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Montagsfrage: Schätze aus der Kindheit?

30 Jan

montagsfrage neu

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich kämpfe derzeit mit einem Rezensionsmonster. Kennt ihr diese Rezensionen, die euch einfach nicht gelingen wollen? So ergeht es mir aktuell mit „Nights of Villjamur“ von Mark Charan Newton. Die Rezension wächst und bläht sich auf, färbt sich giftgrün und hat auf einmal viel zu viele Arme und Augen. Ich habe schon mehrfach komplett neu angefangen und bin effektiv trotzdem noch keinen Schritt voran gekommen. Aber ich gebe nicht auf. Ich kämpfe so lange, bis ich dieses verdammte große, giftgrüne Monster vertrieben habe und die Rezension endlich online gehen kann. Drückt mir die Daumen!
Heute gönne ich mir allerdings eine kleine Kampfpause, um die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja beantworten zu können:

Hast du bestimmte Bücher aus deiner Kindheit, die schöne Erinnerungen hervorrufen?

Ha, ich weiß schon, welche Bücher garantiert am häufigsten genannt werden! 😀 Ich verwette meinen linken Arm darauf, dass mindestens jede_r zweite „Harry Potter“ antwortet. Ich bin da natürlich keine Ausnahme, auch ich verbinde zahlreiche schöne Kindheitserinnerungen mit HP. Trotzdem möchte ich heute primär von zwei anderen Büchern erzählen, die mir gleich als erstes eingefallen sind.

Das erste ist „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Timm Thaler war der Held meiner Kindheit. Ich habe das Buch unzählige Male gelesen, erst gemeinsam mit Mutter, später allein. Er hat mich stets begleitet und ich bin sicher, seine Geschichte hat maßgeblich dazu beigetragen, mich zu einem besseren Menschen heranwachsen zu lassen. Im Dezember 2014 habe ich den Reread gewagt und überglücklich festgestellt, dass sie im Prinzip noch immer die gleiche Wirkung auf mich hat wie vor 20 Jahren. Die Dimensionen sind geschrumpft, aber die Botschaft berührt mein Herz bis heute. Ich denke, ich werde immer zu Timms Geschichte zurückkehren. Schlage ich die Seiten meiner Ausgabe auf, die mehr als 50 Jahre alt ist, versetzt mich das sofort in meine Kindheit zurück; ich kann sie riechen, sehen und fühlen, als wäre sie zwischen den Buchdeckeln konserviert. Ich liebe das Buch und ich liebe es, dass es mir das Gefühl gibt, meiner Mama sehr nahe zu sein. Das ist wahre Magie.

Das zweite Buch ist „Käpt’n Blaubärs Reine Wahrheit“ von Bernhard Lassahn. Vermutlich wundert ihr euch nun, dass diese kleine Geschichtensammlung nicht von Walter Moers stammt, der die Figur des Käpt’n Blaubär erfunden hat. Soweit ich das heute beurteilen kann, erhielt Bernhard Lassahn eine Erlaubnis, das geistige Eigentum von Moers zu verwenden, um dieses Kinderbuch zu schreiben. Als das Buch in meinem Leben eine Rolle spielte, wusste ich nicht, wer sich den Seemannsgarn spinnenden Bären, seine drei Enkel und Hein Blöd ausgedacht hat und es war mir auch egal. Ich kannte sie aus „Die Sendung mit der Maus“, die ich mir immer gemeinsam mit meinem Vater ansah. Deshalb war es für mich völlig selbstverständlich, dass nur Papa „Käpt’n Blaubär“ vorlesen durfte. Sonst brachte mich eigentlich immer meine Mutter ins Bett und las mir vor, aber wenn ich von Blaubärs Abenteuern hören wollte, musste Papa ran. Mama durfte das nicht. Ich weiß nicht, wie oft ich über diese Geschichten gelacht habe. Ich habe Blaubär immer geliebt und ich liebte es, wie viel Mühe mein Vater sich beim Vorlesen gab. Ich erinnere mich, dass er immer einen Küstendialekt imitierte, wenn er dem alten Bären seine Stimme lieh. Ich fand das wunderbar. Bis heute bringt mich diese Kindheitserinnerung zum Lächeln. Danke, Papa. 🙂

Beide Bücher stehen noch immer in meinem Regal. Ich werde sie nie, nie, niemals weggeben. Schätze aus der Kindheit sollte man bewahren in dieser Welt, die oft nur wenig Freude zu bieten hat.

