mit dem Degen zu kämpfen. Sie alle wurden mehr oder weniger in den Dienst gepresst und ungenügend auf die Mission vorbereitet. Von Anfang an hatte ich den Eindruck, dass das ganze Vorhaben unweigerlich zum Scheitern verurteilt sein musste und je mehr Hindernisse sich den FechterInnen in den Weg stellten, desto deutlicher wurde, dass undurchsichtige Kräfte im Hintergrund an Schräubchen drehten, die Scheria und Permia erneut in einen Krieg stürzen könnten. Es entstand eine Atmosphäre, in der ich das Gefühl hatte, niemandem mehr trauen zu können, nicht einmal dem Autor. Geheimnisse und Intrigen in Hülle und Fülle lenkten die Szenen in Richtungen, die ich unter keinen Umständen vorhersehen konnte. Immer wieder war ich bis ins Mark erschüttert und überrascht, meine Erwartungshaltung wurde alle paar Seiten gekippt, bis ich überzeugt war, der ungläubige Ausdruck habe sich in mein Gesicht gebrannt. Es ist nicht ganz einfach, sich gedanklich durch eine Geschichte zu bewegen, in der man sich nicht sicher fühlt – aber mir hat das einen Heidenspaß gemacht. Es war eine neue, extravagante Erfahrung, weil meine Beziehung zu „Sharps“ dadurch von gänzlich anderer Natur war, als ich es sonst gewohnt bin. Ich sollte mitdenken und zusehen, aber nicht teilnehmen, sondern verstehen lernen. Ich war Gast; ich musste mich nicht um Identifikation mit den zwiespältigen, ambivalenten Charakteren oder um ein fundiertes Wissen der dargestellten Welt bemühen. Mein Fokus sollte sich auf das Durchschauen des politischen und wirtschaftlichen Tanzes richten, den Scheria und Permia aufführen und ich denke, das ist mir durchaus gelungen.

„Sharps“ ist eigenwillig, aber exzellent. K.J. Parker ist kein gutmütiger Märchenonkel, der eine Geschichte voller Mantel und Degen – Romantik erzählt. Sein Verstand und seine Fantasie sind rasiermesserscharf, mit einem Hang zu Bissigkeit und Zynismus. Ich fand diesen Roman fabelhaft, obwohl er mir einiges abverlangt hat, weil er nach seinen eigenen Regeln spielt. Er ist unkonventionell und fordernd; es gibt keinen Anker, an dem sich die LeserInnen festhalten oder orientieren könnten. Es gibt ja nicht einmal Kapitel. Das macht es schwierig, „Sharps“ zu empfehlen, denn diese Form der recht experimentellen Fantasy ist vermutlich nicht jedermanns Sache. Daher möchte ich euch raten, vor dem Kauf unbedingt in die Leseprobe von Orbit Books reinzuschnuppern. Für mich ist „Sharps“ ein Geheimtipp, doch ich kann einfach nicht einschätzen, ob andere das genauso empfänden.

 
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Verfasst von - Juli 29, 2015 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Brian McClellan – Promise of Blood

„Promise of Blood“

The Powder Mage #1 - Promise of Blood - Brian McClellan

Reihe: The Powder Mage #1

Autor: Brian McClellan

Format: Hardcover

Seitenzahl: 545 Seiten

Verlag: Orbit

Sprache: Englisch

ISBN: 0316219037

Genre: Fantasy > Low Fantasy

ausgelesen am: 26.03.2014

Bewertung:

Ende letzten Jahres veranstaltete Goodreads die Reader’s Choice Awards, die LeserInnen konnten hierbei selbst entscheiden, welche Bücher des Jahres 2013 aus den verschiedensten Genres es verdienten, ausgezeichnet zu werden. Ich wollte mich an den Awards natürlich auch beteiligen; allerdings fiel mir das überraschender Weise schwer, da ich die meisten nominierten Bücher weder kannte noch gelesen hatte, denn zu großen Teilen handelte es sich dabei um Bücher, die auf dem deutschen Markt noch gar nicht erschienen waren. Auch hatte ich gerade erst begonnen, mir englische Originalversionen zuzulegen, daher war ich hauptsächlich ratlos, welcher Lektüre ich meine Stimme geben sollte. Stattdessen nutzte ich die Awards als übersichtliche Quelle für neuen Lesestoff. So stieß ich auf „Promise of Blood“ von Brian McClellan, das mich in erster Linie durch den Titel und das tolle Cover anzog.

