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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 4)

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem großen Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Heute werden wir uns einem tragischen Abschnitt in Roberts Leben stellen…

Ist euch aufgefallen, dass ein Thema in dieser biografischen Abhandlung bisher verdächtig abwesend war? Richtig. Romantische Partnerschaften. Robert E. Howard hatte in seinem kurzen Leben lediglich eine Beziehung. Als Teenager schrieb er einige ironisch-humoristische Gedichte, die darauf hinweisen, dass ihn das weibliche Geschlecht mental durchaus beschäftigte. Diese Texte zeigen aber auch, dass er Mädchen gegenüber unsicher und – das ist meine persönliche Interpretation – irgendwie misstrauisch war. Sie lesen sich, als habe er Frauen tatsächlich als Wesen eines anderen Planeten wahrgenommen, nicht gewusst, wie er mit ihnen umgehen oder sich ihnen nähern sollte und als wäre er auch nicht sonderlich daran interessiert gewesen. In seinen späteren Geschichten finden wir Frauen vor allem in zwei Rollen: entweder, sie sind typische Damen in Nöten, leicht (oder gar nicht) bekleidet und hilflos, oder sie sind feurige Kriegerinnen. Dazwischen gibt es nicht viel, weshalb ich es schwierig finde, aus diesen extremen, gegensätzlichen Beispielen seine persönliche Einstellung Frauen gegenüber abzuleiten. Er war ein Südstaatler, der von seiner Mutter in Südstaatenmanier erzogen wurde, das heißt, er war bestimmt darauf gedrillt, Frauen respektvoll, höflich und als Kavalier zu behandeln, aber ob er sich nach einer romantischen Beziehung sehnte, kann man nur vermuten. Fakt ist, er ließ außer seiner Mutter nur eine einzige Frau nahe an sich heran: Novalyne Price.

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Montagsfrage: Lesen nach Auszeichnung?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Leute, ich hab Urlaub. Eigentlich sollte ich jetzt schon in Sri Lanka sein und mich auf wundervolle Tage am Strand freuen. Dank Corona ist die Reise ja nun ins Wasser gefallen und ja, das ist großer Mist, aber nicht arbeiten zu müssen ist an jedem Ort der Welt toll. Ich bin fest entschlossen, meine freien Tage trotzdem zu genießen. Auch am kommenden Donnerstag, dem 24.09.2020. Chillis erster Todestag. Ich kann kaum glauben, dass sie schon (fast) ein Jahr tot ist. Unsere Sri Lanka – Reise war dazu gedacht, uns beide von hier wegzubringen, damit wir an diesem Tag nicht mit all unseren Erinnerungen konfrontiert sind. Da das nicht geht, haben wir andere Pläne geschmiedet, um uns abzulenken. Am Donnerstag bekommen wir Besuch von einem Küchenplaner bzw. einer Küchenplanerin. Derzeit ist unsere Küche ein Sammelsurium zusammengewürfelter Möbelstücke und Geräte, denn als ich vor vielen Jahren hier eingezogen bin, konnte ich mir einfach keine richtige Küche leisten, weder eine echte Kücheneinrichtung noch eine Einbauküche. Das wollen wir jetzt ändern. Wir investieren das Urlaubsgeld (das wir leider noch nicht zurückbekommen haben) in eine neue Küche, geplant und gebaut von Profis. Natürlich ist das kein Ersatz für diesen Urlaub, der zumindest mir helfen sollte, mit meiner Trauer abzuschließen, doch ich empfinde für dieses Projekt viel Optimismus und freue mich darauf, hoffentlich bald in einer Küche kochen zu können, in der ich mich wirklich wohlfühle. Ich bin gespannt, was bei der Planungssitzung herauskommt, ich habe nämlich keine Ahnung, was heutzutage so alles geht und was für Lösungen der Küchenmensch anbieten kann. Vielleicht muss ich schon bald nicht mehr von Hand abwaschen. 😉

Bis es soweit ist, vertreiben wir uns hier auf dem wortmagieblog die Zeit mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise und weiteren zwei Beiträgen in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Nächste Woche kann ich dann sicher berichten, was sich an der Küchenfront getan hat.

Wie wichtig sind euch Book Awards?

