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Archiv der Kategorie: Fantasy

Mark Lawrence – The Wheel of Osheim

Mark Lawrence ist ein Autor, der sich aktiv in der Lesecommunity engagiert und den konstruktiven Austausch schätzt. Aber es gibt eine wiederkehrende Frage, die ihn aus der Fassung bringt: Warum er Fantasy statt Science-Fiction schreibt, obwohl er doch Wissenschaftler ist. Bereits 2012 veranlasste sie ihn, einen äußerst unterhaltsamen Blogpost zu verfassen, in dem er vermutet, dass diese Frage im Kern durch die Annahme motiviert ist, dass Fantasy (Magie) und Wissenschaft (Technologie) nicht kompatibel sind. Ähnlich wie Lawrence kann ich das nicht nachvollziehen. Meiner Ansicht nach schließt das eine das andere nicht aus. Wie dicht Magie und Technologie beieinander liegen können, ohne sich zu widersprechen, beweist „The Wheel of Osheim“, das Finale von Lawrences Trilogie „The Red Queen’s War“.

Sobald seine Füße den heißen Sand berühren, weiß Jalan Kendeth, dass Hel ihn am falschen Ort ausgespuckt hat. Typisch, dass er mitten in einer menschenleeren Wüste landet, wenn er ausnahmsweise etwas Bedeutendes zu sagen hat. In der Hölle erfuhr Jal, wie er die Pläne des Toten Königs vereiteln kann. Er muss so schnell wie möglich nach Vermillion zurückkehren, um seine Familie zu warnen und die Rote Königin, seine Großmutter, davon abzuhalten, in einen aussichtslosen Krieg zu ziehen. Jedes weitere Todesopfer schwächt den Schleier zwischen dem Reich der Lebenden und dem Reich der Verdammten. Das Rad von Osheim dreht sich stetig schneller und reißt immer tiefere Löcher in die Realität. Solange Snorri in Hel seiner Familie nachjagt, ist Jal der Einzige, der die drohende Katastrophe verhindern kann. Er hat zwar keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber verflixt, es geht schließlich auch um seine hübsche Haut! Sich aus misslichen Lagen zu befreien, ist Jals Spezialität – kann er sein einzigartiges Talent nutzen, um die gesamte Menschheit zu retten?

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Rena Rossner – The Sisters of the Winter Wood

„The Sisters of the Winter Wood” wird als Märchen vermarktet. Tatsächlich wurde die US-Amerikanerin Rena Rossner beim Schreiben von vielen alten Märchen und anderen Geschichten inspiriert. Für sie ist das Buch jedoch auch äußerst persönlich. Als Schauplatz dient das kleine Städtchen Dubăsari auf der Grenze zwischen der Ukraine und der Republik Moldau, aus dem ein Teil ihrer Familie stammt. Ihre Vorfahr_innen verließen Dubăsari ab 1905, als die antijüdische Stimmung im Russischen Reich sie zwang, auszuwandern. Ohne diese mutige Entscheidung wäre Rena Rossner wohl nie geboren worden. 1940 wurde alle Juden und Jüdinnen in Dubăsari von den Nazis ermordet. Unter den Opfern waren auch Mitglieder ihrer Familie. „The Sisters of the Winter Wood“ spielt 1903 und ist demnach gleichermaßen ein Märchen wie eine Aufarbeitung ihrer Wurzeln.

Es waren einmal zwei Schwestern, die allein in einem Winterwald lebten: Liba, die Ältere, groß und kräftig mit dunklem Haar dick wie Bärenfell, und Laya, die Jüngere, schlank und grazil mit schneeblondem Haar fein wie Schwanenfedern. Ihre Eltern gingen fort, um ihren todkranken Großvater zu besuchen. Doch zuvor offenbarten sie Liba und Laya das wohlgehütete Geheimnis ihrer Familie. Die Mädchen mussten versprechen, einander zu beschützen. Ihre Mutter warnte sie vor dem Erbe ihres Blutes und den tiefen Schatten des Waldes. Sie beschwor sie, sich von Fremden fernzuhalten. Liba leistete ihren Worten gehorsam Folge, aber Laya sehnte sich nach Freiheit und Abenteuern. Als im nahegelegenen Dorf Dubăsari ein Clan mysteriöser Händler wundersame Waren feilbot, konnte sie nicht widerstehen. Sie ließ sich verführen und verschwand. Liba wusste, dass ihre Schwester in großer Gefahr schwebt und sie sie als Einzige retten konnte. Musste sie ihr eigenes Schicksal opfern, damit Laya das ihre erfüllen konnte?