Welche Bücher erinnern euch an eure Kindheit?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Geschichten und werde mich gleich zu einer ausgedehnten Stöberrunde aufmachen. Das Rezensionsmonster kann auch bis morgen warten und noch ein bisschen rummonstern. Habt einen wundervollen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli  ❤

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18 Antworten zu “Montagsfrage: Schätze aus der Kindheit?

  1. TheBookworm&TheNerd

    Januar 30, 2017 at 1:28 pm

    Huhu!
    Käpt’n Blaubär – auch sehr schönes Seemannsgarn 😉
    Ich finde es wunderbar, was einem doch so alles an Kindheit einfallen kann wenn man darüber mal gründlicher nachdenkt!
    Und ja, das mit Harry Potter habe ich mir auch so gedacht wie du – allerdings muss ich sagen, dass ich schon „sooo alt“ bin, dass Harry Potter für mich schon fast eher in die Teenie-Zeit rückt. Aber da kommt es natürlich auch stark drauf an was man so als Kindheit definiert!
    Liebe Grüße!

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    • wortmagieblog

      Januar 30, 2017 at 1:47 pm

      Ich finde, da muss man nicht streng sein. Solange man nicht erwachsen ist, ist man auch irgendwie ein Kind, selbst als Teenie. Also würde ich HP bei dir definitiv dazu zählen! 🙂

      LG
      Elli

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  2. msmedlock

    Januar 30, 2017 at 1:37 pm

    Hallo, Elli!
    Na, dann viel Erfolg mit deinem Rezensionsmonster. Du wirst es schon bändigen. Du könntest es zum Beispiel mit schweinchenrosa Farbe anmalen, dann verzieht es sich vielleicht eingeschüchtert in eine Ecke und lässt sich leichter zähmen. 🙂
    Ich habe Tim Thaler nie gelesen. Ich kenne nur die Serie, bin mir aber nicht sicher, in wie fern sich die Geschichten decken. Vielleicht sollte ich mal schauen, ob das Buch in der Bücherei zu finden ist. 🙂
    LG, m

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    • wortmagieblog

      Januar 30, 2017 at 1:45 pm

      Eine gute Idee, ich packe schon mal den Pinsel raus. 😀
      Ich stehe zu „Timm Thaler“ in etwa so, wie du zu Roald Dahl. Lies es. Unbedingt. Ich bestehe darauf. 😀

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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  3. Nicky

    Januar 30, 2017 at 1:53 pm

    Huhu
    Ich muss ja gestehen, Schande über mein Haupt :D, ich habe Harry Potter bis heute noch nicht gelesen, hab jetzt aber beschlossen mir demnächst die schönen englischen Ausgaben zu kaufen und diese dann auch zu lesen 🙂
    Den Hype habe ich aber natürlich trotzdem mitbekommen alleine schon durch meine Mama 😀

    Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche
    Nicky

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  4. Bella's Wonderworld

    Januar 30, 2017 at 2:41 pm

    Hallo Elli,

    ohja wenn ich an die Sendung mit der Maus und Käpt’n Blaubär denke werden auch bei mir Kindheitserinnerungen wieder wach. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sehr ich mich über eine Hörspielkasette mit Käpt’n Blaubärs Seemangsgarn gefreut habe, die in meiner Schultüte zum ersten Schultag steckte.

    Liebe Grüße
    Bella

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  5. Corly

    Januar 30, 2017 at 2:49 pm

    Huhu,

    das erste kenn ich gar nicht.

    Käptn Blaubär habe ich nur im TV geguckt, war aber auch nicht unbedingt mein Liebling dort.

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

     
  6. Tante Tex

    Januar 30, 2017 at 3:22 pm

    Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär ist bei mir viel geliebt gewesen. 🙂 Jetzt hab ich glatt Lust, mal wieder was von Moers zu lesen!
    Viel Glück mit deinem Monster!

