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Montagsfrage: Monogam oder polyamourös?

27 Jan

Hallo ihr Lieben! 🙂

Wieso gibt es keine einzige Läufer-Verletzung, die man einfach dadurch heilen kann, weiter laufen zu gehen? Ich bin frustriert. Seit zwei Wochen stockt mein Lauftraining. Erst habe ich es geschafft, mir mit einem neuen Paar Stiefel die Fersen übel aufzuscheuern und konnte deshalb nicht joggen gehen. Dann waren die Wunden soweit verheilt, dass ich mich wieder getraut habe, in meine Laufschuhe zu schlüpfen. Doch kaum stieg ich vorsichtig wieder ein, musste ich feststellen, dass sich eklige Schmerzen in meinen Schienbeinen bemerkbar machten. Diese Beschwerden habe ich schon länger, aber wie Läufer_innen eben so sind, habe ich mich geweigert, die Signale meines Körpers ernstzunehmen und nachzuschauen, was das sein könnte, denn ich wusste genau, dass sie mich zum Pausieren zwingen würden. Letzte Woche wurde es allerdings so schlimm, dass mich die Schmerzen auch nach dem Training noch belasteten, also nahm ich Vernunft an und habe recherchiert. Offenbar habe ich das äußerst verbreitete Schienbeinkantensyndrom, auch Shin Splints genannt. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Knochenhaut des Schienbeins, die durch die Reibung des Muskels an dieser Haut ausgelöst wird. Na großartig. Das Problem dieser Verletzung besteht darin, dass es recht schwierig ist, allein herauszufinden, was die Ursache ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Ich fürchte nun, dass bei mir eine Fußfehlstellung dafür verantwortlich sein könnte. Deshalb werde ich mir morgen mal einen Tag Zeit nehmen und mich mit einem dicken Buch bei einem Orthopäden ins Wartezimmer setzen. Das wird ein Spaß! 😑 Hoffentlich kann mir der Herr Doktor erklären, was ich verändern muss, um in Zukunft schmerzfrei laufen zu können. Ich war nämlich ziemlich stolz auf meine Disziplin und die Fortschritte, die ich langsam verzeichnen konnte, vom wachsenden Spaßfaktor mal ganz zu schweigen.
Nun denn, es hilft ja alles nichts. Ich bemühe mich schließlich um Achtsamkeit. Also stelle ich die Jammerei jetzt ein und beantworte lieber die Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise.

Liest du Bücher parallel oder nacheinander?

Okay, heute machen wir es kurz und schmerzlos, denn diese Frage habe ich nun schon ich weiß nicht wie oft beantwortet. Ich kann Bücher nicht parallel lesen. Ich wüsste gar nicht, wie man das macht. Ich lese meine Bücher grundsätzlich hübsch ordentlich der Reihe nach. Bei mir gibt es kein „Couch-Buch“, „Bad-Buch“ oder „Öffentliche-Verkehrsmittel-Buch“. Ich fange ein Buch an, ich lese es, ich schleppe es überall mit hin, ich lese es zu Ende. Ich lebe literarisch monogam. Ich kann mich nur auf eine Geschichte auf einmal einlassen. Es anders zu handhaben, wäre für mich einfach nicht richtig. Allein die Vorstellung, zwischen den Geschichten zu springen, fühlt sich katastrophal falsch an. Mal davon abgesehen, dass das wahrscheinlich Konsequenzen für meine Rezensionen hätte, weil ich mich dann vermutlich weniger intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen würde. Außerdem nähme es mir den heiligen Moment der Lektüreauswahl. Wenn ich mehrere Bücher auf einmal anfangen würde, hätte dieser Augenblick weniger Gewicht; würde ich daneben liegen, könnte ich das entsprechende Werk ja problemlos auf das Abstellgleis verbannen und den nächsten Kandidaten ausprobieren. Da ich das nicht tue, überlege ich mir sehr genau, welches Buch ich als nächstes lesen möchte. Ich gehe tief in mich und höre genau zu, was meine Seele gerade braucht. Auf diesen Kontakt mit mir selbst möchte ich keinesfalls verzichten.
Wer eher eine polyamouröse Beziehung zur Literatur pflegt – fein. Meine Einstellung dazu betrifft nur mich allein, mir würde nie einfallen, jemanden für eine andere Strategie zu verurteilen. Aber verstehen werde ich es wohl dennoch nie.

Seid ihr literarisch eher monogam oder polyamourös?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen produktiven Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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12 Antworten zu “Montagsfrage: Monogam oder polyamourös?

  1. amaunet0101

    27. Januar 2020 at 12:08 pm

    Na, das passt ja! Ich komme gerade von den Medimpos-Seiten, wo ich soeben eingekauft habe (ein Buch davon übrigens auf deine Empfehlung hin) und sehe, dass du zeitgleich die Montagsfrage beantwortet hast.

