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Montagsfrage: Kritzeleien im Buch?

01 Jul

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich habe meinen Laptop zurück! Natürlich hat es etwas länger gedauert, als erwartet, aber jetzt steht er hier vor mir samt einer niegelnagelneuen Tastatur. Als der liebe PC-Doktor ihn am Samstag wiederbrachte, hätte ich Luftsprünge machen können und habe direkt den ganzen Abend dem Seriensuchten gewidmet. Es ist wirklich so viel schöner, auf dem eigenen Gerät zu arbeiten, wo Passwörter gespeichert, die richtigen Programme installiert und eben alle meine Bedürfnisse erfüllt sind. Deshalb macht mir die Beantwortung der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise heute besonders viel Spaß!

Buch mit Notiz?

Ich selbst schreibe so gut wie nie Notizen in meine Bücher. Das hat allerdings weniger damit zu tun, dass ich das als Blasphemie empfinden würde, wie Antonia andeutet. Es hängt mit der Arbeitsweise zusammen, die ich mir für meine Rezensionen zurechtgebastelt habe. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass es für mich wesentlich ergiebiger, produktiver und konstruktiver ist, meine Gedanken erst nach der Lektüre eines Buches zu notieren. Ich lasse meine Eindrücke einer Geschichte gern eine Weile in mir rumoren und sacken, bevor ich sie aufschreibe, denn mein Unterbewusstsein führt mich oft auf ganz erstaunliche mentale Wege, wenn ich ihm die Zeit dazu gebe. Ich habe beobachtet, dass Notizen, die ich während einer Lektüre schreibe, eher oberflächlich sind und mir am Ende nicht so viel bringen. In die Tiefe gelange ich erst, nachdem ich das gesamte Buch kenne und es als Einheit auf mich wirken lasse. Außerdem sind Gedanken, die ich auf einer Seite hege, mit der nächsten vielleicht bereits obsolet, weil sich Sachverhalte und Entwicklungen schnell relativieren können. Deshalb ergibt es für mich keinen Sinn, im Buch herumzukritzeln. Mit einem externen Notizbuch fahre ich deutlich besser.

Ästhetische Überlegungen spielen hierbei eine geringe Rolle. Könnte ich mit Notizen, die während einer Lektüre entstehen, besser arbeiten, hätte ich wenig Hemmungen, diese in dem entsprechenden Buch festzuhalten und ich kann verstehen, dass es einige Leser_innen gibt, die genau das tun. Ich kann mir vorstellen, dass sie mich bei potenziellen späteren Rereads stören und die Wirkung der Geschichte verfremden könnten, doch ich glaube nicht, dass mich das aufhalten würde, wenn ich dadurch bessere Rezensionen schreiben könnte. Ich betrachte Bücher nicht als Heiligtümer, sie sind Gebrauchsgegenstände. Wundervolle, magische Gebrauchsgegenstände, aber immer noch Gebrauchsgegenstände. Ich finde es albern, sie mit übertriebener Ehrfurcht zu behandeln. Ihr Zweck besteht darin, Freude zu entfachen. Wer Freude dabei empfindet, an den Rand des Textes zu schreiben – bitte, nur zu, von mir werdet ihr kein kritisches Wort hören.

Notiert ihr eure Gedanken direkt in Büchern?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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6 Antworten zu “Montagsfrage: Kritzeleien im Buch?

  1. Torsten's Bücherecke

    1. Juli 2019 at 11:35 am

    Hallo Elli,

    ich habe mir angewöhnt die Gedanken gleich aufzuschreiben, so lange ich sie noch im Kopf habe. 😉 Aber so nutzt jeder seine eigene Variante.

    Gratulation übrigens zum reparierten Laptop. Möge der Kaffee fern bleiben.

    LG

    Torsten

    Gefällt 1 Person

     
  2. Aequitas et Veritas

    1. Juli 2019 at 12:33 pm

    Ich mache während des Lesens Notizen auf einem Block, aber du hast

    Gefällt 1 Person

     
    • Aequitas et Veritas

      1. Juli 2019 at 12:36 pm

      Mist. Hier geht’s weiter:

      recht: Viele der Notizen brauche ich hinterher doch nicht, weil sie für die Rezi nicht relevant sind. Aber gerade bei den Hörbüchern, bei denen man nicht einfach mal zurückblättern kann, bin ich froh, auch mal in überflüssigen Notizen blättern zu können.

      Gefällt 2 Personen

       
  3. amaunet0101

    1. Juli 2019 at 3:07 pm

    Toll, dass dein Laptop wieder ok ist!

    Ich mache selbst überhaupt keine Notizen, aber ich liebe es, mich mit besonderen Menschen, die das Buch auch gelesen haben, auszutauschen. Wir haben immer wieder tolle, teils kontroverse, Gespräche innerhalb der Familie. Apropos: Dabei fällt mir ein, dass mein Vater die Angewohnheit hatte, seine Gedanken an den Rändern festzuhalten. Ich fand das immer sehr interessant, und da er für die oben erwähnten Gespräche nicht mehr zur Verfügung steht, ist es wie ein später Draht zu ihm.

    Eine schöne kühle Woche wünsch ich dir

    Gefällt 1 Person

     
  4. seestern12

    1. Juli 2019 at 6:11 pm

    Ich mache mir post-its in Bücher rein. Während des Studiums habe ich in Fachbücher Notizen gemacht aber sonst schreibe ich nicht in Bücher.

    Gefällt 1 Person

     

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