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Jahresrückblick 2016: Statistiken zu Schönheitsköniginnen, tanzenden Zombies und High Fantasy

07 Jan

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist Zeit, einen detaillierten Blick auf mein Leseverhalten des letzten Jahres zu werfen. Der Jahresrückblick 2016 steht an!
Wie bereits die letzten beiden Jahre ist dieser zweigeteilt. Zuerst schauen wir uns die harten Fakten meines Lesejahrs an. Dafür habe ich wieder eine Infografik erstellt, die in ein paar Statistiken zusammenfasst, wie 2016 für mich gelaufen ist. Zu jeder Folie werde ich ein paar Worte sagen und den Vergleich mit 2015 anstellen. Was war besser, was schlechter, was hat sich verändert?

Danach beantworte ich erneut die 30 Fragen von Martina, die das Formular netterweise auf ihrem Blog Bookaholics zur Verfügung stellt. Auf diese Weise kann ich das Jahr 2016 auch noch einmal emotional Revue passieren lassen und mich gemeinsam mit euch an all die tollen Geschichten erinnern, die meinen Weg gekreuzt haben.

Wenn ihr die Statistiken überspringen und direkt zu Martinas 30 Fragen gelangen möchtet, klickt HIER.
Bereit für den Blick zurück? Auf geht’s!

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2016 habe ich 5 Bücher mehr gelesen als 2015. Aus 85 Büchern wurden 90, was mich selbst überraschte. Anfang 2016 dachte ich, dass es bereits recht ambitioniert sei, mir 85 Werke als Ziel zu setzen – ich habe nicht angenommen, dass ich mich selbst noch einmal übertreffen würde. Offenbar motiviert es mich grundsätzlich, eine Zahl festzulegen. Trotzdem habe ich für 2017 darauf verzichtet, diese Zahl zu erhöhen und von Vorneherein 90 Bücher anzustreben. Ich möchte mich nicht unter Druck setzen.

Interessanterweise habe ich jedoch nicht nur 5 Bücher mehr gelesen, ich darf mich auch über 7.280 zusätzliche Seiten freuen. Daran seht ihr, dass ich nicht faul war und die Gesamtsumme von 90 Werken nicht nur durch schmale Büchlein erreicht habe. Nein, im Gegenteil, ich war richtig fleißig und habe einige dicke Wälzer mit 500 Seiten und mehr gelesen.

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Meine monatliche Buchanzahl hat sich um 0,5 auf 7,5 erhöht, was tatsächlich aussagekräftig ist, obwohl es anhand der Monatsverteilung vielleicht nicht so wirkt. In einem normalen Monat schaffe ich um die 7 Bücher, das stimmt durchaus. Natürlich gibt es immer mal wieder Ausreißer, wie zum Beispiel den September 2016, in dem ich so viel unterwegs war, dass ich es nur auf 4 Bücher schaffte oder der November 2016, in dem ich sage und schreibe 12 Bücher verschlang. Auch das scheint in meinem Leseverhalten ein wiederkehrendes Phänomen zu sein. 2015 las ich im Juni nur 4 Bücher, im Februar und Dezember dafür jeweils 10.

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Es erstaunt mich nicht, dass die Gesamtanzahl der Autor_innen geringer ist als 2015 (62 in 2016, 67 in 2015). Ich habe mich 2016 wirklich bemüht, Reihen weiterzulesen oder zu beenden. Es war zu erwarten, dass ich dadurch auf weniger verschiedene Autor_innen zurückblicken kann. Von 62 individuellen Schriftsteller_innen waren 30 Frauen und 32 Männer, also ein recht ausgeglichenes Verhältnis. Betrachten wir jedoch das Verhältnis von männlicher Literatur gegenüber weiblicher Literatur, sieht das Bild gleich ganz anders aus, was ebenfalls darauf zurückzuführen ist, dass ich Mehrteiler konsequenter verfolgt habe. Ich habe 51 von Männern geschriebene Bücher gelesen und nur 39 von Frauen geschriebene, was einem Prozentsatz von 56,67% : 43,33% entspricht. 2015 lag dieser Satz bei 52% (Männer) : 48% (Frauen).

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Meine Vorlieben hinsichtlich der Genres haben sich von 2015 zu 2016 noch deutlicher herauskristallisiert. 60 Fantasy-Romane. Hui. Dass es so viel ist, hätte ich auch nicht gedacht. Etwa 2/3 meiner Gesamtlektüreauswahl. 2015 stammte noch etwa die Hälfte meiner gelesenen Bücher aus dieser Ecke. Ich kann wohl wirklich nicht leugnen, dass Fantasy mit Abstand mein Lieblingsgenre ist, oder? 😉
Ich schäme mich ein bisschen, dass ich 2016 nur einen einzigen Klassiker gelesen habe. 2015 waren es fünf und ich hatte mir großspurig vorgenommen, diese Zahl 2016 weiter zu erhöhen. Ähhääm *hust*. Ja. Hat nicht geklappt, wie ihr seht. Ich denke allerdings, da es sich um Klassiker handelt, darf ich hier ein bisschen nachsichtig sein. Auf Klassiker muss man Lust haben; es funktioniert nicht, sich zur Lektüre zu zwingen, denn dann geht der Wert des jeweiligen Buches verloren. Ich weiß, stinkt nach Ausrede und ja, das ist es auch ein bisschen. Aber nicht nur. 😀

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Außerdem ist 2016 nun endgültig das eingetreten, was sich bereits seit mindestens zwei Jahren abzeichnete: ich habe mehr englische als deutsche Bücher gelesen. Knapp zwar, aber nicht zu leugnen. Das überraschte mich selbst, weil mein Gefühl genau das Gegenteil behauptete. Ich hatte den Eindruck, gerade 2016 besonders viele deutsche Bücher gelesen zu haben. Tja, so kann man sich irren. Letztendlich spielt das aber keine Rolle. Es ist nicht wichtig, ob ich nun überwiegend in meiner Muttersprache lese oder nicht, solange ich deutschen Autor_innen die gleiche Chance einräume wie ausländischen. Ich bin überzeugt, das ist der Fall. Es ist mir egal, woher die Schriftsteller_innen, deren Bücher ich lesen, stammen. Ich suche nach Lust und Laune aus und darauf kommt es an.