    Gefällt 1 Person

     
  7. lillysjoeberg

    Januar 30, 2017 at 3:51 pm

    Huhu,
    oh Gott, Tim Thaler hat mir immer schreckliche Angst gemacht. Ich kenne zwar nur den Film … na, was heißt nur. Das Buch hätte mir vielleicht nicht solche Angst gemacht. Ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich man etwas wahrnimmt.
    Bei der Sendung mit der Maus mochte ich am liebsten den Maulwurf. 😀
    Liebe Grüße
    Lilly

    Gefällt 1 Person

     
  8. amaunet0101

    Januar 30, 2017 at 4:16 pm

    Wusste ich’s doch!

    Meine liebsten Kinderbücher habe ich allesamt an meine Tochter weiter gegeben, und Timm Thaler war davon eines meiner liebsten.
    Sehr gern erinnere ich mich auch an die Geschichte „Vom faulen Mädchen“ und „Schwupp und Schwapp“ sowie „Wie der Maulwurf zu Hosen kam“ – bezaubernde Bilderbücher, bei denen ich wirklich glücklich bin zu wissen, dass sie immer in der Familie bleiben und geliebt werden.

    Gefällt 1 Person

     
  9. Anya

    Januar 30, 2017 at 5:06 pm

    Hallo Elli,
    ich gehör nicht zu denen, die Harry Potter in ihrer Kindheit gelesen habe. Dafür bin ich viel zu alt 😉 Dafür lief Timm Thaler als Weihnachtsserie im TV als ich neun war. Viele TV-Sender gab es damals ja noch nicht und so waren wir immer gespannt, welche Serie als Weihnachtsserie gezeigt wird. So hatten wir auch immer Diskussionsstoff in den Schulpausen 🙂
    Liebe Grüsse
    Anya

    Gefällt 1 Person

     
  10. Yurelia

    Januar 30, 2017 at 9:25 pm

    Huhu Elli,

    ja, solche Rezensionsmonster kenne ich auch. Seit ich aber ein Büchlein habe, wo ich immer, während ich ein Buch lese, wichtige Punkte reinschreibe, die in die Rezension sollen, kommt sowas seltener vor.

    Timm Thaler… Steht da nicht demnächst eine Verfilmung an?
    Jedenfalls kenn ich diese Geschichte nur aufgrund einer Serie vom Kika. Und irgendwie hatte die Geschichte für mich etwas so Bedrückendes, dass ich sie begann, zu verabscheuen. o_o Ich hab dann die Serie einfach nicht mehr geguckt und lange nicht begriffen, dass es ein Klassiker/Bestseller ist. Jetzt habe ich letztens den Trailer im Kino gesehen und hadere nun doch mit mir, das Buch zu lesen. Vor allem, weil du deine Begeisterung so gut schilderst. o.o Allerdings habe ich auch beim Trailer wieder dieselbe Beklommenheit gefühlt, wie damals. D:
    Ha, aber das, was du mit dem Buch beschreibst, mit dem Geruch etc. habe ich mit Krabat. 😀 Meine Ausgabe ist auch so alt und meine Mutter hat mich dazu überredet, das Buch zu lesen. Und ich hatte wahnsinnige Angst damals. Jedes Mal, wenn ich das Buch in die Hand nehme, es aufklappe und mir der Geruch entgegenströmt, muss ich daran denken, wie ich angsterfüllt zu ihr lief und mich trösten ließ und dann das Buch fast 20 Jahre lang nicht mehr anrührte. Ist es nicht faszinierend, wie Bücher unsere Erinnerungen festhalten? 😀

    Oh, ich wusste gar nicht, dass Walter Moers den Käpt’n erfunden hat. o.o
    Aww, ist aber eine schöne Erinnerung, die du da erzählst. 😀 Mich hat der Blaubär leider nie gefesselt, aber ich hab eine Freundin, die ihn gut imitieren kann und jedes Mal, wenn ich ihn irgendwo höre, muss ich an sie denken. Guck, jetzt auch schon wieder. XD

    Richtig, das finde ich auch so. Deswegen hab ich alle Bücher, die schon in der Kindheit mir gehörten, immer noch. 😀
    Und wenn ich sie aufklappe, reise ich in der Zeit zurück… Traumhaft.