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Holly Black – White Cat

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Märchen es gibt, die ich nicht kenne – obwohl ich mit zahlreichen internationalen Märchen aufgewachsen bin. Anlässlich meiner Recherchen zu „White Cat“ von Holly Black stieß ich abermals auf ein Kunstmärchen, von dem ich noch nie gehört habe. „Die Weiße Katze“ wurde von der Französin Marie-Catherine d’Aulnoy geschrieben und 1698 erstveröffentlicht. Es handelt von einem jungen Prinzen, der beim Ringen um die Thronfolge die Unterstützung einer intelligenten, sprechenden weißen Katze erhält, die sich am Ende als verfluchte, wunderschöne Prinzessin entpuppt. Für „White Cat“ adaptierte Holly Black das alte Märchen und kombinierte es mit einem modernen gesellschaftlichen Phänomen: Organisierte Kriminalität.

Jahrelang perfektionierte Cassel Sharpe seine Fassade. Gute Noten, oberflächliche Bekanntschaften, niemals auffallen. Alles, damit niemand herausfindet, wer – und was – er ist. Cassel entstammt einer Familie von Fluchmagier_innen: Mit einer einzigen Berührung ihrer Hände können sie das Schicksal eines Menschen manipulieren. Wie viele andere trieb sie das offizielle Verbot der Magie in den Untergrund. Heute sind sie Teil eines Netzwerkes von sechs Familien, die die kriminelle Unterwelt regieren. Obwohl Cassel über keinerlei Kräfte verfügt, wurde ihm von Kindesbeinen an eingebläut, dass er nur der Familie trauen kann. Nur die Familie wird das furchtbare Geheimnis hüten, das auf seinem Gewissen lastet. Doch dann beginnt er, von der weißen Katze zu träumen. Er schlafwandelt und erregt Aufsehen. Es scheint, als hätte ihn sein Geheimnis eingeholt – und nicht nur ihn. Seine beiden älteren Brüder Philip und Barron verhalten sich merkwürdig. Cassel stolpert über Ungereimtheiten, die seine Schuld in Frage stellen. Langsam beschleicht ihn ein beunruhigender Verdacht. Hat ihn seine Familie belogen? Sind vielleicht gerade sie diejenigen, denen er nicht trauen sollte?

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Verfasst von - 21. September 2021 in Fantasy, Rezension, Urban Fantasy, Young Adult

 

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Royce Buckingham – Dämliche Dämonen

Die „Demonkeeper“-Trilogie von Royce Buckingham ist einer der kuriosen Fälle, in denen eine Veröffentlichung im Ausland erfolgreicher war als das Original. Obwohl der US-Amerikaner in seiner Heimat positive Resonanz erhielt, wurde er erst in Deutschland zu einem Bestsellerautor. Der Auftakt „Dämliche Dämonen“ war bei uns so beliebt, dass der deutsche Verlag Penhaligon zwei weitere Bände in Auftrag gab. Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass Fortsetzungen von einem ausländischen Verlag initiiert wurden. Mir war gar nicht klar, dass das möglich ist. Als ich „Dämliche Dämonen“ vor vielen Jahren auf meine Wunschliste setzte und später kaufte, wusste ich nicht, dass es ein Bestseller ist. Es erklärt jedoch, warum mir das Buch von Amazon überhaupt vorgeschlagen wurde.

Erst einen Monat ist Nathan Grimlock auf sich gestellt und schon hätte er sich beinahe vom TIER fressen lassen. Seit dem tragischen Tod seines Mentors Dhaliwahl kümmert sich Nathan mitten in Seattle allein um ein Haus voller Dämonen. Die Rasselbande ist anstrengend, aber meistens harmlos. Trotzdem fühlt sich Nathan nicht gerade wie der mächtige Hüter, der er sein sollte. Eher wie eine Mischung aus Kindergärtner und Zoowärter. Es hilft auch nicht, dass Dhaliwahl ihm eintrichterte, dass Mädchen Tabu sind. Als er beschließt, diese eine Regel ausnahmsweise zu ignorieren, geht prompt alles schief, was schiefgehen kann. Das TIER büxt aus und ein finsterer Geselle nähert sich Seattle, der die chaotische Energie der Dämonen für seine Zwecke missbrauchen will. Nathan muss die Ordnung wiederherstellen, ohne dabei über seine dämonischen Gefährten zu stolpern, die ihren Hüter natürlich tatkräftig unterstützen!

