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Archiv für den Monat Juni 2014

30. 06. 2014 – Montagsfrage: Vorbestellen?

 

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Der letzte Tag im Juni ist ein Montag, also gibt es auch eine Montagsfrage von Nina alias Libromanie:

Habt ihr aktuell Bücher vorbestellt?

Nein. Es gäbe da ein paar Bücher auf meiner Wunschliste, die ich vorbestellen könnte, aber wozu? Sie rennen mir ja nicht weg, es gibt diese Bücher auch noch Tage, Wochen, Monate und Jahre später. Mein Regal ist gut gefüllt, ich bin nicht auf Neuerscheinungen angewiesen. Daher nutze ich die Möglichkeit des Vorbestellens generell eher selten. Es gibt fast kein Buch, auf das ich nicht warten könnte. Ein Beispiel sind neue „Anita Blake“ – Bände, weil diese vom Verlag mit so großen Abständen veröffentlicht werden und es eben meine Lieblings-Reihe ist. Aber sonst… selbst nach gründlichem Überlegen… Nein, mir fällt nichts ein. 🙂

Wie sieht es bei euch aus? Bestellt ihr oft vor?

 
 

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29. 06. 2014 – Soziale Buchnetzwerke und der ewige Kampf gegen meine Faulheit

Ich liebe Buch-Communities und soziale Netzwerke, die extra für LeserInnen gedacht sind. Als ich Goodreads entdeckte, war das für mich wie eine kleine Offenbarung. Die Möglichkeit, mich mit so vielen anderen Bücherwürmern auszutauschen, ist einfach wunderbar und ich kann Stunden vor diesen Seiten verbringen. Es gibt jedoch einen Haken, der mir jetzt bei LovelyBooks aufgefallen ist.
Mein Profil dort ist noch relativ neu. Ich dachte lange, dass ich eigentlich keine zweite Community neben Goodreads brauche, aber irgendwann entschied ich, dass eine deutsche Seite zum Ausgleich keine schlechte Idee ist. Also habe ich mich angemeldet. Irgendwie war mir diffus wohl bewusst, was jetzt zwangsläufig folgen musste, doch anscheinend habe ich diesen Punkt recht erfolgreich ausgeblendet. Meldet man sich auf so einer Seite an und will wirksam mit ihr arbeiten, muss man das komplette Bücherregal übertragen. Jedes Buch muss in mühsamer Kleinstarbeit eingetragen und einsortiert werden. Ich habe das Spiel bei Goodreads schon einmal mitgemacht. Geholfen hat hier das Tool, welches den LeserInnen ermöglicht, amazon – Seiten zu importieren. Zwar umfasste das in meinem Fall nur einen Bruchteil meiner Bibliothek, aber immerhin. Das Übertragen war so viel Arbeit. Stupide, zeitraubende Arbeit. Es hat sich gelohnt, keine Frage, doch ich war mehr als erleichtert, als ich endlich meine Sammlung einigermaßen vollständig zusammengestellt hatte. Ich habe mich durchgekämpft, stets das Ziel vor Augen. Es fehlen noch Bücher, da mache ich mir keine Illusionen.
lovelybooks-logoNun steht das Ganze erneut an. Bei LovelyBooks. Ich schrecke davor zurück. Ein zweites Mal? Noch mal stundenlang Bücher kategorisieren? Wenn ich den Angaben auf meinem Profil glauben schenken kann, habe ich bisher etwa 220 Bücher eingetragen und bin gerade mal beim Buchstaben „G“ im Alphabet (ich sortiere alphabetisch nach AutorIn ein). Jetzt habe ich schon seit einer Weile nicht mehr weiter gemacht und kann mich einfach nicht dazu aufraffen, die Datenbank zu komplettieren. LovelyBooks ist so eine tolle Seite mit einer offenbar sehr freundlichen und bunten Community. Ich könnte mir selbst in den Hintern beißen, weil ich es nicht schaffe, mir in selbigen zu treten und es hinter mich zu bringen.

Mich interessiert, wie das bei euch ist. Nutzt ihr überhaupt soziale Netzwerke für LeserInnen? Wenn ja, welche und wie seid ihr mit der Mammut-Aufgabe des Einsortierens umgegangen? Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich das bei LovelyBooks schneller, ökonomischer oder zumindest spaßiger gestalten kann?

Ich freue mich über jede Antwort und jedes Kommentar; teilt eure Erfahrungen mit Buchnetzwerken mit mir! Vielleicht ist ja auch unter euch der ein oder andere Faulpelz, dann muss ich mich nicht mehr so allein fühlen. 😉

 

 
 

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Laurence Cossé – Der Zauber der ersten Seite

„Der Zauber der ersten Seite“

Laurence Cosse - Der Zauber der ersten Seite

Originaltitel: “Au Bon Roman”

Autor: Laurence Cossé

Format: Hardcover

Seitenzahl: 464 Seiten

Verlag: Limes

Sprache: Deutsch

ISBN:  344237832X

Genre: Krimi & Realistische Fiktion

ausgelesen am: 21.06.2014

Bewertung:

„Der Zauber der ersten Seite“ lag lange auf meinem SuB, bevor ich mich diesen Monat endlich entschlossen habe, es zu lesen. Das Problem mit diesem Buch war, dass ich mir unsicher war, ob es wirklich etwas für mich ist. Laut Klappentext handelt es sich hierbei nämlich um einen Krimi und ihr wisst, dass ich mich für Krimis eigentlich nur schwer erwärmen kann. Ich war besorgt, dass ich bei diesem Spontankauf völlig danebengegriffen habe und war schon bereit, es einer kurzweiligen geistigen Umnachtung meinerseits zuzuschreiben.
Mittlerweile weiß ich, dass meine Sorgen komplett unbegründet waren.

