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Montagsfrage: Inspirationsquelle?

09 Jul

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich melde mich heute kurz aus meinem Rezensionsurlaub, um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja zu beantworten. Ich muss sagen, bisher tut es mir wirklich gut, mal nicht gehetzt von einer Rezension zur nächsten zu springen und mir keine Gedanken über Veröffentlichungstermine machen zu müssen. Ich genieße das. Vielleicht verlängere ich meinen produktiven Urlaub sogar noch etwas. Ich denke drüber nach und halte euch auf dem Laufenden. 😉

Inspirieren dich beim Lesen die Handlungen mancher Figuren für dein eigenes Leben oder trennst du Fiktion strikt davon, weil es nicht real ist?

Ich denke schon, dass mich fiktive Figuren in Büchern manchmal inspirieren, allerdings eher indirekt. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich irgendwann einmal dachte „Stimmt, das könnte ich eigentlich auch machen“. Aktiv beeinflussen sie vielleicht meine Lektüreauswahl, weil ich hin und wieder mal eines der Bücher, die eine Romanfigur liest, ebenfalls lesen möchte. Doch darüber hinaus sind es wohl hauptsächlich bestimmte Verhaltensweisen und Werte, die ich auf mein eigenes Leben übertrage. Mut, Ehrlichkeit, Loyalität, Toleranz – diese Tugenden spielen in vielen Geschichten eine Rolle und ich bemühe mich redlich, mir ein Beispiel an meinen fiktiven Held_innen zu nehmen.  Ich glaube ganz fest daran, dass man durch das Lesen zu einem besseren Menschen werden kann, wenn man offen für die Botschaften der Autor_innen ist.

Möchte man die reale Welt verändern, muss man bei sich selbst anfangen. Das ist nicht immer leicht, aber ich versuche, Negativität aus meinem Leben zu verbannen. Grundsätzlich. Keine fiesen Gedanken, weder in Bezug auf mich selbst, noch in Bezug auf andere Menschen. Im Alltag übe ich das durch kleine mentale Spiele. Bin ich unterwegs, begegne ich natürlich zwangsläufig anderen Menschen. Egal, wer mir entgegenkommt oder gegenübersitzt, ich versuche, irgendetwas Positives an dieser Person zu finden, für das ich ihm oder ihr dann still in meinem Kopf ein Kompliment ausspreche. Dadurch hindere ich mich selbst daran, von den Menschen genervt zu sein oder gedanklich über sie zu lästern.
Für mich selbst hilft mir meine tägliche Yoga-Praxis, mich so zu akzeptieren, wie ich bin und mich gut zu fühlen. Find what feels good. Exhale the Bullshit.
Doch das Leben besteht eben nicht nur aus Alltag, immer wieder sind wir mit außergewöhnlichen Situationen konfrontiert, die uns schnell wie eine Katastrophe erscheinen. In solchen Momenten helfen mir meine Romanheld_innen. Die haben nämlich oft Probleme eines ganz anderen Kalibers zu lösen. Mache ich mir das bewusst, relativiert das die Herausforderungen meines Lebens. Ich denke „Wenn XY das schaffen konnte, schaffst du auch jenes“. Ich ziehe mich an ihnen hoch und sammle dadurch den Mut, weiterzumachen und mich meinen Problemen oder Krisen zu stellen. Also ja, insofern lasse ich mich durchaus von fiktiven Figuren inspirieren. 🙂

Beeinflussen euch die Handlungsweisen fiktiver Figuren?

Ich freue mich wie immer auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

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7 Antworten zu “Montagsfrage: Inspirationsquelle?

  1. theRealDarkFairy

    9. Juli 2018 at 9:17 am

    Sei gegrüßt Elli!

    Ich denke auch, das Buchcharaktere inspirierend sein können. Warum auch nicht?

    Charakterlich können sie das bestimmt und ich finde es klasse, dass du versuchst immer etwas positives zu finden – mir geht es da ähnlich, aber es gelingt mir noch nicht immer.