Mir sind literarische Auszeichnungen nicht besonders wichtig. Wer meine Beitragsreihe „Lieber Literaturnobelpreis, wir müssen reden“ gelesen hat, weiß, dass ich für die Abschaffung dieses Preises argumentiere, weil ich ihn für missbrauchs- und fehleranfällig halte, glaube, dass er für durchschnittliche Leser_innen kaum relevant ist und es grundsätzlich schwierig finde, Kunst in messbare Kategorien übersetzen zu wollen. Dasselbe gilt im Prinzip auch für alle anderen Literaturpreise. Ich brauche sie nicht, um Bücher zu finden, die mich berühren, mir Spaß machen und möglicherweise sogar mein Leben verändern. Literarische Qualität ist nun mal zutiefst subjektiv und als selbstbestimmter Mensch ist es für mich nicht groß von Belang, ob eine Jury, ein Komittee oder Verkaufszahlen darüber richten, ob ein Buch lesenswert ist.

Ich möchte allerdings nicht behaupten, dass sie mich gänzlich kalt lassen. Obwohl ich mir rational darüber bewusst bin, dass eine literarische Auszeichnung nicht automatisch bedeutet, dass mir ein Buch gefällt, habe ich schon oft beobachtet, dass Coveraufdrucke wie „Gewinner des Pulitzerpreises“ oder „Gewinner des Hugo Awards“ in mir eine Reaktion auslösen. Ich weiß, dass subtile Psychologie am Werk ist und kann mich ihr dennoch nicht völlig verschließen. Auch bei mir führt so ein Siegel auf dem Cover dazu, dass ich eher geneigt bin, an die Qualität eines Buches zu glauben und ich freue mich darüber, wenn Autor_innen ausgezeichnet werden, die sowieso schon in meinem Regal vertreten sind. Ich glaube, da blitzt das Herdenverhalten durch, das im Unterbewusstsein evolutionär verankert ist. Die Logik dahinter ist bestechend: wenn andere Menschen, die sich mit literarischer Qualität auskennen, das Buch gut finden, kann es nicht schlecht sein, oder? Trotzdem lasse ich mich von dieser Logik nie dazu verführen, ein Buch zu kaufen, das mich nicht interessiert. Ich prüfe immer zuerst den Klappentext und falls nötig lese ich auch noch ein paar Rezensionen, um zu entscheiden, ob es bei mir einziehen darf. Die Auszeichnung allein reicht mir nicht aus. Es kann gut sein, dass ein Preis dazu führt, dass ich mir ein bestimmtes Werk überhaupt erst näher ansehe, entscheidend ist er jedoch nie.

Zusammengefasst finde ich, dass literarische Auszeichnungen immer mit Vorsicht genossen werden sollten und Leser_innen ihre Regale nicht blind mit preisgekrönten Bücher füllen sollten. Meiner Meinung nach sollten auch diese Preisträger grundsätzlich mit dem eigenen Lesegeschmack abgeglichen werden. Sie sollten eher Inspiration als Gesetz sein.

Wie steht ihr zu literarischen Auszeichnungen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen entspannten Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 3)

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem großen Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Gestern haben wir Roberts Durchbruch als Pulp-Schriftsteller besprochen; heute widmen wir uns den vermutlich wichtigsten Ereignissen für seine professionelle Entwicklung. 1930 war ein entscheidendes Jahr für den jungen Texaner…

Robert E. Howard schrieb von Anfang an Literatur, die, wenn schon nicht explizit als Horror kategorisierbar, zumindest unheimlich, gruselig und/oder bedrohlich war. Bereits im August 1925, etwa ein Jahr nach seiner ersten Veröffentlichung bei Weird Tales, brachte das Magazin seine Geschichte „In the Forest of Villefère“, eine Werwolf-Erzählung in der Tradition französischer Volkssagen (Hat da jemand „Gévaudan“ gesagt?). Den Höhepunkt seines schauerlichen Schaffens erreichte er jedoch erst nach 1930, denn in diesem Jahr lernte er H.P. Lovecraft kennen.
Howard Phillips Lovecraft, der von 1890 bis 1937 lebte, war ein literarischer Gigant, dessen Namen man heute wohl niemandem mehr erklären muss. Sein Cthulhu Mythos ist Legende. In den 1930ern war er einer der Star-Autoren und Veteranen der Pulp Magazine, der von den Leser_innen verehrt wurde. Darüber hinaus war er der Kopf eines weiten literarischen Zirkels, der sich über die gesamten USA verteilte. Lovecrafts erhaltene Korrespondenz umfasst mehr als 100.000 Briefe, die er an hunderte von Menschen schrieb. Er liebte es, Bekanntschaften zu schließen und Kontakt zwischen seinen verschiedenen Bekanntschaften herzustellen. Heute würde man ihn wohl als Networker bezeichnen, eine Rolle, in der er aufging. Robert E. Howard wurde Teil dieses elitären Clubs, weil er es im Juni 1930 wagte, Lovecraft zu kritisieren.

