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Let’s talk about… Gender in der Urban Fantasy: Mein perfekter untoter Freund

26 Mrz

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute möchte ich mit euch eine neue Beitragsreihe unter dem Banner „Let’s talk about..“ beginnen, in der wir uns gemeinsam intensiv mit dem Thema Gender in der Urban Fantasy beschäftigen werden. Bereits vor Monaten habe ich begonnen, dazu zu recherchieren und musste dann schnell einsehen, dass das Thema viel zu umfangreich ist, um es in einem einzelnen Post zu besprechen. Also habe ich mir überlegt, dass wir uns am besten mit jedem Artikel, den ich zu dem Thema ausfindig machen konnte (und vielleicht noch machen werde), einzeln auseinandersetzen.
Heute beginnen wir sanft und relativ locker, indem wir der Frage nachgehen, was Vampire als Partner vor allem im Young Adult Bereich so begehrenswert macht. Was fasziniert uns an den Untoten und warum sind wir bereit, sie als Liebhaber junger Frauen im Teenageralter zu akzeptieren?
Dafür stelle ich euch ein Paper von Ananya Mukherjea von 2011 vor, das den Titel „My Vampire Boyfriend: Postfeminism, ‚Perfect‘ Masculinity, and the Comtemporary Appeal of Paranormal Romance“ trägt. Ich möchte diesen Artikel nicht bloß zusammenfassen, sondern werde auch ein paar eigene Gedanken einfließen lassen, bevor ich im Anschluss versuchen möchte, Mukherjeas Theorie auf die Young Adult Urban Fantasy Bücher zu übertragen, die ich bereits gelesen habe.
Seid ihr bereit für ein bisschen Wissenschaft? Dann los! 😀

Das zentrale Thema in Young Adult Urban Fantasy Romanen ist die Liebe zwischen einer jungen Mädchen-Frau (diese Bezeichnung wird nachher noch klarer) im Highschool-Alter und einem bluttrinkenden Jungen-Mann, der Schmerzen leidet bei dem Versuch, keine Menschen zu töten oder seine Liebste nicht in einen Vampir zu verwandeln. Meist wird die große Erste Liebe romantisiert und idealisiert dargestellt; die LeserInnen begeben sich in eine Welt des jugendlichen Überschwungs, jugendlicher Begeisterung und jugendlicher Attraktivität. Vermittelt wird die zugrundeliegende Idee, dass die Liebe zu einer besonders reinen, „guten“ jungen Frau auch einen im Wesentlichen extrem „bösen“ oder „schlechten“ Mann zu retten vermag. Um zu verstehen, was an diesen Beziehungen so anziehend ist, müssen wir uns zuerst einmal ansehen, wie die Persönlichkeiten, aus denen sich das literarische Paar zusammensetzt, charakterisiert sind.

Vampires-vampires-32618086-422-450Die herausragendste Eigenschaft von Vampiren wie Edward aus der Twilight-Reihe ist wohl ihre allumfassende Dualität. Man kann sie getrost als wandelnd Widersprüche bezeichnen, denn sie bündeln Qualitäten, die zum Teil sehr gegensätzlich sind. Sie sind jung und gleichzeitig alt, vereinen ein jugendliches Äußeres mit dem, was man wohl eine „alte Seele“ nennen kann: der Erfahrung und Weisheit des Alters. LeserInnen müssen beide Altersangaben anstandslos und vorbehaltlos akzeptieren können, denn andernfalls droht die beschriebene Beziehung, in die Perversion abzurutschen. Schließlich sprechen wir hier über Altersunterschiede von mehreren hundert Jahren.

Darüber hinaus ist das jugendliche Äußere des Untoten in der Regel außerordentlich attraktiv und begehrenswert. Nicht nur die Heldin der Geschichte sehnt sich nach dem Vampir, sondern auch ihre Freundinnen, die Mädchen an ihrer Schule und nicht selten bemerken es auch ältere (weibliche) Bezugspersonen. Er hingegen interessiert sich ausschließlich für die Heldin, obwohl er an jeder Hand 10 Frauen haben und ein eigenes Mode-Magazin verlegen könnte. Auf diese Weise wird die Heldin im Kopf der LeserInnen zu einer einzigartigen, prominenten und wichtigen Persönlichkeit, die einfach etwas Besonderes sein MUSS, weil er für sie schwärmt. Ihrer eigenen Ausstrahlung und Wirkung auf Männer ist sie sich (noch) nicht bewusst; sie vermittelt einen jungfräulichen, naiven und unschuldigen Eindruck.