„Promise of Blood“ ist der erste Band der ThePowderMage – Trilogie und spielt in dem postrevolutionären Land Adro. Es ist die Geschichte einer gestürzten Monarchie; ausgelöscht durch Feld Marschall und Pulver Magier Tamas, der sein Land davor bewahren möchte, zu einer Kolonie des Nachbarlandes Kez zu werden. Es ist auch die Geschichte eines drohenden Krieges, denn die Kez geben sich nicht damit zufrieden, dass ihre Pläne zur vertraglichen Übernahme Adros nun gescheitert sein sollen. Zu guter Letzt ist es eine Geschichte von rivalisierenden Formen der Magie und von Göttern, die auf Erden wandeln. Tamas bewegt sich in einem dichten Dickicht aus Intrigen, Lügen und Geheimnissen und muss herausfinden, was das Beste für seine Heimat ist, ohne über einen der vielen Steine in seinem Weg zu stolpern und somit sein Leben und die Zukunft Adros zu riskieren. Zur Seite stehen ihm dabei sein extrem talentierter Sohn Taniel, ebenfalls ein Pulver Magier, der an der Grenze zu Kez sein Land verteidigt und Jagd auf königstreue Zauberer macht und der ehemalige Polizist Adamat, der nun als privater Ermittler arbeitet und von Tamas beauftragt wurde, die Geheimnisse aufzudecken, die Tamas selbst nicht ans Licht bringen kann.

Wie ich schon sehr oft schrieb, bin ich immer begeistert, wenn mir AutorInnen begegnen, die neue, frische Ideen in ihren Romanen verarbeiten. Brian McClellan ist so ein Autor. Es beginnt schon damit, dass mir noch kein Fantasy Buch untergekommen ist, das direkt nach einem erfolgreichen Putsch beginnt. McClellan schafft damit eine Atmosphäre, die dem Leser vermittelt, nicht genau zu wissen, wie es jetzt weitergehen soll für Adro; eine Atmosphäre, die perfekt all die Ungewissheiten der Umbruchsstimmung erfasst. Dabei entstand eine hochpolitische Handlung, die sich meines Erachtens nach sehr dicht an der Realität bewegt. Es ist durchaus vorstellbar, dass in einer Situation wie der, in der sich Adro und Tamas als militärischer Führer des Lands befinden, tatsächlich jedes noch so kleine Detail oder Ereignis eine politische Sphäre bekommt. Darüber hinaus liebte ich das Netz aus Intrigen, das Brian McClellan seinen LeserInnen anbietet. Alles ist irgendwie miteinander verbunden; ich konnte keine losen Fäden entdecken.
Zusätzliche Würze erhält „Promise of Blood“ durch den Konflikt zwischen regulären Zauberern, die die Elemente beeinflussen können und den Pulver Magiern, deren Fähigkeiten sich auf Schießpulver beziehen. Letztere sind in der Lage, Schießpulver durch einen Gedanken zu entzünden, Kugeln in ihrer Flugbahn zu manipulieren und auch ansonsten einen erheblichen Einfluss auf Schusswaffen auszuüben, die mit Schießpulver funktionieren, was sie natürlich zu perfekten Soldaten und Attentätern macht. Diese Idee ist meinem Empfinden nach so anders und neu, dass ich gar nicht anders konnte, als McClellan dafür zu bewundern. Durch die beiden Gruppen Zauberkundiger sind exotischere Völker völlig überflüssig; „Promise of Blood“ braucht keine Zwerge, Elben oder ähnliches und ich bin froh, dass der Autor darauf verzichtete.
In der Konstruktion der Charaktere zeigte sich viel Liebe zum Detail; ich hatte das Gefühl, alle Figuren wirklich kennenzulernen, oder zumindest soweit, wie McClellan es bis zum Ende des ersten Bandes seiner Trilogie zuließ. Die zentrale Figur des Romans ist Feld Marschall Tamas; obwohl auch andere Figuren eine Rolle spielen (z.B. sein Sohn Taniel oder der Ermittler Adamat), bündeln sich bei ihm jegliche Erzählstränge. Es ist erstaunlich, dass Tamas sich zu einem so sympathischen Charakter entwickelt, denn zu Beginn des Buches erscheint er kalt und brutal, schließlich ist er derjenige, der den kompletten Adel Adros auslöscht.

Brian McClellan erscheint mir nach der Lektüre des ersten Bandes der ThePowderMage – Trilogie als äußerst innovativer und kontrollierter Autor, der eine sehr komplexe Handlung mit runden Charakteren kombiniert. Er überlässt nichts dem Zufall und überwacht alle Entwicklungen genauestens. Ich war von „Promise of Blood“ wirklich beeindruckt, obwohl es sich teilweise ein wenig zäh liest, was ich allerdings besagter Komplexität zuschreibe. Ich bin unheimlich gespannt, wie es weitergeht, der zweite Band „The Crimson Campaign“ soll im Mai dieses Jahres erscheinen. Ich empfehle den Trilogie – Auftakt allen LeserInnen, die ein Geflecht aus Intrigen lieben und in der Lage sind, auf den Autor zu vertrauen, dass er alle Erzählstränge aufklären und zusammen führen wird.

