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Montagsfrage Buch mit Huhn oder Ei?

13 Apr

Hallo ihr Lieben! 🙂

Na, wie feiert ihr Ostern in diesem äußerst seltsamen Jahr? Da wir trotz des sensationellen Wetters weiterhin angehalten sind, das Haus so wenig wie möglich zu verlassen, unterscheiden sich die Feiertage für mich in 2020 kaum von allen anderen Tagen. Normalerweise hätte ich den Ostersonntag wahrscheinlich bei meinen Eltern verbracht und ein festliches Essen genossen, doch aufgrund der Corona-Pandemie sind der Lieblingsmensch und ich einfach zu zweit zu Hause. Ich finde es schade, dass ich meine Familie zur Zeit nicht sehen kann, aber um das Fest an sich tut es mir nicht leid. Ostern steht in meinem persönlichen Ranking der jährlichen Feiertage nicht besonders weit oben. Als Kind fand ich das natürlich alles super, besonders Geschenke im Garten zu suchen war durchaus ein Highlight. Mittlerweile hat sich die Bedeutung von Ostern für mich allerdings völlig verschoben; in meiner Wahrnehmung ist es tatsächlich das Fest, das ich am meisten mit einem christlichen Hintergrund assoziiere, sogar mehr als Weihnachten. Ich weiß nicht, wann das passiert ist und warum, aber irgendwie sehe ich vor meinem inneren Auge immer sofort den gekreuzigten Jesus, wenn ich an Ostern denke. Ich bedauere das, denn ich mochte den Osterhasen und da ich nicht gläubig bin, habe ich jetzt das Gefühl, dass diese Feiertage eigentlich gar nicht für mich bestimmt sind. Trotzdem genieße ich es, frei zu haben (dieses Jahr muss ich nicht arbeiten, obwohl Feiertage im journalistischen Betrieb einfach nicht existieren) und habe den gestrigen Tag komplett mit meinem Buch auf dem Balkon verbracht. Das ist auch mal schön. Für heute steht ebenfalls nichts an, außer natürlich der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Buch mit Huhn (oder Ei)?

Ehrlich gesagt bin ich nicht gerade begeistert von dieser Frage. Ich weiß, letztes Jahr gab es bereits eine ähnliche Osterfrage, aber die habe ich ausfallen lassen, weil sie sehr spät kam und ich besseres zu tun hatte, als den Tag vor dem Rechner zu verbringen. Damals. Als man noch rausgehen durfte. 😉 Ich denke, die Bedingungen, unter denen Hühner und Eier in Büchern auftauchen, sind einfach nicht sehr vielfältig, weshalb wir heute vermutlich mit wenigen Ausnahmen alle dieselben Antworten geben. Nun ja, dann wollen wir mal. „Harry Potter“ lasse ich gleich weg, es erscheint mir unnötig, Antonias Antwort zu wiederholen.

In der Fantasy spielen Eier meist dann eine Rolle, wenn das Universum Drachen enthält. Manchmal tauchen sie auch als Brut eines fiesen Monsters auf, aber meiner intuitiven Einschätzung nach sind Dracheneier am häufigsten zu finden. Spontan fallen mir drei Reihen ein, in deren ersten Bänden Drachen aus Eiern schlüpfen: „Eragon“ (Eragon #1) von Christopher Paolini, „A Game of Thrones“ (A Song of Ice and Fire #1) von George R.R. Martin und „Dragonflight“ (Dragonriders of Pern #1) von Anne McCaffrey. Letzteres habe ich erst kürzlich gelesen. In allen drei Büchern ist das Schlüpfen eines oder mehrerer Drachen ein besonderes Ereignis, das den Ausgangspunkt einer speziellen Beziehung zwischen Drache und Mensch darstellt. Der Beginn des neues Lebens ist gleichzeitig der Beginn einer außergewöhnlichen Verbindung, die die nachfolgende Geschichte entscheidend bestimmt. Am besten und eindeutigsten beschrieben ist dieser Prozess in „Dragonflight“, in der die Geburt eines neuen Drachen von einer traditionellen Zeremonie begleitet wird, die nicht ohne Grund „Prägung“ genannt wird.