Sein tatsächliches Alter lässt den Vampir wie einen dunklen Gentleman aus einer anderen Zeit erscheinen: reich und sozial dominant bietet er der in der Entwicklung begriffenen Heldin altmodische, aber stabile Gender Rollen und Erwartungen, die ihrer eigenen Situation oft krass entgegen gesetzt sind. Sie selbst weiß meist noch gar nicht, welche Rolle sie verkörpern möchte und was sie von sich selbst erwartet. In ihrer Beschreibung unterscheidet sie sich oft stark von ihren Altersgenossinnen. Sie ist weniger cool, weniger selbstbewusst, eher still und zurückhaltend, eben einfach „anders“ als die Anderen. Der daraus entstehenden Unsicherheit steht der Vampir gegenüber, der durch sein wahres Alter bereits gewissermaßen einen „abgeschlossenen“ Entwicklungsstand erreicht hat. So kann sich die Geschichte primär oder sogar vollständig auf ihre Entwicklung konzentrieren. Der Vampir befindet sich in einer Lage, in der er die Entwicklung und Selbstfindung seiner Heldin unterstützen kann, die mit den verwirrenden Möglichkeiten und Erwartungen der Welt kämpft, um ihre eigene Weiblichkeit zu definieren. Statt diesen Prozess zu unterdrücken oder sich davon bedroht zu fühlen, ist er in seiner Persönlichkeit so gefestigt, dass er sie darin bestärken und sogar beschützen kann, ohne ihre weitere Entwicklung ins Wanken zu bringen.

Als Old School Gentleman hat er das unbedingte Bedürfnis, seine Anbetete vor Gefahren jeglicher Art zu bewahren, sei es nun vor ihr selbst, äußeren Einflüssen oder vor ihm. Ihr Verlangen nach einem Gentleman wiederum ist exemplarisch für die schwierige Beziehung, die viele Frauen zu Weiblichkeit und zum Feminismus haben. Die Heldin verkörpert den Konflikt des Bedürfnisses, sich beschützt zu fühlen und ihre äußere Weiblichkeit anerkannt zu wissen mit dem Streben nach einem selbstbestimmten, aktiven Leben. Während viele menschliche Partner an diesen (scheinbaren) Gegensätzen scheitern würden, ist es ihr mit einem übernatürlichen Liebhaber möglich, beides zu bekommen. Sie Bella-Edward-kurz-vorm-kussmuss sich nicht entscheiden. Ihr Liebster personifiziert die maskulinen Ideale mehrerer Klassen und Epochen für mehrere Alters- und Bevölkerungsgruppen. Sie kann aus einer Vielzahl von Charaktereigenschaften und Fähigkeiten wählen, die ihrer Entwicklung entgegenkommen. Der Vampir ist wehrhaft und aggressiv, wenn es nötig ist (wenn auch eher widerwillig, er hat keine Neigung zur Gewalt, es sei denn, seine Partnerin ist in Gefahr oder wird bedroht); ist aber trotz dessen sensibel, einfühlsam, romantisch und aufopferungsvoll. Jede für die Heldin potentiell bedrohliche Eigenschaft wird dadurch neutralisiert, dass er in der Beziehung den erwachsenen Part übernimmt. Er ist derjenige, der auf verantwortungsbewusstem Verhalten und Zurückhaltung besteht. Man kann durchaus davon sprechen, dass er in vielen Situationen beides ist: Vaterfigur und Liebhaber. Die Heldin kann sich jeder Zeit darauf verlassen, dass er ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Sie kann auf seine Erfahrungen zurückgreifen und wenn es hart auf hart kommt, trifft er auch ungeliebte Entscheidungen zu ihrem Wohl. Niemals würde er die Situation sexuell ausnutzen, denn das Risiko, ihr damit zu schaden (ob nun physisch oder psychisch, weil sie noch nicht bereit für eine sexuelle Beziehung ist), ist viel zu hoch – dessen ist er sich nur allzu bewusst.