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Von den 90 Büchern, die ich 2016 gelesen habe, waren 78 gut, sehr gut oder sogar phänomenal. Lustigerweise bewegten sich erneut 12 Bücher am unteren Ende meiner Skala, was genau der gleichen Anzahl wie 2015 entspricht. Ich war nur zweimal gezwungen, einen mickrigen Stern zu vergeben; 10 weitere erhielten 2 Sterne. Damit kann ich hervorragend leben. Wenn ca. 13% meiner jährlichen Lektüre nicht zufriedenstellend sind, verbuche ich das unter „Berufsrisiko“. Man kann nicht immer weise wählen, eine gewisse Fehlerquote ist völlig natürlich. Ich schließe aus diesem Ergebnis, dass ich meine Lesevorlieben mittlerweile wirklich gut kenne und anhand von Klappentexten und Rezensionen recht gut einschätzen kann, was mir gefallen könnte und was nicht. Es ist ein schönes Gefühl, diesen Punkt in meiner Lesekarriere erreicht zu haben.

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Hinsichtlich meines Blogs war 2016 ebenfalls ein recht erfolgreiches Jahr. Ich habe 85 Rezensionen verfasst, was sieben mehr als 2015 sind und konnte meine Quote daher von 92% auf 94% erhöhen. Die vollen 100% werde ich wohl nie erreichen, weil ich immer wieder feststelle, dass es Phasen im Jahr gibt, während derer ich schneller lese, als ich rezensieren kann oder Zeiträume, in denen ich nicht dazu komme, fleißig hintereinander weg zu rezensieren. Offenbar brauche ich für eine Rezension auch länger als andere Buchblogger_innen, womit ich mich einfach abgefunden habe.

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In diesem Zusammenhang habe ich auch entschieden, 2017 an keinen Challenges mehr teilzunehmen, die grundsätzlich Rezensionen verlangen. Ich verstehe, dass manche Blogger_innen eine Art Beweis sehen wollen, dass man ein angegebenes Buch tatsächlich gelesen hat, aber damit gehen Fristen einher, die nicht oder nur schlecht mit meinem Rezensionstempo harmonieren. Ich möchte mich nicht hetzen. Das Schreiben von Rezensionen sowie das Absolvieren von Challenges soll mir Spaß machen. Unter Druck funktioniert das nicht.
Offiziell habe ich daher wohl auch weniger Aufgaben der Challenge Märchenhaft durch 2016 abgeschlossen, als ich hier angegeben habe. Ich habe jedoch im Laufe des Jahres beschlossen, die Vorgaben kurzerhand in den Wind zu schießen und nur noch für mich selbst mitzumachen. Ich habe mich darüber geärgert, dass mir Bücher, die ich gelesen und rezensiert habe, wohl nicht angerechnet wurden, weil ich eine willkürliche Frist nicht einhalten konnte. Ich finde das ziemlich kleinkariert, denn meiner Ansicht nach reicht es aus, wenn am Jahres- bzw. Challengeende alle angegebenen Bücher über einen Rezensionslink oder eine Kurzmeinung verfügen.
Ich bin froh, dass ich mich sowohl 2016 als auch 2017 bewusst dagegen entschieden habe, im Rahmen von Wortmagie’s makabrer High Fantasy Challenge Rezensionen zu verlangen. Der Spaß steht im Vordergrund, nicht mehr, nicht weniger. Dadurch habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen, dass ich meine eigene Challenge 2016 nicht vollständig abschließen konnte. Macht doch nichts. Es waren tolle Bücher dabei, darauf kommt es an.
Die Bücherkultur Challenge bewegt sich wieder außerhalb jeglicher Wertung, da sie nicht zeitlich begrenzt ist. Ich habe 2016 nur einen Klassiker gelesen, also hat sich in dieser Ecke nicht viel getan. Das Lesebingo von i am bookish hingegen mausert sich so langsam zu meiner Vorzeige-Challenge, diese konnte ich jetzt zwei Jahre in Folge erfolgreich abschließen. Darüber hinaus habe ich 2016 das erste Mal an Weltenwanderers Motto Challenge teilgenommen, die mir ebenfalls sehr gut gefiel. Keine Rezensionspflicht, keine festen Aufgaben, dafür nur weitgefasste monatliche Mottos, zu denen nach Lust und Laune gelesen werden konnte. Eine Challenge ganz nach meinem Geschmack. Kein Wunder, dass ich 2017 erneut teilnehme. 😉

Zusammengefasst war 2016 wieder ein wundervolles Lesejahr, das ich mit vielen tollen Geschichten und Figuren füllen konnte. Welche dieser Geschichten mich besonders beeindruckt, enttäuscht, begeistert oder verärgert haben, erfahrt ihr jetzt durch Martina Bookaholics Jahresrückblick – Dein Buchjahr in 30 Fragen!
Ich habe den Zeitraum auch dieses Mal etwas verschoben. Eigentlich gelten alle Bücher, die vom 01.12.2015 bis zum 30.11.2016 gelesen wurden. Ich möchte mich wieder komplett auf das Jahr 2016 konzentrieren und habe deshalb alle Bücher einbezogen, die ich vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 gelesen habe.
Alle angegebenen Bücher verlinken selbstverständlich zu meinen Rezensionen.