Bücher, in denen Hühner wirklich eine Rolle spielen, sind meiner Empfindung nach schwerer ausfindig zu machen. Ich habe den Eindruck, dass Hühner normalerweise eher am Rande auftauchen, als Teil des Settings oder Worldbuildings. In „Die Arena“ von Stephen King stellt der Autor zum Beispiel einen Bauern vor, der Hühner hält und sich ständig darum sorgt, wer sie füttern soll, während seine Söhne und er selbst in die perfiden Pläne des Schurken Jim Rennie eingebunden sind. In den „Anita Blake“-Romanen von Laurell K. Hamilton sind Hühner Opfertiere, deren Blut die Protagonistin einsetzt, um Zombies zu erwecken. Mir will kein Buch einfallen, in dem sie einen wichtigeren Auftritt haben oder gar als Hauptfiguren fungieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das manchmal in Kinderbüchern der Fall ist, aber sollte es diese geben, habe ich sie nicht gelesen.

Welche Bücher mit Hühnern und/oder Eiern fallen euch ein?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen österlich-feierlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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4 Antworten zu “Montagsfrage Buch mit Huhn oder Ei?

  1. Wordworld

    13. April 2020 at 5:07 pm

    Hey Elli,
    an Dracheneier habe ich auch sofort gedacht (was das wohl über mich aussagt…? ;-)), habe dann aber entschieden, dass das für mich nicht wirklich zählt und mein Beitrag auf die Hühnereier verlegt 😉
    Schöne Ostern und vielen Dank für deinen Besuch und Kommentar bei mir
    Sophia

    Gefällt 1 Person

     
  2. gero

    13. April 2020 at 10:06 pm

    Hallo Elli,
    Bücher, in denen Hühner eine wichtige Rolle spielen, sind afaik tatsächlich nicht allzu häufig – aber es gibt sie.

    So spielt etwa in The Book of the Dun Cow bzw. Der weiße Hahn und die braune Kuh von Walter Wangerin jr. keineswegs die Kuh des Originaltitels die Hauptrolle, sondern der im deutschen Titel genannte weiße Hahn, bei dem es sich um einen wahren Gockel (durchaus mehrdeutig gemeint) handelt; immerhin hat er auch eine Lieblingshenne (mit dem schönen Namen Pertelote).

    Und Terry Goodkind konfrontiert in Soul of the Fire, dem fünften Band des Zyklus The Sword of Truth – sprich: in Die Seele des Feuers, dem fünften Band des Zyklus Das Schwert der Wahrheit – Konfessorin Kahlan mit dem „evil chicken“:

    The bird let out a slow chicken cackle. It sounded like a chicken, but in her heart she knew it wasn’t. In that instant, she completely understood the concept of a chicken that was not a chicken. This looked like a chicken, like most of the Mud People’s chickens. But this was no chicken.
    This was evil manifest.

    Vor allem, wenn ich mir das „evil chicken“ anschaue, tendiere ich zu der Überzeugung, dass Dracheneier die bessere Wahl sind. 😉 (Und ich kann mich erinneren, dass mich die Szene in McCaffreys Die Welt der Drachen damals – als ich sie in jungen Jahren gelesen habe – ziemlich beeindruckt hat.)
    Viele Grüße
    Gerd aka gero

    Gefällt 1 Person

     
  3. Tina

    18. April 2020 at 9:49 am

    Liebe Elli,

    wir sind wirklich auf einen nenner bei dem Wort „Ei“ gekommen 🙂
    Selbst zum Huhn ist dir etwas eingefallen. Bei der Frage war es ja Wurscht inwiefern Huhn und/oder Ei vorkommen.

    Ich hoffe, dass Antonia ihre „leichtne“ fragen in Zukunft etwas zurückstellt. *lach

    Liebe Grüße
    Tina

    Gefällt 1 Person

     

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