    Dazu kann ich sagen, dass ich eigentlich auch ganz hübsch ein Buch nach dem Anderen hinereinander weg lese. Es gibt nur eine Ausnahme und das ist, wenn ich mich nebenbei mit einem Sachbuch beschäftige. Das kriege ich meistens nicht hin, es in einem Zug durchzulesen, ohne mir nebenher etwas Entspannendes zu gönnen. Kommt allerdings auch nicht so oft vor. Wenn man nicht mehr im Berufsleben steht, MUSS man ja keine Fachliteratur mehr lesen…

    Ich wünsch dir eine tolle Woche
    LG

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  2. Der Büchernarr

    27. Januar 2020 at 12:26 pm

    Hallo Elli,

    manchmal sind es rein praktische Gründe, wenn ich ungern ein Kilogramm Buch herumschleppen mag und dann lieber zum E-Book greife 😉 Hauptsache die Bücher liegen thematisch nicht zu eng beieinander, damit die Gedanken sich nicht verknoten, dann klappt es 😀

    Viele Grüße
    Frank

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      27. Januar 2020 at 12:30 pm

      Hey Frank,

      ich bin da offenbar wirklich unflexibel, bei mir funktioniert das nicht mal mit Sachbüchern parallel zu Romanen. 😀

      LG
      Elli

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  3. Chris | schriftweise

    27. Januar 2020 at 12:28 pm

    Gerade die Auswahl des nächsten Buches ist auch für mich ein wichtiger Punkt. Würde ich mehrere Romane gleichzeitig anfangen, müsste ich mir darüber bzw. über die Reihenfolge nicht so viele Gedanken machen und da ginge wirklich ein Teil der Freude verloren.

    Ich glaube auch, wenn man die Bücher nicht nach Lokalität oder so trennt, sondern einfach wild durcheinander liest, würde sich mit der Zeit sowieso eine Reihenfolge ergeben, weil Buch A einen mehr interessiert oder Buch C doch nicht so spannend ist wie Buch B.

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    • wortmagieblog

      27. Januar 2020 at 12:33 pm

      Das denke ich auch, ich glaube, wenn man mehrere (fiktive) Geschichten parallel liest, wird es immer eine geben, die mehr begeistert als die anderen.

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  4. Alica

    27. Januar 2020 at 1:07 pm

    Huhu Elli,

    ich lese tatsächlich fast immer mehrere Bücher zeitgleich, weil ich dann wechseln kann, wenn eines gerade langatmig oder so wird. XD

    Und zum Joggen: Ich hatte, als ich mit dem Joggen anfing, auch total Probleme mit dem Schienbeinkantensyndrom. Bei mir lag es aber daran, dass ich zu schnell zu viel laufen wollte und meine Schienbeine das nicht so klasse fanden. :’D Aber es klingt ja eher so, als würdest du schon länger joggen? Dann würde ich auch eher auf die Schuhe tippen.

    Schöne Grüße
    Alica

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    • wortmagieblog

      27. Januar 2020 at 1:12 pm

      Hey Alica,

      aber hast du dann keine Probleme, zu eben diesem Buch zurückzukehren? Das wäre für mich wahrscheinlich schwierig.

      Ich war schon mal regelmäßig joggen, bis Oktober 2018. Dann habe ich aus verschiedenen Gründe eine einjährige Pause eingelegt und im Oktober 2019 wieder angefangen. Ich habe eigentlich sehr drauf geachtet, die Belastung langsam zu steigern, also maximal 1,5km pro Woche und habe mich fest an meinen Trainingsplan gehalten. Keine Extra Kilometer, ich schwöre es! 😀 Die Schuhe könnten das Problem sein, aber inwiefern genau kann mir leider nur ein Profi erklären. Also bleibt erst mal nur der Gang zum Arzt.

      Liebe Grüße,
      Elli

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      • Alica

        5. Februar 2020 at 10:17 am

        Ne, ich merke mir eigentlich ziemlich gut, was ich bisher in welchem Buch gelesen habe und bin dann sofort wieder in der Handlung drin. 🙂

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  5. Torsten's Bücherecke

    27. Januar 2020 at 3:13 pm

    Hallo Elli,

    Ich hatte das Shin Splint Problem auch bei meiner PCT Wanderung durchbiss extreme Dauerbelastung.

    Die Lösung waren einfach höhere Socken (über den schmerzenden Bereich) und somit mehr Durchblutung.

    LG

    Torsten

    Gefällt 1 Person

     
  6. Emma Escamilla

    27. Januar 2020 at 4:37 pm

    Hallo Elli,

    oh je, ich wünsche dir eine gute Besserung. Das hört sich ja wirklich sehr schmerzhaft an. 😦 Ich hoffe, es heilt schnell und du kannst bald wieder laufen.

    Ich bin tatsächlich polyamourös, was das Lesen betrifft. Ich wäre gerne disziplinierter, aber vor allem gerade, wo ich mich in einer absoluten Leseflaute befinde, tut mir die Abwechslung gut. Die meisten Bücher, die ich gerade lese, sind allerdings Sachbücher, da ist die Verwechslungsgefahr auch nicht so groß. Wobei ich eigentlich noch nie Geschichten verwechselt habe. Liegt wohl auch daran, dass ich in sehr unterschiedlichen Genres lese.

    Hier mein Beitrag, falls es dich interessiert: https://emma-escamilla.com/2020/01/27/montagsfrage-kw05-2020-parallel-oder-hintereinander/

    Liebste Grüße und eine schöne Woche
    Emma

    Gefällt 1 Person

     
  7. Aequitas et Veritas

    27. Januar 2020 at 6:43 pm

    Ich halte nicht viel von Ehe-, ähm, Lesenruch, also: monogam! 🙋‍♀️

    Gute Besserung für deine Schienbeingeschichte!

    Gefällt 1 Person

     

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