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1. Buch des Jahres – Welches war für Euch DAS Buch des Jahres? (Auch, wenn es schwer fällt, nur eine Nennung ist erlaubt.)

Hach, das ist immer die schwierigste Frage von allen. Ich entscheide mich für „Die Gärten des Mondes“ (Das Spiel der Götter #1) von Steven Erikson, weil mir dieses Buch regelrecht die Augen geöffnet hat. Es steht stellvertretend für die gesamte Reihe, die das Genre der High Fantasy auf eine völlig neue Stufe hebt. Ich wusste nicht, was wirklich gute High Fantasy ist, bevor ich 2016 begonnen habe, „Das Spiel der Götter“ zu lesen. Die extrem komplexe, hochintelligente, mitreißende Geschichte ist atemberaubend und wird meine Erwartungen an das Genre vermutlich für immer verändern, weil ich nun weiß, was möglich ist.

2. Flop des Jahres – Welches Buch war für Euch der Flop des Jahres?

„Krieger des Nordens“ von Jonas Herlin. Wie hat er es nur geschafft, aus einem Wikinger-Roman die langweiligste und schrecklichste Geschichtsstunde aller Zeiten zu machen? Es war furchtbar. Wenn er das Wissen seiner umfangreichen Recherchen unbedingt mit aller Welt teilen möchte, soll er doch einfach Unterricht geben, statt ein Buch zu schreiben.

3. Größte positive Überraschung – An welches Buch hattet Ihr eher geringe bis durchschnittliche Erwartungen und dann hat es Euch richtig umgehauen (im positiven Sinne)?

Der Trilogieauftakt „Shadow, Shadow“ (The Shadow Pines Trilogy #1) von V.B. Marlowe hätte mich beinahe rückwärts vom Stuhl kippen lassen. Dieses Buch ist ein richtiger Geheimtipp und übertraf meine Erwartungen spielend. Ich war hemmungslos begeistert und verschlang es innerhalb von 24 Stunden. Manchmal sind kleine, unscheinbare Rezensionsexemplare eben doch echte Goldstücke.

4. Größte Enttäuschung – An welches Buch hattet Ihr große Hoffnungen geknüpft und dann hat es Euch richtig enttäuscht?

Es schmerzt mich immer noch, zugeben zu müssen, dass es sich dabei um „The Oversight“ (Oversight Trilogy #1) von Charlie Fletcher handelt. Ich war mir so sicher, dass dieses Buch – und die gesamte Trilogie – genau das Richtige für mich wäre. Eine Geheimgesellschaft, die die menschliche Welt vor der magischen Welt schützt, angesiedelt im viktorianischen England. Ein Träumchen. Dachte ich zumindest. Meine Enttäuschung darüber, dass mich die Geschichte nicht zu packen vermochte, manifestierte sich nahezu körperlich. Die Chemie zwischen Charlie Fletcher und mir stimmte nicht im Mindesten. Ich tat mich schwer damit, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen, weil er mich wieder und wieder verlor. Ich knirsche immer noch mit den Zähnen, wenn ich daran denke, wie schade das ist.

5. Bester Pageturner – Welches Buch konntet Ihr gar nicht mehr aus der Hand legen?

Überraschenderweise „Der Albtraum“ von Erica Spindler. Ich habe diesen Thriller fast komplett in einer Nacht ausgelesen, weil mich die beschriebene Abwärtsspirale zwischenmenschlicher Beziehungen dermaßen fesselte. Ich hatte nicht ansatzweise erwartet, dass mich die Geschichte so mitreißen würde. Die meisten Thriller enttäuschen mich, weil sie so stereotyp sind und nach den immer gleichen Mustern ablaufen. Dieser war anders und somit eine erfreuliche, erfrischende Abwechslung.

6. Liebste Reihe/ Trilogie – Welches war in 2016 Eure liebste Reihe? (Es muss mindestens ein Band in diesem Jahr gelesen worden sein.) Und auf welche Fortsetzung in 2016 freut Ihr Euch am meisten?

Oh oh oh, das muss selbstverständlich und zweifellos „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson sein! Ich habe ganze neun Bände gelesen (bzw. fünf, geht man vom englischen Original aus, da die Bände für den deutschen Markt geteilt wurden). Die Entscheidung, mich dieser Reihe 2016 endlich zu stellen, war eine der besten Ideen meines Lebens. Dementsprechend freue ich mich natürlich auch besonders auf die für 2017 angesetzten Fortsetzungen und hoffe, dass die letzten beiden Bände vielleicht 2018 auf den deutschen Markt kommen.

7. „Dickster Schmöker“ – Welches war Euer Buch mit den meisten Seiten? Sind die Seiten nur so „dahin geflogen“ oder musstet Ihr kämpfen?

