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Lasst zusammen, was zusammen gehört: Über die Teilung von Romanen durch Verlage

19 Jul

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute möchte ich mit euch über die Strategie deutscher Verlage sprechen, englische Romane für den deutschen Markt in zwei Bände (oder mehr) aufzuteilen. Anlass ist die ausstehende Rezension zu „Das Reich der Sieben Städte“ von Steven Erikson. Als ich dieses Buch begann, wusste ich bereits, dass es nur die erste Hälfte des Originals „Deadhouse Gates“ umfasst. Die zweite Hälfte wurde von blanvalet unter dem Titel „Im Bann der Wüste“ veröffentlicht. Zusammen ergeben sie den zweiten Band der Reihe „Das Spiel der Götter“.

Das Reich der Sieben StädteIch habe mit dieser Unart deutscher Verlage große Probleme. Ich führe meine digitale Bibliothek bei Goodreads (einer amerikanischen Website) und lege viel Wert darauf, dass dort alles korrekt einsortiert ist. Teilt ein Verlag ein Buch, ist es schwierig, die Reihenzugehörigkeit festzulegen, weil die deutschen Ausgaben plötzlich mehr Bände umfassen, als es eigentlich gibt. Es gibt für „Das Reich der Sieben Städte“ und „Im Bann der Wüste“ keine englischen Entsprechungen. Wie soll man da entscheiden, welche Position sie innerhalb der Reihe einnehmen?

Es ärgert mich maßlos, dass deutsche Verlage sich anmaßen, eine Geschichte einfach zu trennen. Das Schlimme daran ist, dass es dafür meiner Meinung nach nur einen einzigen logischen Grund gibt: Profit. Ich glaube nicht, dass dies zugunsten der Leser_innen geschieht, um sie nicht mit dicken Wälzern von knapp 1.000 Seiten Umfang zu überfordern. Wäre dies tatsächlich der Fall, würden auch (deutsche) Einzelbände getrennt, was hingegen offenbar selten passiert (mir ist kein Fall bekannt). Da geht es ums Geld, davon bin ich überzeugt. Durch die Buchpreisbindung können Verlage ihren Gewinn auf diese Weise potenzieren. Eine kleine Recherche bei Amazon hat ergeben, dass man für eine neue Taschenbuchausgabe von „Deadhouse Gates“ dort zurzeit 6,99€ bezahlt (Verlag: Macmillan USA). Meine Ausgabe von „Das Reich der Sieben Städte“ ist mit 12,00€ ausgeschrieben, „Im Bann der Wüste“ ebenfalls. Das sind 17€ Unterschied. Ich habe sogar weit mehr bezahlt, weil „Im Bann der Wüste“ vergriffen war, als ich es gekauft habe, aber das tut hier nichts zur Sache. Der Punkt ist, dass blanvalet sich durch die Trennung ein hübsches Sümmchen dazu verdient. Ich finde das unverschämt. Es reicht offenbar nicht, dass Verlage für ihre Veröffentlichungen in Deutschland durch die Buchpreisbindung sowieso mehr verlangen als im englischsprachigen Ausland, wo der Preiskampf den Buchmarkt meiner Ansicht nach positiv beeinflusst (zumindest aus Sicht der Konsument_innen) und nicht, wie einige Theorien behaupten, für eine Begrenzung des Sortiments sorgt. Nein, man muss natürlich das Maximum aus einer Geschichte herausholen und jeden Cent aus den deutschsprachigen Leser_innen herausquetschen, denn die können sich ja eh nicht wehren. Wir sind der deutschen Verlagspolitik auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und müssen die Teilungen einfach akzeptieren, wenn wir die Geschichte lesen möchten.

Im Fall von „Das Reich der Sieben Städte“ und „Im Bann der Wüste“ ist mein Problem allerdings nicht nur prinzipieller, finanzieller oderIm Bann der Wüste organisatorischer Natur. Die Trennung des zweiten Bandes dieser großartigen High Fantasy – Reihe ist zusätzlich dermaßen unglücklich geraten, dass ich mich nicht in der Lage fühle, zur ersten Hälfte eine Rezension zu verfassen. Ein Albtraum für eine Buchbloggerin. Das Ende von „Das Reich der Sieben Städte“ ist abgehackt, weil es eigentlich nicht das Ende ist. Wie soll ich über eine Handlung urteilen, die noch gar nicht abgeschlossen ist, die ich noch gar nicht vollständig kenne? Ich habe versucht, diese letzten Seiten als Cliffhanger zu behandeln, die man in der Literatur ja häufig antrifft. Es funktioniert nicht. Das Wissen, dass es sich nicht um einen Cliffhanger handelt, sondern um das Resultat einer fürchterlichen Verlagspolitik, bekomme ich einfach nicht aus dem Kopf. Bei anderen Autor_innen hätte diese Trennung vielleicht weniger Auswirkungen und würde mich nicht gleichermaßen blockieren, doch wir sprechen hier über Steven Erikson. Seine Geschichten über das malazanische Imperium sind fein abgestimmte Kompositionen. Man würde eine Oper ja auch nicht einfach nach einer bestimmten Zeitspanne abbrechen, sondern einen geeigneten Punkt für eine Pause suchen. Mir erscheint es, als wäre „Deadhouse Gates“ genau das angetan worden. Irgendjemand hat eine maximale Seitenzahl für beide Teilbände festgelegt und dann am Ende eines Kapitels den Cut gemacht, ohne die Handlungsstruktur in Betracht zu ziehen.

