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Montagsfrage: Mein Herz schlägt für…?

15 Jan

Guten Morgen ihr Lieben! 🙂

Es wird. Die erste Hälfte des noch immer ausstehenden Jahresrückblicks 2017 ist fertig. Mit ein bisschen Disziplin schaffe ich es bestimmt, ihn noch diese Woche komplett fertig zu stellen. Ich sehne diesem Abschluss wirklich entgegen, weil ich endlich anfangen möchte, die Altlasten des letzten Jahres abzubauen, die übrig gebliebenen Rezensionen zu schreiben und dann nach vorn zu sehen. Mit meinem Blog bin ich noch nicht im neuen Jahr 2018 angekommen und das fühlt sich so… unfertig an. Es wird Zeit, dass ich zu Potte komme.
Heute früh gönne ich mir allerdings eine Pause vom Auswerten meines letzten Lesejahrs und widme mich der Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Ein bisschen Abwechslung muss sein. 🙂

Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche ist/war euer aktueller/letzter Character Crush?

Ich bin eigentlich nicht sehr anfällig für diese harmlosen Schwärmereien für Buchfiguren. Character Crushs, Book-Boyfriends oder welchen mehr oder weniger hübschen Anglizismus man für dieses Phänomen auch immer verwenden möchte, treten bei mir nur selten auf. Das könnte damit zu tun haben, dass ich häufig Bücher lese, die zwielichtige Persönlichkeiten fokussieren. 😉 Doch hin und wieder setzt sich mein Herz dennoch über jegliche Vernunft und Rationalität hinweg und begeistert sich über alle Maßen für eine Figur. Das letzte Mal wurde ich während der Lektüre von „City of Miracles“ von Robert Jackson Bennett Opfer einer solchen Verliebtheit. Ich habe mich ein bisschen in den Protagonisten Sigrud je Harkvaldsson verknallt. Sigrud spielt in der gesamten Trilogie „The Divine Cities“ eine bedeutende Rolle, aber erst im Finale beeindruckte er mich so sehr, dass sich meine Gefühle in eine romantische Richtung entwickelten, obwohl er ein Mörder, Attentäter und von Rachsucht beherrschter Mann ist. Die Tiefe seines Charakters konnte mich nicht kalt lassen. Er ist eine zutiefst tragische Figur, voller fein ausschattierter Facetten, die mich niemals daran zweifeln ließen, dass er trotz seiner harten Schale ein guter Mensch ist, der das Herz am rechten Fleck trägt. Seine Wehrhaftigkeit, die Aura von Gewalt, die ihn umgibt, zeichneten ihn für mich nur als noch attraktiver. Frauen stehen eben auf Bad Boys. Außerderm ist er einfach heiß. Ihm fehlt zwar ein Auge, aber er ist groß, breit, muskulös und besitzt diesen nordischen Charme, der an Barbaren und Wikinger denken lässt. Hach, Sigrud. Von ihm würde ich mich jeder Zeit gefangen nehmen lassen.

In welche Buchfigur wart ihr zuletzt verknallt?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

P.S.: Die Illustration stammt von der Künstlerin Chanh Quach. Es handelt sich um ein Embed von Robert Jackson Bennetts Website (s. Verlinkung des Bildes).

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22 Antworten zu “Montagsfrage: Mein Herz schlägt für…?

  1. Aequitas et Veritas

    15. Januar 2018 at 8:39 am

    In Romanfiguren verknallen? Das, das passiert mir nicht. Aber es gibt eben Figuren, die ich so faszinierend finde (aus welchen Gründen auch immer, das ist verschieden), dass ich gern mehr über sie lese. Oder lesen würde. 🙂

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    • wortmagieblog

      15. Januar 2018 at 11:32 am

      Normalerweise beschränke ich mich auch darauf, aber Sigrud ließ mein Herz wirklich höher schlagen. 😉

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      • Aequitas et Veritas

        15. Januar 2018 at 3:36 pm

        Er sieht aber auch wirklich knackig aus. 😉 Ist er einer der Guten oder bis zum Ende ein Bösewicht?