 
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Verfasst von - März 27, 2014 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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Barb & J.C. Hendee – Halbblut

„Halbblut“

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Reihe: Dhampir #1

Originaltitel: Dhampir (The Noble Dead Saga #1)

Autor: Barb & J.C. Hendee

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 380

Verlag: Egmont LYX

Sprache: Deutsch

ISBN: 3802581458

Genre: Fantasy > Low Fantasy

ausgelesen am: 17.03.2014

Bewertung:

Die mythische Gestalt des Dhampirs entstammt der südosteuropäischen Folklore und bezeichnet das Kind eines Vampirs und eines Sterblichen. Meist bezieht sich die Vorstellung auf einen vampirischen Vater und eine menschliche Mutter. Dhampiren wird nachgesagt, geborene Vampirjäger zu sein und einige übernatürliche Fähigkeiten der vampirischen Linie zu besitzen, zu denen unter anderem zählt, Vampire trotz ihrer teils unsichtbaren Erscheinungsform sehen zu können, aber auch der Blutdurst. Diese Legende wurde von verschiedenen Autoren in der Fantasy Literatur verarbeitet; auch mir ist der Dhampir bereits in Markus Heitz‘ „Kinder des Judas“ begegnet.

Barb und J.C. Hendee widmeten der Legende des Dhampirs eine ganze Serie; wobei sich die Protagonistin Magiere im ersten Band „Halbblut“ noch nicht über ihr Erbe im Klaren ist. Zusammen mit ihrem Partner, dem Halbelfen Leesil, verdient sie sich ihren Lebensunterhalt damit, Dorfbewohnern eine erfolgreiche Vampirjagd vorzugaukeln und sie so um ihr sauer verdientes Geld zu betrügen. Nach sechs Jahren des „Spiels“ ist es Magiere jedoch leid, heimatlos durch die strawinischen Wälder zu ziehen und erwirbt in dem Hafenstädtchen Miiska eine Taverne, die sie gemeinsam mit Leesil führen möchte. Leider ist Miiska weit entfernt von der Idylle, die sich Magiere vorstellte; die Stadt wird von drei mächtigen Vampiren heimgesucht. Plötzlich wird aus dem „Spiel“ bitterer Ernst und Magiere entdeckt an sich und ihrem Partner Fähigkeiten, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Ehrlich gesprochen bin ich enttäuscht vom ersten Band der Dhampir – Reihe. Ich hatte einen weit lockereren Roman erwartet, der den Umstand, dass aus Magieres und Leesils „Spiel“ nun Realität wurde, humoristischer verarbeitet und die Ironie dessen verdeutlicht. Leichtigkeit fehlt diesem Buch leider völlig, die Handlung wirkt konstant verbissen und betont ernst. Darüber hinaus entwickelt sich der Handlungsverlauf eher zäh; ich fühlte mich nicht abgeholt und musste mich zwingen, um weiterzulesen. Das stärkste Defizit wiesen für mich die Kampfszenen auf, diese erschienen mir oft wie vorzeitig abgebrochen. Dadurch entstand der Eindruck einer Reihe von kleineren Scharmützeln, die die Handlung unnötig in die Länge ziehen. Das zeugt meines Erachtens nach von Ideenarmut; statt Magiere und Leesil immer und immer wieder kämpfen zu lassen, hätten die Autoren der Handlung mehr Gehalt zugestehen sollen. Auch ist es ihnen nicht gelungen, die Absurdität des Kampfes zwischen Jägern und Vampiren an sich angemessen darzustellen. Beide Parteien wollen lediglich in Ruhe und Frieden leben; dafür sind sie bereit, sich gegenseitig auszulöschen, weil sie die Motive des Gegners falsch einschätzen. Diese erneute Ironie taucht nur am Rande der Erzählung auf, was mir persönlich zu schwach war. „Halbblut“ konnte sich zusätzlich auch nicht über die Charaktere retten. Magieres starke Abneigung gegen Aberglauben und ihr komplettes Unverständnis für die Ängste der einfachen Dorfbewohner hinterließen bei mir den schalen Geschmack ungerechtfertigter Arroganz. Gepaart mit ihrer andauernden Weigerung, ihre eigene Identität anzuerkennen und sich den Tatsachen zu stellen, resultierte das darin, dass ich immer wieder von ihr genervt war. Prinzipiell müssen Protagonisten natürlich nicht sympathisch sein, solange der Leser sich trotzdem mit ihnen identifizieren und in sie hinein versetzen kann. Für mich war das bei Magiere jedoch nicht möglich, sie blieb den ganzen Roman über distanziert und unnahbar, sowohl für den Leser als auch für die Bewohner von Miiska. Zwischenzeitlich fragte ich mich sogar, warum sie sich dort überhaupt niedergelassen hat, zeigte sie doch keinerlei Willen, sich richtig in die Gemeinschaft zu integrieren. Umso erstaunlicher fand ich dementsprechend ihre enge Freundschaft mit dem Halbelfen Leesil, der eine äußerst positive Überraschung darstellte. In diesem seltsamen Duo war Leesil derjenige, der meine Sympathien mit seiner sarkastischen, herzlichen und freundlichen Art wie ein Magnet anzog. Ihre Beziehung zu einander war für mich nicht nachvollziehbar; mir ist nicht klar, auf welcher Basis sie ihre Freundschaft aufbauen konnten, da sie im Grunde fast nichts voneinander wissen und sich auf den jeweils anderen scheinbar nie richtig eingelassen haben.

