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Archiv für den Monat Oktober 2021

Wolfgang Thon – Das Lied der Dämonen

Sucht man nach Informationen über den deutschen Autor Wolfgang Thon, findet man erst einmal lauter Hinweise auf Bücher, die er gar nicht geschrieben hat. Das liegt daran, dass der geborene Mönchengladbacher und Wahlhamburger hauptberuflich Übersetzer ist. Thon übersetzt aus dem Englischen quer Beet durch alle Genres. In seinem Portfolio finden sich Historische Romane, Thriller, Liebesromane und Urban Fantasy. Vor allem schuf er sich aber durch die Königklasse einen Namen: High Fantasy. Ihm verdanken wir es, dass John Gwynnes phänomenale Reihe „The Faithful and the Fallen“ in Deutschland gelesen werden kann. Kein Wunder, dass Thon selbst den Weg zur High Fantasy fand. „Das Lied der Dämonen“ ist der erste Band seiner Trilogie „Die drei Prophezeiungen“.

Ein Jagdausflug rettete Lay das Leben. Wäre er dort gewesen, wäre auch er ein Opfer des Überfalls auf das Monasterium geworden. Doch das tröstet Lay nicht. Ohnmächtig musste er zusehen, wie alle Menschen, die ihm etwas bedeuten, ermordet wurden und das Kloster in Flammen aufging. Seit er vor fast 20 Jahren als Baby auf den Stufen gefunden wurde, waren die erhabenen Mauern am nördlichen Rand des Drachenreiches Alghor sein Heim und ihre Bewohner_innen seine Familie. In den Ruinen des Klosters findet Lay keinen Hinweis darauf, was die Bande aus Ern wollte – nur Asche und Leichen. Mitten im Hof entdeckt er Zanth’ra, die Vorsteherin, gefoltert und ans Drachenkreuz gebunden. Mit ihrem letzten Atemzug spricht sie kryptische Warnungen aus und trägt Lay auf, seine Bestimmung zu erfüllen. Außer sich vor Zorn und Trauer schwört Lay Rache. Er ahnt nicht, dass das Rätsel seiner Herkunft seine Schritte lenkt. Immer häufiger hört er eine seltsame Melodie und fremdartige Silben. Der Dunkle Schleier wurde berührt. Die Zeit der Verschmelzung der Träger_innen des Mals steht bevor.

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Verfasst von - 26. Oktober 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Rechtsextremismus auf der Frankfurter Buchmesse?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ist euch aufgefallen, dass meine Sidebar letzte Woche zwischenzeitlich völlig anders aussah, als ihr es gewohnt seid? Ja, WordPress hat mal wieder ein Update gelauncht, das dazu führte, dass alle Widgets, die ich für meine Sidebar definiert hatte, plötzlich verschwunden waren und eine Standardauswahl ausgegeben wurde. Als ich das entdeckt habe und es fixen wollte, stellte sich heraus, dass sie den Widget-Editor im Backend komplett überarbeitet haben. Unglücklicherweise ist der neue Editor nicht mit meinem Theme kompatibel. Überhaupt musste ich bestürzt feststellen, dass es mein Theme eigentlich nicht mehr gibt. Ja, ihr seht hier ein Geister-Theme. Das erklärt so einige der Schwierigkeiten, die sich dieses Jahr bemerkbar machten. Das Widget-Problem konnte ich über den Live-Editor lösen, aber jetzt ist endgültig Schluss. So geht es nicht mehr weiter. Ich bin nicht bereit, ein neues Theme festzulegen und das gesamte Design des aktuellen wortmagieblogs anzupassen, obwohl ich weiß, dass meine Tage hier gezählt sind.

