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Archiv für den Monat Mai 2021

Montagsfrage: Besondere Schätze?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Das war’s. In Berlin haben wir bis nächstes Jahr keine brauchbaren Feiertage mehr. Ohnehin ist Berlin ja das feiertagsärmste Bundesland Deutschlands, weshalb für uns sowieso nur noch der Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten frei wären, doch da all diese Feiertage 2021 jeweils auf ein Wochenende fallen, können wir nicht davon profitieren. Ich finde diese Aussicht ziemlich deprimierend. Klar, ich habe noch Urlaubstage und werde sie auch nehmen, aber dass ich bis nächstes Jahr nicht mehr zusätzlich frei haben werde, obwohl noch Feiertage anstehen, ist wirklich keine schöne Aussicht. Ich hoffe, bei euch sieht die Lage etwas rosiger aus, je nachdem, wo in Deutschland ihr lebt.

Nun gut. Augen zu, Zähne zusammenbeißen und durch. Den Start in die lange Feiertags-Durststrecke beginnen wir heute mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Welches Stück Literatur deiner Sammlung liegt dir besonders am Herzen?

Die heutige Frage stammt erneut von Nerd mit Nadel.

Ich denke, es gibt bei mir drei Kategorien, nach denen sich die Bücher, die mir über die Geschichte hinaus etwas bedeuten und am Herzen liegen, klassifizieren lassen.

In der ersten Kategorie befinden sich Bücher, mit denen ich aufgewachsen bin. Das sind zum Beispiel „Timm Thaler ODER Das verkaufte Lachen“ von James Krüss, die „Uralte Metropole“-Reihe von Christoph Marzi und natürlich auch „Harry Potter“. Diese Bücher liegen mir am Herzen, weil sie mich schon mein Leben lang begleiten, Einfluss auf meine Entwicklung hatten und dazu beitrugen, dass ich die Liebe zum Lesen erst entdeckte und dann beibehielt.

Die zweite Kategorie wird von Büchern gefüllt, die mir aufgrund ihrer Vorgeschichte etwas bedeuten. Erbstücke wie die „Faust“-Ausgabe meines Großvaters, uralte, halb auseinanderfallende Antiquariatsexemplare wie mein „Ivanhoe“, aber auch viele der Bücher, die ich auf der Straße gefunden habe. Letztere nehmen einen speziellen Platz in meinem Bücherherzen ein, weil ich es so gemein finde, Literatur einfach auszusetzen, statt aktiv ein neues Heim zu suchen.

Die dritte und letzte Kategorie ist ästhetischer Natur: Werke, die ich in besonders ansprechenden Ausgaben besitze. Obwohl ich Geschichten selbstverständlich nicht nach ihrer Verpackung beurteile, finden sich in meiner Bibliothek doch ein paar Exemplare, bei denen ich sehr stolz bin, dass sie hier stehen. Das sind überwiegend Klassiker, die ich mir aus der ledergebundenen Barnes and Noble – Sammlung zugelegt habe, beispielsweise „Great Expectations“ von Charles Dickens, „Alice in Wonderland“ von Lewis Carroll oder „The Divine Comedy“ von Dante Alighieri. Diese Ausgaben sind wunderschön und werden dem Inhalt mehr als gerecht, weshalb ich äußerst froh bin, dass ich diese Kollektion vor einigen Jahren entdeckt habe. Sie sind nicht gerade günstig, aber gebraucht trotzdem erschwinglich, sodass ich hin und wieder das Geld in die Hand nehme und investiere.

Darüber hinaus gibt es natürlich haufenweise Bücher, die mir inhaltlich viel bedeuten, weil mich die Geschichte sehr berührt hat oder weil ich den_die Autor_in schätze. Ich bin unheimlich stolz, dass ich mittlerweile eine hübsch umfangreiche Sammlung von Robert E. Howard besitze, die stetig weiter wächst. Es würde jedoch zu weit führen, hier all meine Lesehighlights der vergangenen Jahrzehnte aufzuzählen, deshalb wollen wir es jetzt dabei belassen.