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      • wortmagieblog

        15. Januar 2018 at 4:13 pm

        Er ist im Grunde beides, rettet aber die Welt, weil er Erlösung durch Leid erfährt. Also eine wirklich vielschichtige Persönlichkeit 😉

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      • Aequitas et Veritas

        15. Januar 2018 at 4:46 pm

        Ah, das klingt interessant! Das sind immer die besten Figuren – und sie sind mir lieber als die „guten“ Helden, die nie wirklich in Versuchung geführt werden und sich entscheiden müssen.

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      • wortmagieblog

        15. Januar 2018 at 4:46 pm

        Vollkommen richtig, wer will schon einen Bilderbuch-Helden? 😀

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      • Aequitas et Veritas

        15. Januar 2018 at 5:39 pm

        Genau!

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  2. Buchperlenblog

    15. Januar 2018 at 8:56 am

    Ha, was macht das eine Auge, wenn er aussieht wie eine nordische Gottheit. Schön! 😀
    Toll beantwortet, den ersten Teil davon konnt ich sogar selbst unterstreichen – mir passiert das nämlich auch so gut wie nie.

    Liebe Grüße!
    Gabriela

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  3. laberladen

    15. Januar 2018 at 9:49 am

    Ein Fan von eher zwielichtigen Persönlichkeiten? Da hebe ich sofort die Hand 🙂

    Die literarische Figur, für die Du eine Ausnahme gemacht und doch ins Schwärmen geragten bist, klingt ja doch eher nach einem tragischen Helden als nach einem perfekten Mister Alleskönner und das finde ich auch wieder sympathisch. Auch wenn meine eigene Begeisterung nicht so tief geht und ich eher auf Distanz zu den Romanhelden bleibe, kann ich gut nachvollziehen, was Dich an Sigrud fasziniert.

    LG Gabi

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    • wortmagieblog

      15. Januar 2018 at 11:33 am

      Richtig, er ist ein Mann, der durchs Feuer gehen muss, um Erlösung zu finden. Er leidet unheimlich in „City of Miracles“. Offenbar ist an dem Klischee, dass Frauen Bad Boys mögen, weil sie hoffen, sie ändern und retten zu können, doch etwas dran. 😉

      LG
      Elli

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      • laberladen

        15. Januar 2018 at 1:39 pm

        Wenn’s ein wirklicher Bad Boy ist, also harte Schale, weicher Kern und nicht nur ein Jungchen, der mit unreifen Blödheiten so tut, als ob er einer wäre (dieser hier scheint „echt“ zu sein 😉 ) dann bin ich bei der Rettungsmission auch dabei 🙂

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      • wortmagieblog

        15. Januar 2018 at 1:51 pm

        Trifft auf Sigrud zu! 😀

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  4. Mikka Liest

    15. Januar 2018 at 9:56 am

    Huhu!

    Bisher habe ich den Eindruck, dass WordPress-Blogger statistisch gesehen weniger zur Schwärmerei neigen! 😀 Geht mir genauso, oder wenigstens ist das einige Jahre her.

    Sigrud klingt nach einem Charakter, der mich auch begeistern könnte. Vielleicht nicht unbedingt auf romantische Art (ich stehe überhaupt nicht auf Bad Boys!), aber er klingt auf jeden Fall unheimlich interessant.

    Meine Antwort zur heutigen Frage findest du bei Interesse HIER. 🙂

    LG,
    Mikka

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    • wortmagieblog

      15. Januar 2018 at 11:35 am

      Hey Mikka,

      das ist er. Er durchlebt im Finale der „The Divine Cities“ – Trilogie eine enorme Entwicklung. Erlösung durch Leiden. Meiner Meinung nach ist es fast unmöglich, davon nicht berührt zu sein.