Stattdessen werde ich in den nächsten Wochen mit Hochdruck daran arbeiten, den neuen wortmagieblog zu launchen und das Fremdhosting damit endlich hinter mir zu lassen. Er wird dann noch nicht vollständig sein und ich werde im Hintergrund weiter Seiten, Beiträge und alles andere überarbeiten müssen, doch ich werde eine Version veröffentlichen, die zumindest so weit passabel und öffentlichkeitsfähig ist, dass ihr euch darauf zurechtfindet. Deshalb werde ich das Schreiben von Rezensionen bis zum Launch ruhen lassen. Ich schaffe nicht beides, also muss ich mich entscheiden. Das neuste WP-Update und die Erkenntnis, dass mein aktuelles Theme nicht mehr unterstützt wird, hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Diese und nächste Woche geht jeweils noch eine vorbereitete Rezension online, aber danach nehme ich vorerst nur noch an der Montagsfrage teil. Ich hoffe, dass ich auf diese Weise noch dieses Jahr umziehen kann. Der Großteil der wichtigsten Inhalte steht bereits, also sieht es eigentlich nicht so schlecht aus. Drückt mir die Daumen!

Nach dieser folgenreichen Ankündigung und bevor ich mich nun der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise widme, noch ein kurzes Update zu meiner Hautproblematik: Ich werde mir eine zweite Meinung einholen. Meine bisherige Hautärztin ist offenbar der Ansicht, dass wir nicht herausfinden können oder müssen, was den Ausschlag und Juckreiz an meinem Handgelenk auslöst. Sie hat mir ein frei verkäufliches Allergiemittel verschrieben und einen Kontrolltermin im Januar gegeben. Damit gebe ich mich nicht zufrieden. Es ist schockierend, wie gleichgültig ihr meine Situation ist. Also suche ich mir jemanden, der oder die wirklich bereit ist, mir zu helfen.

So, nun aber. Auf zu meiner heutigen Antwort!

Sollten Verlage oder Autor_innen von Buchmessen ausgeschlossen werden können?

Tja, mit dieser Frage versaut mir Antonia also den Montagmorgen. 😉 Nicht mit der Frage an sich, die ist völlig in Ordnung und notwendig, sondern mit der Hintergrundthematik. Offenbar habe ich letzte Woche tatsächlich unter einem Stein gelebt – einem Stein namens „Arbeit“ – und habe nicht mitbekommen, dass eine Diskussion über Meinungsfreiheit auf der Frankfurter Buchmesse entbrannt ist. Es könnte auch daran liegen, dass mich die Buchmessen eher wenig interessieren. Wie dem auch sei, ich habe den Streit nicht wahrgenommen, habe mich nun mit der Faktenlage befasst und wie es nicht anders zu erwarten war, regt mich das Thema fürchterlich auf.

Ich habe es so satt, dass sich Veranstalter_innen hinter der Meinungsfreiheit verstecken, um sich nicht positionieren zu müssen. Wenn ein_e Autor_in sich aus Angst um sein_ihr Leben nicht traut, die Frankfurter Buchmesse zu besuchen, macht die Frankfurter Buchmesse ganz offensichtlich etwas falsch. Ich verstehe nicht, was es da zu diskutieren gibt. Es steht mir wirklich bis hier. Stellt euch eine entsprechende Handbewegung vor.

Die Frankfurter Buchmesse bemüht sich seit Jahren, die Diversität und Vielfalt der literarischen Welt abzubilden. Gesellschaftspolitische Themen und Konflikte spielen dabei eine entscheidende Rolle, das zeigt die Auswahl der Gastländer, die Auswahl der Speaker_innen, die Auswahl der Keynotes. Und trotzdem bietet sie einem Verlag Raum, der diese angestrebte Diversität und Vielfalt unbestreitbar offen ablehnt? Da platzt mir wirklich die Hutschnur. Wie ist das bitte vereinbar? Ich sage es euch: Gar nicht. Es besteht überhaupt kein Grund, einem solchen Verlag zu erlauben, dort einen Stand zu betreiben. Im Gegenteil, meiner Meinung nach bestehen gute Gründe, es eben nicht zu tun. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass man die eigenen Ansichten bei jeder sich bietenden Gelegenheit verbreiten darf. Du kannst gern meinen, was du willst, aber wenn die Ausübung deiner Meinung dazu führt, dass sich eine andere Person unsicher und bedroht fühlt, ist diese Ausübung nicht durch das Grundrecht geschützt, weil jeder Mensch das Recht hat, sich sicher zu fühlen und dieses Recht höher priorisiert wird als das Recht auf Meinungsfreiheit. Dass eine Autorin fürchten muss, auf der Frankfurter Buchmesse beleidigt, bedroht und angegriffen zu werden, ist ein Armutszeugnis für die gesamte Veranstaltung.