Das war mit 1.177 Seiten und somit den Ausmaßen eines soliden Ziegelsteins „A Storm of Swords“ (A Song of Ice and Fire #3) von George R.R. Martin. Ich habe fast zwei Wochen dafür gebraucht, was für meine Verhältnisse definitiv lang ist. Das lag aber nicht am Buch, denn dieses war gewohnt spannend, mitreißend und unterhaltsam, sondern daran, dass ich im September einfach wenig Zeit zum Lesen hatte, was man ja auch in der Monatsstatistik weiter oben deutlich sieht.

8. Die meisten Fehler – Ist Euch ein Buch ganz besonders negativ durch viele logische und/ oder orthografische Fehler aufgefallen?

Hier habe ich nun die Möglichkeit, mich noch einmal kurz über meinen zweiten Jahresflop auszulassen: „Voices“ (Reincarnation #1) von R.E. Rowe. Übertrieben. Unzusammenhängend. Haarsträubend unrealistisch. Ein absurder Höllenritt in den Unsinn. Ich schätze, sowas Unlogisches und Unausgeglichenes ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht begegnet. Ich sage nur Russenmafia.

9. Interessantestes Sachbuch – Auch „non-fiction“ kann fesseln, welches Sachbuch hat Euch in diesem Jahr am meisten beeindruckt?

Da ich 2016 nur ein Sachbuch gelesen habe, muss ich hier nicht überlegen. Es war „Ten Days in a Mad-House“ von Nelly Bly. Bly war eine Journalistin, die sich Ende des 19. Jahrhunderts absichtlich in eine psychiatrische Anstalt einweisen ließ, um über die Verhältnisse dort aus erster Hand berichten zu können. Ihre Reportage ist erschreckend, besonders, wenn man bedenkt, wie leicht es für sie war, durch eine vorgetäuschte Geisteskrankheit eingeliefert zu werden. Wieder herauszukommen, war da deutlich schwieriger. Ich habe das schmale E-Book (66 Seiten) gelesen, weil ich wissen wollte, wie realistisch die Umstände in Ellen Marie Wisemans Buch „Die dunklen Mauern von Willard State“, das ich früher im Jahr gelesen habe, dargestellt sind. Ich kam zu dem Schluss, dass sich Wiseman eng an den Fakten orientierte und nur gelegentlich ein wenig übertrieb. Es half mir auch, „Runa“ von Vera Buck besser einzuordnen, das ich einige Zeit später las. Ich habe jedoch darauf verzichtet, „Ten Days in a Mad-House“ zu rezensieren, weil es a) wirklich kurz ist und b) vollkommen für sich selbst spricht. Es bedurfte meiner Ansicht nach keiner Rezension. Es ist ein Tatsachenbericht, was hätte ich diesem Werk schon noch hinzufügen sollen?.

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10. Schlimmster Buchmoment – Welches war für Euch der schlimmste Moment in einem Buch? Entdeckung eines Betrugs? Tod eines Lieblings? Eine herzergreifende Trennung?

2016 waren einige üble Buchmomente dabei. Viele Tode geliebter Figuren. Ich denke jedoch, der allerschlimmste Moment war das Ende der Kette der Hunde in „Im Bann der Wüste“ (Das Spiel der Götter #2, Part 2) von Steven Erikson. Das abschließende Schicksal des Flüchtlingszugs hat mir schier das Herz aus der Brust gerissen. Ich habe so viel auf einmal empfunden, dass ich wie gelähmt war: Wut, Verzweiflung, Trauer, Hoffnung, Dankbarkeit, Ehrfurcht, Bewunderung. Es war grausam.

11. Enttäuschendstes Ende – Das Buch war toll aber das Ende einfach Mist? Welches Ende hat Euch am meisten enttäuscht?

Okay, das Buch war zwar nicht toll, sondern ziemlicher Quatsch, aber dadurch war das Ende nur umso schlimmer. „Broken Dolls“ (Broken Dolls #1) erhielt von Tyrolin Puxty ernsthaft ein Happy End. Einen Ritt in den Sonnenuntergang. Eine schlechtere Entscheidung konnte die Autorin meiner Meinung nach nicht treffen. Die Idee der Geschichte ist unheimlich und kafkaesk, wie diese mit einem (vorübergehenden) Abschluss zusammenpassen soll, der alle Figuren glücklich macht, ist mir ein Rätsel. Mehr Mut zur Hässlichkeit hätte Tyrolin Puxty und „Broken Dolls“ gut getan.

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12. Liebster Held – Wer war Euer liebster Held?

Lamm aus „Blutklingen“ von Joe Abercrombie. Mehr darf ich nicht sagen. Ich habe meine Gründe, aber wenn ich die erläutere, kommt vermutlich sofort die Spoileraufsicht um die Ecke und steckt mich lebenslang ins Gefängnis.

Wer mag und kann, darf gerne auch noch angeben, welcher Held Euch
– nur vom Charakter

Darf ich diese Frage etwas umdeuten? Kann „ansprechen“ auch „faszinieren“ bedeuten? Wenn ja, ist das für mich zweifellos Quentin Coldwater aus „The Magicians“ (The Magicians #1) von Lev Grossman. Nicht, weil Quentin so einen edlen Charakter besäße. Oh nein, eher das Gegenteil ist der Fall. Quentin ist eine Katastrophe. Er ist ein Autounfall – man möchte wegsehen, kann aber nicht. Quentin hat alles; er darf eine elitäre magische Ausbildung absolvieren, hat Freunde, erlebt unvergleichliche Wunder am laufenden Band und begegnet der Liebe seines Lebens mit 17. Nichts davon weiß er zu schätzen. Quentin kann sich niemals zu 100% auf etwas oder jemanden einlassen, er kann keine echte Verbundenheit empfinden. Das macht ihn zu einem Schlafwandler. Ich fand ihn aufgrund der düsteren, unausweichlichen Fatalität seines Charakters extrem faszinierend. Ein Schiff, dem es vorbestimmt ist, zu kentern.