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 2)


Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag in meinem großen Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Gestern haben wir begonnen, uns mit Roberts Biografie zu beschäftigen, dieses Kapitel führen wir heute weiter. Ende 1924 verzeichnete der junge, aufstrebende Autor seine ersten Verkäufe und platzierte Geschichten im Pulp Magazin Weird Tales. Nun hatte er Blut geleckt…

Angestachelt vom plötzlichen Erfolg seiner ersten Verkäufe schrieb Robert E. Howard ab 1925 fieberhaft und wie im Wahn, nicht selten 12 Stunden pro Tag. Es gibt Hinweise darauf, dass Hester ihn in der Verwirklichung seines Traums unterstützte; wie sein Vater auf die Schreiberei reagierte, ist hingegen nicht bekannt. Mark Finn mutmaßt, dass Isaac abwartete, wie viel Geld die Bemühungen seines Sohnes einbrachten. Robert lebte ja noch immer in ihrem Haus und steuerte zuerst nichts zum Auskommen der Familie bei. Er war permanent pleite, denn mehr als ein kleines Taschengeld stellten ihm seine Eltern nicht zur Verfügung. Im Frühling 1925 sah er sich daher gezwungen, einen Nebenjob anzunehmen, um seine Ausgaben zu decken. Er versorgte die örtlichen Zeitungen mit Nachrichten von den Ölfeldern. Es war der erste von vielen harten, oft unterbezahlten Jobs, die Robert ertragen musste, bis er als Schriftsteller so erfolgreich war, dass er vom Schreiben leben konnte und vermittelt einen Eindruck davon, was sein prinzipielles Problem mit diesen Stellen war. Er musste mit Leuten, die er nicht mochte, über ein Thema sprechen, das er nicht mochte. Egal, wo er Arbeit in Cross Plains und Umgebung fand, überall kam er in Kontakt mit dem Ölboom, den er so leidenschaftlich verfluchte: entweder mit den Ölfirmen oder mit den Arbeitern auf den Ölfeldern. Cross Plains profitierte unterm Strich von der Ölindustrie und tätigte kluge städtische Investitionen (zum Beispiel wurde eine neue Schule gebaut), aber Robert wollte das nicht anerkennen und konzentrierte sich stets auf die negativen Aspekte des Booms. Er lehnte alles, was irgendwie mit dem Öl in Verbindung stand, kategorisch ab.

Außerdem hatte Robert so seine Schwierigkeiten mit Autorität. Bereits in der Schule widerstrebte es ihm, dass ihm vorgegeben wurde, was er zu denken, zu lesen und wie er sich zu verhalten hatte. Im Berufsleben wurde das natürlich nicht besser. Jetzt musste er Anweisungen von Menschen ausführen, die er oft weder mochte noch respektierte, ob diese ihm nun sinnvoll erschienen oder nicht. Sein aufbrausendes, hitziges Temperament tat sein Übriges. Das konnte nicht gutgehen und er kündigte mehrfach, weil er sich mit seinen Vorgesetzten in die Haare bekommen hatte. Bis zu einem gewissen Grad kann ich das nachvollziehen. Diese Jobs sollten ihn finanzieren, bis er hauptberuflich als Schriftsteller arbeiten konnte. Sein Herz hing am Schreiben, nicht an den Aushilfestellen, die er in Cross Plains übernahm. Es war ihm nicht wichtig, was er tat; das Geld war das Einzige, das zählte. Trotzdem wäre ihm etwas mehr Pragmatismus wohl gut bekommen. Meiner Meinung nach setzte er alles auf eine Karte und ging damit ein unnötiges Risiko ein. So sehr ich seine Zielstrebigkeit bewundere und obwohl sein Erfolg letztlich alle Kritik als obsolet kennzeichnet, bestand immer die Möglichkeit, dass ihm niemals der große Durchbruch gelungen wäre. Warum also nicht aufs College gehen, einen Beruf erlernen, der ihm als Standbein hätte dienen können und nebenbei weiterschreiben? Robert E. Howards Karriere ist ein leuchtendes Beispiel für die Früchte unerbittlicher Arbeit. Scheitern kam für ihn einfach nicht in Frage. Aber der Leistungszwang, den er dadurch auf sich selbst ausübte, war ungesund und nicht nachahmenswert. Rückblickend scheint es fast, als hätte er unter Zeitdruck gestanden.