Die Veranstalter_innen der Frankfurter Buchmesse haben auf der Frankfurter Buchmesse das Hausrecht. Sie müssen nicht Hinz und Kunz erlauben, dort aufzuschlagen. Ich nehme an, wird am Eingang festgestellt, dass eine Person Waffen mitführt, darf sie das Gelände ja auch nicht betreten. Sie hätten diesen Verlag also durchaus ausschließen können, ohne irgendeine Rechtsgrundlage zu verletzen. Dass sie es nicht getan haben, zeigt mir, dass ihre Prioritäten krumm ausgelegt sind. Es ist ihnen wichtiger, unpolitisch zu erscheinen, als eine Autorin zu schützen. Ich gratuliere. Das ist so ein Unsinn, ich könnte schreien. Niemand ist unpolitisch. Weder die Olympischen Spiele noch der Literaturnobelpreis und auch die Frankfurter Buchmesse ist es nicht. Das ist einfach nicht möglich, weil wir in einer politischen Welt leben. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Veranstalter_innen immer wieder versuchen, die Illusion von Neutralität aufrechtzuerhalten. Ich finde es sogar gefährlich.

Abgesehen davon, dass sich besagte Autorin bedroht fühlte, muss man sich fragen, welche weiteren Folgen die Anwesenheit des Verlages haben könnte. An den Publikumstagen kann jede_r die Buchmesse besuchen. Unter den Besucher_innen sind sicher auch junge Menschen, deren Meinungen und Ansichten noch nicht gefestigt sind. Es ist hinreichend belegt, dass besonders junge Geister anfällig für menschenfeindliches, rechtsextremes Gedankengut sind. Demnach riskiert die Frankfurter Buchmesse sehenden Auges, dass sich dieser braune Dreck weiter verbreitet und unterstützt indirekt Radikalisierung. Auch unter den Besucher_innen gibt es garantiert Menschen, denen die Mitarbeiter_innen so eines Verlages gefährlich werden können.

Es geht also nicht um einen Einzelfall oder individuelle Empfindsamkeit. Es geht darum, dass dieser Verlag grundlegend für Werte steht, die nicht mit Demokratie und Humanität vereinbar sind und allem widersprechen, was sich die Frankfurter Buchmesse sonst öffentlichkeitswirksam auf die Fahnen schreibt. Sie hätten eine Grenze ziehen müssen. Sie hätten den Verlag ausschließen müssen, statt das Opfer zu zwingen, Konsequenzen zu ziehen.

Sammy Amara von der Band Broilers hat es mal sehr schön ausgedrückt. Er sagte, wir können darüber diskutieren, ob Ananas auf eine Pizza gehört oder nicht. Wir können darüber streiten und trotzdem Freunde bleiben. Aber sobald es um Rechtsextremismus, Faschismus, Antisemitismus oder Fremdenfeindlichkeit geht, können wir nicht diskutieren und keine Freunde sein. Es gibt da nichts zu diskutieren. Diese Ansichten sind abstoßend und ich bin zutiefst enttäuscht, dass die Frankfurter Buchmesse nicht entsprechend gehandelt hat. Ein Grund mehr, dort niemals hinzufahren.

Wie seht ihr den Fall der Frankfurter Buchmesse?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen munteren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Jens Lossau & Jens Schumacher – Der Luzifer-Plan

Das Autorenduo Jens Lossau und Jens Schumacher kennt ihr von meinem Blog durch ihre humoristische Fantasy-Krimi-Reihe „Die Fälle des IAIT“. Doch bevor sie Jorge den Troll und Meister Hippolit zum Leben erweckten, stellten sie der Welt ein anderes investigatives Duo vor: Frank Passfeller und Tillmann Grosch. Ihre mystisch angehauchten Ermittlungen im Auftrag einer geheimen BKA-Sondereinheit sind im Rahmen der (bisher) vierbändigen Reihe „SK 66“ erschienen. „Der Luzifer-Plan“ ist der zweite Band, den ich vor langer Zeit auf meine Wunschliste setzte, ohne zu wissen, dass er zu einer Reihe gehört. Als ich es herausfand, beschloss ich, den Quereinstieg trotzdem zu wagen, weil mich „Der Luzifer-Plan“ mehr interessierte als der erste Band „Der Schädeltypograph“. Denn darin geht es um eine Figur, die mich seit jeher fasziniert: Den Teufel.