Welche eurer Bücher bedeuten euch besonders viel?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Sarah Beth Durst – The Queen of Sorrow

Die Inspiration für die High Fantasy – Trilogie „The Queens of Renthia“ war ein Unfall. Buchstäblich. Vor einigen Jahren nahm die Autorin Sarah Beth Durst an einem Schreib-Retreat teil. Sie war gerade angekommen und auf dem Weg zu ihrer Unterkunft, einer kleinen Hütte im Wald. Verzaubert bestaunte sie die Natur, sah hoch in die Baumwipfel und achtete nicht auf ihre Füße. Sie stolperte, fiel hin und schlug sich die Lippe auf. Als sie später durch ihr Fenster den Wald betrachtete, den Geschmack ihres Blutes noch auf der Zunge, traf sie die Idee für ihr nächstes Buch wie ein Blitzschlag: Blutgierige Naturgeister! Im Finale „The Queen of Sorrow“ beendet Durst die Geschichte, die mit dieser schmerzhaften Erleuchtung begann.

Daleina wusste, dass der Ehrgeiz ihrer alten Freundin Merecot grenzenlos ist. Dennoch traf es sie hart, dass Merecot bereit war, ihre jahrelange Freundschaft für ihre Ziele zu opfern. Allein das beherzte Eingreifen von Naelin rettete Aratay vor Merecots Ambitionen. Jetzt regieren Daleina und Naelin Seite an Seite. Gemeinsam gelang es ihnen, die Kontrolle über die Elementare zurückzugewinnen. Erstmals seit langer Zeit herrscht in Aratay wieder Frieden. Doch als Naelins Kinder von Elementaren aus Semo entführt werden, setzen ihr Zorn und ihre Verzweiflung alles aufs Spiel, was sie erreichten. Sie ist überzeugt, dass Merecot für die Entführung verantwortlich ist. Der Konflikt zwischen den Königinnen droht zu eskalieren. Ein Krieg scheint unausweichlich. Aber Daleina zweifelt. Dieser allzu offensichtliche Schachzug passt nicht zu Merecot. Schon bald erfährt Naelin, wie Recht Daleina hat. Merecot verfolgt Pläne, die größer sind als Semo und Aratay. Können Daleina und Naelin ihr trauen? Ist sie die Hoffnung, auf die ganz Renthia wartet – oder stürzt sie die Welt ins Verderben?

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Verfasst von - 25. Mai 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Du solltest mal … ?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich wünsche euch einen wunderbaren freien Pfingstmontag! Ich habe am Samstag die frisch wiedereröffnete Außengastronomie in vollen Zügen genutzt! Es war herrlich! Frisch gezapftes Bier und eine Mahlzeit, die extra für mich zubereitet, aber nicht in einem Papp- oder Styroporbehälter serviert wurde. Dazu über drei Tische verteilt ein paar gute Freunde und beste Laune, wo man nur hinsah. Ich kann euch gar nicht sagen, wie gut das getan hat. So ausgelassen, entspannt und zufrieden habe ich mich schon sehr lange nicht mehr gefühlt. Ich wusste ja, dass ich mittlerweile wirklich Pandemie-müde bin, aber wie müde, war mir dann doch nicht klar. Also, lasst uns nicht übermütig werden, damit der positive Trend anhält und wir bald alle unser Leben zurückbekommen.

Obwohl heute ein Feiertag ist, findet die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise natürlich trotzdem statt. Die heute Frage stammt von Buchpfote, die folgendes wissen möchte:

Welche Bücher wurden euch mit dem Satz „Das musst du unbedingt lesen“ empfohlen, habt ihr aber bis jetzt noch nicht gelesen?

Als Buchbloggerin ist es mein Schicksal, tendenziell besser informiert als die meisten Leser_innen in meinem Umfeld zu sein. Ich beschäftige mich viel mehr und viel intensiver mit möglicher Lektüre als der Großteil der Menschen um mich herum. Ohnehin pflegen nur meine Eltern und eine Kollegin sowie ihr Partner ein Leseverhalten, das mit dem meinigen vergleichbar ist. Darum ist die Anzahl derjenigen, die überhaupt in der Lage sind, Empfehlungen für mich auszusprechen, äußerst überschaubar. Doch selbst diese vier halten sich normalerweise zurück. Irgendwie hat es sich so ergeben, dass ich diejenige bin, die Empfehlungen herausgibt, während ich eher selten Empfängerin bin. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann mir das letzte Mal jemand gesagt hat „Dieses Buch musst du unbedingt lesen“. Diese Dringlichkeit entwickelt sich meistens nicht; über einen Satz wie „Ich denke, das würde dir auch gefallen“, gehen meine Buchgespräche normalerweise nicht hinaus. Ich vermute, das liegt daran, dass ich selbst sehr genau weiß, was mir gefallen könnte und was nicht und darüber hinaus eine ziemlich kritische Leserin bin. Ich kann mir vorstellen, dass es dadurch gar nicht so einfach ist, mir ein Buch nachdrücklich zu empfehlen. Außerdem sind allzu begeisterte Empfehlungen seitens meiner Mutter in der Vergangenheit auch schon mächtig schiefgegangen, weil ihre Euphorie in mir eine Erwartungshaltung weckte, die unmöglich zu erfüllen war.