Ivan und Francesca erfüllen sich einen Traum: sie eröffnen einen Buchladen in Paris. Nicht irgendeinen Buchladen, sondern ein Geschäft, das nur gute Romane führt. „Der gute Roman“ ist Francescas und Ivans Antwort auf den überbevölkerten Büchermarkt, der sich das Credo „Quantität statt Qualität“ auf die Fahnen schreibt. Ihr Sortiment wird auf der Basis einer einmaligen Idee zusammengestellt: acht anonyme Komitee – Mitglieder wählen unabhängig voneinander die in ihren Augen wertvollste Literatur der Geschichte aus.
Anfangs wird das Konzept des „Guten Romans“ von der Leserschaft begeistert angenommen, die Geschäfte laufen gut. Doch bald wird das ungewöhnliche Buchgeschäft Opfer einer gnadenlosen Hetzkampagne. Verleumdungen werden veröffentlicht, die Presse gräbt tief in Ivans und Francescas Vergangenheit, sie werden als Faschisten des Buchmarktes bezeichnet. Die beiden Buchhändler nehmen all diese Tiefschläge mal mehr, mal weniger gefasst auf. Als jedoch Angriffe auf drei der Komitee – Mitglieder verübt werden, können sie nicht länger zusehen. Sie ziehen die Polizei in Form von Kommissar Heffner hinzu, der herausfinden soll, wer ein Interesse daran haben könnte, den „Guten Roman“ zu ruinieren und dafür nicht mal davor zurückschreckt, drei harmlose Menschen anzugreifen.

„Der Zauber der ersten Seite“ macht Lust auf das Lesen. Es macht Lust auf Literatur, auf gute Literatur. Es ist eine Liebeserklärung an Bücher, die ein Leben verändern können. Die Buchhandlung „Der gute Roman“ ist ein Traum, von dem wohl insgeheim alle LeserInnen träumen. Wer hat sich noch nicht von der puren Masse in einer Großbuchhandlung erschlagen gefühlt?
Wie bereits zu Anfang beschrieben, war ich durch den Klappentext verunsichert. Meine Unsicherheit war unnötig, denn der Kriminalfall dieses Romans ist eher nebensächlich. Dieser fungiert als Aufmacher – Element, als Einstieg in die Geschichte dieses ganz besonderen Buchladens, doch im Handlungsverlauf nimmt er eine untergeordnete Rolle ein. Im Fokus steht die Entstehung des „Guten Romans“, die Idee dahinter, das Anliegen, der Leserschaft gute Literatur zu bieten. Nichtsdestotrotz sind die Anschläge auf die Komitee – Mitglieder ein wichtiger Baustein, den Laurence Cossé nutzt, um das moderne Verlagswesen zu desmaskieren. Sie zeigt auf, wie schwierig der Qualitätsanspruch von Menschen wie Ivan und Francesca sowie ihren KundInnen heutzutage umzusetzen ist, da doch Verkaufszahlen der wichtigste Faktor sind. Cossé kritisiert nicht den Geschmack der LeserInnen, es muss sich also niemand auf den Schlips getreten fühlen, sondern die Mechanismen einer harten Branche. Auch ich fühlte mich von einem trivialen, aber populären Buch wie Dan Browns „Illuminati“ gut unterhalten, doch mir war bewusst, dass es sich dabei um keine lebensverändernde Lektüre handelt. „Die Straße“ von Cormac McCarthy hingegen hat mein Verständnis des Wesens „Mensch“ durchaus beeinflusst. Ich habe beide Bücher genossen, nachhaltig in meinem Gedächtnis verankert ist jedoch nur „Die Straße“. McCarthy taucht in „Der Zauber der ersten Seite“ übrigens auf, er erhält von Ivan und Francesca das Qualitätsgütesiegel, was mich ganz besonders freute. Überhaupt stahl sich jedes Mal ein Lächeln auf mein Gesicht, wenn Cossé AutorInnen nannte, die ich bereits gelesen habe oder zumindest kenne. Außerdem enthält meine Ausgabe im Anhang eine Liste der erwähnten Werke; ich werde mir irgendwann die Zeit nehmen, diese Lektüreliste durchzuarbeiten.

„Der Zauber der ersten Seite“ ist ein Kleinod in meiner Büchersammlung, ein Schatz für alle LeserInnen, die Büchern ebenso viel Leidenschaft entgegen bringen wie Francesca, Ivan und ich. Es hat mein Herz berührt; ich habe mich an so vielen Stellen wiedererkannt. Nur weil ein Buch ein Bestseller ist, muss das noch lange nicht heißen, dass es auch kostbar ist. Es ist nicht verwerflich, nicht alles, was der Markt anpreist, zu lesen; ebenso wenig muss man als LeserIn alles mögen, was erfolgreich ist.
Es wundert mich, dass dieses Buch eher unpopulär geblieben ist, denn es spricht allen LiebhaberInnen guter Literatur aus der Seele.

 

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27. 06. 2014 – Neuzugänge Juni 2014

Meine Leidenschaft zum Bücherkauf ist diesen Monat ein wenig… ausgeartet. Ich schenke mir gern selbst etwas zum Geburtstag, daher war ich recht großzügig mit mir selbst. Und ein bisschen verrückt. 😉
Diesen Monat haben es sage und schreibe 19 Bücher in meine Sammlung geschafft. Ich glaube, so viel Zuwachs hatte mein überquellendes Regal schon sehr lange nicht mehr. Oder sogar noch nie, wer weiß das schon so genau? A propos Regal, dieses stellte ja das Geburtstagsgeschenk von meinen Eltern dar. Wir werden es irgendwann im nächsten Monat anbringen. Natürlich wird es dazu auch einen Beitrag geben, ich schließe euch ja nicht aus! 🙂
Von den 19 Büchern diesen Monats wurden mir fünf von meinen Eltern geschenkt, zwei habe ich aus der berühmten Straßenrand-Bücherkiste, drei habe ich bei eBay ersteigert, zwei stammen von dem Mängelexemplar-Grabbeltisch bei Hugendubel und die restlichen sieben habe ich regulär gekauft. Wenn ihr möchtet, könnt ihr ja ein bisschen raten, welches Buch woher stammt. 😉

Übersicht ausgeschnitten

Größer? Klick mich!