    Jetzt ist das hier viel länger geworden, als geplant. Hups. °_°

    Liebe Grüße
    Yurelia

    Gefällt 1 Person

     
  11. Ruby

    Januar 30, 2017 at 9:58 pm

    Huhu,

    ja der Blaubär hatte auch immer einen Platz in meinem ♥. Eine tolle Geschichte. Auch wenn bei mir auch Mama vorlesen durfte 😀 Ich war da nicht so streng 😉

    Tintengrüße von der Ruby

    Gefällt 1 Person

     
  12. Alica

    Januar 31, 2017 at 8:35 am

    Huhu,
    danke für deinen Besuch auf meinem Blog. 🙂

    Ich gehöre wohl zu den wenigen, die Harry Potter nicht zu ihren besten Kindheitsbüchern zählen – ich mochte die Reihe einfach nie besonders gerne. ^^ (Auch wenn ich so trotzdem alle gelesen habe.)
    „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ kenne ich gar nicht…
    Kapt’n Blaubär mochte ich auch, aber nur als Serie/Film. Das Buch dazu von Walter Moers habe ich erst vor wenigen Jahren gelesen.

    LG Alica

    Gefällt 1 Person

     
  13. Mieze Schindler

    Januar 31, 2017 at 9:17 am

    Huhu!
    Hmmm – witzigerweise hab ich noch keine ‚Harry Potter‘-Nennung gesehen, aber denke ich an meine Kindheit zurück, fing ich HP erst mit ca. 10-11 Jahren an zu lesen (glaub ich) und so sehr ich die Geschichte mochte…. andere Geschichte sind mir aus der Zeit mehr in Erinnerung geblieben.
    Dass da wäre z.B. die ‚Bummi‘-Reihe, aber auch ‚Kleine Hexe Paprika‘ – und nicht zu vergessen, ‚Die drei ???‘ und ‚TKKG‘ und ‚5 Freunde‘ – meine Krimi-Liebe zeichnete sich damals schon ab 😉

    Deine genannten Geschichten kenne ich nicht. Käptn Blaubär hab ich eigentlich erst wahrgenommen, als Walter Moers das Buch ‚Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär‘ schrieb.

    Meine Eltern haben mir nie vorgelesen – aber sie haben mir immer ausgedachte Geschichten erzählt (wobei ich später dann rausgefunden habe, dass Papa die Geschichten vom Schlauen Hase aus den Micky Maus-Heften nacherzählt hat), die hab ich viel mehr geliebt – insbesondere die Geschichten von meiner Mutter über den kleinen Marienkäfer, der seine bunten Freunde (also, da gibts Marienkäfer in grün, lila, gelb und blau) im Zauberland besucht. Und die Geschichten von der kleinen Hexe und dem kleinen Gespenst, die zusammen mit der Eule im Dachgeschoss einer imposanten Villa wohnen und viele Abenteuer erlebt haben.

    Liebe Grüße,
    Linda

    Gefällt 1 Person

     
  14. Nisnis Bücherliebe

    Januar 31, 2017 at 3:47 pm

    Liebe Elli,

    diese Montagsfrage ist etwas ganz besonderes, denn so lese ich hier und da auf den Blogs von Büchern, die ich selber alle total gern gelesen habe und die irgendwie aus dem Gedächtnis verschwunden waren. Somit ist diese Montagsfrage ein Tanz mit meinen Kindheitserinnerungen, wie schön.

    Liebe Grüße

    Nisnis

    Gefällt 1 Person

     
  15. laberladen

    Januar 31, 2017 at 4:21 pm

    Ich trau mich ja noch nicht wirklich an einen Re-Read von „Die schwarzen Brüder“ heran, aber vielleicht sollte ich das auch mal wagen, nachdem es bei Dir so gut ausgegangen ist.

    Hast Du mitbekommen, dass eine Neuverfilmung von Timm Thaler ins Kino kommt? Wäre das was für Dich?

    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

     
  16. Dailythoughtsofbooks

    Januar 31, 2017 at 10:10 pm

    Oh nein, dass ist aber ein echt bescheuertes großes, giftgrünes Monster! Ich drücke dir ganz fest die Daumen, ich weiß: Du schaffst das!
    Ich habe an der Aktion zwar nicht teilgenommen, aber ich hätte auch Harry Potter gesagt. 😂 Käptn Blaubär habe ich dafür aber leider noch nie gemocht!

    Gefällt 1 Person

     

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