Deadhouse GatesWie gehe ich damit um? Ich habe drei Optionen. Ich könnte versuchen, mir eine Rezension zu „Das Reich der Sieben Städte“ aus den Fingern zu saugen, mit der ich letztendlich wohl niemals ganz zufrieden wäre, weil sich meine Gefühle für die Geschichte noch im Entwicklungsprozess befinden. Ich könnte komplett darauf verzichten, „Das Reich der Sieben Städte“ zu rezensieren, was meiner Ehre als Buchbloggerin widerspricht. Oder ich könnte die zweite Hälfte „Im Bann der Wüste“ lesen und beide Bände zusammen rezensieren, wie ich es im Grunde auch tun würde, würde ich das Original „Deadhouse Gates“ lesen. Es sollte klar sein, wofür ich mich entscheide.
Es wird keine eigenständige Rezension zu „Das Reich der Sieben Städte“ geben. Stattdessen werde ich dieses Buch und „Im Bann der Wüste“, das ich aktuell lese, gemeinsam rezensieren, so, wie es der Autor gewollt hat. Ich werde sie behandeln, als wären sie eins.

Da die Politik der Teilung auch die weiteren Bände von „Das Spiel der Götter“ getroffen hat, werde ich diese Taktik für den Rest der Reihe beibehalten. Dadurch werden die Rezensionen etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber ich verspreche, die beiden Teile eines Bandes immer fix hintereinander zu lesen. Am Umfang meiner Rezensionen wird das nichts ändern, allerdings muss ich unter Umständen an der Grafik des Headers schrauben. Ich denke aber, das ist zu verschmerzen.
Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich diese Zweifach-Rezensionen in die verschiedenen Buch-Communities einpflege. Normalerweise gebe ich mir große Mühe, komplett spoilerfrei zu rezensieren, weiß aber aus Erfahrung, dass das nicht immer möglich ist. Es wäre ungünstig, wenn ich die Besprechung im Eintrag der ersten Hälfte des Bandes speichere, darin jedoch Details über die zweite Hälfte verrate. Vielleicht muss es auf Einzelfall-Entscheidungen hinauslaufen. Ich werde eine Lösung finden.

Es nervt mich ungemein, dass ich überhaupt darüber nachdenken muss. Ich bin wütend, weil ich „Das Reich der Sieben Städte“ und „Im Bann der Wüste“ nicht ganz normal besprechen kann wie jedes andere Buch sonst auch. Ich ärgere mich, dass ich damals nicht entschieden habe, die Reihe im Original zu lesen. Diese Verlagsstrategie kotzt mich an, entschuldigt die Wortwahl. Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, weil mir bisher niemand plausibel erklären konnte, warum Teilungen vorgenommen werden. Geht es denn wirklich nur um Profitgier? Falls jemand unter euch ist, der/die mich erleuchten kann, bitte. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Solange ich keinen anderen Grund sehe als den finanziellen Aspekt, wird meine Wut nicht verschwinden. Mit jedem neuen Band von „Das Spiel der Götter“ werde ich wieder mit den Zähnen knirschen.

Ich weiß, dass ich mit der Krux der Teilungen nicht allein bin. Ich weiß, dass viele englischsprachige Geschichten getrennt und als zwei Das Lied von Eis und FeuerBücher verkauft werden. Das beste Beispiel ist wohl „A Song of Ice and Fire“ / „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin. Im Original gibt es derzeit 5 Bände dieser epischen Saga, die unter anderem günstig von Bantam (einem meiner bevorzugten Verlage) verlegt wurden. Kostenpunkt: 6,99€ pro Band, macht insgesamt 34,95€. Für alle 10 Bände der deutschen Übersetzung (hier wurde auch der erste Band getrennt) bezahlt man hingegen stolze 152€ (jeweils 15€ für die ersten acht, Band 9 und 10 kosten 16€). Ich weiß, dass dieser Preis tatsächlich einige eingefleischte High Fantasy – Fans davon abhält, die Reihe zu lesen, unter anderem auch meine Schwester im Geiste, DarkFairy. Ich wünschte, ich könnte sie überreden, es auf Englisch zu versuchen, denn ich weiß, dass sie wirklich etwas verpasst, kann ihre Skrupel, so viel Geld für eine einzige Reihe auszugeben, aber komplett nachvollziehen. Es ist nicht fair, dass ihr das Vergnügen dieser Geschichte verwehrt bleibt, weil der Verlag (Penhalion, übrigens ein Imprint von blanvalet) den Hals nicht voll bekommt. Selbst für 5 Bände läge der deutsche Gesamtpreis mit ca. 75€ weit über der englischen Variante, aber das ist eben den Mechanismen unseres Buchmarktes geschuldet. Literatur sollte für alle da sein, nicht nur für die, die es sich leisten können. Die Trennungspolitik verletzt diesen Grundsatz meiner Meinung nach vorsätzlich und ohne Rechtfertigung.