  1. Barclay, Linwood – „Kein Entkommen“
  2. Barnes, Jonathan – „Das Königshaus der Monster“ (Domino Men #2)
  3. Boyle, T.C. – „The Tortilla Curtain“
  4. Crane, Carolyn – „Mind Games“ (The Disillusionists #1)
  5. Ee, Susan – „World After“ (Penryn and the End of Days #2)
  6. Freud, Sigmund – „Gesammelte Werke“
  7. Green, Simon R. – „Something from the Nightside“ (Nightside #1)
  8. Hearne, Kevin – „Hexed“ (The Iron Druid Chronicles #2)
  9. Hosseini, Khaled – „Tausend strahlende Sonnen“
  10. Kadrey, Richard – „Kill the Dead“ (Sandman Slim #2)
  11. Khoury, Raymond – „The Last Templar“
  12. Maberry, Jonathan – „Dust & Decay“ (Benny Imura #2)
  13. Poe, Edgar Allan – „Gesammelte Werke“
  14. Sow, Noah – „Deutschland Schwarz Weiß: Der alltägliche Rassismus“
  15. Stevens, Chevy – „Blick in die Angst“
  16. Stevenson, Robert Louis – „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“
  17. Williams, Tad – „Der Abschiedsstein“ (Das Geheimnis der Großen Schwerter #2)
  18. Williams, Tad – „Die Nornenkönigin“ (Das Geheimnis der Großen Schwerter #3)
  19. Williams, Tad – „Der Engelsturm“ (Das Geheimnis der Großen Schwerter #4)

Wie ihr seht, ist die Mischung wirklich bunt, Literatur jeder Couleur für Stimmungen jeder Couleur. Ein paar dieser Bücher standen schon sehr, sehr lange auf meiner Wunschliste und ich bin wirklich glücklich darüber, dass ich sie nun auf meinem (sowieso schon recht umfangreichen) SuB habe. Auch mit der Variation aus deutscher und englischer Lektüre bin ich zufrieden. Wenn dann noch mein Regal-Anbau an der Wand hängt und ich all diesen Büchern endlich ein angemessenes Zu Hause bieten kann, werde ich wohl zur glücklichsten kleinen LeserIn weit und breit. 😀

Habt ihr Fragen, Antworten oder Kommentare zu meinen Neuzugängen? Immer mehr her damit! 😉

 
 

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Tahereh Mafi – Shatter Me

„Shatter Me“

Shatter-Me

Reihe: Shatter Me #1

Autor: Tahereh Mafi

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 340 Seiten

Verlag: HarperCollins

Sprache: Englisch

ISBN: 0062085506

Genre: Science Fiction > Dystopie > Young Adult

ausgelesen am: 20.06.2014

Bewertung:

Laut der englischen Wikipedia – Seite und Tahereh Mafis Website hat sie die Rechte an ihrem Buch „Shatter Me“ bereits noch vor der Veröffentlichung an 20th Century Fox verkauft. Bisher ist jedoch noch nichts über eine Verfilmung bekannt; Mafi selbst schreibt, dass noch sehr viel zu tun ist, bevor das Projekt realisiert werden kann. Nun, ihr wisst, wie ich über YA Verfilmungen denke.

Juliette ist tödlich. Sie kann niemanden berühren, ohne grauenvolle Schmerzen zu verursachen und Menschen die Lebenskraft zu entziehen. Daher wurde sie vom Reestablishment weggesperrt. Seit 264 Tagen vegetiert sie in der Zelle einer psychiatrischen Anstalt in völliger Isolation dahin. Sie glaubte sich schon vergessen, doch eines Tages betritt Adam ihr Gefängnis. Das Reestablishment scheint neues Interesse an Juliette entwickelt zu haben. Sie wird zu Warner gebracht, der ihr im Namen des Reestablishments ein schreckliches Angebot macht: sie soll ihre tödlichen Kräfte nutzen, um Aufständische zu foltern und Informationen aus ihnen herauszupressen. Juliette lehnt angeekelt ab. Doch so leicht gibt Warner nicht auf. Wochenlang umschmeichelt er sie. Juliettes einziger Lichtblick ist Adam, der ihr verspricht, mit ihr gemeinsam fortzulaufen. Als der Tag ihrer Flucht gekommen ist, läuft jedoch nichts nach Plan. Warner funkt den beiden dazwischen und Juliette und Adam begeben sich in Lebensgefahr, um ihm zu entkommen.

Ich verstehe die vielen begeisterten Rezensionen zu diesem Buch nicht. Für mich ist das Werk schnulziger Kitsch. Die umfangreich ausformulierten Träume eines Teenie – Mädchens, das sich das Leben einer Prinzessin (Juliette) wünscht, samt Ritter in strahlender Rüstung (Adam), der zu ihrer Rettung herbeieilt. Kaum zu glauben, dass es von einer erwachsenen Frau geschrieben wurde.
„Shatter Me“ soll den Eindruck eines Notizbuchs vermitteln, von Juliette persönlich verfasst. Hierfür bediente sich Mafi eines stilistischen Kniffs: im Textfluss tauchen immer wieder Passagen auf, die durchgestrichen sind. Anfangs fand ich das ganz nett; die Sätze wirkten, als würde sich Juliette selbst nicht erlauben, diese Gedanken zuzulassen, weil sie zu schmerzhaft und ehrlich sind. Doch nach genauerem Überlegen halte ich sie nun für überflüssig und sinnlos. Es handelt sich um Juliettes intime Aufzeichnungen, warum sollte sie einen Satz erst schreiben und ihn dann durchstreichen? Durch eine Durchstreichung kann sie einen Gedanken nicht auslöschen; ist er erst einmal zu Papier gebracht, ist es zu spät. Außerdem verwendet Mafi/Juliette eine überwältigende Flut von ziellosen Vergleichen und Metaphern. Was besonders poetisch und bezaubernd wirken soll, ist in meinen Augen einfach unrealistisch. Niemand denkt so.
Die Dystopie dieses Romans stützt sich auf zwei Pfeiler: zum einen Juliettes Fähigkeit/Fluch, zum anderen die Gesellschaft, die das Reestablishment erschaffen hat, nachdem die Welt im Chaos versank. Über beides erfahren LeserInnen unbefriedigend wenig. Mafis dystopische Gesellschaftsform ist vor allem eines: ungenau. Auf mich wirkte das Ganze eher wie eine Skizze als eine wohl überlegte Konstruktion. Vielleicht hätte ich diese Ungenauigkeit verziehen, hätte sich Mafi dafür intensiv mit Juliettes Besonderheit beschäftigt. Fehlanzeige. Juliette selbst interessiert sich so gut wie überhaupt nicht für ihre Fähigkeit. Weder will sie wissen, woher diese stammt, noch, ob sie vielleicht kontrollierbar ist. Mich frustrierte das zunehmend; der Nerd in mir wollte es verstehen. Stattdessen heult Juliette ständig und bemitleidet sich selbst. Sie ist eine unfassbar schwache Figur, völlig eindimensional, was im Übrigen auch auf alle weiteren Charaktere zutrifft. Der einzige, den ich ansatzweise interessant fand, war Warner.
Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Handlung so wenig ausbalanciert ist. Während die Storyline recht dünn ist und im Großen und Ganzen erstaunlich wenig passiert, wirken viele Szenen künstlich aufgeblasen, angedickt mit seitenlangen, einschläfernden und enervierenden Beschreibungen von Juliettes und Adams Küssen. Ihre Beziehung ist das reinste Klischee. Jahrelang heimlich verliebt in den jeweils anderen, ohne dass er/sie es ahnt und ohne jemals ein Wort gewechselt zu haben. Ach bitte.