    Aber auch wenn es an Handlungen geht, können sie motivieren und inspirieren. Bei mir gab es da sogar ein konkretes Beispiel. Darüber habe ich in meinem heutigen Beitrag auf „Mein Senf für die Welt“ geschrieben 😉

    Liebe Grüße
    Marina

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      9. Juli 2018 at 12:57 pm

      Huhu Marina 🙂

      Mir gelingt es auch nicht immer, aber ich glaube, allein schon der Versuch, ein besserer Mensch zu sein, zählt.

      Viele liebe Grüße,
      Elli

      Gefällt 1 Person

       
  2. Myna Kaltschnee

    9. Juli 2018 at 10:13 am

    Hallo Elli,

    eine interessante Antwort. Ich finde auch, dass Buchfiguren inspirierend sein können. Sowohl in ihrem Verhalten, als auch in ihren Handlungen.

    Dass du immer versuchst, das Gute zu sehen, finde ich sehr toll. Da sollten sich so manche Leute ein Beispiel dran nehmen (ich mit eingeschlossen).

    Vielleicht magst du ja auch bei mir mal vorbeischauen? http://myna-kaltschnee.com/2018/07/09/montagsfrage-107-inspiration/

    Liebste Grüße und eine schöne Woche,
    deine Myna

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      9. Juli 2018 at 1:03 pm

      Huhu Myna,

      das ist wirklich gar nicht so schwer, weil man schnell mitkriegt, wie oft man ganz unwillkürlich negative Gedanken hat und es daher auch recht effektiv korrigieren kann. Manchmal ist ein besserer Mensch zu werden nur eine Sache des Anfangens. 🙂

      LG
      Elli

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  3. laberladen

    9. Juli 2018 at 12:34 pm

    Bei mir gibt es wohl beides. Zum einen greife ich schon mal Themen auf, die mir in einem Buch über den Weg gelaufen sind und informiere mich näher darüber (Servicehunde bei Diabetes oder um einen bevorstehenden epileptischen Anfall anzuzeigen z. B. fand ich super interessant. Auch wenn ich im wirklichen Leben dafür keine Verwendung habe, hat es mir Spaß gemacht, mehr darüber zu erfahren). Zum anderen sind es auch manche Charaktereigenschaften, die mich beeindrucken und von denen ich mich inspirieren lasse, selbst mehr in diese Richtung zu handeln. Da lerne ich oft aus negativen Beispielen am meisten – wie oft werden Dinge nicht ausgesprochen und entwickeln sich im Laufe der Zeit zu riesigen Hürden. Im Roman wird das deutlicher und überspitzter dargestellt als im richtigen Leben und ich denke mir schon immer mal – so weit lässt Du es nicht kommen.
    Auch wenn das alles natürlich auch ohne „Buch-Vorlage“ geht, sind es doch oft die Bücher, die mich wieder an Sachen erinnern oder mir nahebringen.

    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      9. Juli 2018 at 1:06 pm

      Hey Gabi,

      das stimmt, manchmal liest man Bücher über Konflikte, an denen man sich wirklich kein Beispiel nehmen möchte. Ich denke, es ist gut, dass uns Bücher eben auch einen spiegel vorhalten, der negative Seiten zeigt. Wenn ich mich in einem fiktiven Beziehungsstreit wiedererkenne, ist es in Zukunft vielleicht einfacher, dieselben Fehler nicht zu wiederholen. 🙂

      LG
      Elli

      Gefällt 1 Person

       
  4. Anna

    9. Juli 2018 at 4:56 pm

    Hey Elli,

    ich lasse mich vor allem von den Ländern, in denen meine gelesenen Bücher spielen, inspirieren und möchte die Schauplätze von den Büchern sehen und bestaunen können. In einigen Fällen hat das schon geklappt und ich weiß, dass ich in Zukunft noch einige Orte besuchen werde.
    Deine Einstellung finde ich wirklich toll, daran sollte ich mir auch ein Beispiel nehmen! (:

    Liebe Grüße!
    Anna

    Gefällt 1 Person

     

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