So wird schnell klar, was Vampire in der Rolle des Partners einer jungen, menschlichen Frau so bemerkenswert macht: sie sind alles auf einmal. Sie erfüllen jedes Bedürfnis und Verlangen ihrer Heldin, denn sie sind gleichzeitig sehr hart und sehr weich, faktisch fehlerlos. Obwohl auch menschliche Partner vampirische Züge aufweisen können, könnten sie niemals dieselbe Dualität verkörpern. Vampire in der Young Adult Urban Fantasy sind hypermaskulin, darin besteht ihr Reiz. In der Realität wäre uns diese Hypermaskulinität wohl definitiv zu viel, denn wer möchte schon einen Partner an seiner Seite wissen, der absolut perfekt ist, immer das Richtige sagt und tut? Doch in der YA UF funktioniert das Konzept, weil der Vampir auf diese Weise zu einer Figur wird, die viele verschiedene weibliche Wünsche und Sehnsüchte harmonisch in sich vereint. Er ist eine Projektion. Stephenie Meyer fasste Edwards Attraktivität für Bella sehr treffend zusammen: „We can’t all be slayers“.

Soweit die Theorie. Ganz offensichtlich funktioniert Mukherjeas Ansatz wunderbar mit der Liebesgeschichte zwischen Edward und Bella aus der Twilight-Serie. Doch ist er auch auf andere Romane übertragbar?
Ich bin mir sicher, dass das Fall ist, selbst mit Figuren, die komplexer sind als Bella und Edward. Obwohl ich feststellen musste, dass ich wenige Young Adult Romane gelesen habe, die Vampire behandeln (ja, wirklich, offenbar mag ich YA Dystopien lieber als YA UF), gibt es doch ein sehr aktuelles Beispiel, in denen ich ähnliche Tendenzen feststellen konnte, obwohl die ProtagonistInnen völlig anders sind als Bella und Edward: Gavriel und Tana in „The Coldest Girl in Coldtown“. Meiner Meinung nach sind Tana und Gavriel wesentlich facettenreicher als ihre KollegInnen des Genres, aber ihre Beziehung ist aus genau den gleichen Gründen knisternd und spannend. Es ist das Spiel mit dem Feuer und der Gefahr, ohne jemals wirklich in Gefahr zu sein. Ich kann hier leider nicht allzu sehr ins Detail gehen, ohne zu spoilern, doch Fakt ist, meiner Meinung nach sind sich Edward und Gavriel in ihrer grundlegenden Konstruktion gar nicht so unähnlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Die Details verschleiern ihre wesentlichen Gemeinsamkeiten. Man sieht den absolut durchgeknallten Gavriel und kann sich nicht vorstellen, dass er sich jemals genauso verhält wie der sanftmütige, poetische Edward. Aber ich bin überzeugt, dass es so ist. 😉

Was haltet ihr von Mukherjeas Theorie?

Stimmt ihr ihr zu, dass der Reiz des vampirischen Liebhabers in seiner Hypermaskulinität liegt? Weil er perfekt ist und der Heldin alles geben kann, was sie sich wünscht und herbei sehnt? Weil er sie unterstützt und ihre Entwicklung fördert, völlig uneigennützig?
Im abschließenden Teil des Papers vermerkt Mukherjea, dass die Beliebtheit des Genres daher rührt, dass die Liebesgeschichte eine Beziehung darstellt, in der eine junge Frau Sicherheit und Schutz erfährt, ohne auf weibliches Vergnügen oder das Ausleben ihrer Weiblichkeit verzichten zu müssen. Im Gegenteil: der Vampir ermöglicht ihr, ihre Möglichkeiten zu maximieren. Daraus schließt Mukherjea, dass diese Art von Beziehung etwas ist, was sich viele Frauen der Realität wünschen.
Ich für meinen Teil muss dem zustimmen. Rational weiß ich genau, dass ich mit einem Edward niemals glücklich werden könnte, doch emotional… na ja, ich habe damals gesagt „Edward ist einfach ein Kerl zum Heiraten“. Er ist eine hübsche kleine Illusion. Ging es euch genauso? Habt ihr ebenfalls für Edward geschwärmt, obwohl ihr rein intellektuell genau wusstet, dass er zu perfekt ist?