Ich empfand „Shatter Me“ als eine bis zum Erbrechen süßliche Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten, die mich darüber hinaus permanent an die X – Men Comics erinnerte. Juliette ist keine einzigartige Heldin, sondern ein erschreckend genauer Abklatsch von Rogue. In meinen Augen hat Tahereh Mafi versucht, eine Jugendfantasie massentauglich zu vermarkten, indem sie dieser den Anschein einer YA Dystopie gab. Bei mir hat das nicht funktioniert. Für mich endet die Serie genau hier.

 
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Verfasst von - 25. Juni 2014 in Dystopie, Science-Fiction, Young Adult

 

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Tad Williams – Der Drachenbeinthron

„Der Drachenbeinthron“

Drachenbeinthron

Originaltitel: “The Dragonbone Chair”

Reihe: Das Geheimnis der Großen Schwerter #1 / Memory, Sorrow and Thorn #1

Autor: Tad Williams

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 936 Seiten

Verlag: Fischer

Sprache: Deutsch

ISBN:  3596130735

Genre: Fantasy > High Fantasy

ausgelesen am: 18.06.2014

Bewertung:

Osten Ard trauert um seinen König. Johan Presbyter ist tot. Er gab dem Land Frieden und Wohlstand und befreite es von dem Feuerdrachen Shurakai. Nun folgt ihm sein Erstgeborener Elias auf den Thron. Den Drachenbeinthron, der im großen Saal des Hochhorstes steht.
Der Hochhorst ist gleichzeitig Geburtsort und Heimat von Simon. Als Aushilfs-Küchenjunge und passionierter Tagträumer interessiert er sich für politische Entwicklungen eher wenig. Doch als er eines Tages den Bruder des Königs, Prinz Josua Ohnehand, in einem der Verliese der Burg entdeckt, wird dem Waisenjungen plötzlich eine wichtige Rolle im Schicksal des Landes zuteil. Er verhilft dem Prinzen zur Flucht und muss ihm kurz darauf selbst folgen, gejagt von den Schergen des unberechenbaren Königs und seines unheimlichen Beraters Pryrates. Er entdeckt, dass in Osten Ard weit mehr vor sich geht als nur politische Ränkespiele, ein Streit zwischen Brüdern und ungewöhnliche Wetterphänomene: Elias ließ sich auf Pryrates Geheiß hin mit finsteren Mächten ein, die niemand zu kontrollieren vermag. Er schmiedete einen Pakt mit den Nornen und Ineluki Sturmkönig. Simon muss Josuas Festung Naglimund erreichen, um den Prinzen zu warnen. Als er nach einer langen, abenteuerlichen und gefährlichen Reise dort eintrifft, liegt das letzte Fünkchen Hoffnung gegen Elias und seine unnatürlichen Verbündeten in einer alten Prophezeiung. Kann Simon die Last der Verantwortung tragen, die auf seinen Schultern liegt und die drei Großen Schwerter Dorn, Leid und Minneyar aufspüren, während sich seine Heimat im Krieg befindet?

Tad Williams ist ein großartiger Autor mit einer bezaubernden, poetischen Schreibweise. Besonders seine Naturbeschreibungen haben es mir angetan; sie erinnerten mich an so manches Gedicht aus der Epoche des Sturm und Drang. Trotz dessen oder gerade deswegen brauchte ich eine Weile um einen Einstieg zu „Der Drachenbeinthron“ zu finden. Williams Stil ist anspruchsvoll, ich musste mich erst etwa 120 Seiten lang daran gewöhnen. Dann geschah es jedoch ganz plötzlich, von einem Moment auf den anderen war ich drin.
Die überaus dichte und komplexe Handlung enthält alles, was das Genre High Fantasy auszeichnet. Zu Beginn geht es recht gemächlich zu; die LeserInnen erhalten von Williams viel Zeit, um den Protagonisten Simon und sein Leben im Hochhorst kennenzulernen. Auch die Bedrohung, die von König Elias und seinem gruseligen Ratgeber Pryrates ausgeht, schleicht sich langsam ein. Als Schlüsselereignis fungiert Prinz Josuas Befreiung, ich empfand es als Explosion im Spannungsbogen. Simons darauffolgende Reise nach Naglimund hingegen erschien mir fast schon unerträglich lang und las sich für mich sehr zäh; sie ist der Grund, warum „Der Drachenbeinthron“ von mir nur drei Sterne erhält. Obwohl Simon unterwegs eine Menge passiert und er darüber hinaus auch neue Freunde findet, musste ich die Zähne zusammen beißen und mich durchkämpfen. Ich war erleichtert, als er endlich die Festung erreichte und wurde für mein Durchhaltevermögen belohnt, denn ab diesem Zeitpunkt spitzen sich Ereignisse dramatisch zu.
Mit Simon als Protagonist erlebte ich eine außergewöhnliche Ebene der Identifikation. Er ist kein ganz einfacher Charakter, befindet sich noch voll in seiner Entwicklung vom Jungen zum Mann. Daher neigen seine Reaktionen zu Extremen. Manchmal verhält er sich mutig und pflichtbewusst, in anderen Momenten ist er tollkühn und kindlich trotzig. Er muss erst noch lernen, dass die Zeit zum Tagträumen vorbei ist und in die Verantwortung, die er trägt, hinein wachsen. Ich empfand sowohl seine Entwicklung als auch ihn selbst als glaubhaft und überzeugend.

