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05. 01. 2014 – Montagsfrage: Störende Erzähltechniken?

05 Jan

montagsfrage neu

Guten Morgen ihr Lieben 🙂
Seid ihr auch ein wenig erleichtert, dass ab heute wieder Routine in eurem Alltag herrscht? Die Feiertage waren ja wirklich toll, aber sie haben mich auch völlig durcheinander gebracht. Am Freitag war ich zeitweise fest überzeugt, es ist Dienstag. Ab heute läuft wieder alles normal und was darf da nicht fehlen? Richtig, die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. 😉

Gibt es Erzähltechniken, die dich beim Lesen stören?

Im ersten Moment wusste ich nicht so richtig, was Svenja mit „Erzähltechnik“ meint. In ihrer Antwort hat sie aber zum Glück erklärt, dass Traumsequenzen für sie ziemlich nervig sind. Im Gegensatz zu ihr kann ich nicht pauschal eine Erzähltechnik benennen, die mich immer stört. Es hängt davon ab, wie gut das betreffende Buch ansonsten ist und wie gut eine bestimmte Technik zur Geschichte passt. Ein Beispiel: normalerweise lese ich gern Bücher, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind. Aber in „Die flüsternde Straße“ von Livi Michael fand ich diese Strategie ziemlich ungünstig, aus Gründen, die ich in der Rezension näher erläutern werde. „The Grapes of Wrath“ von John Steinbeck kann ich mir ohne die philosophischen Zwischenkapitel nicht vorstellen, aber andere AutorInnen hätten diesen Ansatz sicher nicht so überzeugend und tiefgründig umsetzen können. Es kommt auf das Gesamtbild an. Ich muss spüren, dass ein Autor oder eine Autorin sich etwas dabei gedacht hat, eine Erzähltechnik zu verwenden. Dann bin ich eigentlich bereit, alles zu akzeptieren, was mir vorgesetzt wird.
Trotz dessen gibt es natürlich Sequenzen, auf die ich mich mehr freue als auf andere. In „Gier“ von Arne Dahl gibt es ganze Kapitel, die nur aus jeweils einer E-Mail bestehen. Ich mochte diese Kapitel besonders, nicht nur, weil ich die Verfasserin sympathisch fand, sondern auch, weil ich bis zum Schluss herumgerätselt habe, wie sie sich in die Geschichte einfügen. Das hat Spaß gemacht. 🙂

Gibt es Erzähltechniken, die euch nerven? Oder empfindet ihr das ähnlich wie ich?

Ich freue mich wie üblich auf eure Meinungen, Gedanken und Kommentare! 🙂

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7 Antworten zu “05. 01. 2014 – Montagsfrage: Störende Erzähltechniken?

  1. Mikka Liest

    Januar 5, 2015 at 11:01 am

    Ich stimme dir zu, dass ein guter Autor eigentlich jede Erzähltechnik sinnvoll und gewinnbringend einsetzen kann – und jeder schlechte Autor jede Technik verhunzen.

    Gefällt 1 Person

     
  2. Puppette Adora

    Januar 5, 2015 at 12:29 pm

    Huhu!

    Bei mir verhält es sich genau so. Ich bin offen für alle Erzähltechniken. Aber es gibt manchmal Unglücksfälle wo diese eben nicht zur jeweiligen Geschichte bzw. Handlung passt. Oder der Autor eine Technik einfach nicht richtig beherrscht und die Qualität des Buches dann rapide sinkt.

    LG Puppette

    Gefällt 1 Person

     
  3. ladysmartypants

    Januar 6, 2015 at 7:59 am

    Ich kann dir nur zustimmen, es hängt wirklich sehr vom Buch und vom Schreibstil des Autors ab, obwohl es schon ein paar Dinge gibt, die mich generell stören 😉
    Bücher mit einem Ich-Erzähler finde ich generell schwierig und vor allem bei Forrest Gump ist mir das ungut aufgefallen. Was aber auch an seinem, sagen wir mal interessanten, Englisch liegen kann 😀

    Liebe Grüße
    Smarty

    Gefällt 1 Person

     
  4. Denise Yoko Berndt

    Januar 6, 2015 at 1:00 pm

    Gier von Arne Dahl muss ich unbedingt noch lesen! E-Mails in Büchern ist ja auch so etwas, was echt gut gemacht werden muss, damit es funktioniert! Sehr gelungen (und lustig) ist zum Beispiel e von Matt Beaumont – ein kompletter Roman, der nur aus E-Mails besteht!

    Gefällt 1 Person

     
    • wortmagieblog

      Januar 6, 2015 at 1:31 pm

      In „Gier“ ist es auf jeden Fall richtig gut gemacht und perfekt in die Geschichte integriert. 🙂
      Ich weiß nicht, ob mir ein ganzer Roman, der nur aus E-Mails besteht, nicht vielleicht zu viel wäre. Schon Briefromane sind nicht mein Fall und E-Mails sind ja im Grunde das Gleiche…

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