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 2 – Robert E. Howard: Der tragische König der Kurzgeschichte (Teil 1)

Robert E. Howard war einer der Stars der Pulp-Literatur. Er war der König der Kurzgeschichte, jemand, der es wie kaum ein Zweiter verstand, auf wenigen Seiten Spannung und Atmosphäre aufzubauen, seine Leser_innen in die Welten seiner Fantasie einzuladen und sie an Figuren zu binden, die so lebendig waren, dass sie zwischen den Zeilen hervorzuspringen drohten. Er gilt als einer der Väter der modernen Fantasy und des Subgenres Sword and Sorcery, obwohl diese Bezeichnung erst lange nach seinem Tod geprägt wurde. Seine Schöpfung des Cimmeriers Conan, der heutzutage besser als Conan der Barbar bekannt ist, war ein Meilenstein. Dennoch scheut sich sein Biograf Mark Finn, der als Autorität auf dem Gebiet der Howard-Forschung gilt, ihn als Fantasy-Autor zu bezeichnen.

2006 veröffentlichte Finn die Biografie „Blood and Thunder: The Life and Art of Robert E. Howard“. 2011 erschien eine zweite, überarbeitete Ausgabe, die sich nun in meinem Regal befindet. Darin verfolgt Finn einen völlig neuen Analyseansatz des Lebens und der Karriere des Schriftstellers, der das Verhältnis beider Aspekte umkehrt. Er glaubt nicht, dass Robert E. Howards Karriere sein Leben bestimmte. Er glaubt, dass sein Leben seine Karriere bestimmte. Deshalb weigert er sich, ihn als Fantasy-Autor vorzustellen und argumentiert, dass Howard in erster Linie ein Autor seiner Heimat war. Er war ein texanischer Autor. Texas und die örtliche Tradition des Geschichtenerzählens lagen ihm im Blut und beeinflussten sowohl seine Kreativität als auch die Motive und Glaubenssätze, die sich in seinen Werken finden. Finn geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet Conan als Anomalie in Howards Vermächtnis, die nicht repräsentativ für sein übriges Schaffen ist.

Ich gebe zu, als ich diese Theorie zum ersten Mal las, war ich sehr skeptisch und auch ein bisschen schockiert. Ich kannte Robert E. Howard im Grunde nur dank Conan. Ich wusste, dass er weitere Geschichten geschrieben hatte, aber ich dachte, Conan wäre der Höhepunkt seines Schaffens gewesen, sein zentrales Werk. Doch nachdem ich „Blood & Thunder“ von vorne bis hinten gelesen hatte, musste ich anerkennen, dass Finns Vorschlag, Howard als texanischen Autor zu begreifen, dessen wahres Talent eben nicht in seinen Conan-Geschichten zu Tage trat, durchaus schlüssig ist. Daher habe ich beschlossen, mich in meiner biografisch-analytischen Zusammenfassung von Robert E. Howards Leben und des Abrisses seines Schaffens an Mark Finns Biografie zu orientieren. Finns Argumentationskette ergibt einfach Sinn und beleuchtet den Werdegang des Schriftstellers auf eine Weise, die für mich – und dementsprechend hoffentlich auch für euch – nachvollziehbar ist. Die Beiträge können folglich als etwas unkonventionelle Rezension zu „Blood & Thunder“ gedeutet werden. Aber „unkonventionell“ seid ihr im Kontext von Non-Fiction ja schon von mir gewöhnt. 😉
Wappnet euch für eine Reise in die Vergangenheit; besuchen wir Robert E. Howard, der nun bereits seit 84 Jahren tot ist, dessen Werk ihn jedoch unsterblich machte.