Insgesamt wird in „Der Drachenbeinthron“ deutlich, dass es sich um den ersten Band eines vierteiligen High Fantasy Epos handelt. Williams knüpft Stück für Stück Verbindungen, bereitet kommende Ereignisse vor, deutet vieles an und entfachte bei mir Appetit auf mehr. Ich gehe davon aus, dass es im nächsten Band „Der Abschiedsstein“ richtig zur Sache gehen wird und ich hoffe vor allem auf Schlachtszenen, auf die ich im ersten Band verzichten musste. Außerdem glaube ich, dass Simons Bestimmung offenbart wird, die garantiert sehr eng an das Schicksal Osten Ards gebunden ist. Ich platze fast vor Neugier auf seine weiteren Entwicklungsschritte.
„Der Drachenbeinthron“ ist eine Lektüre für LiebhaberInnen anspruchsvoller High Fantasy, die eine klassische Rollenverteilung à la „Der Herr der Ringe“ mögen, denn Gut und Böse sind gradlinig zugeschrieben. In Tad Williams herrliche Schreibweise lässt es sich wunderbar eintauchen und Osten Ard ist schlicht ein magischer Ort, an dem sich Fantasy – Begeisterte sehr wohl fühlen werden.

 
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Verfasst von - 24. Juni 2014 in Fantasy, High Fantasy, Rezension

 

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23. 06. 2014 – Update & die Montagsfrage

Die Zivilisation hat mich wieder! Ich bin wieder ans Internet angeschlossen! 😀 Jetzt gilt es, ein paar Updates für euch nachzuholen.

Zu allererst bin ich natürlich längst mit der Rezension zu Tad Williams‘ „Der Drachenbeinthron“ fertig. Diese könnt ihr dann ab morgen hier, bei LovelyBooks und bei Booklikes einsehen.
Auch „Shatter Me“ von Tahereh Mafi habe ich bereits ausgelesen. Heute und/oder morgen werde ich die Rezension zu diesem Buch schreiben und am Mittwoch dann online stellen.
Durch den technischen Ausfall habt ihr leider nicht mitbekommen, dass ich zusätzlich noch „Der Zauber der ersten Seite“ von Laurence Cossé ausgelesen habe, ein ganz wunderbares Buch. Hierzu werde ich ebenfalls noch diese Woche (sofern es meine Zeit erlaubt) eine Rezension verfassen und für euch zugänglich machen.
Im Moment lese ich nun Dave Eggers‘ „The Circle“, einer der meist beachteten amerikanischen Romane des letzten Jahres. Ich bin schon über die Hälfte hinaus und bin zuversichtlich, dass ich das Buch diese Woche beenden kann.

Außerdem erwartet euch in den nächsten Tagen eine Übersicht über meine Neuzugänge im Monat Juni, denn anlässlich meines Geburtstages konnte ich einige Bücher von meiner Wunschliste streichen. Ich erwarte noch ein letztes Bücherpaket; trifft dieses endlich hier ein, werde ich ein paar Fotos knipsen und euch meine neuen Errungenschaften vorstellen.

Ich möchte euch auch noch einmal auf meine Geburtstags-Wahnsinn-Give-away-Aktion hinweisen. Erinnert euch: ich verschenke „Die Auswahl“ von Ally Condie. Euch bleiben noch acht Tage, um euch zu bewerben. Bisher ist die Resonanz eher enttäuschend; ich möchte aber unbedingt ein neues Zu Hause für das Buch finden. Greift zu, schließlich gibt es etwas umsonst! 😉

So, ihr solltet nun auf dem neusten Stand sein. Jetzt können wir uns wieder dem normalen Tagesgeschäft widmen. Heute besteht dieses wie üblich aus der Montagsfrage von Libromanie:

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Diese Woche geht es um die Zeitspannen im Leben von LeserInnen, in denen das Lesen nicht an erster Stelle steht. Nina fragt:

Hattet ihr schon mal eine Leseflaute?

Natürlich. Ich glaube, das Gefühl kennen alle, die sehr viel lesen. Früher habe ich in diesen Phasen gar nicht gelesen, heutzutage äußert sich das hingegen dadurch, dass ich ungewöhnlich lange für ein Buch brauche. Es passiert mir aber überhaupt nicht mehr, dass ich gar keine Lust zum Lesen habe. Es gibt einfach bestimmte Momente, die ich mir ohne Buch in meiner Hand oder Tasche nicht mehr vorstellen kann. Beispielsweise jede Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Lesen gehört fest in meinen Alltag, doch selbstverständlich bin ich manchmal ein wenig ratlos, was ich lesen soll. Es fällt mir dann unglaublich schwer, das richtige Genre auszuwählen. Möchte ich lachen, möchte ich weinen, möchte ich mich fürchten? Ab und zu kann ich meine eigene Stimmung einfach kaum einschätzen. Ich greife dann auf die berühmte Trial-and-Error-Methode zurück und teste so lange Bücher an, bis ich eins gefunden habe, von dem ich glaube, das es meiner aktuellen Stimmung am ehesten entspricht. Selbst dann kann es noch passieren, dass ich für die Lektüre lange brauche, weil das Buch eben doch nicht zu 100% das richtige ist. Ein gutes Buch, die richtige Wahl, kann mich jedoch innerhalb weniger Seiten aus meiner Flaute heraus reißen und meine Begeisterung für das geschriebene Wort erneut voller Leidenschaft entfachen. Denn unter der Oberfläche glüht ein ewiges Feuer.

Wie sieht es bei euch aus? Wie geht ihr mit einer Leseflaute um und wie äußert sich diese?