Lasst eure Gedanken einfach freien Lauf, wie immer gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Ich freue mich sehr auf unseren Austausch! 🙂
Alles Liebe,
Elli

P.S.: Läuft alles nach Plan, geht es übrigens nächste Woche bereits weiter, mit einem etwas heftigeren Thema: Vergewaltigungsmythen in der Urban Fantasy.

P.P.S.: Wenn ihr das Paper von Ananya Mukherjea lesen möchtet, sagt Bescheid! Ich verschicke es gern per E-Mail im PDF-Format!

(Bildquelle 1)
(Bildquelle 2)

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13 Antworten zu “Let’s talk about… Gender in der Urban Fantasy: Mein perfekter untoter Freund

  1. Anna

    März 26, 2015 at 10:22 am

    Guten Morgen (:
    Wow, was für ein toller Beitrag! Ich bin begeistert 😀
    Ein unglaublich interessantes Thema und ich muss sagen, dass ich Mukherjeas aufjedenfall zustimmen kann. Es ist schon so, dass ein Vampir wie zum Beispiel Edward einen großen Reiz darstellt und man sich als Frau oft einen solchen Partner herbeiwünscht. Allerdings, wie du auch gesagt hast, ist jeder Frau bewusst, dass einst perfekter Mann auch nicht das richtige wäre. Also ich wäre damit wahrscheinlich irgendwann total gelangweilt.
    Ich muss zugeben, dass ich auch nicht so viele Vampir Bücher gelesen habe und wenn, dann weiß ich nicht so genau ob man diese Geschichten hier überhaupt einordnen kann. Zählt Vampire Academy auch dazu? 😀 😀
    Weil wenn ja, dann unterscheidet sich diese Art von Vampir sehr von diesem oben beschriebenen 😀
    Hier geht es gar nicht um eine Beziehung zwischen Mensch und Vampir und hier ist ein Vampir nicht automatisch blutrünstig. Daher passt diese Buchreihe nicht zu der Theorie. Aber wohl eher deshalb, weil schon die Arten der Vampire weit auseinander gehen und die Vorstellung von diesen Wesen eine ganz Andere ist.

    Ich freue mich schon auf nächste Woche! (:
    Liebe Grüße, Anna (:

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    • wortmagieblog

      März 26, 2015 at 10:32 am

      Huhu Anna 🙂

      Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob man „Vampire Academy“ dazu zählen kann, weil ich die Reihe nie gelesen habe. Ich kenne den Aufbau der Geschichte und Charaktere deswegen ja gar nicht. Wobei auch Edward natürlich nicht blutrünstig ist. Das ist es ja gerade, was ihn so perfekt macht. Wäre er tatsächlich blutgierig, stellte er eine Bedrohung dar und schon bekäme seine Beziehung zu Bella einen ganz anderen Charakter. Sie wäre durch ihn permanent in Gefahr und ich glaube, so hätte Stephenie Meyer ihre LeserInnen nicht wirklich von der Schicksalhaftigkeit ihrer Verbindung überzeugen können.

      Viele liebe Grüße und Danke für deinen Beitrag,
      Elli ❤

      Gefällt 1 Person

       
      • Anna

        März 26, 2015 at 10:42 am

        Ich hab mich da auch ein bisschen blöd ausgedrückt xD
        Ich wollte eher darauf hinaus, dass Edward sich ständig unter Kontrolle halten muss, um Bella nicht zu schaden. Bei Vampire Academy ist es so, dass die Vampire keine solche Anstrengung auf sich nehmen müssen, wenn sie bei Menschen sind, da sie durch Spender ernährt werden (ähnlich dem Blutspenden xD).
        Übrigens liebe ich die Reihe total, weil die Protagonistin Rose einfach so Badass ist 😀 😀

        Liebe Grüße (:

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      • wortmagieblog

        März 26, 2015 at 10:45 am

        Ahhh, okay, ja, das macht Sinn.
        Ich könnte mir aber vorstellen, dass das sowieso anders funktioniert, wenn mehrere Vampire im Fokus stehen. Klar, in Twilight gibt es die Cullens, aber eigentlich geht es ja doch nur um Edward. Über die anderen Vampire erfahren die LeserInnen ja lange nicht so viel wie über ihn. Nun kenne ich zwar den Aufbau von „Vampire Academy“ nicht, aber ich nehme jetzt einfach mal an, dass es dort um mehrere Vampire geht. 😀

        LG ❤

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  2. amaunet0101

    März 26, 2015 at 4:27 pm

    Puh! da hast du dir ja eine Menge Arbeit gemacht! Aber das Thema Gender in der zeitgenössischen Literatur ist auch äußerst wichtig, denn es sagt viel über das Frauenbild, das im 21. Jh. noch immer in den Köpfen herumgeistert.

    Ich finde es bezeichnend, dass gerade im Young Adult Bereich der Vampir als Liebhaber und Partner für die ja meistens noch sehr junge Heldin ausgewählt wird.
    Fast jedes junge Mädchen erträumt sich doch seinen perfekten Helden! Das war schon zu Zeiten meiner Großmutter so und das wird sich auch in der nächsten Generation bestimmt nicht ändern.
    Wer kennt nicht das Klischee vom Traumprinzen auf einem weißen Pferd!
    Und da der heute kein Mädchen mehr vom Hocker reißt, muss etwas anderes her: Wer wäre dafür besser geeignet als ein Vampir mit all seinen Erfahrungen und Möglichkeiten (die du so treffend zusammengefasst hast).
    Es ist wunderbar, in solchen Fantasien zu schwelgen – die Ernüchterung, die die Lebenserfahrung im Laufe der Jahre mit sich bringt, kommt früh genug!

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  3. theRealDarkFairy

    März 26, 2015 at 8:41 pm

    Interessanter Beitrag.
    Allerdings befürchte ich, dass ich nicht sehr viel zu einer Diskussion zu diesem Thema beitragen kann.
    Ich lese eigentlich kaum YA und/oder UF. Und „Biss“ habe ich auch nicht gelesen. Ich weigere mich einfach dieses Buch zu lesen. Ich glaube nicht, dass es unbedingt meinen Geschmack treffen würde.

    Generell kann ich mit perfekten Figuren nicht viel anfangen. In der Regel mag ich die am liebsten, denen es am schlechtesten geht und die eigentlich sehr unperfekt sind *hust* Neunfnger *hust* – nur um ein Beispiel zu nennen 😉

    Trotzdem werde ich deine Reihe mal gespannt weiter verfolgen. Vielleicht kann ich ja doch mehr zu den anderen Beiträgen sagen 😀

    LG

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      März 26, 2015 at 9:01 pm

      Vielleicht weite ich die Reihe noch auf herkömmliche Fantasy aus, mal sehen. Hängt ja auch davon ab, welche Artikel mir noch begegnen werden. 😉
      Ich glaube übrigens auch nicht, dass Twilight was für dich wäre. 😀