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Verfasst von - 13. Juli 2021 in Fantasy, Humor, Rezension, Urban Fantasy

 

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Alexandra Bracken – Passenger

Die Autorin Alexandra Bracken absolvierte ihr Studium in Englisch und Geschichte an einem speziellen Ort. Sie studierte am College of William and Mary in Williamsburg, Virginia. Die Hochschule liegt in Colonial Williamsburg – ein Stadtteil, der im Stil des 18. Jahrhunderts restauriert wurde und als Living History – Museum besucht werden kann. Kein Wunder, dass in Bracken bereits in ihrem ersten Studienjahr die Idee reifte, eines Tages einen Zeitreiseroman zu schreiben. Sieben Jahre nach ihrem Abschluss setzte sie diese Idee in die Tat um und veröffentlichte „Passenger“, Auftakt der gleichnamigen „Passenger“-Dilogie, die die Protagonistin ebenfalls ins 18. Jahrhundert entführt.

Es sollte ein bedeutender Abend für Henrietta Spencer werden. Doch sobald sie ihrer Geige im renommierten Metropolitan Museum of Art in New York die ersten Töne entlockte, überwältigte ein disharmonisches Geräusch ihre Sinne. Verwirrt floh sie von der Bühne und suchte nach dem Ursprung des Geräuschs. Benommen spürte sie, wie sie durch eine Tür geschubst wurde. Danach wurde alles schwarz. Als Etta wieder erwachte, befand sie sich im Jahr 1776. Ihr Sprung durch die Zeit war jedoch kein Unfall. Etta entdeckt, dass sie einer Linie von Zeitreisenden entstammt. Die vielen Geheimnisse ihrer Mutter Rose ergeben plötzlich einen Sinn, denn ein Mann kontrolliert alle Familien, in denen das Talent vererbt wird: Cyrus Ironwood. In seinem Anwesen stellt der skrupellose, herrschsüchtige Patriarch Etta ein Ultimatum. Sie soll einen wertvollen Gegenstand finden, den ihre Mutter stahl und irgendwo in der Zeit versteckte. Weigert sie sich, wird er Rose töten und Etta jede Möglichkeit nehmen, nach Hause zurückzukehren. Etta bleibt keine Wahl – begleitet von dem jungen, attraktiven Kapitän Nicholas begibt sie sich auf eine halsbrecherische Suche durch Raum und Zeit.

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Patrick Ness – The Rest of Us Just Live Here

Wie ihr wisst, liebe ich die Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Obwohl das letzte große Abenteuer der Vampirjägerin vor mittlerweile fast 20 Jahren ausgestrahlt wurde, begeistert mich ihre Geschichte bis heute und ich zähle die sieben (ursprünglichen) Staffeln zu einem der wichtigsten popkulturellen Einflüsse in meinem Leben. Eines habe ich mich trotz aller Leidenschaft allerdings immer gefragt: Was ist „Buffy“ bitte für ein komischer Name? Ungewöhnliche Namen wie dieser sind typisch für das Young Adult – Genre. Oder kennt ihr Menschen, die Katniss heißen? Der Autor Patrick Ness findet diese Eigenheit ebenfalls amüsant. Er fragte sich, warum wir ständig mit den Geschichten der Buffys, Katnisses, Hazels und so weiter konfrontiert werden, aber selten mit der Geschichte eines Mike. Die Antwort ist einfach: Weil jemand, der Mike heißt, wahrscheinlich nicht Auserwählt ist. Dass dieser nicht-auserwählte Mike dennoch ein Held sein kann, zeigt Ness in seinem Roman „The Rest of Us Just Live Here“.

Mikey und seine Freund_innen werden niemals die Welt retten. Sie gehören nicht zu den Indie-Kids mit ihren hippen Namen und dramatischen Abenteuern. Sie kämpfen nicht gegen Unsterbliche und werden nie die Apokalypse verhindern. Es können eben nicht alle Auserwählt sein. Doch das bedeutet nicht, dass sie ihr Leben im Schatten der Indie-Kids und der bevorstehende Schulabschluss nicht vor Herausforderungen stellen würde. Normal zu sein, ist für Mikeys Clique Abenteuer genug. Manchmal ist ihr Alltag Heldentat genug. Manchmal reicht es, in ihrer eigenen kleinen Ecke des Universums ihr Bestes zu geben. Nicht für die Menschheit – füreinander.