Ein bisschen schade finde ich es schon, dass mir so selten Bücher „aufgezwungen“ werden, aber letztendlich ist es für mich ein Zeichen dafür, dass ich in meinem Leseverhalten maximal unabhängig bin. Dass ich selbst am besten weiß, welche Bücher mir gefallen, heißt ja nur, dass ich mich selbst am besten kenne – so sollte es doch sein. Ich übe ein hohes Maß an Kontrolle über meine Lektüreauswahl aus und ich habe den Eindruck, dass mein kleines lesendes Umfeld das respektiert. Mein Papa sagt mir zum Beispiel nie, dass ich ein Buch lesen soll, nicht einmal, wenn es ihm hervorragend gefällt. Er berichtet einfach von seinen Erfahrungen und lässt mich selbst zu dem Schluss kommen, dass ich dieses Buch auch lesen will. Damit kann ich prima leben.

Als Buchbloggerin reflektiere und beurteile ich Bücher anders als Leser_innen, die sich nicht verpflichtet fühlen, im Anschluss an die Lektüre eine Rezension zu verfassen. Ich bin wählerischer, strenger und setze mich ganz automatisch häufiger damit auseinander, welche Bücher neu erschienen sind, welche Klassiker verschiedenster Genres unbedingt in meinem Regal landen müssen und welche Autor_innen was geschrieben haben. Auf gewisse Weise bin ich dadurch in meinem Umfeld die Expertin – und ich kann nicht behaupten, dass ich mich in dieser Rolle unwohl fühlen würde. 😉

Welche Empfehlungs-Altlasten habt ihr noch nicht abgearbeitet?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen hoffnungsfrohen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Sarah Beth Durst – The Reluctant Queen

Als Sarah Beth Durst begann, „The Queens of Renthia“ zu schreiben, verfasste sie zuerst 90 Seiten einer Geschichte, in der eine Königin in Gefahr ist und auf die Hilfe einer mächtigen Waldfrau hofft, die sich allerdings weigert, ihre Kräfte einzusetzen. Solltet ihr euch wundern, dass dieser Plot nicht der Handlung des ersten Bandes „The Queen of Blood“ entspricht, habt ihr Recht. Es ist die Handlung des zweiten Bandes „The Reluctant Queen“. Durst schickte ihre 90 Seiten an ihre Agentin, die das Manuskript an ihren Herausgeber David Pomerico weiterleitete. Er schlug ihr vor, daraus den zweiten Band zu machen. Durst war von seinem Vorschlag begeistert. Deshalb ist „The Reluctant Queen“ die Fortsetzung, obwohl die Trilogie mit der Idee für diesen Band geboren wurde.

Der Preis, den Daleina für die Krone zahlte, war zu hoch. Die schreckliche Tragödie ihrer Krönung wird sie für immer verfolgen und belastet ihre Regentschaft von Aratay. Das Volk nennt sie hinter ihrem Rücken die Blutkönigin. Schwerer als Trauer und Schuld wiegt für Daleina jedoch das Wissen, dass ihr Reich den Elementaren schutzlos ausgeliefert ist, sollte ihr etwas zustoßen. Sie braucht eine Nachfolgerin. Dringender, als öffentlich bekannt ist. Denn Daleina hütet ein furchtbares Geheimnis: Sie stirbt. Schon bald. Verzweifelt entsendet sie ihren Champion und Mentor Ven in die entlegensten Gebiete ihres Reiches, um unentdeckte und übersehene Talente ausfindig zu machen. Dort, in einem kleinen Dorf tief im Wald, begegnet er Naelin. Naelins Kräfte übersteigen alles, was Ven je in einer Kandidatin erlebt hat. Die junge Mutter könnte Aratays Rettung sein. Dem steht nur eines im Wege: Naelin würde lieber sterben, als Königin zu werden.