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Montagsfrage: FBM in Corona-Zeiten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Hui, was für ein Wochenende! Am Freitag bin ich in den Zug gestiegen und habe mich auf den Weg in die Eifel gemacht. Total verrückt, ich bin noch nie zuvor ICE gefahren. Aber man sagt ja, es gibt für alles ein erstes Mal und in diesem Fall war der Anlass äußerst erfreulich: Marina aka DarkFairy hat geheiratet und ich war eingeladen! Ich bin immer noch wahnsinnig dankbar, dass ich dabei sein durfte und es war wirklich eine richtig schöne Feier. Es war aufregend und einfach toll, meine liebe Blogger-Kollegin in ihrem natürlichen Lebensraum zu besuchen und all die freundlichen Menschen kennenzulernen, die ihr nahestehen. Obwohl ich normalerweise Schwierigkeiten damit habe, mit vielen Fremden auf einmal konfrontiert zu sein, fand ich schnell Anschluss, weil Marinas Freunde und Familie es mir sehr leicht gemacht haben und äußerst offen auf mich zugegangen sind. Ich habe mich willkommen gefühlt und die Tage genossen. Da sich die Feier allerdings bis in die frühen Sonntagmorgenstunden zog, war meine Nacht vor der Heimreise recht kurz und als ich dann gestern endlich zu Hause auf der Couch saß, konnte ich die Augen nicht mehr lange offenhalten. Deshalb habe ich den gestrigen Start der neuen Football-Saison überwiegend verpasst. Das ist zwar schade, aber weil wir uns für dieses Jahr extra den NFL GamePass zugelegt haben, um alle Spiele sehen zu können, kann ich alles nachholen, was mir entgangen ist. Also bitte keine Spoiler, ich schmeiße gleich den Fernseher an, um zu sehen, wer das „Alte-Männer-Duell“ zwischen Drew Brees und Tom Brady gewonnen hat. 😉
Die kommende Woche verläuft weitgehend normal. Ihr könnt euch auf drei neue Beiträge in meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ freuen, die ab morgen online gehen und heute starten wir ganz traditionell mit der Montagsfrage von Antonia von Lauter&Leise!

Nehmt ihr dieses Jahr an der FBM teil?

Bevor ich Antonias heutigen Beitrag gelesen habe, wusste ich nicht, dass die Frankfurter Buchmesse dieses Jahr trotz Corona stattfindet. Ich habe vor Jahren entschieden, dass ich dort fehl am Platz wäre und interessiere mich deshalb kaum noch dafür, wann sie veranstaltet wird, welche Programmpunkte angekündigt sind und wer eingeladen ist. Daher ist die Diskussion darüber, ob die Buchmesse wie gewohnt stattfinden oder aufgrund der Corona-Pandemie digital umgesetzt werden sollte, an mir vorbeigegangen. Dass jetzt offenbar beschlossen wurde, den Großteil des Programms in den digitalen Raum zu verschieben und zu streamen, ist allerdings eine Nachricht, die für mich durchaus attraktiv ist.

Ich habe es bisher vermieden, die Buchmessen zu besuchen, weil ich Menschenmassen nicht mag und den finanziellen Aufwand scheue. Aus meiner Sicht würde ich ein Heidengeld dafür ausgeben, mich in eine Situation zu begeben, mit der ich nicht gut umgehen kann, die ich verabscheue und das alles nur, um am Ende mit einem Stapel Bücher nach Hause zu gehen, den ich auch bequem von zu Hause aus hätte ordern können (mal ganz davon abgesehen, dass ich lieber gebraucht kaufe). Nun könnte ich all das aber umgehen und dennoch in den Genuss des Programms kommen. Das ist für mich definitiv eine positive Entwicklung und ich kann mir vorstellen, auf diese Weise doch an der FBM teilzunehmen. Ich habe eben schon mal auf der Website der Messe gestöbert. Aktuell scheint noch nicht festzustehen, welche Veranstaltungen online übertragen werden. Diese Informationen sollen in den nächsten Tagen verkündet werden und ja, ich werde schauen, ob etwas dabei ist, das mich interessiert. Passt der Zeitpunkt, werde ich sicher mal reinschalten (oder mich anmelden oder wie auch immer das am Ende funktioniert). Das heißt, dieses Jahr könnte ich tatsächlich zum ersten Mal die FBM besuchen – rein digital. Es hängt jetzt nur noch davon ab, ob irgendeine Lesung, Diskussion oder so meine Neugier weckt. Bei allen negativen Aspekten, die Corona mit sich brachte, fände ich es schon ziemlich genial, wenn ich durch das Virus auch mal Messegängerin werden könnte. 😉

Werdet ihr die FBM digital oder live besuchen?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen sensationellen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 
 