Das Fazit der Lektüre von „Halbblut“ besteht für mich darin, dass ich die Dhampir – Serie nicht weiter verfolgen werde. Zwar habe ich mir durchaus angesehen, worum es im nächsten Band „Seelendieb“ geht, die Beschreibung auf amazon konnte mich jedoch nicht überzeugen. Offenbar wird sich Magiere auch im zweiten Teil weiterhin weigern, ihr Erbe als Dhampir und Vampirjägerin anzunehmen; es wird wieder eine Vampirjagd geben. Ich befürchte, dass dort die gleichen Kritikpunkte erneut auftauchen: eine nervige Protagonistin, zu der ich als Leser keine echte Beziehung aufbauen kann und eine Menge kleiner überflüssiger Kämpfe, die eine eher schwache Handlung verdecken sollen. Ich möchte „Halbblut“ nicht weiterempfehlen, nutzt eure kostbare Lesezeit lieber für andere Bücher.

 

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Scott Lynch – Die Lügen des Locke Lamora

„Die Lügen des Locke Lamora“

Die Luegen des Locke Lamora von Scott Lynch

Reihe: Gentleman-Ganoven #1

Autor: Scott Lynch

Originaltitel: The Lies of Locke Lamora

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 848 Seiten

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch

ISBN: 3453530918

Genre: Fantasy > Low Fantasy

ausgelesen am: 01.02.2014

Bewertung:

Als ich die Rezension zu „Die Lügen des Locke Lamora“ von Scott Lynch vorbereitete, stieß ich erstmals auf die Unterscheidung zwischen High und Low Fantasy. Mir war bisher nicht bewusst, dass es hierbei Unterschiede gibt; ich dachte, alle Fantasy-Romane, die die Konstruktion einer neuen oder völlig anderen Welt beinhalten, zähle man zur High Fantasy. Tatsächlich ist dieser Punkt durchaus ein Merkmal der High Fantasy, ebenso wie das Erschaffen einer eigenen Sprache und eines eigenständigen Ökosystems; nicht zu vergessen das Auftauchen fantastischer, fiktiver Völker. Die Handlung ist meist von einer abenteuerlichen und gefährlichen Reise der heldenhaften Protagonisten geprägt, die ein bestimmtes Ziel erreichen oder verfolgen müssen, um die Welt zu retten. Als Schlüsselroman der High Fantasy wird – wie könnte es anders sein – „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien genannt. Die Low Fantasy hingegen bietet dem Leser weniger gradlinige Helden und Bösewichte an. Die Charaktere sind eher ambivalent; sie haben sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Im Mittelpunkt steht in der Regel nicht die Rettung der Welt, sondern das Leben und Schicksal der Protagonisten.

In Bezug auf „Die Lügen des Locke Lamora“ musste ich dementsprechend einsehen, dass es sich hierbei eher um einen Low Fantasy Roman handelt als um einen Vertreter der High Fantasy. Der Protagonist Locke Lamora lebt nach seinen eigenen Regeln. Er ist ein Lügner, ein Dieb, ein Schuft und der Anführer der „Gentleman-Ganoven“, einer Gruppe Diebe, die sich aus ihm und seinen Freunden Jean, Bug und den Zwillingen Calo und Galdo Sanza zusammensetzt. Mit viel Charme und Witz schröpfen sie gemeinsam die Reichen und Mächtigen der Stadt Camorr um ihr Geld, obwohl dies durch den Geheimen Frieden und den Capa Camorrs eigentlich strengstens verboten ist. Als sich die Machtstrukturen innerhalb Lockes Heimatstadt verschieben, wird er vor die gefährlichste und trickreichste Aufgabe seines bisherigen Lebens gestellt; eine Aufgabe, die seinen gewitzten Verstand über alle Maßen fordert. Kann Locke diese lösen, ohne sein Leben und das seiner Freunde aufs Spiel zu setzen und damit verhindern, dass Camorr in Flammen aufgeht?