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Verfasst von - 18. Mai 2021 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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Montagsfrage: Kreatives Blog-Fremdgehen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

In Berlin öffnet Mitte der Woche die Außengastronomie. Ja, man braucht einen negativen Coronatest oder muss nachweisen können, dass man durchgeimpft oder genesen ist, aber Leute. Die Außengastro öffnet. Selbst wenn wir am Wochenende einen plötzlichen Wintereinbruch mit Minusgraden bekommen sollten, werde ich es mir nicht nehmen lassen, mir in einer Kneipe ein frischgezapftes Bier zu gönnen. Es ist einfach viel zu lange her. Diese Lockerung ist für mich seit einer Ewigkeit der erste echte Hoffnungsschimmer. Vielleicht erreichen wir mit der Impferei ja doch langsam etwas. Ich habe vor zwei Wochen meine erste Impfung mit AstraZeneca erhalten und zähle nun die Tage bis zur Zweitimpfung, für die ich am 19. Juli einen Termin habe. Die Nebenwirkungen der Erstimpfung waren bei mir überraschend heftig. Überraschend, weil sie spät einsetzten (erst 12 Stunden nach der Impfung). Mir ging es den ganzen Tag über gut, erst am Abend bekam ich Schüttelfrost und Fieber. Am darauffolgenden Tag hatte ich typische Grippesymptome mit Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und wahrscheinlich erhöhter Temperatur (ich habe nicht gemessen), doch ich bin überzeugt, das war es wert. Bald gehöre ich auch zu den Glücklichen, für die die meisten Einschränkungen aufgehoben sind. Stück für Stück bekomme ich den Eindruck, dass wir nur noch ein bisschen länger durchhalten müssen.

Letzte Woche habe ich das noch nicht so empfunden, es ist verrückt, wie schnell sich die Situation derzeit ändern kann. Deshalb freue ich mich, dass diese Woche auch die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise wieder stattfindet, nachdem die letzte Ausgabe ausgefallen ist.

Schreibt ihr auch außerhalb eures Blogs und habt ihr vielleicht schon selbst veröffentlicht?

Die heutige Frage hat sich Shannon von Shannon’s Schreibstübchen ausgedacht.

Privat nicht. Bisher hat mich die Inspiration noch nicht gepackt, mir ist noch keine Geschichte begegnet, die unbedingt von mir erzählt werden möchte. Früher habe ich immer davon geträumt, selbst Schriftstellerin zu werden, heute sehe ich das ziemlich locker. Wenn das Universum möchte, dass ich diesen Karriereweg beschreite, wird es mir das mitteilen. Wenn nicht, dann nicht. Schreiben ist schwierig, ich wüsste nicht, weshalb ich mich dazu zwingen sollte, wenn ich keine gute Idee habe, die mich fasziniert. Ich kann wunderbar damit leben, eines Tages zu sterben, ohne ein Buch verfasst zu haben. Man muss nicht jeden fixen Wunschtraum realisieren, besonders, wenn ich nicht einmal weiß, ob mich das glücklich machen würde.

Beruflich muss ich schreiben, daran führt kein Weg vorbei, weil ich in der Agentur die Schnittstelle zwischen technischem Projektmanagement und Content darstelle. Das heißt, ich bin auch Teil der Redaktion und setze mein kreatives Talent dafür ein, Meldungen, Pressemitteilungen, Website-Texte und was auch immer sonst anfällt zu verfassen. Das ist mal mehr und mal weniger spaßig, aber eine Form der Selbstverwirklichung sehe ich darin nun nicht, obwohl mein kreativer Output oft öffentlich nachlesbar ist. Es handelt sich eben um projektbezogene Kreativarbeit, das ist einfach nicht dasselbe wie private Schreiberei in der Freizeit und entsteht häufig auch im Team.