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Christoph Hardebusch – Die Werwölfe

Christoph Hardebusch durchlief eine mehr als typische Entwicklung vom Fantasyleser zum Fantasyautor. Nachdem er studiert und einige Zeit als freier Texter in der Werbebranche gearbeitet hatte, gelang es ihm 2005, eine Agentur von seinem literarischen Talent zu überzeugen. Kurz darauf erschien sein Debüt „Die Trolle“ – obwohl ihm die Troll-Szene in „Der kleine Hobbit“ als Kind zu gruselig war. Es folgte die „Sturmwelten“-Trilogie, erneut ein Werk der High Fantasy. Dass Hardebusch auch andere Interessen und einen Abschluss in Geschichte hat, zeigte sich erstmals 2009. Sein damals veröffentlichter Einzelband „Die Werwölfe“ verknüpft den Werwolfmythos mit einer aufregenden historischen Epoche und faszinierenden historischen Persönlichkeiten.

Conte Ercole Viviani möchte seinen Sohn Niccolo in das Familiengeschäft einführen. Der junge Italiener ist von dieser Aussicht jedoch nicht begeistert. Lieber möchte er seine Tage mit Literatur verbringen und davon träumen, ein gefeierter Schriftsteller zu werden. Lediglich ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt ihm. Bevor er sein Erbe antritt, schickt ihn sein Vater auf eine ausgedehnte Europareise. Die erste Station seiner Grand Tour ist das pittoreske Genf. An den Ufern des malerischen Schweizer Sees wird er 1816 in die Gesellschaft eingeführt. Als er eine Einladung in die berüchtigte Villa Diodati erhält, kann er sein Glück kaum fassen, denn dort residiert der Dichter Lord Byron, den Niccolo zutiefst verehrt. Nächtelang diskutiert er über Poesie und Liebe, über Okkultes und Wissenschaft. Aber Lord Byron umgibt ein Geheimnis, das Niccolos Leben für immer verändert. Gejagt von der katholischen Inquisition muss er herausfinden, was es bedeutet, eine Bestie zu sein, die nur in Legenden existieren sollte: Ein Werwolf.

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Sarah Beth Durst – The Queen of Sorrow

Die Inspiration für die High Fantasy – Trilogie „The Queens of Renthia“ war ein Unfall. Buchstäblich. Vor einigen Jahren nahm die Autorin Sarah Beth Durst an einem Schreib-Retreat teil. Sie war gerade angekommen und auf dem Weg zu ihrer Unterkunft, einer kleinen Hütte im Wald. Verzaubert bestaunte sie die Natur, sah hoch in die Baumwipfel und achtete nicht auf ihre Füße. Sie stolperte, fiel hin und schlug sich die Lippe auf. Als sie später durch ihr Fenster den Wald betrachtete, den Geschmack ihres Blutes noch auf der Zunge, traf sie die Idee für ihr nächstes Buch wie ein Blitzschlag: Blutgierige Naturgeister! Im Finale „The Queen of Sorrow“ beendet Durst die Geschichte, die mit dieser schmerzhaften Erleuchtung begann.

Daleina wusste, dass der Ehrgeiz ihrer alten Freundin Merecot grenzenlos ist. Dennoch traf es sie hart, dass Merecot bereit war, ihre jahrelange Freundschaft für ihre Ziele zu opfern. Allein das beherzte Eingreifen von Naelin rettete Aratay vor Merecots Ambitionen. Jetzt regieren Daleina und Naelin Seite an Seite. Gemeinsam gelang es ihnen, die Kontrolle über die Elementare zurückzugewinnen. Erstmals seit langer Zeit herrscht in Aratay wieder Frieden. Doch als Naelins Kinder von Elementaren aus Semo entführt werden, setzen ihr Zorn und ihre Verzweiflung alles aufs Spiel, was sie erreichten. Sie ist überzeugt, dass Merecot für die Entführung verantwortlich ist. Der Konflikt zwischen den Königinnen droht zu eskalieren. Ein Krieg scheint unausweichlich. Aber Daleina zweifelt. Dieser allzu offensichtliche Schachzug passt nicht zu Merecot. Schon bald erfährt Naelin, wie Recht Daleina hat. Merecot verfolgt Pläne, die größer sind als Semo und Aratay. Können Daleina und Naelin ihr trauen? Ist sie die Hoffnung, auf die ganz Renthia wartet – oder stürzt sie die Welt ins Verderben?