Ich frage mich, ob es eine Möglichkeit gibt, die deutschen Verlage darauf aufmerksam zu machen, wie furchtbar das bei ihren Leser_innen ankommt. Oder ob sie es wissen, es ihnen aber schlicht egal ist. Meiner geliebten UF-Reihe „Anita Blake“ von Laurell K. Hamilton hat es das Genick gebrochen. Die Teilungen waren so gedankenlos, dass sie die Atmosphäre und den Grundtenor der Bände verändert haben. Die Zeitspannen zwischen den Veröffentlichungen waren viel zu lang. Über die Jahre sprangen immer mehr Leser_innen ab, sodass sich weitere Übersetzungen am Ende für den Verlag (Bastei Lübbe) nicht mehr rentierten. Sie haben die Reihe eingestellt. Sie haben ihre Leser_innen vergrault.

I'm so angry I made a signKönnen wir denn wirklich nichts tun? Können wir nicht die geballte Macht der Leser_innen einsetzen, um die Verlage von dieser Unart abzubringen? Eine Petition einreichen, demonstrieren gehen, ein Medienecho erzeugen, irgendwas? Ich würde mich definitiv mit einem Schild vor einem Verlagsgebäude aufstellen, wenn dadurch die Chance besteht, deutsche Übersetzungen englischer Originale endlich so lesen zu können, wie sie von den Autor_innen konzipiert waren. Ich habe es satt, hilflos mit ansehen zu müssen, wie Geschichten zugunsten des Profits verschandelt werden. Ich will etwas dagegen unternehmen.

Zuerst möchte ich aber eure Geschichten und Meinungen lesen. Wie empfindet ihr die Teilungspolitik deutscher Verlage? Wie sind eure Erfahrungen damit? Kennt ihr vielleicht Beispiele, die zeigen, dass auch Bücher in anderen Sprachen (außer Englisch) für den deutschen Markt geteilt werden? Und an die Buchblogger_innen: wie schreibt ihr Rezensionen zu Büchern, die geteilt wurden?

Ich bin sehr froh, dass ich mit meinem Blog einen (virtuellen) Ort habe, an dem ich mich über solche Themen auslassen und mit euch austauschen kann. Ich freue mich auf regen Gedankenaustausch und kann es kaum erwarten, eure Kommentare zu lesen!
Alles Liebe,
Elli

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20 Antworten zu “Lasst zusammen, was zusammen gehört: Über die Teilung von Romanen durch Verlage

  1. Kathrin

    Juli 19, 2016 at 10:30 am

    Ich versteh dich gut. Ich bin auch gar kein Fan davon, Bücher zu splitten, gerade bei Buchreihen. Allerdings sehe ich hinter diesen Entscheidungen inzwischen(!) doch mehr als reine Profitgier. Patrick Rothfuss hatte vor Jahren einen ausführlichen Blogbeitrag über das Splitten seiner Bücher geschrieben und ich kann die Argumente darin gut nachvollziehen: http://blog.patrickrothfuss.com/2011/11/fanmail-faq-why-are-they-breaking-up-your-book/

    Es kommt eben wirklich noch einiges an Seiten hinzu, wenn man vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Und da nun mal inzwischen fast alle High Fantasy-Werke locker 1000 Seiten erreichen, sind das jedes Mal ziemliche Wälzer. Eines der Probleme, die ich sehe, liegt darin, dass die Verlage so darauf fixiert sind, diese fetten Wälzer im Taschenbuchformat zu veröffentlichen (nicht immer als Ersterscheinung, aber früher oder später auf jeden Fall) – ein Taschenbuch von 1000 und mehr Seiten finde ich furchtbar: Es ist unhandlich und sieht sehr schnell nicht mehr ansehnlich aus (mit etwas Glück hält die leichte Taschenbuchbindung auch nicht lange dieser Masse an Seiten stand und die Blätter lösen sich). Vor dem Hintergrund kann ich verstehen, dass man sich dann für das Splitten entscheidet. Aber wie schon gesagt: Ich halte wenig vom Splitten, weil man eine Geschichte auch anders wahrnimmt, wenn man sie in zwei Büchern lesen muss und zwischen diesen beiden Büchern 6-12 Monate liegen.

    Warum also nicht einfach das Buch ausschließlich als Hardcover, E-Book und eventuell Hörbuch veröffentlichen und so die Geschichte „ganz“ lassen?!

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 11:08 am

      Hallo Kathrin,

      vielen Dank für dein ausführliches Kommentar und den Link zu Patrick Rothfuss‘ Post! 🙂
      Tatsächlich hat es mir sehr geholfen, zu verstehen, wie die Entscheidung zur Trennung zu Stande kommt, obwohl ich persönlich das etwas anders sehe. Ob ich nun für ein Buch 40€ bezahle oder für zwei Bücher jeweils 20€, macht für mich keinen Unterschied. Damit bin ich aber eine Ausnahme, das ist mir bewusst. Da spielen verkaufspsychologische Faktoren rein, weil die meisten Menschen besser auf kleinere Einzelpreise reagieren, selbst wenn sie letztendlich genauso viel bezahlen, als hätten sie gleich den höheren Gesamtpreis hingeblättert.