Mich erfüllt diese Mischung aus beruflicher und privater Kreativität. In meinem Job kommt es darauf an, dass ich auf Knopfdruck effektiv und zielgerichtet produzieren kann, was mir bei der Gestaltung meines privaten Blogs natürlich auch zu Gute kommt. Privat ist entscheidend, dass ich über Themen schreibe, die mich interessieren und faszinieren, was ich auf Arbeit oft nicht kann. Dieses Wechselspiel bietet mir genau die kreative Abwechslung, auf die es für mich ankommt – auch ohne Schriftstellerei. 😉

In welchen Formen seid ihr neben euren Blogs kreativ?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen gesunden Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Linwood Barclay – Fenster zum Tod

Die deutsche Ausgabe von „Fenster zum Tod“ von Linwood Barclay wirbt damit, dass der Thriller „ein virtuoses Remake“ des Filmklassikers „Fenster zum Hof“ von Alfred Hitchcock ist. Diese Einordnung ist ein wenig übertrieben. Tatsächlich erklärte der in Kanada lebende Autor in einem Interview, dass die Idee für seinen Roman durch den Hund eines Freundes entstand. Die Parallelen zu Hitchcocks Streifen fielen ihm erst auf, als er mit dem Schreiben bereits begonnen hatte. Dieser Hund (er hieß Winston) wurde zufällig von einem Google Street View – Auto fotografiert, während er aus dem Fenster seines Heims schaute. Noch Jahre später war er online zu sehen. Das brachte Barclay zum Nachdenken: Was, wenn das Auto statt eines Hundes etwas wesentlich Böseres festgehalten hätte?

Nach dem plötzlichen Unfalltod seines Vaters ist der 37-jährige Ray Kilbridge für alles verantwortlich. Er muss die Beerdigung organisieren, er muss entscheiden, was mit dem Haus geschehen soll und er muss für seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Thomas sorgen. Thomas leidet an Schizophrenie und ist nicht fähig, selbstständig einen Haushalt zu führen, weil er seiner speziellen Obsession nicht entkommen kann: Er ist besessen von Stadtkarten. Tag für Tag sitzt er Stunde um Stunde vor seinem Computer und schreitet virtuell die Straßen großer Städte ab. Bei einem dieser Streifzüge entdeckt er etwas Beunruhigendes. Die Kamera hat einen Mord festgehalten. Thomas ist außer sich, doch Ray ist nicht sicher, ob er ihm glauben kann. Hat sein Bruder tatsächlich ein Verbrechen beobachtet oder spielte ihm seine Krankheit einen Streich? Und wie sollen sie die Polizei überzeugen, zu ermitteln? Sie haben keinerlei Beweise, denn das Bild, das Thomas gesehen haben will, ist verschwunden …

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Verfasst von - 11. Mai 2021 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Sarah Beth Durst – The Queen of Blood

Die Autorin Sarah Beth Durst kenne ich schon sehr lange. Es mag locker um die 15 Jahre her sein, dass ich ihren Jugendroman „Ivy: Steinerne Wächter“ gelesen habe. Diese Geschichte, die in der ehrwürdigen Princeton University spielt, die Durst selbst besuchte, bezauberte mich damals. Trotzdem habe ich mich nie veranlasst gesehen, zu überprüfen, was sie sonst noch geschrieben hat. Sie geriet in meinem Kopf in Vergessenheit. Erst im Juli 2017 rief sie mir der Zufall wieder in Erinnerung: Ich stolperte über ihren High Fantasy – Trilogieauftakt „The Queen of Blood“. Neugierig, ob sie meinem Lieblingsgenre gewachsen ist, beschloss ich, dem ersten Band der Trilogie „The Queens of Renthia“ eine Chance zu geben.

Seit ihrer Kindheit bewegt Daleina nur ein Wunsch: Sie möchte ihrem Volk helfen, es schützen und bewahren. Die Menschen ihrer Heimat Aratay respektieren die Gesetze des Waldes, der bis an die Grenzen des Reiches reicht. Doch überall – in den Baumkronen, am Boden, in der Luft – teilen sie ihr Leben mit boshaften, blutrünstigen Elementargeistern, die die Menschheit aus tiefstem Herzen hassen. Als junges Mädchen wurde Daleina Zeugin eines furchtbaren Massakers, das allein ihre Familie überlebte. Sie schwor, nicht zuzulassen, dass sich ihre Tragödie andernorts wiederholt. Obwohl ihre Fähigkeiten zur Kontrolle der Elementare vergleichsweise schwach sind, erkämpfte sie sich mit harter Arbeit einen Platz unter den Anwärterinnen auf den Thron. Aratays Königin ist das Schild ihres Volkes. Ihr Wille legt den Elementaren Ketten an. Ihre Macht ist absolut. Aber Macht hat ihren Preis. Daleina entdeckt, dass die amtierende Königin ein schreckliches Geheimnis hütet. Sie muss sich entscheiden: Ist sie bereit, Blut zu vergießen, um ihren Schwur einzuhalten?