– nur vom Äußeren

Wird es jemals ein Jahr geben, in dem ich auf diese Frage nicht mit Atticus O’Sullivan antworten werde?
Eigentlich hatte ich mir nach der Lektüre von „Hammered“ (The Iron Druid Chronicles #3) von Kevin Hearne im Januar 2016 vorgenommen, den nächsten Band „Tricked“ noch im gleichen Jahr zu lesen. Das hat leider nicht ganz geklappt. Ich bin erst am 01.01.2017 fertig geworden. Tja. Ein Tag drüber ist eben ein Tag drüber.

so richtig angesprochen hat.

13. Liebste Heldin – Welche Heldin hat Euch am besten gefallen?

Darauf kann es nur eine Antwort geben: Anita Blake. Mit Anita verbindet mich eine lange und bewegte Geschichte. Sie war meine erste Urban Fantasy – Heldin und wird deswegen immer einen speziellen Platz in meinem Leseherzen haben. 2016 habe ich begonnen, die gleichnamige „Anita Blake“-Reihe von Laurell K. Hamilton noch einmal komplett von Anfang an zu lesen und bin mit „Guilty Pleasures“ (Anita Blake #1) und „The Laughing Corpse“ (Anita Blake #2) gestartet. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr ordentlich vorankomme, um endlich den Punkt zu erreichen, ab dem ich die Geschichte nicht länger kenne.

Wer mag und kann, darf gerne auch noch angeben, welche Heldin Euch
– nur vom Charakter

Tatsächlich gab es da nicht nur eine Heldin, sondern gleich ein ganzes abgestürztes Flugzeug voller Heldinnen auf einer einsamen Insel. Die Schönheitsköniginnen aus Libba Brays Roman „Beauty Queens“ haben mich alle beeindruckt. Sie sind alle liebenswerte, clevere Mädels, die den ganzen Zirkus rund um künstliche Schönheit und Klischees gar nicht brauchen. In ihnen allen steckt so viel Potential. Das Buch war völlig anders, als ich erwartet hatte und daher umso fabelhafter.

– nur vom Äußeren

Hier muss ich die Frage abermals etwas anders interpretieren, als sie vermutlich gemeint ist. Vom Äußeren her faszinierte mich Cinder aus dem gleichnamigen Roman „Cinder“ (The Lunar Chronicles #1) von Marissa Meyer am meisten. Sie ist ein Cyborg. Metall, Drähte und Chips. Exotisch und aufregend.

so richtig angesprochen hat.

14. Liebstes Paar – Manchmal stimmt die Chemie einfach, welches Paar hat Euch am besten gefallen? Hier zählt das Paar als Ganzes, ein noch so anbetungswürdiger Held kann seine unwürdige Partnerin nicht raus reißen!

Taniel Two-shot und Ka-Poel aus der Trilogie „Powder Mage“ von Brian McClellan. Ich hatte mir für 2016 vorgenommen, den Dreiteiler zu beenden und konnte diesen guten Vorsatz tatsächlich abhaken. Die Beziehung zwischen Taniel und Ka-Poel entwickelt sich behutsam und diskret, sie sind weit entfernt von der berühmten „insta-love“ und zumindest Taniel wird erst im Finale „The Autumn Republic“ wirklich klar, was er für sie empfindet. Ich fand die Art und Weise, wie sie sich umeinander sorgen und einander ohne Rücksicht auf Verluste beschützen, rührend. Dadurch, dass Ka-Poel darüber hinaus stumm ist, haben sie eine einzigartige Kommunikation, die kein_e Außenstehende_r verstehen kann. Ich denke, sie sind wahrhaft seelenverwandt.

15. Nervigster Held/ Nervigste Heldin – Welcher Protagonist hat Euch am meisten genervt? Bei wem konntet Ihr nur noch mit den Augen rollen? Gab es vielleicht einen besonders schlimmen/ peinlichen Moment?

Mit dieser Antwort mache ich mir jetzt keine Freunde: Celaena Sardothien aus „Throne of Glass“ von Sarah J. Maas. Ja ja ja, ich weiß, alle LIEBEN die atemberaubend schöne Assassine, nur ich wieder mal nicht. Ich wäre ihrem Charme gern verfallen, aber ich sehe in ihr nicht mehr als eine oberflächliche, arrogante, undisziplinierte Ziege mit schlechten Manieren. Sie ist keine Heldin. Sie ist ein Klischee. Ein Klischee im Ballkleid. Für mich hat sich die Reihe bereits nach dem ersten Band erledigt, ich werde keinesfalls weiterlesen, denn auf ein Wiedersehen mit Celaena kann ich wirklich verzichten.

16. Fiesester Gegenspieler – Wer hat Euren Buchhelden am schlimmsten zugesetzt?

Ich finde, es liegt irgendwie auf der Hand, hier einen Bösewicht zu nennen, der von Stephen King konzipiert wurde. Er ist der Meister des Horros. Natürlich sind seine Gegenspieler immer außergewöhnlich fies. In „In einer kleinen Stadt: Needful Things“ wird diese Rolle von Leland Gaunt verkörpert, der virtuos auf der Klaviatur der Kleinstadt-Fehden spielt und somit ganz Castle Rock in Chaos und Anarchie stürzt. Obwohl er definitiv unheimlich und… na ja, nicht von dieser Welt ist, kann ich nicht abstreiten, dass sein Talent zur Manipulation beeindruckend ist. Genau das macht ihn ja so fies: die Menschen in Castle Rock merken gar nicht, dass er ihnen Übles will. Er ist der perfekte Puppenspieler, der sich stets im Hintergrund hält und nur an kleinen, dünnen Fädchen zu zupfen braucht, um seine bösartigen Ziele zu verfolgen.