      Rothfuss verweist in seinem Beitrag ja auf einen anderen (deutschen) Blogpost, der das Thema ebenfalls sehr ausführlich bespricht. Dort heißt es, rein produktionstechnisch ist die Länge eines Buches kein Problem. Ttheoretisch müssten solche Schwierigkeiten mit dicken TBs, wie du sie beschreibst, also gar nicht auftreten. Aber auch das ist dann wieder eine Frage des Preises.

      Ich glaube daran, dass es einige Verlage gibt, die wirklich gute Absichten mit der Trennung verfolgen, meiner Ansicht nach gibt es aber auch Negativbeispiele. Die von mir erwähnte „Anita Blake“- Reihe ist so ein Fall. Da waren die Teilungen meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Ein Jahr (und mehr) zwischen den Veröffentlichungen der Teilbände vergehen zu lassen, stinkt für mich nach Geldschneiderei. Ich bezweifle darüber hinaus, dass die Teilungen mit der Autorin abgesprochen waren, was übrigens auch für „Das Spiel der Götter“ gilt. Ich denke, da kommt es immer darauf an, wie intensiv die Zusammenarbeit zwischen deutschem Verlag und ausländischem Autor / ausländischer Autorin ist. Kevin Hearne hat zum Beispiel berichtet, dass er so gut wie gar keinen Kontakt zu seinem deutschen Verleger hat.

      Bei allem neu entstandenen Verständnis bleibt allerdings eine Frage übrig: warum ist es in Deutschland nicht möglich, ähnlich kleine, günstige TBs zu produzieren, wie es in England und den USA der Fall ist? Klar, ja, Buchpreisbindung, aber gäbe es die nicht? Gäbe es dann auch bei uns meine heißgeliebten Mini-Wini-Ausgaben? Was machen die englischsprachigen Länder in der Produktion anders? Ist diese im Ausland wirklich so viel günstiger?

      Unterm Strich bleibe ich dabei: ich finde Teilungen furchtbar. Mir wäre es sehr viel lieber, wenn die Verlage da andere Lösungen finden würden.

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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  2. Anna

    Juli 19, 2016 at 10:36 am

    Hallo Elli!

    Ein toller Beitrag! Ich rege mich über so etwas auch regelmäßig auf.. es ist wirklich eine Sauerei, dass sowas gemacht wird.. Hätte ich „Das Lied von Eis und Feuer“ nicht von meinen Freunden komplett geschenkt bekommen, könnte ich mir diese Bücher gar nicht leisten..
    Der Witz ist ja, dass sie jetzt eine Neuauflage herausbringen, hier sind die Bände nicht geteilten, es sind schöne Hardcover ABER ein Buch kostet 30€.
    Bisher habe ich fünf deutsche Bücher gelesen, das heißt ich stecke quasi mitten im dritten Buch.. ich habe jedes einzeln rezensiert weil es bisher immer ganz gute „Enden“ gegen hat aber ich hätte natürlich lieber alles in einem Buch gelesen..
    Kann deinen Ärger also absolut verstehen..

    Liebe Grüße! (:

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 11:14 am

      Hey Anna,

      ja, diese Neuauflagen habe ich bei meinen kleinen Amazon-Recherche-Ausflügen gesehen. Hübsch, aber unhandlich und letztendlich genauso teuer wie die Reihe im TB-Format.

      Ich muss sagen, mir hat das Kommentar von Kathrin wirklich sehr geholfen, das alles besser zu verstehen. Schau es dir ruhig mal an. Obwohl ich überzeugt bin, dass es trotzdem noch schwarze Schafe auf dem Markt gibt, die Teilungen aus Profitgier vornehmen, kann ich die Zwickmühle der Verlage nun besser nachvollziehen. Die deutsche Sprache ist tatsächlich wesentlich umständlicher als Englisch. Ich wünsche mir aber noch immer, dass es da andere Lösungen gäbe…

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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  3. Kira☆DeKira ▽・ェ・▽ノ” (@Kirie_Pie)

    Juli 19, 2016 at 10:44 am

    Hallo!

    Ich muss zugeben, dass ich davon zum ersten Mal höre – und jetzt verstehe ich auch, warum es so viele Bände von der „Game of Thrones“ – Reihe gibt. Das ist nämlich einer der Gründe, warum ich mir bisher noch keins gekauft habe, einfach, weil es so viele sind. Vllt mache ich es doch so wie geplant, dass ich sie mir erstmal in der Bücherei ausborge oder versuche mich an den englischen Bänden.

    Ansonsten habe ich davon bisher noch nicht gehört, dass ein Buch aufgeteilt wurde. Eher kenne ich das von Filmen, dass man den letzten Filmteil in zwei Teile aufsplittet, wie z.b. bei Harry Potter.