      LG
      Elli

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  5. Anja

    15. Januar 2018 at 10:30 am

    Liebe Elli,

    aaaawwww was für ein toller Beitrag =). Ich gerate regelrecht ins Schwärmen für Sigrud, obwohl ich die Bücher gar nicht kenne =). Well Done! Ich muss zugeben, dass mir das recht häufig passiert, was auch immer häufig heißen mag. Auf jeden Fall ist das ein Kompliment für die jeweiligen Autoren =)

    LG
    Anja

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      15. Januar 2018 at 11:36 am

      Huhu Anja,

      definitiv, wenn man die Grenzen zwischen Fiktionalität und Realität emotional überwindet, spricht das stets für den Autor oder die Autorin! 🙂

      LG
      Elli

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  6. msmedlock

    15. Januar 2018 at 12:14 pm

    Hallo, Elli!
    Nun, Schwärmereien vielleicht nicht, aber ich kann in der Tat eine gut geschriebene Figur eine Weile mit mir herumtragen. (Metaphorisch gesprochen natürlich. Nicht das ganze Buch.)
    Ich mag, wie du einen Sigurd beschreibst. Ist es nicht großartig, wenn ein Autor eine Person erschaffen kann, der man dann so verfällt, auch wenn sie eigentlich die schlimmsten Fehler hat? 🙂
    LG, m
    PS. Wie geht es deiner Prinzessin? 🙂

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    • wortmagieblog

      15. Januar 2018 at 12:22 pm

      Huhu,

      ich denke, ich bin so angetan von Sigrud gerade WEIL er fehlerbehaftet ist. Er ist ein Mensch, glaubwürdig und extrem lebendig, voller unaufgearbeiteter Traumata und tiefen Narben in seiner Seele. Ich bete Robert Jackson Bennett für seine Konstruktion an, weil ich wirklich das Gefühl hatte, er hat seine Persönlichkeit voll und ganz durchschaut und verstanden. Die Hürden, die er ihn überwinden lässt, sind genau auf Sigrud zugeschnitten und ich bin überzeugt, er liebte ihn beim Schreiben so sehr, dass er ihm die einzige Form von Erlösung anbot, die Sigrud auch annehmen konnte. Das ist vermutlich der Grund, warum auch ich so tiefe Sympathie und ein bisschen Verliebtheit für ihn empfinde: Robert Jackson Bennett brachte es fertig, seine Gefühle für seinen Protagonisten auf mich zu übertragen. Und das ist… Magie.

      P.S.: Es geht ihr den Umständen entsprechend ganz gut, sie schlägt sich tapfer. Danke der Nachfrage ❤

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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  7. kohoho liest

    15. Januar 2018 at 2:11 pm

    Hallo Elli,
    dein Crush klingt auf jeden Fall interessant, auch wenn ich die Bücher nicht kenne. Aber so wie du ihn beschreibst scheint er gut in die Rolle eines Crushes zu passen.

    Liebe Grüße,
    Julia / kohoho

    Gefällt 1 Person

     
  8. sommerlese

    15. Januar 2018 at 2:47 pm

    Hallo Elli,

    ich kann auch nicht so recht schwärmen. Während der Lektüre kann ich jemanden schon toll finden, aber mehr auch nicht.
    Das ist doch nicht das normale Leben. Dort erlebt man Personen in 3-D und auch von ihrer Sprache, Bewegung und Denkweise müssen sie überzeugen. Im Buch kann ich das alles nicht sehen, sondern nur erahnen.

    Liebe Grüße
    Barbara

    Gefällt 1 Person

     
  9. Wiebi Peters

    16. Januar 2018 at 6:51 am

    Hi Elli!
    Na das klingt ja wirklich nach einem Bad Boy, wie er im Buche steht 😛
    Ich glaube, das wäre mir dann schon wieder too much ^^
    Liebste Grüße,
    Wiebi

    Gefällt 1 Person

     

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