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Montagsfrage: Autor_innen-Kontakt?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich werde morgen gegen Corona geimpft! Dank der Aufhebung der Priorisierung für AstraZeneca habe ich kurzfristig einen Impftermin bei meinem Frauenarzt vereinbaren können. Ich bin gar nicht davon ausgegangen, dass das auch in einer gynäkologischen Praxis möglich ist und hatte mir bereits vorgenommen, meinen Hausarzt anzurufen, aber als ich letzte Woche zur Kontrolluntersuchung war, hat mir mein Frauenarzt die Impfung von sich aus angeboten. Hätten sie den Impfstoff vorrätig gehabt, ich hätte mich an Ort und Stelle spritzen lassen. Hatten sie nicht, daher also morgen. Dadurch bin ich deutlich früher dran als gedacht, denn da ich zu keiner Prioritätsgruppe zähle, habe ich damit gerechnet, erst in einer weit entfernten Zukunft in einer weit entfernten Galaxie geimpft zu werden. Ich freue mich sehr und hoffe, dass viele Leute ähnliche Angebote erhalten, damit bald vielleicht doch wieder ein wenig Normalität in unseren Alltag zurückkehrt.

Beunruhigt es mich, dass ich AstraZeneca erhalte? Nicht wirklich. Die Gefahr, an Corona zu erkranken, ist so viel höher als die Gefahr, eine tödliche Hirnvenenthrombose zu entwickeln. Ich bin nicht gewillt, wesentlich länger auf einen anderen Impfstoff zu warten und damit zu riskieren, mich anzustecken, nur, weil die sehr geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass bei mir schwere Nebenwirkungen auftreten. Außerdem möchte ich mein Leben zurück. Ich habe den Lockdown so satt, es steht mir wirklich bis ganz oben. Deshalb ist es mir relativ egal, was sie mir in den Körper jagen, solange es die Chancen erhöht, dass in absehbarer Zukunft Lockerungen beschlossen werden.

Es wird sicher noch einige Zeit ins Land gehen, bevor sich die Lage dauerhaft stabilisiert. Bis dahin bin ich dankbar für jede Ablenkung und beantworte auch heute wieder die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Nehmt ihr regelmäßig Kontakt zu Autor_innen auf? Wenn ja, bezüglich welcher Themen?

Heute stammt die Frage von Torsten’s Bücherecke.
Nein. Ich habe ziemlich genau gar keinen Kontakt zu Autor_innen. So sehr ich die schreibende Zunft schätze, ich sehe normalerweise keinen Gesprächsbedarf. Worüber soll ich denn mit ihnen sprechen? Meine Meinung zu meinen gelesenen Büchern sind öffentlich in meinen Rezensionen nachlesbar und ich wüsste nicht, wozu ich dem_der Schriftsteller_in meine Gedanken noch einmal persönlich mitteilen sollte. Gerade, wenn ich negative Kritik anbringe, erscheint mir das doch reichlich gemein und unnötig.

Ich bin auch nicht der Typ für Interviews, weil mir selten Fragen einfallen. Nie brennt mir etwas so auf der Seele, dass ich auf die Einschätzung des Autors oder der Autorin nicht verzichten könnte. Nein nein, sie sollen ihre Zeit nicht mit mir verschwenden, sondern lieber an neuen Manuskripten arbeiten.
Es besteht eine minimale Kommunikation mit Autor_innen, die mich um eine Rezension für ihre Werke bitten, doch da ich Auftragsrezensionen seit geraumer Zeit grundsätzlich höflich und dankend ablehne, ist auch dieser Kontakt äußerst gering.

Ich weiß, meine Antwort ist heute wahrscheinlich nicht sehr befriedigend, leider kann ich jedoch wirklich keine andere geben. Ich habe den Wunsch nach einer Kontaktaufnahme mit Schriftsteller_innen noch nie so ganz verstanden. Vielleicht könnt ihr mir heute ja erklären, worin der Reiz dabei besteht.

Habt ihr Kontakt zu Autor_innen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen ausgeruhten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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