    Lg,
    Kira

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 11:32 am

      Hey Kira,

      dann hattest du Glück, das muss ich mal ganz klar so feststellen. 😀
      Mir scheint das Ganze etwas genreabhängig zu sein. In der (High-)Fantasy werden Bücher häufig getrennt, während beispielsweise dicke Wälzer von Stephen King („Die Arena“ – mehr als 1.200 Seiten) als Gesamtwerk veröffentlicht werden. Es könnte also schlicht an deinen Lesevorlieben liegen, dass du verschont wurdest. 🙂

      Ich kann dir die englische Variante von GoT nur empfehlen. Es ist leicht geschrieben und liest sich wirklich ratzfatz weg. Ich habe da keine Sprachbarriere erlebt.

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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  4. Alica

    Juli 19, 2016 at 11:05 am

    Huhu Elli,

    also ich habe zwar keine solchen Fälle im Regal stehen, dachte mir aber immer, dass es wohl tatsächlich an der Seitenzahl liegt und weniger am Profit. So wie du es erläuterst, macht es aber natürlich Sinn, dass mehr Geld damit einzunehmen ist. 😉
    Jedoch hatte ich immer im Hinterkopf, dass viele Leser faul sind – wer liest denn heutzutage noch 1.000 Seiten Wälzer? Die wenigsten. Da machen sich zwei 500 Seiten Bücher schon besser. Und zum anderen lassen sich dicke Bücher wirklich schlecht handhaben und sind oftmals weniger stabil. Natürlich könnte man auch einfach die Seiten dichter bedrucken mit kleinerer Seitenzahl, aber das wird beim Lesen wieder anstrengend – vor allem für diejenigen, mit schlechteren Augen. 😉 Das waren immer so meine Überlegungen dazu.
    Das heißt aber nicht, dass ich es grundsätzlich unterstütze. Gerade wenn der Trenn-Punkt schlecht gewählt ist oder man wirklich mehrere Monate oder ein Jahr auf den zweiten Teil warten muss, ist das ätzend. Und natürlich ist es teurer. Da muss man dann entweder auf das Original zurückgreifen oder das Geld investieren….

    LG Alica

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 11:20 am

      Huhu Alica,

      offenbar lagst du da richtig. Es geht wohl tatsächlich hauptsächlich um die Buchdicke, wie ich dank des Kommentars von Kathrin lernen durfte.

      Vielleicht müsste man das Ganze einfach völlig neu anpacken und den Leser_innen Auswahlmöglichkeiten anbieten. Man könnte ein sehr dickes englisches Buch parallel in unterschiedlichen Formaten herausbringen, sodass jede_r selbst wählen kann, was gefällt. Das fände ich gut, ich gehe aber davon aus, dass das für die Verlage ein Verlustgeschäft wäre. Mäp.

      Irgendwo muss ein Umdenken her. Es kann doch nicht sein, dass eine Teilung die einzige Option ist. Es muss andere Lösungen geben. Ich wünschte, die Verlage würden daran arbeiten…

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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      • Alica

        Juli 19, 2016 at 12:46 pm

        Dünneres Papier wäre auch eine Möglichkeit. 🙂 Ich hatte mal eine Ausgabe von Stephen Kings „Das letzte Gefecht“, die hatte 1100 Seiten, war aber trotzdem nur knapp 5 cm dick. Die Seiten waren da entsprechend dünn und man sollte nicht unbedingt sehr schwungvoll umblättern, aber es ließ sich ansonsten problemlos lesen und stabil war es trotz allem. Also es waren keine Pergamentseiten oder so, sondern schon für die Dünne sehr stabil. Und es war natürlich recht klein geschrieben und die Seiten mit relativ geringen Seitenabständen. Aber mich hat das alles nicht gestört. 🙂 (Und die Ausgabe war von 1985 oder sowas, also ist das auch keine neue Erfindung, die her muss…)

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      • wortmagieblog

        Juli 19, 2016 at 1:04 pm

        So langsam habe ich auch den Eindruck, dass die Verlage viel zu viel Wert auf ein hochwertiges Produkt legen. Ich kann auch mit dünnen Seiten, enger Schrift und hässlich-grauem Papier prima leben. Das ändert ja am Inhalt nichts. Ich brauche kein blütenreines Papier und Großdruck. Wer das möchte, kann ja immer noch das HC kaufen.

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  5. Jery Schober

    Juli 19, 2016 at 11:49 am

    Hauptgrund ist weniger Profitgier (auch wenn die bei manchen Verlagen sicher eine Rolle spielt bzw. in früheren Jahren gespielt hat), sondern die gesteigerte Länge, die sich durch eine Übersetzung ins Deutsche ergibt. Man rechnet mit mindestens 1/4 mehr Text, meistens ist es sogar 1/3.
    Ich bin Übersetzerin, und der geringste Aufschlag an Wörtern, den ich je zusammengebracht habe, war 15 % (bei einer 150-Seiten-Novelle). Aber normalerweise sind’s wirklich so um die 25 %, da führt kein Weg dran vorbei, außer man massakriert die Übersetzung, und das will keiner 🙂

    In den 80er und 90ern wurden zB die Bücher von Salvatore geteilt, auch wenn dazu längenmäßig keine Veranlassung bestand, weil man das noch hätte problemlos binden können. Ich weiß nicht, warum das damals gemacht wurde, und halte da Profitgier und eine schnellere Produktionsweise für die Hauptgründe.