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Kapitel 1 – Pulp Magazine: Ein Land im Rausch der Kurzgeschichte

Robert E. Howard lebte von 1906 bis 1936. Er wurde nur 30 Jahre alt. Seit seinem neunten Lebensjahr träumte er davon, Schriftsteller zu werden und produzierte bis zu seinem Tod eine schier unglaubliche Fülle von Texten. Hunderte von Kurzgeschichten, Novellen, Essays, Gedichten, Briefen, sowie einige wenige Romane stellen sein Vermächtnis dar. Obwohl seine Popularität erst in den Jahrzehnten nach seinem Tod ihren Höhepunkt erreichte, war er bereits zu Lebzeiten erfolgreich. Es gelang ihm, sich aus seinem kleinen Heimatstädtchen Cross Plains in Texas heraus einen Namen zu machen und generierte ein Einkommen, das es ihm erlaubte, von der Schriftstellerei zu leben.

Dass er vom Schreiben leben konnte, war eine direkte Folge des Mediums, für das er schrieb. Howard fand seine literarische Heimat in den Pulp Magazinen seiner Zeit. Pulp Magazine waren eine literarische Gattung, die sich ausschließlich in den USA wirklich durchsetzen konnte und seit etwa Mitte der 1950er Jahre so gut wie ausgestorben ist. Da Pulps für Howards Karriere entscheidend waren und ihre speziellen Anforderungen seine literarische Entwicklung, seinen Stil und die Konzeption seiner Geschichten maßgeblich prägten, ist es unerlässlich, sich mit ihnen zu beschäftigen, will man verstehen, warum Howard bis heute als einer der größten US-amerikanischen Autor_innen seiner Epoche gilt. Deshalb werde ich einen Überblick über dieses einzigartige, längst vergangene Medium bieten.

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[Robert E. Howard & Conan der Barbar] Einleitung

Hallo ihr Lieben! 🙂

Heute geht es los. Nachdem ich euch monatelang auf die Folter gespannt und euch immer wieder von meinen Fortschritten berichtet habe, starten wir heute endlich in das monumentalste Blogprojekt, das ich je auf die Beine gestellt habe: „Robert E. Howard & Conan der Barbar“. Euch erwarten acht Wochen voller Wissen, interessanter Fakten, Fotos, Magazincover, Hintergrundinformationen und Analysen, die sich ausschließlich um den berühmtesten Barbaren der Literaturgeschichte und dessen Schöpfer drehen. Ich freue mich wahnsinnig, dass dieses Projekt, das einst mit der Erkenntnis begann, dass Arnold Schwarzenegger im Lendenschurz Conan nicht gerecht wird, nach monatelanger harter Arbeit nun endlich Realität ist und kann eure Reaktionen darauf kaum erwarten.

Den heutigen Auftakt möchte ich ganz entspannt angehen. Ich werde euch nicht sofort mit Wissen überhäufen. Stattdessen möchte ich euch erst einmal erzählen, wie dieses Projekt überhaupt zustande kam und warum ich zu der Einsicht gelangte, dass ich Conan und Robert E. Howard nicht in einer simplen Rezension abfertigen kann. Danach werde ich euch eine Übersicht darüber zusammenstellen, welche Themenschwerpunkte und Beiträge euch in den kommenden Wochen bevorstehen und ein paar Worte zu Quellen, Verlinkungen und Bildmaterial verlieren, um dieses Projekt so transparent wie möglich zu gestalten. Ihr seht, wir starten gemütlich. Macht es euch bequem, lehnt euch zurück und lasst mich berichten, wie meine Reise mit Conan und Robert E. Howard ihren Anfang nahm. Alles begann mit einer Erkenntnis …

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Montagsfrage: Bücherboxen?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich bin zurück! Die Montagsfrage ist zurück! Alle sind zurück!
Okay, beruhigen wir uns. Nach einem Monat der Montagsfragenpause beginnen meine Wochen nun wieder mit den mal mehr und mal weniger kniffeligen Fragen von Antonia von Lauter&Leise. Mich freut das sehr, denn diese Routine ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Wie ihr wisst, war ich während der Pause allerdings nicht untätig und kann heute voller Stolz verkünden, dass morgen der erste Beitrag im Rahmen meines Blogprojekts „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ online geht. Es ist fertig! Ja, schon morgen! Ich bin ziemlich aufgeregt und kann es kaum erwarten, herauszufinden, ob euch dieses Mammutprojekt gefällt. Ich hoffe auf euer zahlreiches Erscheinen. Morgen. 9 Uhr. 😉

Nach diesem Ausblick will ich aber gar nicht weiter groß über andere Themen schwadronieren und direkt mit der Montagsfrage loslegen, schließlich hat sie mir in den letzten Wochen wirklich gefehlt.