 
 

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22. 06. 2014 – ++Eilmeldung: Kein Internet++

Meine Lieben,
vermutlich wundert ihr euch schon, warum hier seit Tagen so gar nichts passiert, nicht mal Lese-updates. Das liegt nicht daran, dass ich keine Lust oder Zeit hätte, mich um meinen Blog zu

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kümmern. Ich vernachlässige euch nicht absichtlich. Nein, seit Freitag habe ich ganz schlicht keine Möglichkeit, ins Internet zu kommen. In meinem Umkreis liegt eine regionale Großraum-Störung vor. Mein Anbieter teilte mir mit, dass diese Störung die Leitungen betrifft und dementsprechend von der Telekom behoben werden muss. Nach Angabe der Telekom kann das bis zu 48 Stunden in Anspruch nehmen; doch wer glaubt schon daran, dass die sonntags für Privatkunden arbeiten?
Ich hoffe nun darauf, dass sich das Ganze morgen klärt und ich wieder bloggen kann, denn eine Rezension mit 4.000 Zeichen per Handy zu schreiben, über das mobile Internet, ist keine Freude. Auch sonst habe ich euch ein paar Neuigkeiten mitzuteilen, doch das wird nun erst mal warten müssen, bis ich wieder mit der Außenwelt verbunden bin.
Ein gutes hat die Geschichte: mein Lesekonsum ist radikal angestiegen. 😉
Ich melde mich nun also vorerst ab; drückt mir die Daumen, dass morgen alles wieder in Ordnung gebracht wird.

Ich hoffe, ihr versteht meine Situation und verzeiht mir meine Abwesenheit. 🙂
Liebe Grüße an alle meine LeserInnen,
Elli

 

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Let’s talk about… die Bestenliste des Time Magazine

Da draußen in der großen weiten Bücherwelt gibt es es eine Menge kluge Menschen, die immer mal wieder den Eindruck haben, es sei eine gute Idee, Bestenlisten zu veröffentlichen. Damit meine ich nicht die üblichen Bestseller-Listen, die in meinen Augen durchaus ihre Berechtigung haben. Seitdem ich Roberts Blog 101 Books folge, habe ich viel über Bestenlisten nachgedacht. Robert führt seinen Blog, um seine Fortschritte hinsichtlich des Abarbeitens der Bestenliste englisch-sprachlicher Bücher des Time Magazine zu dokumentieren. Ich finde, das ist ein äußerst hehres Ziel. Als ich mir die Liste das erste Mal angesehen habe, war ich doch überrascht, ein paar dieser Bücher bereits gelesen oder in meinem Regal stehen zu haben. Trotzdem enthält sie eine Menge Bücher, von denen ich noch nie vorher gehört habe oder die ich nie, nie, nie lesen werde.
Ich dachte mir, dass das ein großartiges Thema ist, über das ich furchtbar gern mit euch sprechen möchte. Falls euch das gefällt, werde ich euch in den kommenden Wochen verschiedene Bestenlisten vorstellen und euch zeigen, wie ich über die genannten Bücher denke. Im Anschluss möchte ich von euch wissen, was ihr davon haltet. Welche Bücher habt ihr gelesen, welche befinden sich in eurem Regal, welche auf eurer Wunschliste, welche interessieren euch nicht die Bohne?
Dafür habe ich extra eine neue Kategorie auf meinem Blog angelegt: „Let’s talk about…“. Ich denke, eine eigene Sektion, die ausschließlich für Diskussionsrunden gedacht ist, könnte eine echte Bereicherung für uns alle sein. 🙂

Wir beginnen heute mit der Liste der Top 100 englisch-sprachlicher Bücher des Time Magazine seit 1923. Robert hat dieser Liste selbst noch „Ulysses“ von James Joyce hinzugefügt. Das erscheint mir plausibel, daher habe ich es auch übernommen. Ihr findet in der Liste also nicht 100, sondern 101 Bücher. Ich habe es mir geklemmt, jedes Buch einzeln zu verlinken, denn mal ehrlich, 101 Links? 😀 Ich halte euch für so selbstständig, dass ihr sie auch sehr gut selbst bei Goodreads, amazon, Wikipedia oder wo auch immer findet. 😉
Ich habe mir ein paar Symbole ausgedacht, um euch meine Meinung kurz und bündig nahe zu bringen. Die Legende findet ihr hier:

Legende

 