    Wenn man heute Bücher von Sanderson, Erikson und Rothfuss hernimmt, kann ich verstehen, dass man bei Romanen von 250-400k an die Grenzen stößt, was deutsche Ausgaben angeht.
    Es mag sein, dass man extrem dicke Bücher produktionstechnisch binden kann, aber dadurch werden sie nicht wirklich stabiler, und ich persönlich bin kein Fan von superdünnen, nahezu durchsichtigen Seiten, die nach einmaligem Lesen aus dem Buchrücken fallen.
    Dazu kommen die höheren Kosten durch Herstellung, Lagerung und Vertrieb, was sich natürlich auf den Preis niederschlägt, was wiederum die Buchhändler dazu bewegt, weniger davon zu bestellen, weil sie befürchten, weniger von den teuren Büchern zu verkaufen. Weniger Bestellungen ergeben weniger Präsenz und weniger Verkäufe, dadurch weniger Gewinn für den Verlag, und der ist natürlich bestrebt, das Geld für die teuren Lizenzen wieder hereinzubekommen.

    Die weniger informierten Leser wissen oft gar nicht, dass sie 2 Bücher lesen, die im Original eines waren, daher ärgern sie sich auch nicht, wenn sie 2 Bücher statt nur einem bezahlen müssen.

    Nebenbei ist es durch eine Teilung auch möglich, ein Buch schneller auf den Markt zu bringen, weil der Übersetzer nicht gleich eine Viertelmillion Wörter übertragen muss. Wobei ich allerdings hoffe, dass die Verlage klug genug sind, dem Übersetzer eine Chance zu geben, eine erste Rohfassung vom kompletten Roman anzufertigen, damit er weiß, welche Besonderheiten er im 1. Teil wie übersetzen muss. Oft ergibt sich erst am Ende des Buchs ein Zusammenhang zu früheren Begriffen, die dann eine Überarbeitung erfahren.

    Trotz allem Verständnis für die Teilungen bin ich kein Fan davon. Mich persönlich betrifft es nicht, weil ich englischsprachige Autoren im Original lese, aber ich kann verstehen, dass viele Fans sich abgezockt fühlen, wenn sie im Deutschen für 2 Trade Paperbacks zahlen müssen, was auf dem US-Markt als 1 günstige Taschenbuchausgabe zu haben ist.

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 12:29 pm

      Hallo Jery,

      ahhh, eine Insiderin! Wunderbar. 🙂
      Von diesen Zahlen bezüglich Mehrmaß der Übersetzung ins Deutsche habe ich nun auch schon gelesen, ebenso wie die Aussage, eine Übersetzung sei teuer. Das Problem ist, teuer ist ja ein relativer Begriff. Was bedeutet teuer? Über was für Summen sprechen wir hier und wie viel macht das im Gesamtpreis dann aus? Kannst du uns da ein paar Einblicke gewähren oder unterliegen diese Zahlen der Schweigepflicht?

      Ich bin ja ebenfalls hauptsächlich auf englische Originale umgestiegen, aber hin und wieder begegnen mir geteilte deutsche Ausgaben eben doch noch und dann ärgere ich mich. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erhärtet sich mein Eindruck, dass da irgendwas passieren muss. Ich will einfach nicht glauben, dass Teilungen die einzige Option sind, englische Bücher auf den deutschen Markt zu bringen.

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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      • Jery Schober

        Juli 19, 2016 at 1:50 pm

        Als einzige Lösung fällt mir momentan nur das E-Book ein, das könnte man zumindest als Gesamtausgabe anbieten. Hilft aber nix, wenn man die Regale mit Papier befüllen will 😦

        Kleiner Exkurs zum Übersetzen (könnte lang werden, aber du hast gefragt …):
        Es gibt Richtlinien vom Übersetzerverband, nach denen für eine Normseite ca. 18,- € bezahlt werden sollten. Kann man online nachschlagen, ist also kein Staatsgeheimnis 😉
        Keine Überraschung: Daran hält sich nicht jeder. Auch nicht die Übersetzer selbst, weil wenn man die Wahl zwischen einem mies bezahlten Auftrag und keinem Auftrag hat, was wird man nehmen? Wir müssen Miete bezahlen und wollen auch mal was essen 🙂

        Normalerweise verlangen Übersetzer ca. 15-25 € pro Normseite, je nach Genre und Schwierigkeitsgrad (Fantasy und SF gehören da schon in die Königsklasse, allein wegen der vielen Wortneuschöpfungen) und ob sie auch noch ein Lektorat/Korrektorat dazuliefern (ist eher für ausländische Selfpublisher gedacht, die den deutschen Markt erobern wollen). Kriegen sie es bezahlt? Selten.
        Selbst wenn man nur 10 €/Seite ansetzt, sind das pro Roman mehrere Tausend Euro. Bei den langen Fantasy-Schmökern kommt schon was zusammen. Dafür arbeitet ein Übersetzer auch 1-2 Monate an einem Buch (oder auch mal 3, je nach Komplexität und Länge) und muss von dem Geld sein Leben bestreiten (vom Einkommen kommen Steuer und Versicherung noch weg).