Zeug_innen berichten, der Mann sei geschwebt und durch das Feuer gegangen. Um ihn herum regneten die Scherben und Splitter der explodierten Chagall-Fenster in der Mainzer Stephanskirche herab. Das Überwachungsvideo einer Einzelzelle in der psychiatrischen Rheinhessen-Fachklinik zeigt denselben Mann, anatomisch unmöglich verrenkt, seine Augen eine Masse aus brodelndem Schwarz. Der Mann heißt Leśzek Bukow. Er behauptet, der Teufel zu sein.
Frank Passfeller und Tillmann Grosch der geheimen SK 66 haben zu viel erlebt, um jeden dahergelaufenen Spinner ernst zu nehmen, der sich für den Satan hält. Aber sogar die Sonderkommissare müssen zugeben, dass Bukow eine überzeugende Show abliefert. Als dieser ungesehen aus seiner verschlossenen Zelle verschwindet und in der Region der Wahnsinn um sich greift, ist ihr Spürsinn geweckt. Sie müssen Bukow einfangen. Ob er nun der Leibhaftige ist oder nicht, was auch immer er vorhat – menschenfreundlich sind seine Pläne nicht.

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Verfasst von - 19. Oktober 2021 in Mystery, Rezension, Thriller

 

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Montagsfrage: Ghostwriting?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Der Allergietest ist durch. Ich sag euch, das war wirklich kein Spaß. Die ganze Zeit etwas auf dem Rücken kleben zu haben, ist super unangenehm. Als die Allergene am Dienstag entfernt wurden, wurden sie mit Klebeband und großen Kompressen ersetzt, um die Stellen zu schützen – falls eine verspätete Reaktion auftritt. Das hat so furchtbar gejuckt, ich hatte einige Momente, in denen ich mir am liebsten alles runtergerissen hätte. Am Donnerstag dann das Ergebnis: Nichts. Ich habe auf keinen einzigen Stoff reagiert. Dafür aber ziemlich auf das blöde Klebeband. Damit ist das Rätsel natürlich nicht gelöst. Irgendetwas muss Ausschlag und Juckreiz an meinem Handgelenk ja auslösen und medizinisches Klebeband ist es nicht. Also werde ich diesen Donnerstag wieder in die Hautarztpraxis dackeln, um mit der Ärztin zu besprechen, wie es weitergeht. Hoffentlich wiederholen wir den Allergietest nicht mit anderen Substanzen. Ich kann da schließlich nicht ständig dreimal die Woche vorbeifahren und ich will auch nicht noch mal mehrere Tage nur sehr vorsichtig duschen können. Aber vielleicht hat sie ja eine andere Idee. Ich werde weiter berichten.

Bevor ich dem Geheimnis meiner Hautprobleme weiter auf den Grund gehe, starte ich die neue Woche aber wie immer mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Was ist eure Meinung über Bücher, die von einem_einer Ghostwriter_in geschrieben wurden?

Ich habe ein wenig geschmunzelt, als ich Antonias Antwort gelesen habe. Ich verstehe total, dass sie als aufstrebende Autorin das Bedürfnis hat, ihre Zunft zu schützen und sich deshalb wünscht, Ghostwriting würde kommuniziert werden, aber ein wenig naiv erscheint mir das schon. Ghostwriting wird praktiziert, damit eben nicht kommuniziert werden muss, dass eine Person nicht fähig war, ihre Geschichte selbst zu schreiben, aus welchen Gründen auch immer. Ghostwriting-Verträge erlauben eben genau das. Ghostwriter_innen verzichten bewusst darauf, auf dem Cover oder in den Credits genannt zu werden. Natürlich finde auch ich, dass Personen, die auf den Schreibprozess ihres Buches angesprochen werden, nicht lügen sollten, wenn sie ein Ghostwriting genutzt haben, aber wenn niemand fragt, finde ich nicht, dass man das proaktiv öffentlich machen muss.