17. Liebster Nebencharakter – Auch Charaktere, die nur am Rande vorkommen, kann man ins Herz schließen. Welcher Nebencharakter ist Euch besonders in Erinnerung geblieben?

Dreipfot! *hüpfhüpfhüpf* Ich weiß eigentlich nicht, was Dreipfot ist. Ich kenne ihn nur als das pfirsichfarbene, nimmersatte, bissige, angriffslustige Wollknäuel von einem Haustier, das den Elfen Lass in Alexey Pehovs Roman „Dunkeljäger“ begleitet. Keine Ahnung, welcher Spezies er angehört. Ist auch egal, denn wenn er gerade mal nicht seine Zähne und Krallen zeigt, ist er eine richtige kleine Knutschkugel. Sowas von süß. Ich fand alle Nebenfiguren in „Dunkeljäger“ toll und herrlich kauzig, aber Dreipfot übertrifft sie alle.

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18. Bester Kuss – Habt Ihr bei einem Kuss so richtig mitgefiebert, erleichtert aufgeseufzt, richtig Lust aufs Küssen bekommen?

Ich habe mich von Herzen gefreut, als Colin, der Protagonist aus „Hair in All the Wrong Places“, seinen ersten Kuss vom Mädchen seiner Träume bekam. Er himmelte Becca bereits ein Jahr heimlich aus der Ferne an, doch er musste sich erst in einen Werwolf verwandeln, um ihr näher zu kommen. Ich habe es ihm so gegönnt und hätte ihn am liebsten ein bisschen angefeuert.

19. Beste Liebesszene – Wenn es nicht beim Küssen bleibt, welche Liebesszene hat Euch am meisten angesprochen?

Ich gebe mir ja immer Mühe, möglichst alle Fragen zu beantworten. Diese habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben, nach dem Prinzip aus der Schule: „Löse erst die Aufgaben, die du kannst“. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, ob ich eine Liebesszene besonders erotisch fand. Leider kam ich zu keinem Ergebnis. Für 2016 muss ich passen. Keine leidenschaftlich heiße Szene, die es wert wäre, erwähnt zu werden.

20. „Lachkrampf“– Bei welchem Buch konntet Ihr am herzhaftesten lachen?

Während der Lektüre von „Don’t Eat the Glowing Bananas“ von David D. Hammons musste ich mich wirklich zusammenreißen, um nicht in unpassenden Situationen laut loszuprusten. Als die tanzenden Zombies die Bildfläche betraten, war es trotzdem um mich geschehen. Diese Szenen werde ich nie wieder vergessen.

21. „Heulkrampf“ – Bei welchem Buch habt Ihr am meisten geweint bzw. hättet am meisten heulen können?

Einige Kapitel von „The Serpent King“ von Jeff Zentner habe ich in der U-Bahn gelesen. Zuhause macht es mir nichts aus, über einem Buch einige Tränen zu vergießen oder auch wie ein Schlosshund zu heulen, aber in der Öffentlichkeit versuche ich, solche Gefühlsausbrüche zu vermeiden. Die Leute verstehen das einfach nicht. Bei diesem Roman fiel es mir sehr schwer. Der Kloß in meinem Hals ließ sich nicht runterschlucken. Es ist ein wundervolles Buch, das Millionen feiner Schattierungen von Emotionen überträgt. Eben wie gemacht für Tränen.

Ebenfalls emotional sehr aufwühlend war „Lone Wolf“ von Jodi Picoult. Wer die Autorin kennt, weiß, dass sie in ihren Romanen stets kontroverse Themen anspricht und in vielen Graustufen ausschattiert. In diesem Buch geht es um eine kaputte Familie, die eine unmögliche Entscheidung treffen und dafür alten Schmerz, Enttäuschungen und Verletzungen überwinden muss, um in dieser furchtbaren Situation wieder zusammenzuwachsen. Während der Lektüre hatte ich mich gut im Griff – erst am Ende habe ich Rotz und Wasser geheult, weil es so überwältigend war.

22. Bestes/ liebstes Setting – Euer Lieblingsland/ Eure Lieblingsstadt, eine wundervoll gestaltete Fantasywelt – Welches Setting hat Euch besonders beeindruckt?

„Red Moon“ von Benjamin Percy spielt in einer alternativen Realität, in der Werwölfe ein fester Bestandteil der Weltgeschichte sind. Es hat mich zutiefst beeindruckt, wie gewissenhaft Percy die Lykaner einarbeitete. Das Setting dieses Buches ist deshalb außergewöhnlich, weil es ein scharfsinniges Spiegelbild unserer realen, existierenden Gesellschaft ist.

23. „The big screen“ – Welches Buch würdet Ihr am liebsten verfilmt sehen?