        Was kaum einer bedenkt, nicht einmal die Verlage selbst: Neben der Zeit, die für die reine Übersetzung draufgeht, kommen noch etliche Stunden, die man damit verbringt, die Anmerkungen des Lektors zu überprüfen und einzupflegen (oder ihnen gelegentlich zu widersprechen), den 2. Lektoratsdurchgang (wo der Lektor wiederum die von ihm vorgeschlagenen Änderungen des Übersetzers abnimmt) durchzuackern und zum Schluss noch die Druckdatei auf letzte Fehler zu überprüfen, um die Druckfreigabe zu erteilen. Bis das Buch fertig ist, habe ich es mindestens 5x komplett gelesen (und es quillt mir bei den Ohren raus ;-)), und diese Lesezeit ist in der Bezahlung inkludiert.

        Ich kann hier nicht für die Großverlage sprechen (und die betrifft ja hauptsächlich dieses Teilungsdilemma), da die zT auch mit festangestellten Übersetzern arbeiten und dem Hörensagen nach zumindest öfter dieses Preislevel bieten sollen, sondern nur für die Kleinverlage, für die ich tätig bin (2 deutsche, 1 amerikanischer), und da träume ich von einer solchen Vergütung. Die Realität ist, dass ich meistens weniger als 10 % von den Soll-Preisen angeboten bekomme.

        Viele Klein- und Mittelverlage bezahlen nach Wortzahl, manchmal auch mit Pauschale. Wenn einem dann 0,50 € für 100 Wörter angeboten werden und man demnach für die Übersetzung eines 100.000 Wörter starken Buches 500 € bekommt (VOR Steuern!), möchte man schon dazu weinen. Ich hab mir den Stundensatz dazu ausgerechnet, das wären ca. 3,40 €/Stunde gewesen, und da kommt noch ESt weg. (Den Auftrag habe ich übrigens abgelehnt, trotz aller Liebe für den Verlag, weil das für mich nicht wirtschaftlich ist.)

        Übersetzungen sind teuer, aber für den Verlag noch immer billig im Vergleich zu dem Geld, was für die Lizenzen ausgegeben wird. Ich kann nicht sagen, wie hoch der Anteil einer Übersetzung an den Gesamtkosten eines Buches ist, weil ich diese Zahlen nicht vom Verlag kriege 😉
        Ich weiß zB nur, dass es vorkommt, dass die Lizenz fürs Cover teurer war als meine Übersetzung des ganzen Romans.

        Die meisten Übersetzer können nicht von dem Geld leben, was sie für ihre Arbeit bekommen, kriegen dafür aber ihr Fett ab, wenn eine Übersetzung nicht gelungen ist. Liegt weniger am mangelnden Können, sondern daran, dass für eine gründliche Überarbeitung oft keine Zeit bleibt, weil man mehrere Aufträge annehmen muss und parallel laufen hat, um überleben zu können.

        So, und nachdem ich dir jetzt die Ohren vollgejammert habe, wie schlimm wir’s haben – ich liebe den Job trotzdem und will ihn unbedingt weiter machen 🙂

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      • wortmagieblog

        Juli 19, 2016 at 11:13 pm

        Danke. Danke für diesen intensiven Einblick in eine Branche, die ganz offenbar viel zu wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung erhält. Ich muss die ganzen Infos erst mal verarbeiten. Vermutlich melde ich mich morgen noch mal und antworte dir richtig. 😉

        Viele liebe Grüße,
        Elli

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  6. tarlucy

    Juli 19, 2016 at 4:41 pm

    Anita Blake war auch bei mir der Todesstoß…ich bin den Büchern immer hinter her gerannt…und ich glaube bei Band 9 hatte ich dann gelesen, dass es geteilt wurde und sogar erst bei dem 2. Teil interessant wird….da habe ich dann nicht mehr mit gemacht….unmöglich finde ich das…ich denke, die Verlage wissen das schon…aber es ist ihnen egal…Schade für die Bücher, die es dann nicht mehr zu uns schaffen…Aber eine Abzocke…das sehe ich nicht ein…*grrrr*…Da kocht mir doch gerade das Blut hoch…:-(

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 11:20 pm

      Ich habe eisern durchgehalten, bis die Reihe eingestellt wurde. Dann habe ich lange geschmollt. Dann entschieden, Anita nicht aufgeben zu wollen. Dann alle deutschen Bücher an meine Mutter verschenkt und die englischen Originale gekauft. Ich habe jetzt 18 Bände und bin immer noch nicht aktuell. Aber eines schönen Tages werde ich es sein und dann lese ich die ganze Reihe noch einmal von vorn.