Leseabos und Bücherboxen?

Abonnier- und bestellbare Boxen sind ein Konzept, das sich in den letzten Jahren in vielen Bereichen etabliert hat. Man kann sich monatlich, manchmal auch wöchentlich, alles mögliche liefern und sich überraschen lassen: Lebensmittel und Rezeptvorschläge, Pflegeprodukte, Kleidung und vieles mehr. Die Idee ist denkbar einfach und basiert auf dem Prinzip der Wundertüte, die ich noch aus meiner Kindheit kenne. Damals liebte ich es, dass ich nie wusste, was die Tüte enthält – heute empfinde ich dieses Pokerspiel als zu riskant und das gilt insbesondere für Bücher. Mir ist es zu gewagt, eine oft nicht unerhebliche Summe auszugeben, ohne vorher eine genaue Vorstellung davon zu haben, was ich dafür bekomme. Angenommen, so eine Box kostet 50€ (vermutlich mehr als das Zehnfache der traditionellen Wundertüte). Wer sagt mir denn, dass ich nicht alles, was sie enthält, total doof, überflüssig oder nutzlos finde? Ich weiß, dass man bei einigen Anbietern einen Teil des Inhalts im Voraus selbst festlegen kann, aber der Rest bleibt dennoch den Impulsen der Person überlassen, die die Box für mich packt. Die kennt mich nicht und hat keine Ahnung, was mir gefällt und was nicht. Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass mir jedes enthaltene Produkt eine Freude macht und für dieses Risiko sind mir solche Boxen einfach zu teuer.

Leseabos und Bücherboxen kommen für mich deshalb erst recht nicht in Frage, weil ich nicht in eine Situation kommen möchte, in der ich das Paket öffne und ausschließlich Lektüre darin vorfinde, die ich bereits besitze. Das ist eine äußerst reelle Möglichkeit, wenn ich mir meine Bibliothek und meinen SuB anschaue. Derzeit befinden sich in meinem Bücherregal um die 2.000 Bücher. Selbst wenn ich vorher angeben kann, welche Autor_innen und Genres ich gern lese, kann ich doch nicht jedes Buch aufzählen, das ich schon habe. Dadurch steigert sich die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anhand meiner Angaben Bücher aussucht, die ich mir bereits selbst gekauft habe, enorm. Ich fände es wahnsinnig enttäuschend, würde ich meine Box auspacken und den Großteil der gelieferten Bücher schon kennen. Ich hätte auch keine Lust, diese Bücher dann zu reklamieren und umtauschen zu lassen, weil der Reiz der Box für mich dann verloren wäre. Deshalb habe ich mich letztendlich dagegen entschieden, mir ein Überraschungspaket vom Otherland Buchladen hier in Berlin schicken zu lassen.

Boxen, wie Antonia sie beschreibt, die ein Buch enthalten und ansonsten lauter Klimbim von Schokolade über Lesezeichen bis zu Stickern, sind ebenfalls keine Option, weil ich entschieden nicht der Typ für solchen Krimskams bin. Schokolade kann ich mir günstiger im Laden besorgen und Staubfänger kommen mir nicht ins Haus (die muss man schließlich in regelmäßigen Abständen säubern). Über Lesezeichen freue ich mich genau wie jeder andere Bücherwurm, aber im Alltag greife ich eher zu witzigen oder hübschen Postkarten, statt zu richtigen Lesezeichen. Was soll ich also mit dem ganzen Plünn, der mitgeliefert wird, wenn ich doch eigentlich nur das Buch will?
Außerdem widerstrebt es mir, Neupreise für Bücher zu zahlen. Mittlerweile kaufe ich so gut wie alles gebraucht, es kommt sehr selten vor, dass ich niegelnagelneue Ausgaben erwerbe. Würde ich 50€ für eine Bücherbox ausgeben, unabhängig davon, ob sie nur Bücher oder Buch + Krimskrams enthält, würde mir ständig durch den Kopf gehen, wie viele Bücher ich dafür gebraucht bekommen hätte. Abgesehen vom finanziellen Aspekt ist das heutzutage ja auch eine Frage des Umweltbewusstseins, denn machen wir uns nichts vor, der Druck neuer Bücher hinterlässt einen Abdruck (Ha, Wortspiel!). Ich schaffe es nicht, von meinen geliebten Printausgaben endgültig zu E-Books zu wechseln, aber ich kann ein wenig Einfluss auf Auflagenzahlen nehmen, indem ich gebrauchte Bücher kaufe.