Top 100 englisch-sprachlicher Bücher des Time Magazine seit 1923

Titel Autor Elli’s Info
The Adventures of Augie March (1953) Saul Bellow unbekannt
All the King’s Men (1946) Robert Penn Warren  unbekannt
American Pastoral (1997) Philip Roth  wunschliste 4
An American Tragedy (1925) Theodore Dreiser  unbekannt
Animal Farm (1946) George Orwell  vorgenommen
Appointment in Samarra (1934) John O’Hara  unbekannt
Are You There God? It’s Me, Margaret (1970) Judy Blume  schon mal gehört
The Assistant (1957) Bernard Malamud  unbekannt
At Swim-Two-Birds (1938) Flann O’ Brien  unbekannt
Atonement (2002) Ian McEwan  unbekannt
Beloved (1987) Toni Morrison  Regal
The Berlin Stories (1946) Christopher Isherwood  unbekannt
The Big Sleep (1939) Raymond Chandler  unbekannt
The Blind Assassin (2000) Margaret Atwood  vorgenommenvielleicht
Blood Meridian (1986) Cormac McCarthy  autor bekanntvielleicht
Brideshead Revisited (1946) Evelyn Waugh  unbekannt
The Bridge of San Luis Rey (1927) Thornton Wilder  unbekannt
Call it Sleep (1935) Henry Roth  unbekannt
Catch 22 (1961) Joseph Heller  wunschliste 4
The Catcher in the Rye (1951) J.D. Salinger  Regalgelesengefallen 2
A Clockwork Orange (1963) Anthony Burgess  Regal
The Confessions of Nat Turner (1967) William Styron  unbekannt
The Corrections (2001) Jonathan Franzen  autor bekannt
The Crying of Lot 49 (1966) Thomas Pynchon  autor bekannt
A Dance to the Music of Time (1951) Anthony Powell  unbekannt
The Day of the Locust (1939) Nathanael West  Regalgelesennicht gefallen
Death Comes for the Archbishop (1927) Willa Cather  schon mal gehört
A Death in the Family (1958) James Agee unbekannt
The Death of the Heart (1958) Elizabeth Bowen schon mal gehört  noch drüber nachdenken
Deliverance (1970) James Dickey  unbekannt
Dog Soldiers (1974) Robert Stone  unbekannt
Falconer (1977) John Cheever  unbekannt
The French Lieutenant’s Woman (1969) John Fowles schon mal gehört noch drüber nachdenken
The Golden Notebook (1962) Doris Lessing Regal noch abwarten
Go Tell it on the Mountain (1953) James Baldwin  autor bekannt
Gone With The Wind (1936) Margaret Mitchell  niemals
The Grapes of Wrath (1939) John Steinbeck  Regalgelesengefallen 2
Gravity’s Rainbow (1973) Thomas Pynchon  autor bekannt
The Great Gatsby (1925) F. Scott Fitzgerald  wunschliste 4
A Handful of Dust (1935) Evelyn Waugh  unbekannt
The Heart is a Lonely Hunter (1940) Carson McCullers  unbekannt
The Heart of the Matter (1948) Graham Greene  unbekannt
Herzog (1964) Saul Bellow  unbekannt
Housekeeping (1981) Marilynne Robinson  unbekannt
A House for Mr. Biswas (1962) V.S. Naipaul  unbekannt
I, Claudius (1934) Robert Graves  schon mal gehörtvielleicht
Infinite Jest (1996) David Foster Wallace schon mal gehört noch drüber nachdenken
Invisible Man (1952) Ralph Ellison  schon mal gehörtvielleicht
Light in August (1932) William Faulkner  autor bekanntvielleicht
The Lion, The Witch, and the Wardrobe (1950) C.S. Lewis  vorgenommennoch drüber nachdenken
Lolita (1955) Vladimir Nabokov  niemals
Lord of the Flies (1955) William Golding  vorgenommenvielleicht
The Lord of the Rings (1954) J.R.R. Tolkien  Regalgelesennicht gefallen
Loving (1945) Henry Green  unbekannt
Lucky Jim (1954) Kingsley Amis  unbekannt
The Man Who Loved Children (1940) Christina Stead  unbekannt
Midnight’s Children (1981) Salman Rushdie  autor bekannt
Money (1984) Martin Amis  unbekannt
The Moviegoer (1964) Walker Percy  unbekannt
Mrs. Dalloway (1925) Virginia Woolf  autor bekannt
Naked Lunch (1959) William Burroughs  unbekannt
Native Son (1940) Richard Wright  wunschliste 4
Neuromancer (1984) William Gibson  unbekannt
Never Let Me Go (2005) Kazuo Ishiguro  schon mal gehört
1984 (1948) George Orwell  wunschliste 4
On the Road (1957) Jack Kerouac  Regal
One Flew Over The Cuckoo’s Nest (1962) Ken Kesey schon mal gehört noch drüber nachdenken
The Painted Bird (1965) Jerzy Kosinski  unbekannt
Pale Fire (1962) Vladimir Nabokov  autor bekannt
A Passage to India (1924) E.M. Forster  schon mal gehört
Play It As It Lays (1970) Joan Didion  unbekannt
Portnoy’s Complaint (1969) Philip Roth  autor bekanntvielleicht
Possession (1990) A.S. Byatt  schon mal gehört
The Power and the Glory (1939) Graham Greene  autor bekannt
The Prime of Miss Jean Brodie (1961) Muriel Spark  unbekannt
Rabbit, Run (1960) John Updike  autor bekanntvielleicht
Ragtime (1975) E.L. Doctorow  autor bekannt
The Recognitions (1955) William Gaddis  unbekannt
Red Harvest (1929) Dashiell Hammett  unbekannt
Revolutionary Road (1961) Richard Yates  autor bekannt
The Sheltering Sky (1949) Paul Bowles  unbekannt
Slaughterhouse Five (1969) Kurt Vonnegut  Regalgelesengefallen 2
Snow Crash (1992) Neal Stephenson  unbekannt
The Sot-Weed Factor (1960) John Barth  unbekannt
The Sound and the Fury (1929) William Faulkner  vorgenommenvielleicht
The Sportswriter (1986) Richard Ford  unbekannt
The Spy Who Came In From The Cold (1964) John Le Carre  niemals
The Sun Also Rises (1926) Ernest Hemingway autor bekanntvielleicht
Their Eyes Were Watching God (1937) Zora Neale Hurston  wunschliste 4
Things Fall Apart (1959) Chinua Achebe unbekannt
To Kill A Mockingbird (1960) Harper Lee  wunschliste 4
To The Lighthouse (1927) Virginia Woolf  autor bekanntvielleicht
Tropic of Cancer (1934) Henry Miller  unbekannt
Ubik (1969) Philip K. Dick  unbekannt
Under the Net (1954) Iris Murdoch  unbekannt
Under the Volcano (1947) Malcom Lowry  unbekannt
Watchmen (1986) Alan Moore & Dave Gibbons  schon mal gehörtvielleicht
White Noise (1985) Don DeLillo  unbekannt
White Teeth (2000) Zadie Smith  unbekannt
Wide Sargasso Sea (1966) Jean Rhys  unbekannt
Ulysses (1922) James Joyce  Regalnoch abwarten

 

Nun seid ihr an der Reihe! Ich brenne darauf, zu erfahren, wie ihr über diese Bestenliste des Time Magazine denkt. Um die Diskussion ein bisschen in Gang zu bringen, habe ich mir ein paar Fragen für euch ausgedacht, die ihr beantworten könnt. Dabei ist euch natürlich frei gestellt, wie ihr das gestaltet, ob als Kommentar oder verlinkter Beitrag auf eurem eigenen Blog. Und selbstverständlich könnt ihr auch völlig andere Gedanken äußern!

  1. Welche dieser Bücher habt ihr bereits gelesen (in Deutsch oder Englisch)?
  2. Welche dieser Bücher möchtet ihr noch lesen?
  3. Welche dieser Bücher würdet ihr niemals auch nur mit der Kneifzange anfassen?
  4. Findet ihr, dass alle diese Bücher ihren Platz in der Bestenliste zu Recht haben?
  5. Von welchen der Bücher habt ihr noch nie etwas gehört?

Ich freue mich sehr auf eure Antworten, Kommentare und Gedanken! Und nun:

Let’s talk about… die Bestenliste des Time Magazine!

 
8 Kommentare

Verfasst von - 18. Juni 2014 in Let's talk about...

