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02. 06. 2014 – Montagsfrage: Am Stück oder häppchenweise?

02 Jun

 

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Die Montagsfrage dieser Woche von Nina alias Libromanie dreht sich um die täglichen Lesegewohnheiten. Sie möchte gern wissen, ob wir öfter längere Lese-Sessions einlegen oder doch eher über den Tag verteilt kürzere Zeitspannen zum Lesen nutzen. Die Frage lautet daher:

Am Stück oder häppchenweise?

Tja, mal so und mal so. Mein Leseverhalten ist Tag für Tag unterschiedlich; es hängt von so vielen Faktoren ab, die ich nicht immer beeinflussen kann.
An erster Stelle steht natürlich der Zeitfaktor. Wenn ich unterwegs bin, schaffe ich es meistens nicht, mir an diesem Tag stundenlang Zeit zum Lesen zu nehmen. Aber ich habe meine aktuelle Lektüre immer dabei und lese, wenn es die Umgebung erlaubt. In der Bahn lese ich beispielsweise immer.
Zusätzlich hängt es auch von meiner Tagesform ab. An manchen Tagen habe ich Konzentrationsschwierigkeiten, weil meine Gedanken in meinem Kopf wie Pingpong-Bälle hin und her fliegen. Ich bin dann furchtbar leicht ablenkbar und stelle oft fest, dass ich den gleichen Satz immer und immer wieder lese, ohne tatsächlich zu verinnerlichen, WAS ich eigentlich grade gelesen habe. An so einem Tag hat es keinen Sinn, mit aller Macht das Lesen erzwingen zu wollen, also lege ich das Buch zur Seite und mache irgendwas, das nicht ganz so viel Konzentration erfordert.
Meine Leseausdauer leidet unglücklicherweise auch immer massiv, wenn ich in einer meiner Zocker-Phasen bin. In diesen Phasen zocke ich exzessiv, jeden Tag, mehrere Stunden lang (manchmal auch den ganzen Tag). Selbst wenn ich mich zum Lesen hinsetze, schleicht sich irgendwann der Gedanke ein, dass ich eigentlich auch gern spielen würde. Ich schaffe dann meist nur etwa 50 Seiten, bis es mich so sehr in den Fingern juckt, dass ich es nicht mehr aushalte. Was würde ich dafür geben, wenn es eine Möglichkeit gäbe, beides gleichzeitig zu tun. 😀
Doch der wohl wichtigste Faktor ist das Buch an sich. Fesselt mich ein Buch stark, kann ich es kaum aus der Hand legen, um mal eben zur Toilette zu gehen, fällt es mir selbstverständlich auch leicht, mich stundenlang damit zu beschäftigen. Ist die Lektüre weniger spannend… nun ja, dann mache ich eher mal längere Pausen. Bei so einem Buch lese ich oft in den Werbepausen des Fernsehprogramms. Zum Vergleich: das Fernsehprogramm interessiert mich nicht die Bohne, wenn mich mein Buch nicht loslässt.

Zusammengefasst kann ich also sagen, stimmen die Umstände, lese ich durchaus auch mal stundenlang. Dafür muss aber wirklich alles perfekt sein: die Zeit muss vorhanden sein, der Tag muss passen, das Buch muss mich begeistern. Dann kann es schon mal passieren, dass ich irgendwann mitten in der Nacht auf die Uhr sehe und völlig erschrocken feststelle, dass ich längst hätte schlafen müssen. 😉
Ansonsten lese ich den Tag über verteilt, wann immer es sich anbietet.

Wie ist das bei euch? Wann habt ihr das letzte Mal ein Buch hintereinander weg ausgelesen?

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6 Antworten zu “02. 06. 2014 – Montagsfrage: Am Stück oder häppchenweise?

  1. WortGestalt

    Juni 2, 2014 at 1:58 pm

    Ja, da muss ich dir zustimmen, unser Leseverhalten ist sich recht ähnlich. Hängt eben auch immer davon ab, was der Tag sonst noch so mit einem vor hat! ^^

    Liebe Grüße, WortGestalt

    PS: Kenne deinen Blog noch gar nicht und werde mich gleich erstmal ein wenig bei Dir umsehen!! 🙂

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    • wortmagieblog

      Juni 2, 2014 at 2:53 pm

      Meinen Blog gibt es ja auch noch nicht so lange. 😉 Viel Spaß beim Umsehen, fühl dich wie zu Hause und betrachte den Blog als Spielwiese. 😀

      LG

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  2. orlofthesky

    Juni 2, 2014 at 3:54 pm

    Das mit den „Phasen“ kenne ich zu gut – bin zwar absolut kein Zocker, aber „obsessively passionate“ (sorry, mir fällt grad nicht ein wie man das auf Deutsch sagt!). Wenn ich gerade intensiv schreibe oder Serien süchtle, dann habe ich absolut keinen Kopf zum Lesen. Das finde ich aber nicht weiter schlimm; schlimm finde ich nur Langeweile oder keine Zeit zum Lesen zu haben und so vernünftig zu sein das auch einzuhalten. 😉

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    • wortmagieblog

      Juni 2, 2014 at 3:57 pm

      Aaaaaach, Vernunft ist überbewertet. 😀
      Nein, schlimm finde ich es auch nicht, aber ich würde dann einfach gern alles parallel machen.
      „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
      die eine will sich von der andern trennen“, um mal Goethe zu zitieren. 😉

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  3. Daniela Slafzinski

    Juni 3, 2014 at 10:25 am

    Bei mir ist das mit den Phasen nicht so ausgeprägt. Ich lese eigentlich täglich mehrere Stunden – natürlich ist das auch abhängig davon, wie sehr mich die Lektüre zu fesseln vermag…Außerdem wird der Fernseher bei mir grundsätzlich erst abends angeschaltet – und das auch bei weitem nicht jeden Abend. Mir ist es einfach lieber, in die Phantasiewelten meiner Bücher einzutauchen als vorgefertigte Bilder vorgesetzt zu kriegen. Daher kommt es öfter vor, dass ich ein Buch in einem Ratsch durchlese – ist mir gerade erst passiert mit den beiden Bänden von Brooks – Die Legende von Shannara.

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  4. Michael Petrikowski

    Juni 5, 2014 at 7:36 am

    Lesenächte habe ich schon viele Jahre nicht mehr erlebt. Ich lese stundenweise und manchmal mehrmals am Tag, was allerdings gelegentlich schwer fällt, denn das eine oder andere Buch würde ich gerne in einem Rutsch lesen.

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