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02. 10. 2014 – Schwindendes Licht: Wie mir der Herbst das Lesen erschwert

02 Okt

Wisst ihr, ich mag den Herbst. Sogar mehr als den Sommer. Ich ertrage Hitze nicht gut und außerdem bin ich ein Fan von flauschigen Pullis, die ich bei Temperaturen, die mich quasi dahin schmelzen lassen, nicht anziehen kann. Ich beobachte gern, wie sich die Natur verändert; die Blätter verfärben sich und fallen, die Sonne steht viel tiefer und erzeugt diesen herrlichen Lichteinfall.
Aber es gibt eine Sache, die mich am Herbst wirklich nervt: es wird früher dunkel. Ja ja, erscheint total trivial, aber auf mein Leben haben die kürzeren Tage tatsächlich Einfluss. Zu Hause, in meiner Wohnung, ist es mir selbstverständlich total egal, dann schalte ich eben einfach das Licht ein. Aber unterwegs, draußen in der weiten Welt, schränkt mich das ein. Ich lese prinzipiell, wenn ich mit Bus und Bahn durch Berlin lesen im dunkelngondele und ich lese auch sehr gern, wenn ich mit meiner Hündin im Park bin. Sie kann spielen und ich genieße neue, andere Welten (ein Auge habe ich natürlich trotzdem immer auf sie, ist ja klar). Das kann ich nun (fast) nicht mehr.
Ein Beispiel: ich arbeite abends beziehungsweise nachts. Meine Schichten beginnen in der Regel irgendwann zwischen 18.00 und 20.00 Uhr. Wenn ich zur Arbeit fahre, muss ich erst die U-Bahn und dann den Bus nehmen; ich bin etwa 30 Minuten unterwegs. Am Montag dieser Woche hatte ich eine 20.00 Uhr-Schicht. Die Bushaltestelle, an der ich einsteigen muss, ist natürlich ausgerechnet eine der ganz wenigen, die nicht beleuchtet sind. Vielleicht sind die Lampen kaputt oder sie wird generell nicht beleuchtet, um Strom zu sparen – ich weiß es nicht. Fakt ist, dass ich dann da stand, mit meinem Buch in der Hand und nicht wusste, was ich jetzt machen soll. Nicht weiterzulesen kam nicht in Frage. Also habe ich mich so dicht an die Straße gestellt, wie die Sicherheit es gerade noch erlaubte und habe versucht, im Licht der vorbeifahrenden Autos etwas zu erkennen. Es stellte sich heraus, dass das gerade so geht. Aber mal ehrlich, ich musste mich bisher selten so sehr anstrengen, um ein paar Worte zu entziffern. Und nicht nur das, ich kam mir auch unvergleichlich bescheuert vor, wie ich da so stand und das Buch immer wieder in verschiedenen Winkeln neigte, um ja auch noch das letzte Fitzelchen Licht zu erwischen. Zu allem Überfluss bekam ich von der Anstrengung meiner Augen auch noch Kopfschmerzen, die sich dann den ganzen Abend und die Nacht bis zum Feierabend hartnäckig weigerten, wieder zu verschwinden.

Am Herbst kann ich nichts ändern. Ich kann nichts dagegen tun, dass ich immer weniger Tageslicht zum Lesen zur Verfügung habe. Aaaaaaber, ich kann mir Rat holen. Bei euch.

Hat jemand von euch vielleicht eine Idee, wie ich mein Problem lösen könnte?

Seid ihr vielleicht sogar selbst mit dieser Schwierigkeit konfrontiert? Erzählt mir von euren Erfahrungen zum Thema „Lesen im Herbst“, ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare! 🙂

(Fotoquelle)

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15 Kommentare

Verfasst von - Oktober 2, 2014 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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15 Antworten zu “02. 10. 2014 – Schwindendes Licht: Wie mir der Herbst das Lesen erschwert

  1. laberladen

    Oktober 2, 2014 at 11:01 am

    Ich bin ein absoluter Fan von Papierbüchern!! Aber in diesem Fall wäre ein eBook doch eine gute Lösung. Auf meinem Paperwhite habe ich keine Probleme, bei Dunkelheit zu lesen, denn er bringt sein eigenes Licht mit. Und gerade diese Tatsache hat mir die moderne Lese-Technik dann doch ein bisschen sympathischer gemacht.
    LG Gabi

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    • wortmagieblog

      Oktober 2, 2014 at 11:06 am

      Hmmm… Ich bin ja bezüglich eines eReaders immer noch komplett unentschlossen, aber dein Einwand ist schon ein Argument dafür. Nur werde ich mir den nicht selbst kaufen können, sondern werde wohl bis Weihnachten warten müssen. Das heißt wiederum, ich brauche zumindest eine Übergangslösung. Hättest du noch einen weiteren Tipp für mich? 🙂