Eigentlich steht meine Antwort stellvertretend für die gesamte Reihe: „Das Buch des Todes“ (Bourbon Kid #4) von Anonymus. Da diese Bücher sowieso schon wie Filme von Quentin Tarantino sind, würde ich gern sehen, was der Maestro aus diesem Stoff für die Leinwand herausholen könnte. Normalerweise gebe ich ja nichts auf Verfilmungen, aber dieser Fall ist wirklich eine Ausnahme. Sowas Abgefahrenes sollte man mit allen Sinnen erleben können.

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24. Liebster Autor – Welchen Autor/ Welche Autorin habt Ihr in diesem Jahr am liebsten gelesen?

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, muss ich hier erneut auf Steven Erikson verweisen. Er ist der König der High Fantasy, zu dessen Füßen ich mich ehrfurchtsvoll in den Staub werfe. „Das Spiel der Götter“ ist die beste Reihe des Genres, die mir jemals begegnet ist und wird es vermutlich auch für alle Zeiten bleiben. Rücken Sie zur Seite George R.R. Martin, Sie haben Ihren Meister gefunden.

25. Autoren-Neuentdeckung 2016 – Habt Ihr einen Autor in diesem Jahr für Euch entdeckt, von dem Ihr nun am liebsten alles verschlingen würdet?

Robert Jackson Bennett. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr mich „City of Stairs“ (The Divine Cities #1) umgehauen hat. Verstorbene Götter, Sklaven, die zu Meistern wurden, ein Mordfall, Intrigen, Geheimnisse, eine Stadt, deren Architektur schlicht einzigartig ist und eine mutige, intelligente Heldin. Es war eine großartige Lektüre, die vor allem meinen Verstand angesprochen hat. Ich kann es kaum erwarten, dass das Finale „City of Miracles“ endlich erscheint, damit ich beide Fortsetzungen nacheinander verschlingen kann.

25b. Autoren-Enttäuschung 2016 – Ein Autor, von dem ihr bisher alles verschlungen habt, der Euch aber arg enttäuscht hat in diesem Jahr?

Ich würde nicht so weit gehen, zu behaupten, sie habe mich arg enttäuscht, aber das Finale von Marie Lus „The Young Elites“ – Trilogie, „The Midnight Star“, wurde meinen Erwartungen leider nicht gerecht. Obwohl ich ihren Stil sehr schätze, denke ich, sie ist noch nicht bereit für die Königsklasse der High Fantasy. High Fantasy verlangt gewisse Dimensionen, die sie nicht ausschöpfte. Dadurch wirkt die Trilogie wie ein Theaterstück vor einer leblosen Kulisse und nicht wie ein bombastischer Epos. Ihr nächstes Projekt „Warcross“ wird wohl erneut in der Science-Fiction angesiedelt sein; ich hoffe, dass ihr dieses Genre besser liegt und sie mich damit eher überzeugt.

Ein gänzlich anderer Fall ist James Frey, der für die Reihe „Lorien Legacies“ verantwortlich ist, die ich 2016 nach dem vierten Band „The Fall of Five“ abgebrochen habe. Die Reihe ist durchschnittliche Young Adult – Literatur, die mich zufriedenstellend unterhielt und demzufolge nicht der Grund für meine Abkehr. Nein, das ist James Frey selbst. Ich weigere mich, ihn und seine Firma Full Fathom Five in irgendeiner Form zu unterstützen. Was ich über diesen Mann herausgefunden habe, ist schlicht und ergreifend schockierend und zweifellos enttäuschend. Deswegen habe ich Frey 2016 sogar eine ganze Beitragsserie gewidmet: James Frey & Full Fathom Five | Die Chronik der Skrupellosigkeit.

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26. Bestes Cover– Welches Cover hat Euch im Jahr 2016 am besten gefallen? (Hier müsst Ihr das Buch nicht gelesen haben, jedes Cover, das Euch im Jahr 2016 beeindruckt hat, zählt.)

„The Steel Remains“ (A Land Fit for Heroes #1) von Richard K. Morgan hätte ich vermutlich auch gekauft, hätte im Klappentext der letzte Schwachfug gestanden. Meine Gier hat sich regelrecht verselbstständigt und eigenmächtig entschieden, dass dieses Buch in mein Regal gehört. Das Cover ist zum Anbeten. Ich meine hey, der Ravensfriend ist darauf abgebildet.

27. Schlimmstes Cover – Gibt es ein Cover, dass Euch fast davon abgehalten hätte, das Buch zu lesen? Oder ein Buch, dass Ihr tatsächlich aufgrund des Covers nicht lesen wollt? (Zu hässlich, zu grausam, zu kitschig?) Gab es ein Buch, dessen Cover unpassend zur Geschichte/ Stimmung war oder schon zu viel gespoilert hat?

Ich finde das Cover von „Five Days in May“ von Ninie Hammon zu plakativ. Es wirkt, als hätte jemand versucht, möglichst viele inhaltliche Elemente des Buches drauf zu quetschen. Außerdem lautet Ninie Hammons persönlicher Wahlspruch „She Sets Pages on Fire“, weshalb auf jedem ihrer Cover Flammen abgebildet sind. Mir ist das zu dramatisch und überhaupt bin ich der Meinung, dass der Wiedererkennungswert einer Autorin oder eines Autors nicht über grafische Elemente auf dem Buchcover erreicht wird.

28. Allgemein schönste Gestaltung – Welches Buch ist Euch wegen der Verarbeitung, Illustrationen, Kapitelunterteilungen etc besonders in Erinnerung geblieben?