      LG ❤

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  4. Caroline

    März 27, 2015 at 9:56 pm

    Huuuui, da hast du dir für den Anfang der Reihe ja gleich ein ganz schönes Knallerthema ausgesucht. Ich habe – ehrlich gesagt – kurz überlegt, ob ich überhaupt einen Kommentar hinterlasse zu diesem Thema, aber da man sich als Blogger über Kommentare immer freut, tu ich es doch. Es ist nämlich so, dass ich zu diesem Thema hier wahrscheinlich nicht viel beitragen kann. Ich HASSE Vampirgeschichten. Ja, das tu ich wirklich. Ok, ich gebe es zu, ich habe Twilight gelesen, also eigentlich sogar die Teile 1 bis 3,5. 3,5, weil ich den vierten wegen akuten Würgreizes leider in der Mitte abbrechen musste. Mir ging Bella einfach dermaßen auf den Keks und als dann auch noch dieses blöde Kind da war, das sofort dem Werwolf (ich hab seinen Namen vergessen, yippieee!) den Kopf verdreht hat – ähh, nein, danke. Das war dann der Punkt, als ich das Buch zugeklappt habe und feststellen musste, dass ich für Vampirgeschichten eigentlich nichts übrig habe. Zumindest nicht solche Vampirgeschichten, in denen, wie du es schon beschreibst, ein naives Mädchen einem heißen blassen Vampirboy verfällt. Sehr gern (und bestimmt schon 4x gelesen) mag ich dagegen z.B. das Buch „Der Historiker“, in dem es auch um Vampire geht, und zwar um DEN Vampir schlechthin, Vlad Tepes. Das ist echt spannend und ich finds immer wieder toll, wenn ich es lese.
    Aber ich schweife ja völlig vom eigentlichen Thema ab. Also: Ich kann ehrlich gesagt diesen Hype um tolle Vampire nicht nachvollziehen. Ich wüsste nicht, was ich an so einem Würstchen wie Edward toll finden soll, und damit meine ich sowohl den Buch-Edward als auch den Robert Pattinson-Edward. Vielleicht bin ich zu rational. Vielleicht bin ich zu vernünftig und denke echt zu viel nach, dass mir einfach sofort einleuchtet, dass man mit so einem hypothetischen Wesen keine Beziehung führen könnte. Wie soll das gehen?! Und ich würde so jemanden auch nicht haben wollen, ganz ehrlich. Einer, der alles besser weiß als ich, nur weil er schon viel mehr erlebt und gesehen hat – ich meine, wie öde ist das denn? In der Sonne spazieren gehen kann man mit ihm auch nicht, und mal ganz ehrlich: WIE um alles in der WELT soll das rein sinnlogisch funktioniert haben, dass Bella und Edward EIN KIND ZEUGEN?? Hat das niemand mal hinterfragt? Nee nee. Mit so einem wäre eine dauerhafte Beziehung ja schon alleine deswegen nicht möglich, wenn man mal Familie haben will.
    So. Jetzt hab ich das alles aber mal auf einen vernünftigen Nenner runtergerissen, oder?! 😉
    Mein Fazit: Nein zu Vampiren!

    Gefällt 2 Personen

     
  5. Nenatie

    März 30, 2015 at 6:19 pm

    Hallo 😀
    endlich konnte ich den Beitrag ganz in Ruhe durchlesen! Ein wirklich tolles Thema und gleich zu Beginn ein richtiger Knaller.
    Ich gehöre aber zu den Leuten die mit Twillight so gar nichts anfangen konnten. Bella hat mich so genervt und dieses rumgeweine von Edward auch (vielleicht wird es noch besser, ich hab nicht weiter als Band 1 gelesen muss ich zugeben). Für mich sind Vampire einfach die bösen blutrünstigen Wesen die mit dem Menschsein abgeschlossen haben!

    Aber die Theorie finde ich sehr interessant und ich kann da wirklich zustimmen. Grade im YA UF Bereich gibt es oft diesen strahlenden Held der das arme Mädchen rettet und einfach perfekt ist. Ich mag sowas nicht wirklich und finde es auch teilweise gefährlich, dass es so viele Bücher in der Art gibt. Grade jungen Leserinnen kann damit ganz schnell ein falsches Bild vermittelt werden und wenn sie sich dann auf die Suche nach einem perfekten Partner in der Realität machen kann das ganz böse enden! Und auch junge Leser können ein ganz falsches Bild bekommen und das Gefühl bekommen perfekt sein zu müssen.

    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

     
  6. mikkaliest

    April 6, 2015 at 6:53 pm

    Huhu,

    ein sehr interessanter Artikel, und ich finde die dargelegten Theorien sehr plausibel!

    Ehrlich gesagt habe ich Twilight überhaupt nicht gemocht, aber ich kann mir vorstellen, dass das unter anderem daran lag, dass ich schon in einem Alter war, wo man sich selber bereits ganz gut kennt und daher keinen Partner braucht, der Vater- und Partnerrolle gleichzeitig erfüllt!

    LG,
    Mikka

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    • wortmagieblog

      April 6, 2015 at 6:54 pm

      Hey Mikka,

      ja, das kann ich verstehen. Ich glaube, irgendwann wächst man über die dargestellte Beziehung tatsächlich hinaus. 😉

      Viele liebe Grüße,
      Elli

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