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  2. pgeofrey

    Oktober 2, 2014 at 11:21 am

    Die Antwort ist vielleicht nicht beliebt, aber sie könnte:

    ebook-Reader

    heißen… 😉

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  3. laberladen

    Oktober 2, 2014 at 2:21 pm

    Solche Lämpchen sind mir auch in den Sinn gekommen, aber ist das praktisch? Ich kenne niemanden, der sowas benutzt. Mal abgesehen davon, dass ich mir vielleicht ein bisschen blöd vorkäme mit so einem „Kran“ am Buch, würde mich das bestimmt auch stören, weil es das Buch schwer macht, man mit der Hand hängen bleibt, man eine „Beule“ ins Buch bekommt, weil man die Klammer ja nicht auf der aktuellen Seite festmachen kann (sonst kann man nicht mehr umblättern) usw. Vielleicht hat jemand tatsächlich sowas und kann eigene Erfahrungen damit beisteuern?
    Ich würde dann wohl doch eher einen kleine Taschenlampe benutzen, auch wenn man dafür eine Hand zum halten braucht. Wenn man sitzt, geht das bestimmt.
    Oder (wenn es einem egal ist, wie man auf andere wirkt) vielleicht noch eine Stirnlampe.
    Nochnliebergruß
    Gabi

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    • wortmagieblog

      Oktober 2, 2014 at 2:29 pm

      Das hab ich mir auch gedacht, ich müsste halt mal herausfinden, ob dieses Lämpchen den Lesespaß einschränkt. Es wäre echt toll, wenn da jemand mehr zu sagen könnte. 🙂
      Ob ich doof aussehe oder nicht, ist mir ja reichlich wurst, sollen die Menschen doch denken, was sie wollen. Aber bei einer Stirnlampe bleibt halt die Frage, ob das auch in Kombi mit ner Mütze funktioniert? Denn es kommen ja genau jetzt die Monate, in denen ich eine brauche. 😀

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  4. packingbooksfromboxes

    Oktober 2, 2014 at 9:47 pm

    Wir hatten im Laden mal das Leselämpchen „Lumi“ vom Moses Verlag. Die ist recht gut angekommen, gibt es in verschiedenen Farben und noch einfacher ans Buch zu klippen, als das o.a. Stück. Habe auch schon diverse Male überlegt mir sowas anzuschaffen, aber ich kneife auch immer die Augen zusammen und verdrehe Buch und Arme in merkwürdigen Winkeln 😀

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    • wortmagieblog

      Oktober 3, 2014 at 9:55 am

      Die sieht wirklich sehr praktisch aus, ich glaube, die wird es! 😀 Ich danke dir für den Hinweis! 😀
      Gut zu wissen, dass ich nicht allein damit bin! 😀

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      • packingbooksfromboxes

        Oktober 3, 2014 at 2:16 pm

        Freut mich sehr, dass ich dir damit helfen konnte 😀 und außerdem wäre ich dann sehr an einem Erfahrungsbericht interessiert.

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  5. sanne1978

    Oktober 3, 2014 at 9:37 am

    Hi Elli,
    ich kann das Problem voll und ganz verstehen. Obwohl ich bisher noch nicht zu so drastischen Maßnahmen greifen musste, wie mich ganz dicht an die Fahrbahn zu stellen, um im Autolicht zu lesen. Ich suche mir dann wenn möglich ein Wohnhaus, mit beleuchteten Fenstern oder sowas.
    Eigentlich wurden alle meine Ideen schon benannt: Taschenlampe und Stirnlampe sind mir eingefallen. Das kommt dann wohl drauf an wie schmerzfrei Du bist, in der Öffentlichkeit eine Stirnlampe zu tragen. 😉
    Ich bin ehrlich, ich nutze weder das eine noch das andere. Wenn das Licht in der Öffentlichkeit nicht ausreicht, dann verzichte ich mittlerweile aufs Lesen. Einfach aus Angst, dass mein Sehvermögen noch schlechter wird, als es eh schon ist.
    Ich wünsch Dir, dass Du eine praktikable Lösung für Dich findest – ohne auf einen eReader umsatteln zu müssen. 😉
    Liebe Grüße
    sanne

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    • wortmagieblog

      Oktober 3, 2014 at 10:00 am

      Huhu Sanne,

      danke für deine Vorschläge und deine Anteilnahme. 🙂 Es wird nun wohl die Leselampe werden, die packingbooksfromboxes vorgeschlagen hat, die sieht praktisch aus. 😉

      Viele liebe Grüße ❤

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  6. amaunet0101

    Oktober 3, 2014 at 12:53 pm

    Ich denke, die Leselampe ist keine schlechte Idee. So wie sie aussieht, kannst du sie vielerorts befestigen, vielleicht geht das sogar direkt am Buch…
    Wenn du nicht aufs Lesen verzichten willst – und das willst du garantiert nicht, wie ich dich einschätze – ist das auf jeden Fall die bessere Lösung als die Augen zu sehr zu belasten.
    Ne dadurch fällig werdende neue Brille wäre dann zudem die teurere Variante.
    Und da dir sch…egal ist, was „die Leute“ über dich denken, solltest du das ernsthaft in Erwägung ziehen.

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