Beim Ghostwriting geht es um das Aufrechterhalten einer Illusion, nämlich der, dass die Person, die auf dem Cover steht, das Buch tatsächlich selbst und allein geschrieben hat. Das erscheint mir besonders bei „Auto“biografien schon wichtig, weil die Erzählung eines Lebens dann sehr viel authentischer wirkt. „Born to Run“ von Bruce Springsteen wäre wahrscheinlich nicht ganz so erfolgreich, würde auf dem Cover ein anderer Name stehen. Will man öffentlich machen, dass jemand ein Buch nicht allein geschrieben hat, greift man zu Co-Autor_innen.

Ich finde beides völlig okay. Ghostwriting empfinde ich nicht als problematisch, weil es die Leseerfahrung des Publikums verschönert. Das ist mir die Illusion wert. Denn wenn ich mir erlaube, darüber nachzudenken, komme ich von ganz allein darauf, dass Bruce Springsteen sich wahrscheinlich nicht selbst hingesetzt und all seine Erinnerungen kohärent in eine spannende Geschichte umgeschrieben hat. Ich sehe das eher als offenes Geheimnis. Und damit kann ich prima leben.

Was haltet ihr von Ghostwriting?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Mark Lawrence – The Wheel of Osheim

Mark Lawrence ist ein Autor, der sich aktiv in der Lesecommunity engagiert und den konstruktiven Austausch schätzt. Aber es gibt eine wiederkehrende Frage, die ihn aus der Fassung bringt: Warum er Fantasy statt Science-Fiction schreibt, obwohl er doch Wissenschaftler ist. Bereits 2012 veranlasste sie ihn, einen äußerst unterhaltsamen Blogpost zu verfassen, in dem er vermutet, dass diese Frage im Kern durch die Annahme motiviert ist, dass Fantasy (Magie) und Wissenschaft (Technologie) nicht kompatibel sind. Ähnlich wie Lawrence kann ich das nicht nachvollziehen. Meiner Ansicht nach schließt das eine das andere nicht aus. Wie dicht Magie und Technologie beieinander liegen können, ohne sich zu widersprechen, beweist „The Wheel of Osheim“, das Finale von Lawrences Trilogie „The Red Queen’s War“.

Sobald seine Füße den heißen Sand berühren, weiß Jalan Kendeth, dass Hel ihn am falschen Ort ausgespuckt hat. Typisch, dass er mitten in einer menschenleeren Wüste landet, wenn er ausnahmsweise etwas Bedeutendes zu sagen hat. In der Hölle erfuhr Jal, wie er die Pläne des Toten Königs vereiteln kann. Er muss so schnell wie möglich nach Vermillion zurückkehren, um seine Familie zu warnen und die Rote Königin, seine Großmutter, davon abzuhalten, in einen aussichtslosen Krieg zu ziehen. Jedes weitere Todesopfer schwächt den Schleier zwischen dem Reich der Lebenden und dem Reich der Verdammten. Das Rad von Osheim dreht sich stetig schneller und reißt immer tiefere Löcher in die Realität. Solange Snorri in Hel seiner Familie nachjagt, ist Jal der Einzige, der die drohende Katastrophe verhindern kann. Er hat zwar keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber verflixt, es geht schließlich auch um seine hübsche Haut! Sich aus misslichen Lagen zu befreien, ist Jals Spezialität – kann er sein einzigartiges Talent nutzen, um die gesamte Menschheit zu retten?

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Montagsfrage: Anspruchsvoll und unzugänglich?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Habt ihr schon mal einen Allergietest gemacht? Ich habe vor vielen Jahren – ich war noch auf der Oberschule – schon einmal testen lassen, auf welche Stoffe ich reagiere. Damals kam heraus, dass ich Nickel nicht vertrage, aber das ist wahrscheinlich die gewöhnlichste Allergie, die man so haben kann. Diese Woche werde ich mich erneut testen lassen, denn ich habe seit langer Zeit den Verdacht, dass Nickel nicht mein einziges Allergen ist. Ich kämpfe immer wieder mit Ausschlag, Hautveränderungen und dem Juckreiz aus der Hölle. Betroffen ist vor allem mein rechtes Handgelenk. Manchmal wache ich nachts davon auf, dass ich kratze. Hautkrankheiten tragen ein gewisses Stigma, das ich völlig daneben finde, deshalb erzähle ich heute davon.