Dann gibt es da noch Leseabos wie Kindle Unlimited, die E-Book-Flatrate von Amazon. Derzeit bieten sie das Ganze zu einem Knüllerpreis an: die ersten 2 Monate sind kostenfrei, danach kostet sie bis Ende des Jahres 2020 9,99€ pro Monat. Danach dann 19,98€ pro Monat. Für Leser_innen, die sehr oft oder ausschließlich zu E-Books greifen, lohnt sich das vielleicht, obwohl diese sehr genau abschätzen müssten, welche Bücher darin überhaupt enthalten sind, das gesamte Sortiment umfasst die Flatrate nämlich nicht. Für mich lohnt sich das nicht. Ich lese einfach nicht jeden Monat E-Books im Wert von 10-20€. Ich bevorzuge Printausgaben und wenn ich mich richtig erinnere, waren genau die Bücher, die mich interessieren und auf meiner Wunschliste stehen, eben nicht enthalten (zumindest, als ich das letzte Mal geguckt habe). Würde ich dieses Abo abschließen, fühlte ich mich unter Druck gesetzt, den Wert des Abos auch zu erreichen, was mir den Spaß am Buchkauf nehmen würde. Im schlimmsten Fall würde ich Bücher runterladen, die ich eigentlich gar nicht haben möchte, nur, um die Summe vollzukriegen. Das ist eine fürchterliche Vorstellung.

Nein, ich kann mit Bücher- und/oder Leseabos nichts anfangen. In meinem Leben haben sie keinen Platz. Ich bleibe beim traditionellen, klassischen Buchkauf.

Habt ihr Bücherboxen oder Lese-Flatrates abonniert?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen herrlichen Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️

 

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Ernest Cline – Ready Player One

Ernest Cline wuchs in einer Zeit auf, die für die Film- und Videospielindustrie revolutionär war. Er wurde 1972 geboren und entwickelte früh eine Begeisterung für Filme und Spiele, die bis heute anhält. Nach der Schule träumte er davon, Drehbuchautor zu werden. 2009 gelang es ihm, seinen Film „Fanboys“ nach 10-jähriger Produktion auf die Kinoleinwand zu bringen. Allerdings war diese Erfahrung für ihn eher frustrierend als bereichernd, weil sein Drehbuch massiv verändert wurde. Er wollte die volle Kontrolle über ein Projekt – deshalb beschloss er, einen Roman zu schreiben. So entstand „Ready Player One“, ein Buch, das alles feiert, was Cline liebt und mittlerweile als moderner Klassiker der Science-Fiction gilt.

Im Jahr 2044 liegt die Erde in Trümmern. Ressourcenknappheit und Klimawandel führten zu Armut, Hunger, Krankheiten und Überbevölkerung. Das Zentrum des öffentlichen Lebens verlagerte sich in die virtuelle Realität von OASIS. OASIS ist mehr als ein Spiel. Hier kann jeder Traum, jede Fantasie wahr werden. Spieler_innen können in Tausenden von Welten Abenteuer erleben, arbeiten, lernen, Freundschaften knüpfen – und vielleicht ein Vermögen gewinnen. Denn da OASIS-Gründer James Halliday ohne Erben starb, verfügte er, dass die Kontrolle über sein Imperium an die erste Person gehen soll, der es gelingt, die Rätsel zu knacken, die er in OASIS versteckte. Weltweit steigerte sich die Suche nach Hallidays Hinweisen, die alle einen Bezug zur Popkultur der 80er Jahre haben, in einen Rausch. Jahrelang machte niemand Fortschritte. Doch dann stolpert der unscheinbare 18-jährige Wade Watts über das erste Rätsel und löst es. Plötzlich ist er Teil einer frenetischen Schnitzeljagd, die ihn bald an seine Grenzen bringt. Um zu siegen, muss er alles riskieren – sogar sein Leben.

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11 Kommentare

Verfasst von - 6. September 2020 in Dystopie, Rezension, Science-Fiction

 

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