Scott Lynch teilte seinen ersten Band der Gentleman-Ganoven-Reihe in vier Bücher sowie Prolog und Epilog ein. Diese sind jeweils noch in Kapitel, Zwischenspiele und Abschnitte strukturiert. Da meine deutsche Taschenbuch-Ausgabe 848 Seiten umfasst, empfand ich diese Organisation des Buches als wirklich hilfreich; ein so dicker Schmöker liest sich doch leichter, wenn die Kapitel kürzer sind und man zwischen den Handlungssträngen ein paar Augenblicke hat, in denen man Luft holen und überlegen kann, was eigentlich auf den letzten Seiten passiert ist. Die Handlung an sich teilt sich in Gegenwart und Vergangenheit, der Leser begegnet Locke sowohl als Kind als auch als erwachsenem Mann und Dieb. Hier zeigt sich auch Scott Lynchs großes Talent, er spielt auf faszinierende Weise mit der Erwartungshaltung seiner Leser. Er nimmt sich viel Zeit, wohlüberlegte Spannungsbögen aufzubauen, arbeitet dann eine überraschende Wendung ein und kippt somit jegliche Erwartungen, die der Leser bis dahin entwickelt hatte. Ich habe noch während der Lektüre bemerkt, dass ich vom Autor manipuliert wurde; es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mich selbst dabei zu beobachten, wie ich Lynch auf den Leim ging und seine Strategien bei mir voll und ganz griffen. Szenen und Charaktere sind den kompletten Roman über rund und detailliert gestaltet; es gab keinen einzigen Moment, in dem ich an deren Nachvollziehbarkeit und Logik zweifelte. Der Protagonist Locke Lamora ist darüber hinaus eine wirklich außergewöhnliche Figur: körperlich eher wenig beeindruckend, liegt seine Stärke in seiner bestechenden Intelligenz. Nicht umsonst ist Locke der Kopf der Gentleman-Ganoven; all ihre umfangreichen, diebischen Pläne entstammen seinem Verstand, welche er bis ins kleinste Detail ausarbeitet und dabei alle möglichen Konsequenzen einkalkuliert. Er ist ein wahres Chamäleon, ein Verkleidungskünstler, was es ihm erlaubt, die ganze Stadt Camorr zum Narren zu halten. Nicht weniger beeindruckend sind Lockes Freunde und die restlichen Charaktere des Buches gestaltet, wobei heraussticht, dass auch weibliche Figuren auftauchen, die über den für Low Fantasy typischen Status als Amazone, Sexobjekt oder Fräulein in Not hinausgehen. Ich würde mich nicht dazu hinreißen lassen, die Frauenrolle in „Die Lügen des Locke Lamora als emanzipiert zu bezeichnen, es fällt jedoch auf, dass Frauen häufiger und in wichtigeren Positionen auftreten als in vielen anderen Fantasy Romanen.

Insgesamt hat mir Scott Lynchs Erstlingswerk ausnehmend gut gefallen; ich habe mit Locke geweint, gelacht, gelitten und gebangt. Lynch hat mich komplett abgeholt und mir eine Woche lang wunderbaren Lesespaß beschert. Obwohl es ein Fantasy Roman ist, sind die fantastischen Elemente eher rar gestreut, was sicher vielen entgegen kommt, die sonst Probleme damit haben, sich eine magiegeschützte Handlung vorzustellen. Ich bewundere seine innovativen Ideen; wie kommt man beispielsweise darauf, einen Gladiatorenkampf gegen Haie in einer schwimmenden Arena stattfinden zu lassen? Ich empfehle dieses Buch an alle weiter, die zwiespältige Charaktere und eine umfangreiche, fein ausgeklügelte Handlung lieben. Die Venedig-gleiche Stadt Camorr wird euch mit offenen Armen empfangen.

(Nächster Band: Gentleman-Ganoven #2 – „Sturm über roten Wassern“ – Scott Lynch – ISBN: 3453531132)

 
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Verfasst von - Februar 8, 2014 in Fantasy, Low Fantasy, Rezension

 

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