Vor zwei Wochen habe ich entschieden, dass ich es nach Jahren des Juckens, Kratzens und zahllosen Hautpflegeprodukten, die alle nicht halfen, einfach nicht mehr aushalte. Es nervt. Also werde ich heute, morgen und am Donnerstag zum Hautarzt tingeln und finde so hoffentlich heraus, was eigentlich das Problem ist. Glücklicherweise wusste ich vorher nicht, wie aufwendig diese Art von Allergietest ist, sonst hätte ich wahrscheinlich einen Rückzieher gemacht. Heute werden mir mögliche Allergene auf den Rücken geklebt. Morgen wird dann „abgelesen“, was auch immer das genau heißt. Am Donnerstag wird noch mal „abgelesen“, danach werden die Allergene wieder entfernt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Ergebnisse auch gleich am Donnerstag erhalte oder noch mal wiederkommen muss, wenn die Ärztin sich alles angeschaut hat. Das werde ich heute aber bestimmt erfahren. Persönlich glaube ich ja nicht, dass es „bloß“ eine Allergie ist. Ich vermute, dass ich eine Neigung zu Neurodermitis habe, die von bestimmten Allergenen getriggert wird. Ich berichte nächsten Montag.

Bevor ich mich einer Woche voller Termine stelle, beantworte ich heute aber erst mal wieder die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Muss ein anspruchsvolles Buch schwer zu lesen sein?

Nun, das hängt natürlich erst einmal davon ab, was man unter „anspruchsvoll“ versteht. Wird es für Bücher verwendet, verstehe ich dieses Adjektiv als Beschreibung dafür, dass ich meine grauen Zellen beim Lesen aktiviere, offen und aufmerksam bin und möglicherweise meine Wohlfühlzone verlasse. Anspruchsvolle Literatur, das ist meiner Auffassung nach eine Dehnungsübung für mein Hirn, mit der ich meine Grenzen auslote und vielleicht ein bisschen erweitere. Für mich hat das nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, ob das Buch schwer oder leicht zu lesen ist, zumindest nicht, wenn wir dabei vom Schreibstil ausgehen.

Ich habe bereits anspruchsvolle Bücher gelesen, die ich trotzdem als zugänglich geschrieben empfand. „Genesis“ von Bernard Beckett beschäftigt sich zum Beispiel mit äußerst abstrakten philosophischen Ideen, richtet sich aber eher an ein heranwachsendes Publikum. Dadurch liest es sich einfach, obwohl die Thematik ziemlich anspruchsvoll ist. „Moby-Dick“ ist inhaltlich ein anspruchsvoller Klassiker, doch zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass Herman Melville durchaus eine gewisse Kurzweiligkeit entstehen ließ, weil er eingängig schrieb. „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath ist hingegen in jeder Hinsicht ein anspruchsvolles Buch, das mir sehr viel abverlangte und sich extrem schwer las. Jedes Buch von Joyce Carol Oates ist anspruchsvoll, aber nicht jedes ist auch vom Schreibstil her eine Herausforderung. Steven Eriksons „Malazan Book of the Fallen“ ist die anspruchsvollste High Fantasy – Reihe, die ich kenne – und doch lesen sich die Bände flüssig.

Ihr seht, anspruchsvoll ist meiner Meinung nach nicht dasselbe wie zugänglich. Demnach müssen anspruchsvolle Bücher nicht unbedingt schwer zu lesen sein. Ich glaube, dabei kommt es auf viele Faktoren an, von Zielgruppe bis Thema, aber wenn es Autor_innen gelingt, ihre anspruchvollen Ideen zugänglich zu verpacken, ist das kein Qualitätsmanko, sondern positiv.

Findet ihr, dass anspruchsvolle Bücher schwer zu lesen sein müssen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen gesunden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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