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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      • tarlucy

        Juli 20, 2016 at 2:53 am

        Ich will auch wieder weiterlesen. Ich werde sie mir mal gebraucht anschaffen. Dann geht das. Und den Rest….naja. Mal die Chance mein englisch auf zu frischen .😀

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  7. theRealDarkFairy

    Juli 19, 2016 at 5:47 pm

    Hallo Elli,

    die gleiche Frage habe ich mir auch kürzlich erst gestellt – als ich mal wieder vor „Das Lied von Eis und Feuer“ stand 😉
    Ich sehe ein, dass eine Übersetzung eben viel Geld kostet und dass die Bücher daher teurer sind. Okay, das ist die eine Sache, aber das Teilen nervt schon. Jery Schober hat es aber ja erklärt…

    Trotzdem: Es ist schon wirklich blöd, wenn es das Geld ist, dass einen von einer tollen Buchreihe fern hält.

    Gestern hätte ich mir übrigens „A Song of ice and fire“ fast gekauft. Alle 5 Bände auf englisch für 30€. Aber dann habe ich mich doch wieder nicht getraut. Ich traue es mir einfach nicht zu ein solches Buch auf Englisch zu lesen. Ja ich weiß, da hilft nur Übung, aber mir vergeht einfach der Spaß am Lesen, wenn ich für ein Buch ewig brauche und dann auch noch nicht mal alles verstehe.

    Liebe Grüße

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    • wortmagieblog

      Juli 19, 2016 at 11:28 pm

      Hey Marina,

      ich bin fest überzeugt, du könntest sie ohne Probleme auf Englisch lesen. Ich glaube nicht, dass du wesentlich länger brauchen würdest und bin sicher, dass du Spaß hättest. Aber entscheiden musst du das natürlich letztendlich selbst. 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Elli

      Gefällt 1 Person

       
  8. esdawinter

    Juli 23, 2016 at 9:20 pm

    Amen!
    Endlich spricht es mal jemand aus: Reine Profitgier sorgt dafür, dass die deutschen Verlage so vorgehen. So einfach ist das.
    Das treibt ganz komische Blüten. So wurde z.B. aus der „Coldfire Trilogy“ von C.S. Friedman im Deutschen die „Kaltfeuer“-Siebentologie (gibt es so ein Wort überhaupt??). Ich hab es nicht auf deutsch gelesen. Wäre sicher auch mal interessant, ob sie da zwei Bände in 2 Teile und einen in 3 Teile geteilt haben oder einfach die komplette Trilogie zerhackstückt haben.
    Vielleicht hat man einfach früher mal, vor längerer Zeit, den deutschen Lesern „Taschenbücher“ nur in einer gewissen „Dicke“ zumuten wollen. Damit sie einfach handlich blieben. Deutsche Übersetzungen sind einfach vom Text her länger als das englische Original, weil unsere Wörter und Sätze im Schnitt länger sind. Und meistens ist die Schrift größer, das Papier dicker … Das ist zumindest mein Eindruck. Die Verlage werden immer DAS als Argument bringen und NIEMALS zugeben, dass sie einfach den Rachen nicht voll genug kriegen können. Inzwischen drucken die Verlage doch günstig im Ausland (Polen z.B.) und leisten sich nur noch günstige Übersetzungen. Die Ausgaben sind viel geringer für die Verlage, als sie es früher mal waren.
    Die Verlage haben aber auch gemerkt, dass 1. die meisten Leser es mit sich machen lassen, 2. die Leser einfach gar keine Wahl haben und sich nicht wehren können, wenn sie die Bücher denn auf Deutsch lesen wollen. Deshalb werden sie wohl nicht so schnell von dieser Verlagspolitik ablassen.

    Ich lese fast nur noch im englischen Original meine Bücher. (Viele gibt es allerdings auch nicht in deutscher Übersetzung.) Aber es ärgert mich auch deshalb, weil ich Bücher gerne weiterempfehle an Freunde, die nur auf Deutsch lesen (das sind sehr viele) und ich schäme mich dann natürlich den Leuten sagen zu müssen: „Wenn ihr es auf deutsch lesen wollt, dann kostet es halt leider das 3-5-fache.. hahaha…“ -_-

    Empfehlen kann man eigentlich nur, dass Leute, die die Bücher nicht unbedingt selbst im Regal stehen haben müssen, sich eine öffentliche Bücherrei in ihrer Nähe suchen. Die Jahresbeiträge sind meist sehr günstig (in meiner Heimatstadt grade mal 13 Euro im Jahr) und man kann auch oft die Onleihe (also Ebook-Verleih) nutzen. Zusätzlich zahlt man nur bei ganz neuen Büchern eine Leihgebühr von 2-3 Euro. (Wirklich nur bei sehr aktuellen Büchern. „Das Lied von Eis und Feuer“ ist, soweit ich das sehen konnte, kostenlos zu leihen.) Allerdings ist es mit der Verfügbarkeit mancher Bücher in den öffentlichen Büchereien natürlich so eine Sache. Grade bei mehrbändigen Reihen mehrere Wochen darauf warten zu müssen, bis ein Exemplar wieder frei wird, ist natürlich nervtötend. Man kann sich auf Vormerklisten setzen lassen, aber das verkürzt das Warten natürlich nicht. :-/

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