Die Gestaltung von „Rooms“ von Lauren Oliver ist etwas Besonderes, weil sie die spezielle Struktur des Romans widerspiegelt. Es spielt ausschließlich im Haus der Familie Walker, weshalb das Buch nicht in Kapitel im eigentlichen Sinne unterteilt ist, sondern in Räume. In jedem Raum folgt man einer anderen Figur und darf sie beobachten. Dadurch entsteht der dynamische Eindruck eines Krimidinners, obwohl die Geschichte wesentlich tiefsinniger ist als ein banaler Mordfall. Ich fand das Buch brillant.

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29. Gemeinsam lesen – Gab es eine Leserunde/ einen Buddy Read, die Euch besonders gut gefallen hat? (Muss natürlich nicht unbedingt in unserer Gruppe gewesen sein.)

Im Mai 2016 habe ich mich von der wöchentlichen Aktion Gemeinsam Lesen verabschiedet. Ursprünglich sollte es bloß eine Pause sein, aber mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, dass ich die Aktion auf meinem Blog noch einmal aufleben lasse. Ich konnte sie zeitlich einfach nicht mehr stemmen, weil der Dienstag für mich ein ungünstiger Termin ist. Ich überlege allerdings, ob ich mich stattdessen mal dem allseits beliebten Top Ten Thursday widme, denn eine Aktion, die Donnerstags stattfindet, lässt sich mit meinen Verpflichtungen besser vereinbaren.
Ich beantworte natürlich noch immer fleißig die Montagsfrage, die das Buchfresserchen Svenja pünktlich wie ein Uhrwerk jeden Montag stellt, ob es nun stürmt oder die Sonne scheint. Diese Aktion macht mir immer noch sehr viel Spaß, weil man durch die Antworten anderer Blogger_innen nahezu Trends hinsichtlich bestimmter Themen ablesen kann. Meist sind wir uns eben doch ziemlich einig. 🙂
Außerdem liebe ich den „Harry Potter“-Reread, den ich seit 2016 gemeinsam mit DarkFairy durchziehe. Mir hätte es auch gefallen, die Reihe noch mal allein für mich zu lesen, aber zusammen mit ihr macht es gleich doppelt so viel Spaß. Es ist spannend, wie oft wir das Gleiche empfinden.

30. Bester Tipp – Gab es eine Leseempfehlung, für die Ihr besonders dankbar seid?

2016 waren Empfehlungen rar gesät. Daher muss ich für diese Frage auf eine Goodreads-Empfehlung zurückgreifen: „Anna Dressed in Blood“ (Anna #1) von Kendare Blake. Ich bin nun nicht übermäßig dankbar dafür, dass mir die Website das Buch vor die Nase hielt, aber es war keinesfalls Zeitverschwendung, es zu lesen. Es sprach mich vor allem aufgrund der deutlichen Parallelen zu meiner Lieblingsserie „Supernatural“ an. Etwas weniger Young Adult hätte dem Roman trotz dessen gut getan, dann wäre ich vermutlich völlig aus dem Häuschen gewesen und hätte nicht „nur“ drei Sterne vergeben.


Das war 2016. Es war ein gutes Lesejahr, auf das ich gern zurückblicke und das mir viele gute Bücher bescherte. Ich freue mich nun auf das noch junge Jahr 2017 und hoffe, mindestens ebenso erfreuliche Leseerfahrungen zu machen. Nachdem mich dieser Jahresrückblick fast eine Woche beschäftigt hat, kann ich es kaum erwarten, das normale Tagesgeschäft wieder aufzunehmen, Montag die erste Montagsfrage des Jahres zu beantworten und mir meinen Stapel unrezensierter Bücher vorzunehmen. Alltag, du hast mich wieder!

Vorher möchte ich es aber nicht versäumen, an dieser Stelle auch euch für das letzte Jahr zu danken. Die Bücher- und Lese-Communities sind für mich ein Quell stetiger Freude, weil IHR da draußen seid und meine Liebe zu Büchern teilt. Empfehlungen, Rezensionen, kritisches Reflektieren, Taggen, Diskussionen, Challenges, Leserunden, Fangirling – all das macht unsere große Familie der Bücherwürmchen und Leseratten zu einer besonderen Gemeinschaft, in der ich mich wunderbar Zuhause fühle. Danke dafür. Danke, dass ihr genauso verrückt seid wie ich.
Alles Liebe,
Elli  ❤

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4 Antworten zu “Jahresrückblick 2016: Statistiken zu Schönheitsköniginnen, tanzenden Zombies und High Fantasy

  1. trallafittibooks

    Januar 8, 2017 at 12:12 pm

    Ein wirklich toller Rückblick!
    Besonders gut gefallen mir die Statistiken, so hat man zusätzlich einen visualisierten Überblick. 🙂

    Liebste Grüße und ein tolles, buchiges 2017!
    Nicci ❤

    Gefällt 1 Person

     
  2. amaunet0101

    Januar 8, 2017 at 12:24 pm

    Jetzt weiß ich endlich, warum es die ganze Woche über von dir nichts zu lesen gab…

    Ich freue mich darauf, dich durch das Lese-Jahr 2017 zu begleiten.

    Gefällt 1 Person

     
  3. nana

    Januar 8, 2017 at 5:15 pm

    Wow, ein wirklich toller und vor allem sehr detaillierter Rückblick 🙂 Das hast du wirklich super anschaulich gemacht. Schon spannend, wie sich die gelesenen Bücher zusammensetzen 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Sandra

    Gefällt 1 Person

     
  4. Oliver W. Steinhäuser

    Januar 10, 2017 at 12:45 pm

    Sehr schöne Grafiken!

    Gefällt 1 Person

     

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