 

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16. 06. 2014 – Stoppt den Geburtstags-Wahnsinn: Give away Aktion

Meine Lieben, eigentlich wollte ich es nicht verraten. Doch nun kam mir eine – meiner Meinung nach – tolle Idee und diese zwingt mich dazu, es öffentlich zu sagen.
Ich habe heute Geburtstag. Am 16.06. vor 25 Jahren, einem Freitag, erblickte ich in Berlin (Heimat ist, wo wir geboren sind) das Licht der Welt. Ich bin kein großer Fan meiner eigenen Geburtstage, denn ich finde, damit geht oft eine gesellschaftlich – kulturelle Erwartungshaltung einher, die ich mich zu erfüllen weigere. Ich feiere nicht. Ich möchte keine Geschenke. Alles, was ich mir wünsche, ist Zeit mit meiner Familie und Glückwünsche nur von den Menschen, die sich 365 Tage im Jahr darüber freuen, dass es mich gibt und nicht nur an einem einzigen Tag. Das habe ich dieses Jahr auch bekommen. 🙂

Doch ich finde, das ist noch nicht genug. Ich finde, ich muss noch mehr tun, um dem Geburtstags-Wahnsinn hier zu Lande den Kampf anzusagen. Darum drehe ich den Spieß jetzt einfach um. Zwar habe ICH Geburtstag, doch das Geschenk geht an eine/n von euch. Und was könnte eine Buchbloggerin wohl an ihre LeserInnen verschenken? Ganz genau, ein Buch.
Ihr wisst, dass mein Regal aus allen Nähten platzt. Auf einem der Bretter befindet sich schon lange ein Buch, für das ich längst ein neues Zu Hause finden wollte. Es ist der perfekte Kandidat, um es zu verschenken.

Vorhang auf für das Schätzchen, das eine neue Heimat sucht:

Ally Condie - Die Auswahl

Ihr seht richtig, ich verschenke „Die Auswahl“ von Ally Condie. Den ersten Band der Cassia & Ky – Trilogie auf Deutsch als Taschenbuchausgabe. Das Buch ist natürlich tippi-toppi in Ordnung; keine Risse, keine Flecke, keine Knicke (auch nicht auf dem Buchrücken).
Ich habe das gute Stück vor vielen Monaten bei eBay ersteigert, in dem Ansinnen, auch gleich noch die anderen beiden Bände dazu zu kaufen. Das war jedoch viel schwerer/teurer als gedacht, daher stieg ich auf die englische Version um. Nun möchte ich euch eine Freude damit machen.

Was müsst ihr dafür tun?

Das hier ist in gewissem Sinne ein Gewinnspiel. Ihr müsst keine komplizierten Fragen beantworten, ein Abo abschließen oder sonst was. Ich wünsche mir von euch, dass ihr mir einfach nur mitteilt, welches euer liebstes Buch ist und warum. Lasst mich einen kleinen Blick in euer Bücherherz werfen und ihr habt gute Chancen, „Die Auswahl“ frei Haus geliefert zu bekommen.
Ich werde mir alle Antworten gewissenhaft durchlesen und die schönste raus suchen. Diese werde ich – falls gewünscht – dann auch hier veröffentlichen.

Wie könnt ihr teilnehmen?

Schreibt einen Text beliebiger Länge und schickt ihn mir via E-Mail, als private Nachricht bei Goodreads oder LovelyBooks, schreibt ein Kommentar in diesen Beitrag oder verfasst auf eurem eigenen Blog einen Beitrag dazu und verlinkt ihn hier. Das Stichwort lautet Geburtstags-Wahnsinn-Give-away. (Ja, ziemlich lang, na und? :D)

Kosten?

Keine, außer ein wenig Zeit und Herzblut. Ihr müsst überhaupt nichts bezahlen. Auch für den Versand komme ich auf.

Wie landet das Buch dann bei der/dem GewinnerIn?

Wenn ich eine/n GewinnerIn ausgesucht habe, melde ich mich bei der- oder demjenigen. Natürlich brauche ich dann eure Adresse, damit ich euch „Die Auswahl“ als Büchersendung mit der Deutschen Post zukommen lassen kann. Das wird selbstverständlich privat ablaufen und ich werde keinerlei Schindluder mit den Daten treiben. Solltet ihr trotz dessen noch Zweifel haben, ich bin gerne bereit, eine kurze Datenschutzerklärung zu unterschreiben.

Wie lange habt ihr Zeit?

Ich weiß, dass ihr alle eigentlich nicht hauptberuflich bloggt, sondern das tut, weil ihr Spaß daran habt. Dementsprechend habe ich entschieden, die Aktion 2 Wochen laufen zu lassen. Die Deadline ist der 30.06.2014 um 23:59 Uhr.

Sonst noch etwas?

Eigentlich nicht. Nur einen kleinen persönlichen Wunsch. Selbst wenn ihr das Buch nicht haben möchtet und dementsprechend nicht teilnehmt, verbreitet die Aktion doch bitte. Ich möchte wirklich unbedingt ein neues Zu Hause für „Die Auswahl“ finden. Ich möchte jemanden an meiner Statt glücklich machen. Und ich möchte viele tolle Begründungen lesen, warum LeserInnen das eine oder andere Buch lieben. 🙂

Alles verstanden? Bei Fragen bin ich natürlich jeder Zeit für euch hier und über die verschiedenen sozialen Netzwerke erreichbar. Aber trotzdem noch mal zur Sicherheit in Kürze alle Fakten:

  • Zu gewinnen gibt es: „Die Auswahl“ (Cassia & Ky #1) von Ally Condie
  • Dafür müsst ihr: mir erklären, welches euer liebstes Buch ist und warum
  • Eure Erklärung schriftlich ausformulieren und mir zuschicken
  • Bis zum: 30.06.2014 um 23:59 Uhr
  • Wenn ihr gewinnt, bekommt ihr: das Buch als Büchersendung der Deutschen Post nach Hause geschickt

Ich hoffe auf eine rege Beteiligung und drücke euch allen von ganzem Herzen die Daumen! 😀

P.S.: Ihr möchtet vorab wissen, was euch erwartet? Dann lest doch meine Rezension zur englischen Version: „Matched“. 😉

(Zu meiner eigenen Sicherheit: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

 
 

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