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Verfasst von - 25. Mai 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Sarah Beth Durst – The Reluctant Queen

Als Sarah Beth Durst begann, „The Queens of Renthia“ zu schreiben, verfasste sie zuerst 90 Seiten einer Geschichte, in der eine Königin in Gefahr ist und auf die Hilfe einer mächtigen Waldfrau hofft, die sich allerdings weigert, ihre Kräfte einzusetzen. Solltet ihr euch wundern, dass dieser Plot nicht der Handlung des ersten Bandes „The Queen of Blood“ entspricht, habt ihr Recht. Es ist die Handlung des zweiten Bandes „The Reluctant Queen“. Durst schickte ihre 90 Seiten an ihre Agentin, die das Manuskript an ihren Herausgeber David Pomerico weiterleitete. Er schlug ihr vor, daraus den zweiten Band zu machen. Durst war von seinem Vorschlag begeistert. Deshalb ist „The Reluctant Queen“ die Fortsetzung, obwohl die Trilogie mit der Idee für diesen Band geboren wurde.

Der Preis, den Daleina für die Krone zahlte, war zu hoch. Die schreckliche Tragödie ihrer Krönung wird sie für immer verfolgen und belastet ihre Regentschaft von Aratay. Das Volk nennt sie hinter ihrem Rücken die Blutkönigin. Schwerer als Trauer und Schuld wiegt für Daleina jedoch das Wissen, dass ihr Reich den Elementaren schutzlos ausgeliefert ist, sollte ihr etwas zustoßen. Sie braucht eine Nachfolgerin. Dringender, als öffentlich bekannt ist. Denn Daleina hütet ein furchtbares Geheimnis: Sie stirbt. Schon bald. Verzweifelt entsendet sie ihren Champion und Mentor Ven in die entlegensten Gebiete ihres Reiches, um unentdeckte und übersehene Talente ausfindig zu machen. Dort, in einem kleinen Dorf tief im Wald, begegnet er Naelin. Naelins Kräfte übersteigen alles, was Ven je in einer Kandidatin erlebt hat. Die junge Mutter könnte Aratays Rettung sein. Dem steht nur eines im Wege: Naelin würde lieber sterben, als Königin zu werden.

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Verfasst von - 18. Mai 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Sarah Beth Durst – The Queen of Blood

Die Autorin Sarah Beth Durst kenne ich schon sehr lange. Es mag locker um die 15 Jahre her sein, dass ich ihren Jugendroman „Ivy: Steinerne Wächter“ gelesen habe. Diese Geschichte, die in der ehrwürdigen Princeton University spielt, die Durst selbst besuchte, bezauberte mich damals. Trotzdem habe ich mich nie veranlasst gesehen, zu überprüfen, was sie sonst noch geschrieben hat. Sie geriet in meinem Kopf in Vergessenheit. Erst im Juli 2017 rief sie mir der Zufall wieder in Erinnerung: Ich stolperte über ihren High Fantasy – Trilogieauftakt „The Queen of Blood“. Neugierig, ob sie meinem Lieblingsgenre gewachsen ist, beschloss ich, dem ersten Band der Trilogie „The Queens of Renthia“ eine Chance zu geben.

Seit ihrer Kindheit bewegt Daleina nur ein Wunsch: Sie möchte ihrem Volk helfen, es schützen und bewahren. Die Menschen ihrer Heimat Aratay respektieren die Gesetze des Waldes, der bis an die Grenzen des Reiches reicht. Doch überall – in den Baumkronen, am Boden, in der Luft – teilen sie ihr Leben mit boshaften, blutrünstigen Elementargeistern, die die Menschheit aus tiefstem Herzen hassen. Als junges Mädchen wurde Daleina Zeugin eines furchtbaren Massakers, das allein ihre Familie überlebte. Sie schwor, nicht zuzulassen, dass sich ihre Tragödie andernorts wiederholt. Obwohl ihre Fähigkeiten zur Kontrolle der Elementare vergleichsweise schwach sind, erkämpfte sie sich mit harter Arbeit einen Platz unter den Anwärterinnen auf den Thron. Aratays Königin ist das Schild ihres Volkes. Ihr Wille legt den Elementaren Ketten an. Ihre Macht ist absolut. Aber Macht hat ihren Preis. Daleina entdeckt, dass die amtierende Königin ein schreckliches Geheimnis hütet. Sie muss sich entscheiden: Ist sie bereit, Blut zu vergießen, um ihren Schwur einzuhalten?

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